Dienstag, 17. Januar 2017

Standpunkt 1054: Nachrichten-Ticker, 06. - 08.2017


Im November 2016 sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien schenken wichtigen Themen zu wenig Beachtung. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate noch Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: Terror in Berlin: Quo vadis Deutschland? - Krisenvorsorge Bankschließfach - US-Fake-News: Die bösen Hacker aus Russland! - US-Arbeitsmarkt und -Wirtschaft - Donald Trump: Macher oder Scharlatan? 

Quelle: cagle.com



Terror in Berlin: Quo vadis Deutschland?
Die Reaktionen auf den Anschlag in Berlin lassen nur eine Antwort zu: Deutschland wird konsequent zu einem Polizeistaat entwickelt. Endlich haben die politischen Entscheidungsträger der GroKo ihren längst herbeigeredeten Terrorakt, der ihnen die notwendigen Argumente für eine Militarisierung der Polizei und die Verabschiedung neuer, freiheitsraubender Gesetze ermöglicht. Das geschieht natürlich nicht ohne tatkräftige Hilfe der heimischen Referenzmedien, die, statt auf lückenlose Aufklärung zu drängen, lieber die Forderungen nach einer härteren Gangart unterstützen. Ein passendes Umfrageergebnis wird selbstverständlich gleich mitgeliefert. Mit Hilfe einer Hand voll Terroristen und Terrorverdächtigen werden 82 Millionen Bürgern in Deutschland die Freiheitsrechte massiv eingeschränkt. Das ist inakzeptabel. 

"Vom Rechtsstaat zum Rechts-Staat" (Quelle: spiegel.de)

"Viele Vorschläge sind Volksverdummung"
(wiwo.de) Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) warnt vor Schnellschüssen bei der inneren Sicherheit und hält Prävention für die wirksamste Waffe gegen den Terror. Mehr...

Ein aufschlussreiches Interview mit Gerhart Baum. Wir können es für die Meinungsbildung über nützliche Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung in Deutschland nur empfehlen. 


Krisenvorsorge Bankschließfach
Es ist ein schmerzlicher Irrtum, seine Wertsachen einem Bankschließfach anzuvertrauen, um im Krisenfall darauf zugreifen zu können. Das wird nicht funktionieren. Wer das macht, liefert dem Staat seine Schätze frei Haus. Will der Staat an die Ersparnisse seiner Bürger, sind auch Schließfächer vor seinem Zugriff nicht sicher. Die Ereignisse in Großbritannien und in Griechenland sollten eine Lehre sein. 

In Großbritannien wurden schon vor Jahren rund 7.000 Schließfächer - angeblich zur Bekämpfung von Schwarzgeld und Terrorismus - von der Polizei gewaltsam geöffnet und die Inhalte konfisziert. Die Aktion wurde von Politik und Presse als großer Erfolg gegen die organisierte Kriminalität gefeiert. In Griechenland haben die Finanzämter 2014 zigtausende Schließfächer für die Besitzer gesperrt. 

Ein wenig Sicherheit gegen solche Maßnahmen bietet nur eine Lösung innerhalb der eigenen vier Wände. Alles andere ist Humbug. Zu beachten ist aber, dass der Kauf entsprechender Behältnisse über die Lieferanten verfolgt werden kann. Da ist einige Phantasie gefragt.

Der Run aufs Bankschließfach hat gerade erst begonnen
(welt.de) Aus Angst um Schmuck und Bargeld mieten immer mehr Deutsche Schließfächer an. In einigen Bankfilialen sind bereits keine mehr frei. Und das Problem dürfte sich in den nächsten Jahren noch verschärfen. Mehr...

Der Staat kann sich über diese Entwicklung nur freuen. Es erleichtert ihm einmal mehr den Zugriff auf die Vermögen seiner Bürger. Die Banken werden äußerst beflissen als Erfüllungsgehilfen fungieren. Das ist sicher.


US-Fake-News: Die bösen Hacker aus Russland!
Die US-Geheimdienste setzen ihre mediale Offensive fort. Verlässliche Belege bleiben sie aber nach wie vor schuldig. Alles stützt sich auf Vermutungen. Die lohnt sich nicht zu kommentieren. Wer will, kann seinen Wissensstand noch weiter vertiefen:

US-Geheimdienste: Putin ordnete Hackerangriffe an
(sueddeutsche.de) Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Einschätzung der US-Geheimdienste eine Kampagne angeordnet, um den Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahl zu beeinflussen. Zu dieser Einschätzung kommen CIA, FBI und NSA in einem Papier, das am Freitag veröffentlicht wurde. Mehr...

Inauguration Day (Quelle: truthdig.com)


US-Geheimdienstchef Clapper: "Russland ist eine existentielle Bedrohung"
(heise.de/telepolis) In einer Senatshörung bekräftigten Geheimdienstchefs die Vorwürfe gegen Russland. Mehr...

CIA und US-Kongress verschärfen Hacking-Vorwürfe gegen Russland
(wsws.org) Am Donnerstag erreichte die hysterische Kampagne rund um die angeblichen Hackerangriffe Russlands während der amerikanischen Präsidentschaftswahl einen neuen Höhepunkt. Drei hohe Beamte der Geheimdienste sprachen während einer Anhörung mehrere Stunden vor dem Militärausschuss des Senats. Sie weigerten sich, auch nur einen Beweis dafür vorzulegen, dass die russische Regierung die Hackerangriffe auf die E-Mail-Konten des Demokratischen Nationalkomitees (DNC) und von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta gesteuert haben soll.
Auch der 50-seitige Bericht, den die Geheimdienste US-Präsident Obama am Donnerstag übergeben haben, enthält keine Beweise. Am Freitag wurden die Fraktionsführer im Kongress und der designierte Präsident Donald Trump über den neuesten Stand informiert. Laut der Tageszeitung Washington Post haben Regierungsvertreter erklärt, „selbst der vertrauliche Bericht enthält keine neuen überraschenden Enthüllungen“, geschweige denn die freigegebene Version, die am Montag veröffentlicht werden soll.
Das hinderte den Vorsitzenden des Militärausschusses, den republikanischen Senator John McCain, nicht daran, den angeblichen Hackerangriff als „Kriegshandlung“ zu bezeichnen und die Geheimdienstmitarbeiter mehrfach aufzufordern, diesen Begriff zu übernehmen. Mehr...

Ein erfrischender Beitrag.

CIA Bases Congressional Russian Hacking Report on Possibilities, Not Truth
(zerohedge.com) Intelligence in the US is becoming even more emphatic about the Russian threat to elections, claiming that Russians will start to disrupt the elections of other countries like they are disrupting American ones. The trouble with this is that intel agencies, specifically the CIA, have not yet proven that Russia has done what the CIA claims it has done. Read more...

Trump macht sich die Welt - widdewidde wie sie ihm gefällt
(sueddeutsche.de) Die russischen Hackerangriffe auf die USA sind eine Attacke auf den Kern der Demokratie. Doch Trump ist unfähig, das zu erkennen, weil er nicht über seine eigene Person hinausschauen kann. Mehr...

Was für ein bescheidener Beitrag der SZ in dieser Diskussion. Dankbar werden die Vermutungen der Geheimdienste als belastbare Fakten dargestellt, um anschließend dem neuen US-Präsidenten kräftig die Leviten zu lesen. Der Autor leidet offensichtlich an massiven Wahrnehmungsstörungen. Nur so können wir uns erklären, dass er allen Ernstes behauptet, Obama sei "nun wahrlich kein Kriegstreiber". Wer sonst, wenn nicht der scheidende 44. US-Präsident? Der hat bewiesen: Als Friedensnobelpreisträger ist er eine glatte Fehlbesetzung.



US-Arbeitsmarkt und -Wirtschaft
Barack Obama hinterlässt einen Trümmerhaufen. Daran gibt es keinen Zweifel. Deshalb unternehmen die Referenzmedien hüben wie drüben erhebliche Anstrengungen, um von dieser Tatsache abzulenken. Wir befürchten, mit einigem Erfolg. Dem scheidenden US-Präsidenten soll ein Heiligenschein verpasst werden. Zwei Beiträge als Beispiel:

Obama hinterlässt robuste Wirtschaft
(n-tv.de) Das abgelaufene Jahr ist ein erfolgreiches für die US-Wirtschaft. Trotz leichter Schwächesignale der Industrie übernimmt der neue Präsident Trump mit ordentlichem Wachstum und geringer Arbeitslosenquote. Mehr... 

Anhaltendes Stellenwachstum in den USA: Neue US-Regierung erbt soliden Arbeitsmarkt
(nzz.ch) Ende 2016 betrug die Arbeitslosenquote in den USA 4,7%, und das Stellenwachstum war ansprechend. Trump hat damit eine gute Ausgangslage. Mehr...

Eine bodenlose Frechheit, die Realität sieht anders aus:

In Obama's Final Jobs report, A Record 95.1 Million People Were Not In The Labor Force
(zerohedge.com) As it began so it will finish.
Putting the exclamation point on a trend that has marked Obama's entire presidency, in the final Obama jobs report, the BLS announced that the total number of people not in the labor force grew once more, rising by 18,000 in December, and a whopping 841,000 in the past three months, to a new all time high of 95.102 million Americans no longer in the workforce. 




This meant that the perennial bogeyman of the Trump administration, the collapsing labor force participation rate, remained flat near 35 year lows, risint fractionally from last month to 62.7% as a result of 152.111 million people employed in a civilian non-institutional population of 254.742 million.


Source...

Record 95,102,000 Americans Not in Labor Force; Number Grew 18% Since Obama Took Office in 2009
(cnsnews.com) Barack Obama's presidency began with a record number of Americans not in the labor force, and it's ending the same way. Read more...

Where The December Jobs Were: Nurses, Waiters, And Waste Cleaners
(zerohedge.com) Something remains very broken with the US labor market: while the unemployment rate remains just shy of the lowest print since August 2007, rising fractionally to 4.7%, wage growth for most workers, as reported earlier, rose just 2.5%, far below the 4.0% it was when the unemployment rate last hit 4.7%.
This continues to vex economists who have vowed that if only one lowers the unemployment rate far enough, all the slack in the labor market will be soaked up. Alas, that is not happening, for several reasons, the chief of which is that the quality of jobs added remains subpar, with wage growth - especially for less than "supervisory" and management positions - flat.
Still, according to the BLS at least, some 155,000 seasonally adjusted jobs were added in December, arbitrarily goalseeked as they may have been. Where were they? Read more...

Zu diesem Beitrag gibt es eine anschauliche Übersicht: 



NYC Homelessness Record High Despite Falling Unemployment Rate
(zerohedge.com) Salil Mehta at Statistical Ideas investigates the homeless rate in New York City. Mehta notes the streets are flourishing with a severe homelessness problem that’s escalating briskly despite a falling unemployment rate. Read more...

Das folgende Schaubild haben wir aus dem Beitrag übernommen:



It’s A Retail Apocalypse: Sears, Macy’s And The Limited Are All Closing Stores
(theeconomiccollapseblog.com) It has only been two weeks since Christmas, and already we are witnessing a stunning bloodbath of store closings. Macy’s shocked the retail industry by announcing that they will be closing about 100 stores. The downward spiral of Sears hit another landmark when it was announced that another 150 Sears and Kmart stores would be shutting down. And we have just learned that The Limited is immediately closing all stores nationwide. If the U.S. economy is doing just fine, then why are we experiencing such a retail apocalypse? All over America, vast shopping malls that were once buzzing with eager consumers now resemble mausoleums. We have never seen anything quite like this in our entire history, and nobody is quite sure what is going to happen next. Read more...

Zum Schluss dieses Abschnitts noch ein Blick auf die unverfälschte Arbeitslosenquote in den USA: 



Stolze 22.7% im Dezember 2016. Source...

Da liegt eine Menge Arbeit vor Donald Trump und seiner Laienspielschar!


Donald Trump: Macher oder Scharlatan?
Langsam konkretisiert sich unser Bild vom zukünftigen US-Präsidenten. Nicht mehr lange, und wir trauen uns an eine erste Einschätzung dessen, was wir von ihm erwarten (können). Bis dahin überbrücken wir die Zeit mit lesenswerten Beiträgen anderer Kritiker zum Thema:

Bill Gross Compares Trump To Mussolini
(zerohedge.com) To say that the "former bond king" Bill Gross - unlike his "royal successor" Jeffrey Gundlach, or the world's biggest hedge fund manager Ray Dalio - is not a fan of Donald Trump, or his proposed policies, is an understatement: his first condemnation of Trump came just days after the election, when Gross said that Trump's tenure "will be damaging", followed a month later by slamming the "Trump Rally", calling it misguided and urging investor to "move to cash."
Additionally, in his December investment outlook, Gross wrote that the Trump administration may boost stock markets in the short term but his policies will likely limit long-term economic growth by restraining trade and corporate profits.
Earlier today, when interviewed on Bloomberg radio, Gross escalated his critisim of Trump, accusing the President-elect’s targeting of corporations, to make them change their practices, as being reminiscent of policies undertaken by Italy's dictator Benito Mussolini.
"Some of these pre-term policies, where he’s cajoling companies to move production back into the United States, that’s fine, but it reminds me to some extent of policies in Italy long ago associated with Mussolini and government control of corporate interests," Gross said in an interview Friday on Bloomberg Radio. "I don’t want it to go too far." Read more...

Eine mutige Aussage, wenn Bill Gross Trump mit dem Faschisten Benito Mussolini vergleicht. Gross lehnt sich mit seiner Kritik weit aus dem Fenster und sieht wenig Erfolg versprechendes in Trumps Plänen.

Manufacturing in the US: Will Trump’s strategy repatriate highly-paid jobs?
(bruegel.org) Trump has set out a plan to repatriate highly-paid manufacturing jobs to the US. But the idea that manufacturing jobs are better paid than service roles is a myth. Moreover, labour markets are slow to shift between sectors. An aggressive trade policy may create some jobs in manufacturing but will not be a benefit to US citizens in general. Read more...

The New Presidential Seal: 


Quelle: truthdig.com

So, das war's für heute!

 

Freitag, 13. Januar 2017

Standpunkt 1053: Nachrichten-Ticker, 03. - 05.01.2017


Im November 2016 sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien schenken wichtigen Themen zu wenig Beachtung. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate noch Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: Einlagensicherung - Bargeldverbot - Billionen-Grab Deutsche Bank? - Neues aus Europa - Fake News: Der Iwan war's... really? - US-Wirtschaft: Aufschwung, Rezession, Depression? - Donald Trump und die Realpolitik


"Obama Trump Transition: Pandora would be proud" 
(Source. zerohedge.com)


Einlagensicherung
Es ist schon lange ruhig geworden um dieses nützliche Instrument zur Volksberuhigung, dieser Fassade angeblicher Sicherheit für die Spareinlagen. In Wahrheit verbirgt sich dahinter eine höchst effektive Vergemeinschaftung der gigantischen Verluste des weltweiten Finanzcasinosystems. Selbst Staaten, die bisher weitgehend von der Rettung ihrer Banken verschont geblieben sind, werden früher oder später damit konfrontiert. Betroffen sind nicht nur die Länder, in denen TBTF-Banken beheimatet sind. Natürlich sind das die "big player" im globalen Finanzcasinosystem. Es ist jedoch eine Tatsache, dass auch Sparkassen oder Genossenschaftsbanken Teil dieses Systems sind. Der Dominoeffekt ist absehbar: Fallen die großen Institute, folgen postwendend die kleinen. Ein Super-GAU. Den gilt es so lange wie möglich zu verhindern. Bisher geschieht das durch eine nie dagewesene, ultralockere Geldpolitik der Notenbanken. Auf diese Weise wird der Kollaps des Finanzsystems aufgeschoben. 

Maßnahmen zur grundlegenden Reform des Finanzsystems bleiben nach wie vor aus. Behauptungen der diversen Leitmedien, in den USA und Teilen Europas habe es Reformen gegeben, sind bloße Propaganda. In den USA hält, wie anderswo auf der Welt, ausschließlich die Notenbank das System am Leben. 

Statt der 2009 von den Regierungen der G20-Staaten versprochenen Reformen ist eine flächendeckende Enteignung der Bürger in Vorbereitung. Natürlich gibt es Alternativen, die sind jedoch nicht gewollt. So ist denkbar, dass das isländische Modell Schule macht: Die betroffenen Staaten lassen ihre Banken pleitegehen und stellen die Verantwortlichen vor Gericht. Diese Forderung wird häufig gestellt. Sehr wahrscheinlich ist es nicht. Das isländische Finanzsystem verhält sich zum Rest der Welt wie die Mücke zum Elefanten. Die Auswirkungen der isländischen Bankenpleiten im weltweiten Finanzsystem waren damals gleich Null. Vollkommen wirkungslos. Abgesehen von den Medien hat niemand davon Kenntnis genommen. Anders verhält es sich, wenn auch nur eine der TBTF-Banken pleite geht. Die Folgen für das globale Finanzsystem wären irreparabel. Der Schaden nicht vergleichbar mit der Pleite von Lehman Brothers 2008. Das gilt es zu verhindern. Also wird das weltweite Finanzcasino in einer konzertierten Aktion von G20-Staaten abgewickelt. 

Am Ende steht natürlich die Pleite und ein Neuanfang. Vorher aber müssen die Bürger ran. Die Einlagensicherung schützt davor nicht. Die gesetzliche wird umgangen, übergangen oder einfach außer Kraft gesetzt. Auf die freiwillige besteht kein Rechtsanspruch. Nachzulesen beispielsweise in dem Beitrag "Urteil mit Sprengkraft: Was die Einlagensicherung wirklich Wert ist", erschienen im HANDELSBLATT, am 07.12.2010. Im Vorspann dazu heißt es: "Ein Urteil des Landgerichts Berlin sorgt für Aufregung: Anleger können bei einer Bankpleite nur eine Entschädigung in Höhe der gesetzlichen Einlagensicherung gerichtlich einklagen. Auf die weit üppigeren Versprechen des freiwilligen Einlagenschutzes der Banken gibt es dagegen keinen Rechtsanspruch." Mehr hier. Das Urteil und seine Begründung finden Interessierte hier.  Natürlich haben die Banken in den folgenden Wochen und Monaten kräftig für ihren Einlagensicherungsfonds Werbung gemacht. Selbst die STIFTUNG WARENTEST war sich nicht zu schade, den Mythos aufrechtzuhalten. Am 18.01.2011 schlagzeilt sie auf ihrer Internetseite: "Einlagensicherung: Besorgte Sparer können aufatmen". Im Text wird diese Aussage jedoch nicht bestätigt. Ein Auszug: "Anleger haben einen Rechtsanspruch auf die gesetzliche Einlagensicherung von 100 000 Euro pro Person und pro Bank, bei der sie Geld angelegt haben. Darüber hinaus sichert der BdB-Fonds freiwillig für die meisten Privatbanken in Deutschland Kundeneinlagen in Millionenhöhe ab. Zu den geschützten Einlagen gehören Tages- und Festgeld, Sparbriefe sowie Geld auf Girokonten." Mehr hier. Mindestens drei Gründe sprechen dagegen "aufzuatmen"
  • 1. Gesetzliche Regelungen können über Nacht außer Kraft gesetzt werden; 
  • 2. Auf Freiwilligkeit besteht kein Rechtsanspruch; 
  • 3. Bereits die Pleite einer einzigen Großbank sprengt alle freiwilligen Einlagensicherungsfonds der Banken. Die Pleite des gesamten Systems macht jede Einlagensicherung, egal ob gesetzlich oder freiwillig, hinfällig. 
Wie das in Wirklichkeit funktioniert, hat Europa 2013 in Zypern vorgemacht. Die gesetzliche Einlagensicherung wurde skrupellos und trickreich ausgehebelt. Zahlreiche Sparer verloren bis zu 100% ihrer Einlagen. Die Maßnahmen gingen sogar so weit, dass Kontokorrentkredite den Darlehensnehmern als Vermögen zugerechnet wurden. Eine Riesensauerei, oder nicht?

Mangel an Selbstverantwortung: Einlagenschutz macht Bankkunden träge
(nzz.ch) Vollkasko-Mentalität ist in Deutschland wohl verbreiteter als Selbstverantwortung. Bei der Einlagensicherung gibt es ein Teilkasko-System. Und auch das erzieht Kunden zum finanziellen Desinteresse. Mehr...

Noch ist es Zeit umzudenken! 
  

Bargeldverbot
Es ist uns ein Anliegen, immer wieder auf diese Gefahr hinzuweisen. Das Verbot von Bargeld ist längst beschlossene Sache, das "war on cash" die Folge. Das macht auch vor Europa nicht halt. Verschwörungstheorie? Mitnichten! Das werden die kommenden Monate beweisen.

Greece Unleashes 'Soft' Cash Ban
(zerohedge.com) The spread of global cash bans continues with Greece unveiling their so-called 'soft' approach by which taxpayers will only be granted tax-allowances or deductions when payments are made via credit or debit cards. As KeepTalkingGreeece reports, the new guidelines refer to employees, pensioners, farmers, and also the unemployed. Read more...

Power & Profit Fuel War on Cash in Europe
(wolfstreet.com) In the wake of the attack on the Christmas market in Berlin in December, the European Commission granted customs and police authorities sweeping new powers to seize cash or precious metals carried by “suspect individuals” entering the EU. People carrying more than €10,000 euros in cash already have to declare this at customs when entering the EU. The new rules would allow authorities to seize money (or precious metals or bitcoin) below that threshold “where there are suspicions of criminal activity.”
It was the latest step in the War on Cash. The powers that want to kill off cash include private and central banks, fintech firms, Silicon Valley magnates like Tim Cook and Bill Gates, telecom behemoths, credit card giants, assorted NGOs, a bewildering alphabet soup of UN agencies and many national governments. They all have their own disparate motives for taking out physical money.
They already have vital technological and generational trends firmly on their side, as well as the the added bonus of widespread public ignorance, apathy, and disinterest. As such, cash’s days as a commonly used payment method may well be numbered anyway. But it could take decades for it to die a natural death, if indeed it does. Cash’s enemies would much rather accelerate its demise.
In Europe authorities continue to escalate their War on Cash by passing increasingly draconian laws that make it harder and harder for people — law-abiding or not — to hold or transact with physical currency. Early last year the European Central Bank announced its decision to end the production and issuance of the €500 note from 2018. Allegedly the currency of choice for organized crime outfits around the world, the so-called “Bin Laden bill” accounts for close to a third of the total amount of cash in existence in the Eurozone. Read more...

Österreich: EC-Karten-Ausfall ungeklärt
(heise.de/telepolis) Der Zahlungsdienstleister meint, wie das Problem behoben wurde, gehöre "nicht in die Presse". Mehr...

Lesenswerte Beiträge, alle drei!


Billionen-Grab Deutsche Bank?
Wir haben uns zuletzt wieder mit dem von der Pleite bedrohten deutschen Bankenprimus beschäftigt (hier). Es bleibt eine unendliche Geschichte. Nach der FRANKFURTER ALLGEMEINE legt sich nun auch die ZEIT für die Deutsche Bank ins Zeug. Sie untersucht die Risiken des Derivatehandels und kommt - natürlich - zu einem für die Bank sehr angenehmen Ergebnis. Wir zitieren:  "Am Ende, so die Bank, bleiben 36 Milliarden Euro, die sie wirklich verlieren kann." Peanuts, oder? Nein, bereits dieser, verglichen mit den tatsächlichen Risiken, geringe Betrag macht die Bank zu einem Sanierungsfall und reif für umfangreiche Staatshilfen. Also keinen Grund für die Leser (m/w), sich entspannt zurückzulehnen.

Die Deutsche Bank sitzt auf einem Billionen-Berg komplizierter Papiere. Wie bedrohlich ist das? 
(zeit.de) Die Deutsche Bank sitzt auf einem Billionen-Berg komplizierter Papiere. Eine Konsequenz: Das Institut will um fast 20 Prozent schrumpfen. Mehr... 

Der gesamte Beitrag gründet auf Aussagen von Stuart Lewis, dem Risikovorstand der Bank. Von dem sind wohl kaum verlässliche Angaben über das Risikopotential zu erwarten. Andernfalls wäre er für diesen Job völlig ungeeignet. An dieser Stelle möchten wir an sein Interview in der F.A.Z. vom 31.07.2016 erinnern, mit dem wir uns in dem Standpunkt, Ausgabe 1021, "Volksverdummung Banken-Stresstest" (hier), beschäftigt haben: "Wir sind nicht gefährlich" (hier). Lewis kann darauf bauen, dass niemand seine Aussagen überprüfen kann. Der weltweite Derivatehandel ist ein Kartell unter Führung  einer Hand voll Banken, zu denen selbstverständlich die Deutsche Bank gehört. Kontrolliert wird dieses Kartell nicht. 

Zum besseren Verständnis der tatsächlichen Risiken - der US-Investor Warren Buffett spricht aus gutem Grund bei Derivaten von Massenvernichtungswaffen - des Derivatehandels, haben wir aus unserem gut gefüllten Archiv einige Beiträge der vergangenen Jahre herausgesucht, die wir an dieser Stelle als weiterführende Lektüre empfehlen. Natürlich sind es hauptsächlich englische Texte, die sich mit den Risiken der US-Banken beschäftigen. Deutschsprachige Medien halten sich von dem Thema lieber fern.

Quelle: globalresearch.ca

Global Derivatives: $1.5 Quadrillion Time Bomb   
(globalresearch.ca) When investing becomes gambling, bad endings follow. The next credit crunch could make 2008-09 look mild by comparison. Bank of International Settlements(BIS) data show around $700 trillion in global derivatives. Read more...

Derivatives Remain a Blind Spot in the TBTF Debate 
(nakedcapitalism.com) One of my pet peeves has been the way legislators and regulators have come up with various remedies to the Too Big to Fail problem, like living wills and Dodd Frank Article II resolutions, and have gone into Mission Accomplished mode. We’ve written lots of nitty-gritty posts debunking ideas like these when they were fresh.
As we stressed then, dealing with a problem like that of TBTF banks is like disarming a very large, live bomb. It has to be done carefully and in a certain order so as not to create lots of devastation. And as top risk manager Richard Bookstaber stressed in his book, A Demon of Our Design, the first step in reducing risk in a tightly-coupled system is to reduce the tight coupling. Implementing any other type of risk reduction effort will make matters worse. We’ve identified derivatives as the biggest source of tight coupling, which means it needs to be given top priority in “end TBTF” efforts, and needs to be addressed in a informed manner.
This very readable post by Perry Mehring illustrates that the officialdom still has a very long way to go. While they’ve at least included some aspects of derivatives risk in their efforts (like moving many to central clearinghouses), Mehrling exposes the glaring problems in one element of the plan to deal with derivatives that banks intermediate.
And Merhling makes a key point: that too much of the thinking about TBTF focuses on solvency of individual institutions. In a system of market-based credit, the authorities feel they must keep financial markets operating. Bear was not bailed out because it was a systemically important institution by virtue of size. It was seen as too important to let fail because it was a critically important player in the credit default swaps market by virtue of being the number three prime broker. Money market funds were rescues not to protect the funds themselves, but because they were a major source of funding in the repo market, which was and remains an critical source of liquidity to the major capital markets trading firms. Similarly, the Administration’s considerable efforts to paper over chain of title issues in the mortgage-backed securities market weren’t to save Bank of America, which was heavily exposed due to its acquisition of Countrywide. It was because it perceived the MBS market to be too big to fail.
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NY Fed Slams Deutsche Bank (And Its €55 Trillion In Derivatives): Accuses It Of "Significant Operational Risk"
(zerohedge.com) First it was French BNP that was punished with a $9 billion legal fee after France refused to cancel the Mistral warship shipment to Russia (which promptly led to French National Bank head Christian Noyer to warn that the days of the USD as a reserve currency are numbered), and now moments ago, none other than the 150x-levered NY Fed tapped Angela Merkel on the shoulder with a polite reminder to vote "Yes" on the next, "Level-3" round of Russia sanctions when it revealed, via the WSJ, that "Deutsche Bank's giant U.S. operations suffer from a litany of serious problems, including shoddy financial reporting, inadequate auditing and oversight and weak technology systems."
What could possibly go wrong? Well... this. Recall that as we have shown for two years in a row, Deutsche has a total derivative exposure that amounts to €55 trillion or just about $75 trillion. That's a trillion with a T, and is about 100 times greater than the €522 billion in deposits the bank has. It is also 5x greater than the GDP of Europe and more or less the same as the GDP of... the world. Read more...

The Armageddon Looting Machine: The Looming Mass Destruction from Derivatives
(ellenbrown.com) Increased regulation and low interest rates are driving lending from the regulated commercial banking system into the unregulated shadow banking system. The shadow banks, although free of government regulation, are propped up by a hidden government guarantee in the form of safe harbor status under the 2005 Bankruptcy Reform Act pushed through by Wall Street. The result is to create perverse incentives for the financial system to self-destruct. Read more...

Big Banks and Derivatives: Why Another Financial Crisis Is Inevitable
(forbes.com) Remember Jaws? In 1975, the small town of Amity was on the eve of the Fourth of July weekend, a time of celebration of the founding of this marvelous country. But just before the celebration was about to begin, a vicious shark attack occurs. Concerned about losing the money from the holiday tourist trade, the mayor and townsfolk ignore the warnings to keep people out of the water. But then after another shark attack, and yet another, the town’s leadership finally grasps the peril, but not before more disasters occurred.
Jaws, writes John Whitehead, wasn’t just a simple story about sharks. Instead, it was a social commentary about how a love of money can blind us to averting preventable disasters.
Fast forward to the financial meltdown of 2008 and what do we see? America again was celebrating. The economy was booming. Everyone seemed to be getting wealthier, even though the warning signs were everywhere: too much borrowing, foolish investments, greedy banks, regulators asleep at the wheel, politicians eager to promote home-ownership for those who couldn’t afford it, and distinguished analysts openly predicting this could only end badly. And then, when Lehman Bros fell, the financial system froze and world economy almost collapsed. Why?
The root cause wasn’t just the reckless lending and the excessive risk taking. The problem at the core was a lack of transparency. After Lehman’s collapse, no one could understand any particular bank’s risks from derivative trading and so no bank wanted to lend to or trade with any other bank. Because all the big banks’ had been involved to an unknown degree in risky derivative trading, no one could tell whether any particular financial institution might suddenly implode.
Since then, massive efforts have been made to clean up the banks, and put in place regulations aimed at restoring trust and confidence in the financial system. But the result in terms of dealing with the basic problem, according to a terrific article by Frank Partnoy and Jesse Eisinger in The Atlantic entitled “What’s Inside America’s Banks?” is failure. 
Another global financial crisis is on the way
Financial reform didn’t work. Banks today are bigger and more opaque than ever, and they continue to trade in derivatives in many of the same ways they did before the crash, but on a larger scale and with precisely the same unknown risks. Read more...

The Wall Street Ticking Time Bomb That Could Blow Up Your Bank Account
(alternet.org) Derivatives turn the financial system into a casino. And the House always wins.
Cyprus-style confiscation of depositor funds has been called the "new normal."  Bail-in policies are appearing in multiple countries directing failing TBTF banks to convert the funds of "unsecured creditors" into capital; and those creditors, it turns out, include ordinary depositors. Even “secured” creditors, including state and local governments, may be at risk.
Derivatives have "super-priority" status in bankruptcy, and Dodd Frank precludes further taxpayer bailouts. In a big derivatives bust, there may be no collateral left for the creditors who are next in line.
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290 Billionen Risiko: Sparer müssen Euro-Banken retten
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Zypern ist die Zeiten-Wende für den Euro: In dem kleinen Land haben die Euro-Retter vorgemacht, dass künftig alle für die Rettung der Banken bluten müssen. Die Panik hat einen Grund: In den Kellern der Banken dampfen Billionen an giftigen Schrottpapieren. Die Finanz-Industrie hat keine Chance, das Problem ohne den Zugriff auf die Bank-Guthaben von Bürgern und Investoren zu lösen. Mehr...

Derivate: Das alte Versteckspiel
(zeit.de) Neue Regeln sollen die Finanzbranche in der EU sicherer machen. Aber ausgerechnet sie könnten die nächste Krise auslösen. Mehr...

Janet Tavakoli: Understanding Derivatives and Their Risks
(zerohedge.com) Global financial markets are awash in hundreds of trillions of dollars worth of derivatives. By some estimates, the total amount exceeds one quadrillion.
Derivatives played a central role in the 2008 credit crisis, as they had a brutal multiplying effect on the magnitude of the carnage. As a bad asset was written down, oftentimes there were derivative contracts written against it that resulted in total losses 10x greater than the initial write-down.
But what exactly are derivatives? How do they work?
And have we learned to treat these "weapons of mass financial destruction" (as Warren Buffet colorfully coined them) any more carefully in the aftermath of the global financial crisis?
Not really, claims Janet Tavakoli, derivatives expert and president of Tavakoli Structure Finance.
But the danger behind derivatives doesn't lie in their existence, she stresses. They play and important and constructive role in a healthy financial system when used responsibly.
But when abused, derivatives can create massive damages. So at the root of the "derivatives problem", Tavakoli stresses, is control fraud - the rampant unchecked criminal action by influential players on Wall Street. (This is the same method of fraud we've explored in past interviews with Bill Black [13] and Gretchen Morgenson [14]). Derivatives contracts are too often constructed in favor of these parties, who if they end up on the losing side of the trade, are able to socialize their losses. Until we address this root problem of corruption, says Tavakoli, derivatives (as well as other securities: stocks, bonds, etc) will continue to subject investors and our makets, overall, to unacceptable risk. Read more...

The Derivative – It’s Just an Insurance Policy for the 1% that Nuked the
99% and Bailed Out the Richest Folks on the Planet

(judymorrisreport.blogspot.com) Most sane folks, Libertarians and Ron Paul supporters understand that the Federal Reserve only exists to enable Wall Street in the facilitation of the biggest criminal enterprise and heist in human history, a Bankster heist that’s been going on since the Federal Reserve was created in 1913. America has suffered through the Great Depression because of the Banksters, endless bankrupting wars of empire facilitated by the Banksters and now we are deeply ensconced in another financial disaster that blew in the fall of 2008.  The global economy is mired in misery and profound human suffering is a reminder of the power of the elites.  The 99% may be in agony as they struggle to survive but the Bankers and 1% are indeed celebrating yet another coup as they concentrate wealth and power. Read more...

The Coming Derivatives Crisis That Could Destroy The Entire Global Financial System
(theeconomiccollapseblog.com) Most people have no idea that Wall Street has become a gigantic financial casino.  The big Wall Street banks are making tens of billions of dollars a year in the derivatives market, and nobody in the financial community wants the party to end.  The word “derivatives” sounds complicated and technical, but understanding them is really not that hard.  A derivative is essentially a fancy way of saying that a bet has been made.  Originally, these bets were designed to hedge risk, but today the derivatives market has mushroomed into a mountain of speculation unlike anything the world has ever seen before.  Estimates of the notional value of the worldwide derivatives market go from $600 trillion all the way up to $1.5 quadrillion.  Keep in mind that the GDP of the entire world is only somewhere in the neighborhood of $65 trillion.  The danger to the global financial system posed by derivatives is so great that Warren Buffet once called them “financial weapons of mass destruction”.  For now, the financial powers that be are trying to keep the casino rolling, but it is inevitable that at some point this entire mess is going to come crashing down.  When it does, we are going to be facing a derivatives crisis that really could destroy the entire global financial system. Most people don’t talk much about derivatives because they simply do not understand them. Perhaps a couple of definitions would be helpful. Read more...

Was sind die Derivativ-Billiarden wert?
(heise.de/telepolis) Die Bewertung der mehreren tausend Milliarden an "Toxic Assets" dürfte nur ein Bruchteil der Probleme des Finanzsektors darstellen. Viel größer ist vermutlich die Unsicherheit bei den so genannten Derivaten. Mehr...

Die schweizerische Schuldenbombe
(heise.de/telepolis) Großbanken haben jeden Schweizer potentiell mit einem Risiko von 4.500.000 CHF exponiert. Mehr...

Der Autor zeigt am Beispiel Schweiz, wie gravierend die Risiken aus dem Derivatehandel der Großbanken für die Bürger sind. Grundlage ist eine sehr viel realistischere Berechnung als die von Stuart Lewis für die Deutsche Bank.

Risiken durch Derivatehandel: OECD fordert Zerschlagung der Großbanken
(faz.net) Die OECD fordert eine Abtrennung des Investmentbanking vom Filial- und Kreditgeschäft, um die Risiken auf den internationalen Finanzmärkten abzubauen. Mehr...

Unsere Meinung über den Zustand des deutschen Banken-Primus veranschaulicht sehr treffend die folgende Karikatur: 
 
"Deutsche Bank kaputt" (Quelle: toonpool.com)



Neues aus Europa
Für den heutigen Nachrichten-Ticker haben wir drei lesenswerte Beiträge zum Thema Europa zusammengestellt.

"Der Nationalstaat wird verschwinden"
(zeit.de) Brexit, Flüchtlingskrise, Terroranschläge – erstmals diskutieren die Bürger Europas transnational. Ein Zwischenschritt vor der Gründung einer europäischen Republik? Mehr...

Eine mutige Aussage, eingedenk der vielen nationalistischen Bestrebungen innerhalb der EU. Wir teilen diese Zuversicht nicht. Trotzdem enthält dieses Interview viele gute Ansätze für ein besseres Europa. 

Wie die EZB die Währungsunion zur Haftungsgemeinschaft macht
(wiwo.de) Unter dem Deckmantel ihrer Geldpolitik sorgt die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren Anleihekäufen für massive Ungleichgewichte in der Euro-Zone. Besonders riskant sind die für die deutschen Steuerzahler. Mehr...

Nachdem Deutschlands einziger Star-Ökonom Hans-Werner Sinn von seinem Lieblingsthema "Target2-Saldo geht zu Lasten der deutschen Steuerzahler" endlich abgelassen hat, wird diese Sau jetzt von anderen durchs mediale Dorf gejagt. Was der Autor behauptet ist, mit Verlaub gesagt, Bullshit. Es gibt keine Haftung der Steuerzahler für Verluste der Notenbanken, eine solche Regelung ist schlicht nicht vorgesehen. Bitte dazu hier noch einmal nachlesen: "Die SPD, Hans Werner Sinn und die Billionenfrage", erschienen am 16.08.2012 bei den NACHDENKSEITEN

Verheerende Armut in Polen
(wsws.org) Die NGO Szlachetna Paczka (Nobles Paket), die armen Familien während der Weihnachtsfeiertage hilft, dokumentiert in einem Bericht vom Dezember 2016 die schlimme Armut in Polen. Der Bericht basiert auf der Arbeit und den Erfahrungen von Volontären der Organisation. Mehr...

Polen gilt als Niedriglohnland. Deutsche Unternehmen errichten dort massenhaft Fabriken, um dank niedriger Löhne und sozialer Standards billig produzieren zu können. Reichlich gefördert durch die EU, das versteht sich von selbst. 

Der Druck dürfte noch größer werden, wenn Großbritannien tatsächlich irgendwann den Brexit schafft und im Anschluss die polnischen Zuwanderer ausweist. 


Fake News: Der Iwan war's... really? 
Wir haben den angeblichen russischen Hackerangriff auf die US-Präsidentschaftswahl 2016 und die jüngsten Sanktionen von Barack Obama im letzten Standpunkt abschließend kommentiert (hier). Mehr gibt es dazu erst einmal nicht zu sagen. Unabhängig davon wollen wir natürlich an dieser Stelle weiterhin auf die neuesten Entwicklungen hinweisen. 

Washington Post Admits Its 'Russians Hacked A US Utility' Story Was 'Fake News'
(zerohedge.com) Over the weekend we noted that the Washington Post was caught spreading "fake news" about an alleged attempt by "Russian hackers" to take over a Vermont Utility (see "Washington Post Caught Spreading More Fake News About 'Russian Hackers'").  Within hours of reporting that the "Russian hackers" had gained access to the electrical grid, the Burlington Electric Department in Vermont had to issue a statement confirming that the provocative Wapo story simply wasn't true and that a laptop found to be infected with malware was never actually connected to the grid.  An embarrassed Wapo was subsequently forced to change it's sensationalized headline and publish a retraction.
Now, as they often do, it appears this Wapo "fake news" rabbit holes gets even deeper.  Not only are "federal officials" now confirming that "Russian hackers" never targeted the Vermont electrical grid, but the whole mishap was derived from an employee's attempt to check his Yahoo email account which, as Wapo reports, resulted in his computer connecting to a "suspicious IP address" that is "found elsewhere in the country suggesting the company wasn't being targeted by Russians." Read more...

Die Story, dass russische Hacker in das US-Stromnetz eingedrungen seien, war heiße Luft 
(heise.de/telepolis) Die Washington Post macht unfreiwillig deutlich, wie Medien und Politiker die Angst vor einer russischen Cyberbedrohung hochgekocht haben. Mehr...

Lügenkampagne über russische Hackerangriffe
(wsws.org) Am Donnerstag kündigte US-Präsident Barack Obama eine Reihe von Maßnahmen gegen Russland an, die er mit den angeblichen Cyberangriffen der Regierung von Wladimir Putin begründete. Unter anderem wurden 35 russische Diplomaten ausgewiesen und Sanktionen gegen russische Einrichtungen, Nachrichtendienste und Funktionäre verhängt.
Die Medien, allen voran die New York Times, unterstützten diese Strafmaßnahmen. Die Times erklärte in einem Leitartikel, es sollte "keinen Zweifel an der Berechtigung von Präsident Obamas Entscheidung geben, Russland für seine Versuche zu bestrafen, amerikanische Computer zu hacken und die Präsidentschaftswahl 2016 zu beeinflussen."
Die amerikanischen Medien halten es nicht für erwähnenswert, dass diese Vorwürfe von einer Regierung kommen, die selbst das weltweit größte Hacking- und Cyberspionageprogramm betreibt. Laut den von Edward Snowden enthüllten Dokumenten ist es das Ziel dieses Programms, alle Daten der Welt zu sammeln. Die Devise lautet dabei: "Alles sammeln – alles nutzen."
Die Anschuldigungen kommen von der gleichen Regierung, die zusammen mit Israel den Wurm Stuxnet geschaffen und freigesetzt hat, mit dem der Iran angegriffen wurde, und die nachweislich das Handy der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel angezapft und die Internetverbindungen der Vereinten Nationen überwacht hat. Was den Vorwurf angeht, Russland beeinflusse die Wahlen in anderen Staaten, so würde eine Geschichte der verdeckten Operationen der USA und ihrer Geheimdienste zur Manipulation politischer Ereignisse, der Umkehrung von Wahlen und der Staatsstreiche gegen gewählte Regierungen auf der ganzen Welt mehrere Bände füllen.
Es ist durchaus wahrscheinlich, dass Russland, ebenso wie jedes andere Land, im Internet Spionage betreibt. Doch in diesem konkreten Fall sind die Vorwürfe, Russland hätte einen Hackerangriff auf das Nationalkomitee der Demokratischen Partei durchgeführt, unbewiesen.
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US-Wirtschaft: Aufschwung, Rezession, Depression?
Es gibt unterschiedliche Einschätzungen über den Zustand der Wirtschaft in den USA. Die deutschsprachigen Leitmedien sind unisono der Auffassung, die USA haben die Talfahrt der vergangenen Jahre überstanden und befinden sich in einem soliden Aufschwung. In den USA selbst gehen die Meinungen auseinander. Der Mainstream sieht die Wirtschaft auf dem Weg aus der Krise, Kritiker glauben fest an eine Rezession. Natürlich lässt sich trefflich über diese Frage streiten. Wir halten uns da aber raus. Für uns befinden sich die USA schon an der Schwelle zu einer ausgewachsenen Depression. Die offiziellen Zahlen, auf die sich die Referenzmedien regelmäßig berufen, sind gefakt. Wir glauben auch nicht daran, dass die signifikante Zunahme des Verbrauchervertrauens, nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten, der Wirklichkeit entspricht. Studenten- und Autokredite sind die Renner, erreichen von Monat zu Monat neue Höchststände. Wo diese Blasen hinführen, das lässt sich an fünf Fingern abzählen. 

Sonst wächst nichts, außer die Zahl der Erwerbsfähigen ohne Arbeit, die Anzahl der Teilzeitjobs, die Leerstände und Zwangsversteigerungen bei Häusern, die Zahl der Obdachlosen, die ausfallgefährdeten Studenten- und Autokredite, um nur einige Beispiele zu nennen. Konstant hoch bleibt die reale Arbeitslosenzahl (hier), die Zahl der Bezieher von Lebensmittelmarken, oder die Verschuldung der Haushalte via Kreditkarte(n). Einen starken Rückgang gibt es Monat für Monat bei den Vollzeitjobs. Die Aufzählungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie sollen nur einen Überblick geben wie wenig Barack Obama erreicht hat, was den neuen Präsidenten der "maßlosen Versprechungen", Donald Trump, erwartet, und warum wir die Wirtschaft der USA mindestens am Rand einer Depression sehen. Wir erwarten nicht, dass wir unsere Einschätzung demnächst korrigieren müssen. 

Macy's, Kohl's Crash After Reporting Abysmal Holiday Sales; Cut Guidance; Announce Mass Layoffs, Store Closures
(zerohedge.com) Remember when market cheerleaders said that holiday sales were expected to be far stronger than usual, if only as a result of the newly-discovered optimism from the Trump election? Well, at least when it comes to conventional retailers like Kohl's and Macy's... not so much.
First, it was Kohl’s, which announced it was slashing its full year forecast, and now sees FY2017 adjusted EPS of $3.60-$3.65, down from $3.80-$4.00 less than two months ago, in the day after the election (ronically). It wasn't just the future: the company revealed that comp sales were also down 2.1% y/y in fiscal months November and December combined.
As Kohl's CEO Kevin Mansell said, “sales were volatile throughout the holiday season. Strong sales on Black Friday and during the week before Christmas were offset by softness in early November and December."  
But an even greater surprise was revealed moments later by retail belwether Macy's, which not only reported a drop in same store sales, not only slashed guidance, but also announced it would close 68 stores and lay off over 10,000 workers. Read more...

US Ends 2016 With $19.98 Trillion In Federal Debt; Up $1,054,647,941,626.91
(zerohedge.com) On the last day of calendar 2016, total US public debt jumped by $98 billion, mostly as a result of end of quarter Social Security debt allocation, which accounted for $70.4 billion of the daily increase. As a result, total US government debt on December 30, 2016 was $19,976,826,951,047.80.
This compares to $18,922,179,009,420.89 on the last day of 2015 and means that the increase in US federal debt in 2016 was just over $1 trillion, or $1,054,647,941,626.91 to be specific. (...) 
Putting this increase in context, during Barack Obama’s time in office, federal debt has increased by $9,349,949,902,134.72, or 88%, rising from $10,626,877,048,913.08 on Jan. 20, 2009, the day of Obama’s inauguration to $19,976,826,951,047.80 on the last day of 2016.

Quelle: zerohedge.com

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Es ist unsinnig, für diese Entwicklung Barack Obama verantwortlich zu machen. Der Mann ist gelernter Anwalt, die verstehen von Wirtschaft bekanntermaßen viel zu wenig. So viel Selbsterkenntnis trauen wir ihm schon zu. Seine Wirtschaftsberater sind Abgesandte aus der Wall Street gewesen, mit bekanntlich sehr einseitigen Interessen. Es ist übrigens die gleiche Quelle, aus der sich auch die neuen Kräfte für Donald Trump speisen. Wer kann unter diesen Umständen ernsthaft an eine Veränderung der Wirtschaftspolitik, hin zum Besseren, glauben?

Für viele alternative Wirtschaftsportale, u. a. ZERO HEDGE, hat Obama in seinen beiden Amtszeiten eine keynesianische Wirtschaftspolitik betrieben. Diese Behauptung ist nach unserer Einschätzung falsch. John M. Keynes hätte den Staat seit 2009 viele Milliarden US$ in die Infrastruktur und die Bildung investieren lassen, nicht in die weitere Aufblähung der Finanzmärkte. Statt dessen sind Infrastruktur und Bildung in der Amtszeit von Barack Obama endgültig auf das Niveau eines Dritte-Welt-Landes gefallen. Vielleicht für D. T. die Chance, wenigstens einige seiner Versprechungen einhalten zu können.
 

Donald Trump und die Realpolitik   
Bei der Beurteilung der politischen Fähigkeiten des 45. US-Präsidenten bleiben wir unentschlossen. Zu sehr erinnert uns D. T. an eine Wundertüte. Also überlassen wir es anderen, seine Pläne zu loben oder zu kritisieren. 




Trumps Steuerplan und der Dollar
(project-syndicate.org) Nun, da Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt ist und die Republikaner beide Häuser des Kongresses kontrollieren, wird es in Amerika eine Reform der Körperschaftssteuer geben. Das aktuell diskutierte Paket umfasst zwei wichtige Bestandteile: eine Senkung des Steuersatzes von derzeit 35% auf 20% oder sogar 15% und eine "Grenzausgleichsabgabe", die für ein Mehrwertsteuersystem typisch, für die Unternehmensbesteuerung jedoch ungewöhnlich ist.
Eine Grenzausgleichsabgabe würde im Inland erworbene und importierte Produktionsressourcen unterschiedlich behandeln und Exporte begünstigen. Die Unternehmen wären nicht länger in der Lage, die Kosten für importierte Produktionsressourcen von ihrem steuerbaren Einkommen abzuziehen; zugleich jedoch würden ihre Umsatzerlöse aus dem Export nicht besteuert.
Der Vorschlag hat eine intensive Debatte darüber ausgelöst, ob sich so die US-Handelsbilanz verbessern läs  sind wir der Ansicht, dass eine Grenzausgleichsabgabe nur minimale Erfolgsaussichten hätte und Amerikas Netto-Auslandsvermögensposition spürbar schwächen könnte. Mehr...

Die Steuerpläne Trump's haben wir bereits an anderer Stelle aufgegriffen (hier). Das HANDELSBLATT nannte die Pläne euphorisch eine "Steuerrevolution". Da ist es nur logisch, dass wir diesen Beitrag - eine vorsichtige Kritik -  nachschieben und empfehlen. Das englische Original gibt es hier.  

A Bull Named Trump in a Shop Called China
(project-syndicate.org) Some of US President-elect Donald Trump’s nastiest attacks have been directed at China. He has accused it of “raping” the United States with its trade policies, and of creating global warming as a “hoax” to undermine US competitiveness. Why, then, are many Chinese policy advisers and commentators sanguine about future US-China relations?
The reasoning seems to be that Trump is a businessman, and, to paraphrase US President Calvin Coolidge, the business of China is business. China, the thinking goes, can work with a swashbuckling deal-maker like Trump better than with a supposedly “ideological” Hillary Clinton. Read more... 

Europa fürchtet einen Handelskrieg zwischen den USA und China, mit weitreichenden Folgen für den Rest der Welt. Davon besonders betroffen sieht sich die deutsche Exportwirtschaft. Wir haben uns mit möglichen, von Trump angezettelten, Streitereien bereits im vorletzten Standpunkt beschäftigt (hier). Dieser Beitrag bildet eine passende Ergänzung und liefert ein Mehr an Nachdenkfutter. 

Trump's Unrealpolitik
(project-syndicate.org) Some in the United States have praised President-elect Donald Trump for his supposed realism. He will do what is right for America, they argue, without getting caught up in thorny moral dilemmas, or letting himself be carried away by some grand sense of responsibility for the rest of the world. By acting with the shrewd pragmatism of a businessman, he will make America stronger and more prosperous.
This view is, to be frank, delusional.
It is certainly true that Trump will not be caught up in questions of morality. He is precisely what the Greek historian Thucydides defined as an immoral leader: one of "violent character" who "wins over the people by deceiving them" and by exploiting "their angry feelings and emotions."
But immorality is neither desirable nor a necessary feature of realism. (Thucydides himself was an ethical realist.) And there is little to suggest that Trump has any of the other realist qualities that his supporters see. How could anyone expect the proudly unpredictable and deeply uninformed Trump to execute grand strategic designs, such as the Realpolitik recommended by Harvard’s Niall Ferguson, Henry Kissinger’s biographer, following the election?
Ferguson, like Kissinger, believes that true Realpolitik under Trump should begin with an alliance among the US, China, and Russia, based on a mutual fear of Islamic extremism and a shared desire to exploit lesser powers to boost their own economies. These countries would agree to prevent Europe from attaining great-power status (by destroying the European Union), and to ensure that populist or authoritarian governments control the United Nations Security Council’s five permanent members.
To this end, Trump could work with Russian President Vladimir Putin to help Marine Le Pen, the leader of France’s anti-EU nationalist right, win April’s presidential election. Moreover, in order to consolidate a post-EU Anglo-Atlantic sphere, Trump could transform the North American Free-Trade Agreement into a North Atlantic arrangement, replacing Mexico with the United Kingdom. Finally, he could put pressure on NATO members to pay more for defense – a move that would surely undermine the security of the Baltic states and Ukraine.
Achieving these goals would require more than an ability to avoid moral impediments. Like all statecraft, it would require an aptitude for careful diplomatic engineering, respect for facts and truth, historical knowledge, and a capacity for cautious examination of complex situations when formulating (or revising) policies.
Yet Trump is the most anarchic, capricious, and inconsistent individual ever to occupy the White House, and all he has to help guide him is a cabinet full of billionaire deal-makers like him, preoccupied with calculable immediate interests. For them, casting off allies might seem like an easy way to streamline decision-making (and boost share prices). Read more...

Randvoll mit Nachdenkfutter! (Angst-)Schweißtreibend. 

Can Trump Fix The Economy In 2017?
(globalresearch.ca) In the West Junk Information And Junk Judgment Prevail. The Western world and that part of the world that partakes of Western explanations live in a fictional world. We see this everywhere we look - in the alleged machinations of Russia to elect Donald Trump president of the US, in claims that Saddam Hussein and his (nonexistent) weapons of mass destruction were a threat to the United States (a mushroom cloud over American cities), that Assad of Syria used chemical weapons against his own people, that Iran has a nuclear weapons program, that a few Saudi Arabians outwitted the entirety of the US, EU, and Israeli intelligence services and delivered the greatest humiliation to the "world’s only superpower" in the history of mankind, that Russia invaded Ukraine and could at any moment invade the Baltics and Poland, that the US rate of unemployment is 4.6%, that China’s trade surplus with the US is due to Chinese currency manipulation, and so on and on. 
Allegedly we live in a scientific era of information, but what good can come from faulty orchestrated information? As long as fake news delivered by presstitutes serves powerful private and governmental interests, how can we know the truth about anything? Read more...

Ein lesenswerter Beitrag von Paul Craig Roberts, US-Ökonom und stellvertretender Finanzminister unter US-Präsident Ronald Reagan

Donald Trump steuert in die richtige Richtung
(anderweltonline.com) Noch weiß niemand so ganz genau, was Donald Trump machen wird, wenn er im Amt ist. Vor allem, wenn man seine aus den Wahlkampfreden herausgerissenen "Zitate" betrachtet, die von den Systemmedien verbreitet worden sind. Der künstliche Nebel beginnt sich allmählich zu lichten. Nicht nur seine Reaktion auf den letzten Affront Obamas lassen hoffen, sondern auch sein letzter Tweet des Jahres 2016. Es sieht so aus, als ob Trump die Probleme der USA – und damit der ganzen Welt – genau erkannt hat und das einzig Richtige tun will.
Auch wenn man mich dafür als Populist beschimpfen wird, vertrete ich die Auffassung, dass man nahezu alle, ich wiederhole: alle Probleme der Welt auf eine Ursache zurückführen kann: Das andauernde und unmäßige Außenhandelsdefizit der USA. Dieser Umstand zwingt die US-Regierung geradezu zu ihrem abscheulichen Handeln, das der Welt so viel Leid und Tod gebracht hat. Nicht zu vergessen Massenverarmung, Ausbeutung und prekäre Arbeitsverhältnisse. In diesen sozialen Spannungsfeldern begründen sich letztlich Massenmigration, Terrorismus und wachsende Spaltung der Gesellschaften. Das humanistische Gegenmodell ist wiederum so einfach, dass es schnell als populistisch abgetan wird: Wer in angemessenem Wohlstand in einem gesunden sozialen Umfeld leben kann, wird weder seine Heimat verlassen, noch seinen Lebensstandard durch terroristische Aktionen gefährden wollen. Mehr...

Dieser Beitrag ist unserem Anspruch auf Meinungsvielfalt geschuldet. Der Autor, Peter Haisenko, ist uns bisher durch seine kritische Berichterstattung über den Absturz von Flug MH17, im Juli 2014 über der Ukraine, positiv aufgefallen. In diesem Beitrag hält er ein flammendes Plädoyer für D. T. Wir glauben, da ist der Wunsch Vater der Gedanken. Das Sagen hat die Wall Street, auch bei dem neuen US-Präsidenten. Der ist in vielerlei Hinsicht erpressbar und wird sich dem fügen, was von ihm verlangt wird. Alles andere wäre eine echte Überraschung. Für seine gebrochenen Versprechen wird er, hemdsärmelig und grobschlächtig, die Schuld überall suchen, nur nicht bei sich selbst. 

Neuer US-Kongress: Demokraten signalisieren Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Trump
(wsws.org) Auf der ersten Sitzung des 115. Kongresses der USA betonten die Demokraten ihre Bereitschaft, mit der künftigen Trump-Regierung zusammenzuarbeiten. Weit davon entfernt, die Bevölkerung – und ihre eigenen Wähler – vor den reaktionären Ideologen, Milliardären und Militärs im neuen Kabinett zu warnen, boten sie sich als deren Partner an.
Der Minderheitsführer im Senat Charles Schumer gab mit seiner Rede den Ton vor. Da die Republikaner im Senat nur eine Mehrheit von 52 zu 48 Stimmen besitzen, die meisten Entscheidungen jedoch eine eindeutige Mehrheit von 60 Stimmen erfordern, wird Schumer nach Obamas Auszug aus dem Weißen Haus der mächtigste Demokrat in Washington sein.
Schumer hatte seine Kooperationsbereitschaft bereits vorab signalisiert. In einer Reihe von Interviews hatte er auf seine früheren freundschaftlichen Beziehungen zu Trump verwiesen. Der Immobilienmogul aus Manhattan hatte regelmäßig für Schumers Wahlkämpfe als Kongressabgeordneter und Senator gespendet.
Laut der Zeitung Politico hat Schumer die Führung seiner Senatsfraktion auf eine breitere Grundlage gestellt als sein Vorgänger Harry Reid. Ihr gehören nun Persönlichkeiten aus dem rechten Flügel an, darunter der Multimillionär Mark Warner aus Virginia, der zuvor in der Telekommunikationsbranche tätig war, und Joe Manchin aus West Virginia, der von Trump mehrfach zum Vorstellungsgespräch für einen möglichen Kabinettsposten eingeladen worden war.
Neben Manchin und Warner stehen auch der ehemalige Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders und die liberale Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts zur Zusammenarbeit bereit. Sie sollen als „linke“ Fassade dienen, sollten sich die Demokraten und Trump über Themen wie Infrastruktur oder Handel einigen. Schumer selbst äußerte sich in einem Interview mit ABC News aufgeschlossen für eine Übereinkunft beim Thema Infrastruktur: "Wir glauben, es sollte etwas Großes werden. Er hat von einer Billion Dollar gesprochen. Ich habe ihm gesagt, das hört sich für mich gut an." Mehr...

Es ist keine wirkliche Überraschung, dass sich Demokraten und Republikaner so nahe kommen. Amerikas Demokratie funktioniert nach einem ganz eigenen Muster. Sie funktioniert nach der alten Volksweisheit "Geld regiert die Welt". Das ist natürlich den linken Klassenkämpfern ein dicker Dorn im Auge. Sie können sich einfach nicht mit "in Stein gemeißelten" Realitäten abfinden. 

Trotzdem sind wir davon überzeugt, dass gerade Bernie Sanders und Elizabeth Warren nicht jede Schandtat von D. T. und den Republikanern unterstützen. Zu Charles Schumer haben wir noch keine Meinung, der ist uns bisher nicht aufgefallen. 

When Capitalists Get Their Hands Dirty
(jacobinmag.com) Trump promised an anti-establishment administration. Instead he’s empowered capitalists to rule for personal gain. Read more...

Eine sehr interessante Wochenendlektüre. 

So, das war's für heute. Fast...

"Trump vs. Obamacare" (Quelle: zerohedge.com)

Die Karikatur zeigt, am Beispiel Obamacare, Trump's Methode, wenn ihm die Ideen ausgehen. Hoffentlich bessert sich sein Zustand noch.