Samstag, 25. März 2017

Standpunkt 1084: Nachrichten-Ticker, 12. - 14.03.2017


Im vergangenen November sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien schenken wichtigen Themen zu wenig Beachtung. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate noch Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: War on Cash - Europa: Rolle rückwärts? - Frankreich und der Euro - Erdogan, der Wüterich vom Bosporus - Amerika: Reich und abgebrannt! - Donald Trump: Traum und Wirklichkeit




War on Cash
Heute beschränken wir uns bei diesem Thema auf die Vorstellung der beiden folgenden Beiträge. Regelmäßige Leser dieses Blogs kennen unsere Auffassung, die wir auch regelmäßig begründen: Für das Bargeld läuten die Totenglocken. Weltweit. 

The War on Cash Finds Its General 
(lewrockwell.com) Kenneth Rogoff would sharply disagree with Peale, a character in the 1915 novel It Pays to Advertise, who said that the most beautiful word in the English language is "cash". For Rogoff, a distinguished monetary economist (and chess grandmaster) who teaches at Harvard, cash, especially in large denominations, ought to be eliminated. Read more...

Der US-Ökonom Kenneth Rogoff ist bisher der renommierteste Streiter im Krieg gegen das Bargeld. Zur Erinnerung: Rogoff und seine Kollegin Carmen Reinhart lieferten 2010 mit ihrer Studie "GROWTH IN A TIME OF DEBT" die wissenschaftliche Basis für die deutschen Spardiktate in Europa (hier). Seit 2013 gibt es massive Zweifel an ihren Thesen: "Die wissenschaftliche Basis der Sparpolitik bröckelt" titelt am 17. April die ZEIT (hier). Gestützt durch eine Untersuchung an der University of Massachusetts Amherst: "Does high public debt consistently stifle economic growth? A critique of Reinhart and Rogoff", von Thomas Herndon, Michael Ash and Robert Pollin (hier). Nach anfänglicher, lautstarker Gegenwehr haben Rogoff und Reinhart sehr schnell ihre Fehler einräumen müssen.  

The Coming Great Wealth Transfer - Spoiler alert! It's already here
(peakprosperity.com) In the past, I've warned about the coming Great Wealth Transfer. But now we need to talk about it in the present tense, because it’s here. And it will only accelerate from here on out. The Rich will get richer at the expense of everybody else. This isn't personal. It's simply a feature of what happens near the end of a debt-based monetary system run by corruptible humans. Read more...

Der Krieg gegen das Bargeld ist ein wichtiger Teil des in diesem Beitrag beschriebenen Vermögenstransfers. 


Europa: Rolle rückwärts?
Die Europäische Union (EU) feiert 60. Geburtstag. 1957 wurde ihr Vorläufer, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet. Aus damals 6 sind mittlerweile 28 Länder geworden. Großbritannien betreibt seinen Austritt, so daß wahrscheinlich demnächst nur 27 Länder die EU bilden. Nur, wie lange noch? Die ungelöste Finanzkrise, die knallharten Spardiktate und die sich seit 2015 verschärfende Flüchtlingskrise sind Sprengstoff für den Zusammenhalt. Nationalistische Gruppierungen in ganz Europa haben an Einfluss gewonnen und wollen EU und Eurozone auflösen. Besonders gefährlich sind die Bestrebungen in Frankreich und Italien, wirtschaftliche Schwergewichte innerhalb Europas. 

Egal wie die Wahlen in Frankreich, demnächst voraussichtlich in Italien, oder im September in Deutschland ausgehen werden, die Scheidungsgründe bleiben bestehen und die Trennungsgerüchte werden nicht verstummen. Für uns als begeisterte Europäer eine traurige Situation.

Wie viel Europa verträgt Europa?
(project-syndicate.org) In diesem Monat feiert die Europäische Union den 60. Jahrestag ihres Gründungsvertrages, des Vertrags von Rom, der die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft begründete. Und es gibt eindeutig eine Menge zu feiern. Nach Jahrhunderten voller Krieg, Turbulenzen und Massenmorde ist Europa heute friedlich und demokratisch. Die EU hat elf frühere Ostblockländer aufgenommen und sie erfolgreich durch ihre postkommunistischen Übergangsphasen begleitet. Und in einer Zeit der Ungleichheit weisen die EU-Mitgliedstaaten das geringste Einkommensgefälle auf der Welt auf.
Doch dies sind Leistungen früherer Tage. Heute steckt die Union in einer tiefen, existenzbedrohenden Krise, und ihre Zukunft steht stark in Zweifel. Die Symptome sind überall zu sehen: Brexit, erdrückende Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland und Spanien, Schulden und Stagnation in Italien, der Aufstieg populistischer Bewegungen und eine Gegenreaktion gegen Einwanderer und den Euro. All dies verweist auf die Notwendigkeit einer gründlichen Überarbeitung der europäischen Institutionen.
Daher kommt das neue Weißbuch zur Zukunft Europas des Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, keinen Moment zu früh. Juncker skizziert fünf mögliche Kurse: die Fortführung der gegenwärtigen Agenda, die Konzentration auf den Binnenmarkt, die Erlaubnis an einige Länder, die europäische Einigung schneller voranzutreiben als andere, die Verengung der Agenda und ein ehrgeiziges Drängen auf eine uniforme und vollständigere Integration.
Es fällt schwer, Juncker gegenüber kein Mitgefühl aufzubringen. Angesichts der Tatsache, dass Europas Politiker vor allem mit innenpolitischen Konflikten beschäftigt und die europäischen Institutionen in Brüssel Ziel öffentlicher Frustration sind, konnte er sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Trotzdem ist sein Bericht eine Enttäuschung. Er weicht der zentralen Herausforderung aus, der sich die EU stellen und die sie bewältigen muss. Mehr...

Bis zum Schluss ein lesenswerter Beitrag des Harvard-Ökonomen Dan Rodrik. Den englischen Originalbeitrag "How Much Europe Can Europe Tolerate" finden Kontrollfreaks hier.

Euroscepticism Defines the Future of the EU
(journal-neo.org) Over the past few years, most European countries were growing increasingly skeptical about the future of the European Union, largely due to the fact that a number of problems, while being unaddressed, including the migration crisis, and the weakening banking system, overtime transformed into a major crisis. But the most serious danger to the future of the EU is a growing mistrust that most Europeans now have towards the political institutions that were supposed to guide them. Read more...

Reichlich Nachdenkfutter!


Frankreich und der Euro
Der politischen Rechtsauslegerin Marine Le Pen ist der Euro ein Dorn im Auge. Ihr erklärtes Ziel ist es, nach gewonnener Wahl, als Staatspräsidentin den Austritt aus der Eurozone, gerne gleich auch aus der EU, zu vollziehen. Sie möchte so schnell wie möglich darüber abstimmen lassen. Falls sie sich tatsächlich daran hält, können die Franzosen ihr einen Strich durch die Rechnung machen. Bisher scheinen die jedenfalls einem Verbleib in der Eurozone klar den Vorzug zu geben.

Frankreich: 72 Prozent wollen den Euro behalten
(heise.de/telepolis) Les Echos präsentierte am Donnerstagabend das Ergebnis einer Umfrage, wonach 72 Prozent der befragten Franzosen den Euro behalten wollen. Nur 28 Prozent wollen, wie es Le Pen vorschlägt, zur alten Währung Franc zurück (auch unter FN-Anhängern sind es "bloß" 60 Prozent, die den Franc zurückhaben wollen). Am stärksten gegen die alte Währung haben sich übrigens die Rentner ausgesprochen. Mehr...


Erdogan, der Wüterich vom Bosporus

Die Ausfälligkeiten des türkischen Ministerpräsidenten zu kommentieren verbietet sich von selbst. Wir haben schlicht keine Lust, diesem hemmungslosen politischen Wutprediger sprachlich Gesellschaft zu leisten. 

"Erdogan Quixote"
Viel mehr beschäftigt uns die Frage, warum sich Berlin diesen Ton gefallen lässt und auch keinerlei Anstalten macht, Erdogan die politische und finanzielle Unterstützung seiner Pläne/Kriege zu entziehen. Eine Antwort haben wir noch nicht gefunden, bestenfalls eine Vermutung: Regisseur dieses traurigen Schauspiels ist sehr wahrscheinlich Washington, niemand sonst. Amerikas Interessen im Nahen und Mittleren Osten stehen im Widerspruch zu den europäischen. Gemacht wird, was der Pentagon bestimmt. Rücksichtnahme auf europäische Interessen oder deutsche Befindlichkeiten, früher schon klein geschrieben, sind seit dem 20. Januar in Washington kein Thema mehr. 

Solider Erdogan - Ankara kann sich auf Berlin verlassen
(jungewelt.de) Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist ein Massenmörder und Terrorpate – und wird von Angela Merkel unterstützt. Die Mainstreammedien beschweigen das. Sie befassen sich gern mit seiner Rhetorik, reden aber ungern von den Massakern, die seine »Sicherheitskräfte« im Osten der Türkei unter der kurdischen Bevölkerung anrichten. Von den gemeinsam geführten Kriegen in Syrien und im Nordirak ganz zu schweigen. Mehr...

Lesen. Staunen. Verstehen.


Amerika: Reich und abgebrannt!
Die Vermögensverhältnisse in den USA sind eindeutig: 1% sind reich, 99% abgebrannt. Diese Entwicklung ist wesentlich älter als die US-Subprimekrise, hat jedoch seit dem erheblich mehr Fahrt aufgenommen. Amerikas Reiche und Mächtige nutzen die Gunst der Stunde, um die Vermögenskonzentration abzuschließen. Daran wird auch ein Präsident Donald Trump nichts ändern. Im Gegenteil. Er wird das Tempo der finalen Umverteilung drastisch beschleunigen.

Amerikanische Haushalte mit starkem Vermögenszuwachs US-Hausbesitzer und Aktionäre im Glück
(nzz.ch) Boomende Börsen und die anhaltende Erholung des Häusermarkts bescheren Amerika einen neuen Höchststand beim Reinvermögen. Auf die Gesamtwirtschaft dürfte sich das wegen der ungleichen Verteilung nur bedingt positiv niederschlagen.  Mehr...

Eine propagandistische Meisterleistung aus der Schweiz. 

$21,714 For Every Man, Woman And Child In The World – This Global Debt Bomb Is Ready To Explode
(theeconomiccollapseblog.com) According to the International Monetary Fund, global debt has grown to a staggering grand total of 152 trillion dollars.  Other estimates put that figure closer to 200 trillion dollars, but for the purposes of this article let’s use the more conservative number.  If you take 152 trillion dollars and divide it by the seven billion people living on the planet, you get $21,714, which would be the share of that debt for every man, woman and child in the world if it was divided up equally.
So if you have a family of four, your family’s share of the global debt load would be $86,856.
Very few families could write a check for that amount today, and we also must remember that we live in some of the wealthiest areas on the globe.  Considering the fact that more than 3 billion people around the world live on two dollars a day or less, the truth is that about half the planet would not be capable of contributing toward the repayment of our 152 trillion dollar debt at all.  So they should probably be excluded from these calculations entirely, and that would mean that your family’s share of the debt would ultimately be far, far higher.
Of course global debt repayment will never actually be apportioned by family. The reason why I am sharing this example is to show you that it is literally impossible for all of this debt to ever be repaid.
We are living during the greatest debt bubble in the history of the world, and our financial engineers have got to keep figuring out ways to keep it growing much faster than global GDP because if it ever stops growing it will burst and destroy the entire global financial system.
Bill Gross, one of the most highly respected financial minds on the entire planet, recently observed that “our highly levered financial system is like a truckload of nitro glycerin on a bumpy road”. Read more...

Wetten, dass diese Last am Ende nur die 99% schultern müssen? 

Yahoo-Chefin vor Abgang: Mayer bekommt Abfindung im Wert von 23 Millionen Dollar
(faz.net) Wegen der Hackerattacken auf Yahoo hatte Marissa Mayer Anfang März noch auf ihren Bonus verzichtet. Zum Abschied erhält sie nun aber eine stattliche Abfindung. Mehr...

Mayer ist mit riesigen Vorschußlorbeeren angetreten, um das Unternehmen wieder fit zu machen. Ihr Können reichte nur, Yahoo den Rest zu geben und sie darf dafür noch eine dicke, fette Belohnung einstreichen. Chapeau! Das können die Amerikaner: Managen nach dem Jeansprinzip, "Nieten an den wichtigsten Stellen". Und dabei Kohle machen. 

Depression-Level Unemployment in America. Phony Labor Department Jobs Reports 
(globalresearch.ca) Monthly Labor Department jobs reports are phony. Paul Craig Roberts calls them “a bad joke,” saying America’s economy is a “house of cards.” A day of reckoning awaits. Read more...

Quelle: theeconomiccollapseblog.com


The Crumbling American Superpower
(journal-neo.org) The catastrophic events around the California Oroville Dam in recent weeks underscores a far more urgent problem. The American Society of Civil Engineers has just released their quadrennial assessment of United States essential infrastructure - roads,  clean  water  supplies,  levees,  ports, dams, bridges, electric grid. The report gives the nation a near-failing D+ grade. America is coming to resemble the economic infrastructure in the Soviet Union domestically at the collapse of communism during the late 1980’s. The recently-announced Donald Trump proposal to invest $1 trillion over ten years to address the problem, mainly building high-speed trains (to date the USA has not one) doesn't even come close to the scope of the problem. Read more...
 

Donald Trump: Traum und Wirklichkeit



Für seine Wähler ist es eine bittere Wahrheit, die sie noch nicht akzeptieren wollen: Ihr Präsident eiert durch die ersten Wochen seiner Amtszeit. Rat- und planlos agiert er im Oval Office. Seine Wahlkampfversprechen erweisen sich als große Belastung. Baustellen wo er geht und steht. Ein Ende ist nicht in Sicht. Statt die Probleme endlich anzupacken erfindet er Geschichten, stellt fragwürdige Forderungen und rüstet sich zum Kriegspräsidenten. Schändlich.

"Trump Jump"

Trumps "neues Washington"
(heise.de/telepolis) Vorgesehen im Haushaltsentwurf ist ein schmaler Staat, mehr Privatwirtschaft, ein aufgeblähter Sicherheitsapparat und Kürzungen bei Diplomatie, Bildung, Umwelt, Mietzuschüssen … Mehr...

Making Victims Pay
(jacobinmag.com) The Trump administration is demanding that Cambodia pay the United States for the brutal, illegal war the US waged there. Read more...

The American Empire Isn’t in Decline
(jacobinmag.com) The foreign policy establishment remains confident it can steer the US into a new age of global hegemony. Read more...




Trump’s Military Nostalgia (or Victory at Sea All Over Again) - Rebuilding a Last-Century Military to Fight Last-Century Wars
(tomdispatch.com)
If you are an American male of a certain age -- Donald Trump’s age, to be exact -- you are likely to have vivid memories of Victory at Sea, the Emmy award-winning NBC documentary series about the U.S. Navy in World War II that aired from October 1952 to May 1953. One of the first extended documentaries of its type, Victory at Sea traced the Navy’s triumphal journey from the humiliation of Pearl Harbor to the great victories at Midway and Leyte Gulf in the Pacific and finally to Japan’s surrender aboard the USS Missouri. Drawing on archival footage (all in black and white, of course) and featuring a majestic sound track composed by Richard Rodgers of Broadway musical fame, the series enjoyed immense popularity. For many young people of that time, it was the most compelling, graphic imagery available about the epic war our fathers, uncles, and classmates’ dads had fought in.
Why do I mention this? Because I’m convinced that President Trump’s talk of rebuilding the U.S. military and “winning wars again” has been deeply influenced by the kind of iconography that was commonplace in Victory at Sea and the war movies of his youth. Consider his comments on February 27th, when announcing that he would request an extra $54 billion annually in additional military spending. “We have to start winning wars again,” he declared. "I have to say, when I was young, in high school and college, everybody used to say we never lost a war. We never lost a war, remember?"
Now, recall that when Trump was growing up, the United States was not winning wars - except on the TV screen and in Hollywood. In the early 1950s, when Victory at Sea was aired, America was being fought to a standstill in Korea and just beginning the long, slow descent into the Vietnam quagmire. But if, like Trump, you ignored what was happening in those places and managed to evade service in Vietnam, your image of war was largely shaped by the screen, where it was essentially true that "we never lost a war, remember?"
Trump similarly echoed themes from Victory at Sea on March 2nd in a speech aboard the USS Gerald R. Ford, America’s newest aircraft carrier. There, clearly relishing the opportunity to don a Navy bomber jacket - "They said, here, Mr. President, please take this home", he quipped happily. "I said, let me wear it" - he extolled the carrier fleet. "We are standing today,” he commented stirringly, "on 4.5 acres of combat power and sovereign U.S. territory, the likes of which there is nothing to compete". Then, as part of a proposed massive build-up of the Navy, he called on the country to fund an enormously expensive 12th carrier on a planet on which no other country has more than two in service (and that country, Italy, is an ally).
The new president went on to discuss the role of U.S. aircraft carriers in World War II - yes, World War II! - a key turning point in the naval war against Japan. "You’ve all known about the Battle of Midway, where the sailors of the U.S. Navy fought with the bravery that will be remembered throughout the ages", he noted. "Many brave Americans died that day, and, through their sacrifice, they turned the tide of the Pacific War. It was a tough tide, it was a big tide, it was a vicious tide, and they turned it."
Again, Donald Trump (not exactly a well-read military historian) undoubtedly was recalling parts of Victory at Sea, or perhaps Hollywood’s 1976 version of the same, Midway (with its all-star cast of Charlton Heston, Henry Fonda, James Coburn, Glenn Ford, Robert Mitchum, and Cliff Robertson, among others). Both portrayed the famous battle in exactly this fashion: as the "turning of the tide" in the war against Japan. Yes, a speechwriter probably penned Trump’s lines, but they were spoken with such gusto that you could feel how heartfelt they were, how much they reflected his imagined "experience" of that war.
Trump’s attachment to these "memories" of America’s glory days at war helps explain his approach to military policy and defense funding. Typically, when proposing major increase in military spending, American presidents and their secretaries of defense have articulated grand strategic reasons for doing so - to contain Soviet expansionism, say, or accelerate the global war on terror. Trump’s White House doesn’t bother with such rationales.
Other than speeding up the war against ISIS in Syria and Iraq, a war launched two and a half years ago by President Obama and now apparently nearing its official completion date, President Trump’s only justification for throwing tens of billions of dollars more at the Pentagon is to overcome a supposed deterioration of U.S. military capabilities and to enable the Armed Forces to start "winning wars again". Otherwise, the rationale seems to boil down to something like the following: let’s rebuild the Navy that defeated Japan in World War II so that we can win battles like Midway all over again. Read more...

Deutsche Nachrichtendienste sprechen Russland von Einmischung frei
(nachdenkseiten.de) Exklusiv: US-amerikanische Massenmedien sind nur an Geschichten über russische Niedertracht interessiert. Als deutsche Nachrichtendienste Russland vom Verdacht der Unterwanderung der deutschen Demokratie freisprachen, herrschte daher eisiges Schweigen, sagt der frühere CIA-Analyst Ray McGovern. Mehr...




Hacking the Election: We Should Call Trump’s Bluff for a Watergate-Style Inquiry
(truthdig.com) At precisely 3:35 a.m. EST on March 4, President Donald John Trump—who has long boasted of his ability to function on just a few hours of sleep per night—launched perhaps the most incendiary tweet-storm of his tweet-filled career from within the gilt-encrusted confines of his Mar-a-Lago estate in Palm Beach, Fla.
"Terrible!" Trump typed on his trusty smartphone. "Just found out that Obama had my ‘wires tapped’ in Trump Tower just before the [November election] victory. Nothing found. This is McCarthyism!"
After posting two more tweets claiming that Obama’s plan to wiretap him had been "turned down" by a court and that "a good lawyer" could "make a great case" against Obama - and roughly an hour before taking to Twitter again to blast Arnold Schwarzenegger for his ratings failures as the new host of "Celebrity Apprentice" - Trump compared Obama’s conduct to "Nixon/Watergate".
The next day, Trump’s dutiful press secretary, Sean Spicer, followed up on his boss’ pre-dawn meltdown, sending out a news release to underscore the "very troubling" nature of Obama’s alleged malfeasance. Spicer urged Congress to expand its existing probes into Russian interference in the election to include the question of whether "executive branch investigative powers were abused in 2016".
For once, I couldn’t agree more with President Trump. Although I suspect the last thing he, Spicer and the rest of the West Wing gang really want is a high-profile, Watergate-style investigation - note that Spicer concluded his March 5 announcement with the declaration that "[n]either the White House nor the president will comment further until such oversight is conducted" - this time we should support the chief executive, or, more accurately, call his bluff. Read more...


So, das war's für heute!

Donnerstag, 23. März 2017

Standpunkt 1083: Nachrichten-Ticker, 10. & 11.03.2017


Im vergangenen November sind wir wieder zu unserer alten Gewohnheit zurückgekehrt: Regelmäßig stellen wir in diesem Blog aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen; von uns mehr oder weniger kommentiert und ergänzt. Ideal für alle, die sich schnell und umfassend informieren wollen. Weit weg von den propagandaverseuchten Medien und als Unterstützung einer eigenen Meinung.

Leider müssen wir dafür häufig auf englischsprachige Beiträge zurückgreifen; die deutschsprachigen Medien schenken wichtigen Themen zu wenig Beachtung. Wir bitten dafür um Verständnis, dass von uns eine Übersetzung dieser Texte nicht bereitgestellt werden kann. Dafür fehlt uns schlicht die Zeit. 

Im Zuge der Wiederbelebung unseres Blogs werden wir zu den wichtigsten Themen der vergangenen Monate noch Stellung nehmen. Gewohnt ausführlich und mit zahlreichen Fakten unterlegt.

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.


Unsere Themen heute: War on Cash - Geldpolitik - USA in der Krise? - Donald Trump, the Hardest Working Man in Showbiz


"US Military Spending"

War on Cash
Das Ziel ist klar definiert, die Weichen sind gestellt, das zerstörerische Werk weltweit begonnen. Wer sich dieser Entwicklung noch länger verschließt, wird am Ende für so viel Sturheit büßen. 

Teil dieser konzertierten Aktion sind die Fälle von vermeintlich engagierter Gegenwehr, die sich dem Kampf für das Bargeld bis zum letzten Cent verschrieben haben. Wohl wissend, dass Widerstand zwecklos ist. Er überhaupt nichts ausrichtet und auch keine aufschiebende Wirkung hat. Solche streitbaren Äußerungen gegen ein Bargeldverbot bilden eine erstklassige Ablenkung, hinter der diese Schweinerei wunderbar versteckt werden kann. 

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Eine Hand voll Aufrechter, die gegen das Bargeldverbot mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu Felde ziehen. Deren Einsatz wollen wir nicht schmälern, nur ist er in der Sache völlig belanglos. Sie halten wider besseres Wissen in der Öffentlichkeit lediglich die Hoffnung am Leben, dass sich der Krieg gegen das Bargeld noch aufhalten lässt. Für ihre Anhänger eine verhängnisvolle Täuschung.

Gefährliches Bargeld-Experiment
(faz.net) Überall auf der Welt wollen Zentralbanker und Politiker das Bargeld abschaffen. Das muss verhindert werden. Mehr...

Ein Beitrag der ersten Kategorie. Der Autor vermittelt viel Theorie, ohne jeden praktischen Nutzen. Ruft zum Widerstand auf, bleibt jedoch Ideen schuldig. Am Ende heißt es: "Überall haben die Politiker den Bürgern das Medium Geld aus der Hand genommen und nutzen es als Mittel zur Durchsetzung ihrer politischen Vorstellungen. Es wäre an der Zeit, dass die Bürger die Politiker in die Schranken weisen und sich ihr Geld zurückholen." Das ist Phrasendrescherei, mehr nicht. 


Geldpolitik
Ein Thema, zu dem gerade wieder Schlachten geschlagen werden, zwischen den Befürwortern und Gegnern der geldpolitischen Maßnahmen der EZB. Gefühlt stehen wenige Befürworter einer ganzen Legion von Gegnern gegenüber. 

Natürlich gibt es Mittel und Wege, die aktuelle Geldpolitik zu ändern. Der erste und wichtigste Schritt, wir können es an dieser Stelle nur immer wiederholen, wäre eine tiefgreifende Reform des Finanzsystems. Die ist nicht in Sicht. Stattdessen wursteln sich handlungsunwillige, durchsetzungsarme Politiker durch die Krise. Die Geldpolitik der EZB ist die unmittelbare Folge dieser Politik von Schwächlingen. Dringend notwendig, um den Ausfall der Finanzreform durch geeignete Maßnahmen zu kompensieren, die das Finanzsystem so lange wie möglich am Leben erhalten. Die Notenbanken sind Interessenwahrer der Finanzindustrie, darin macht die EZB keine Ausnahme. Deshalb sieht sie, trotz gegenteiliger Beteuerungen, ihre Aufgabe nicht darin die Wirtschaft anzukurbeln. Die von ihr nahezu unbegrenzt bereitgestellte Liquidität versorgt die Zocker im weltweiten Finanzcasinosystem mit den notwendigen Mitteln, um ihre Bilanzen zu schönen und - jedenfalls auf dem Papier - weiter üppige Gewinne einzufahren, mit denen großzügige Boni fällig werden. 

Nach unserer Ansicht betreibt die Finanzindustrie weltweit ein großangelegtes Betrugssystem. Die Notenbanken alimentieren diese kriminellen Machenschaften. In der realen Wirtschaft würden die für ein solches System Verantwortlichen auf dem direkten Weg in den Knast wandern. Anders im weltweit vernetzten Finanzsystem, da gilt der Grundsatz "too big to jail".  

Degussa-Chefvolkswirt: "Die Entwertung der Ersparnisse geht weiter"
(dasinvestment.com) Die Stimuli-Maßnahmen der EZB seien weiterhin notwendig, da der Preisdruck in der Währungsunion vorerst gering bleiben dürfte. So begründete EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag das Festhalten am Nullzins. Auf scharfe Kritik stößt die ultralockere Geldpolitik bei Thorsten Polleit. Mehr...

Natürlich ist Polleit's Kritik wenig überzeugend. Sie dient auch nur einem Zweck, der Verkaufsförderung: "Das Halten von Gold und das Investieren in die Aktien von Unternehmen, die inflations-resistente Geschäftsmodelle haben, ist ein vernünftiger Versuch, ihnen zu entkommen." Das ist Stuss. Den finalen Kollaps "überleben" nur Investments, die weder von einem Verbot (Gold), noch von riesigen Kursverlusten (alle börsennotierten Aktien) bedroht sind. Wer an unserer Einschätzung zweifelt, der sollte sich ein wenig mit der deutschen Geschichte rund um die Währungsreformen beschäftigen. Besonders die letzte, die von 1948, schärft den Blick für einige unangenehme Wahrheiten. Eine davon: Nach der Währungsreform haben nicht die Aktien von Unternehmen mit inflations-resistenten Geschäftsmodellen die erlittenen immensen Kursverluste wieder zügig aufgeholt. Diejenigen mit einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell waren klar im Vorteil. Daran hat sich bis heute nichts geändert. 

Macht der Niedrigzins arm?
(zeit.de) Die Behauptung: "Die Sparer verlieren allein in diesem Jahr 100 Milliarden Euro", sagt Bayerns Finanzminister Markus Söder. Schuld daran sei die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Er unterschlägt, dass viele Menschen davon profitieren. Mehr...

In der Sache ist dieser Beitrag von Mark Schieritz eine wunderbare Replik auf die Darstellung von Thorsten Polleit, dem Degussa-Cehfvolkswirt. Er erklärt, selbst für Laien leicht verständlich, wesentliche Zusammenhänge, die Polleit ganz bewußt unterdrückt.


USA in der Krise?
Die Antwort ist Nein, wenn man unseren Leitmedien Glauben schenkt. Für die befindet sich die US-Wirtschaft im Aufschwung und der Arbeitsmarkt entwickelt sich blendend. Nicht zu vergessen die Banken, die aus der Finanzkrise längst wieder gestärkt hervorgegangen sind und dicke Gewinne in ihre Bilanzen schreiben. 

Alles viel zu schön, um wahr zu sein. Wirtschaft und Arbeitsmarkt sind in den USA, wie anderswo auch, eine Domäne der Statistiker. Denen gelingt es Monat für Monat, unabhängig von der rauhen Wirklichkeit, der Politik die passenden Zahlen zu liefern. Eine Meisterleistung. 

Nehmen wir als Beispiel nur einmal die Arbeitslosenquote. Offiziell mit unter 5% angegeben, beträgt sie im Februar realistische 22,7%, wie der folgende Chart dokumentiert: 



Die NEUE ZÜRICHER ZEITUNG (NZZ) meldet derweil: "USA: Frohlocken über US-Arbeitsmarkt". Im Vorspann heißt es: "Auch im Februar hat sich die erfreuliche Entwicklung am US-Arbeitsmarkt fortgesetzt. Sehr viel Raum besteht aber nicht mehr. Nächste Woche dürften deshalb die Zinsen steigen." Mehr hier

Diese beiden Schaubilder von ZERO HEDGE scheinen die positive Nachricht zu stützen: 





Zur richtigen Einordnung genügt aber ein Blick auf die folgenden Charts:

Quelle: zerohedge.com

Beide bieten wenig Anlass zur Freude: Die Erwerbsquote (Abbildung 1) liegt immer noch auf dem Niveau von 1978 und die Zahl der erwerbsfähigen Amerikaner ohne Job (Abbildung 2) nahe dem historischen Höchststand von 95 Millionen im Dezember 2016 (hier). Von nachhaltigem Aufschwung weit und breit keine Spur! Trotzdem wird es der US-Notenbank ausreichen, um den Zins anzuheben.

American Men Are Giving Up On Jobs
(zerohedge.com) I’ve written about this before, but there are 10 million American males between the age of 24 and 64 who have literally dropped out of the workforce. It means that they have given up on finding a job or are simply not looking.
But, focusing on just one subset among those who are 24–64, we see that white working-class males’ labor force participation rate has dropped to 59%.
The Economist has created something called a Forgotten Men Index, which shows the gap between white working-class men in particular and all men in general. Read more...

...and see more:



Die Rückkehr der Immobilienblase
(project-syndicate.org) Durch die Finanzkrise von 2008-2009 wurde eine erhebliche Schwäche in der Struktur des globalen Finanzsystems sichtbar: ein Übernachtmarkt für Hypothekenpapiere, der das damalige Platzen der Immobilienblase nicht verkraften konnte. Bis heute, etwa neun Jahre später, wurde dieses Problem immer noch nicht zufriedenstellend gelöst. Mehr...

Ein bemerkenswerter Beitrag. Am Ende mit einer klaren Botschaft: "Die globale Finanzkrise, die 2008 durch den Zusammenbruch des US-Immobilienmarkts ausgelöst wurde, lehrt uns einige wichtige Lektionen darüber, wie leicht das Finanzsystem durch einen Immobilienkollaps in Mitleidenschaft geraten kann. Leider haben die Politiker daraus noch nicht die richtigen Schlüsse gezogen."

Wir immer für die Kontrollfreaks: Den englischsprachigen Originalbeitrag "Housing Bubble Déjà Vu" gibt es hier

Die Antwort auf unsere Frage am Anfang ist eindeutig: Amerika befindet sich in einer vielfältigen Krise, daran gibt es keine ernsthaften Zweifel. Ein zusätzlicher Beleg für diese Aussage ist nach unserer Ansicht der folgende Chart: 


Quelle: zerohedge.com

Die Differenz tummelt sich im weltweiten Finanzcasinosystem.


Donald Trump, the Hardest Working Man in Showbiz


D. T. verbreitet wahnsinnigen Aktionismus, bisher aber ohne nennenswerte Erfolge. Beispiel Infrastruktur:


"American Infrastructure"

Ein anderes Beispiel, das Einreiseverbot: 


"Travel Ban and Women's Strike"



Trump reiht Niederlage an Niederlage. Punkten kann er bisher nur als Kriegstreiber: 

"Military Increase"

Das dürfte demnächst auch seinen Wählern auffallen:


"Baby Daddy Trump"

In seinem neuen Job als US-Präsident gibt es für Donald Trump noch unglaublich viel Luft nach oben, wenn er nach seinen ersten Einhundert Tagen nicht als totaler Versager dastehen möchte. 

Der Mann, der vor 22 Jahren vor Trump gewarnt hat
(tagesanzeiger.ch) Am 23. Juni 2016 stimmte eine Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner Grossbritanniens für den Ausstieg aus der Europäischen Union.
Am 8. November wurde in den USA Donald Trump zum 45. Präsidenten des Landes gewählt.
Im kommenden Mai wird in Frankreich möglicherweise die Sozialnationalistin Marine Le Pen im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten. Und auch wenn sie in der Ausmarchung nicht zur Präsidentin der Republik gewählt werden sollte: Ihr Front National, zur Jahrtausendwende noch eine Randerscheinung, ist eine Macht in der zweitwichtigsten Volkswirtschaft Europas geworden.
Diese drei Ereignisse wären noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. Sie haben eine Gemeinsamkeit: In allen drei Ländern, Grossbritannien, den USA und Frankreich, lehnen sich die unteren und mittleren Schichten der Bevölkerung gegen ihre "Eliten" auf. Mehr...

Gemeint ist Ralf Darendorf. Der "publizierte im März 1995 diesen 16-seitigen Text, in dem er äusserst klarsichtig die Herausforderungen beschreibt, mit denen die Länder der "Ersten Welt" – er meinte die Industriestaaten Westeuropas, Nordamerika sowie Japan – konfrontiert sind."

Ein Erklärungsversuch, der nach unserer Einschätzung zu kurz greift. Den Brexit mit der Auflehnung gegen die "Eliten" zu begründen, ist seit Monaten als Argument sehr beliebt, ob es stimmt darf bezweifelt werden. Die Sympathien der Engländer für die EU waren nie sonderlich ausgeprägt. Das hatte eher mit einem Bedeutungsverlust als ehemalige Weltmacht zu tun, den sie bis heute nicht verwinden können. 

Trump hat sich als "Menschenfänger" erwiesen, der es verstanden hat, weiten Teilen der US-Amerikaner "nach dem Mund zu reden". Ihnen das Gefühl gegeben, er sei ihr Verbündeter im Kampf gegen das Establishment. Eine böse Falle, in die seine Wähler getappt sind, wie sich bereits nach wenigen Wochen seiner Amtszeit offenbart. 

Marine Le Pen versucht es in Frankreich nach dem gleichen Muster. In der Hoffnung, dass ihre Landsleute diesen Trick ebenfalls nicht bemerken.

Für uns haben diese Ereignisse sehr viel mit der Anwendung einer einfachen und wirkungsvollen Propagandamethode zu tun, die im Deutschland der 1930er Jahre eine folgenschwere Machtergreifung bewirkt hat: "Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwerten, bis auch bestimmt der letzte unter einem solchen Wort das Gewollte sich vorzustellen vermag." Ersonnen hat diese erfolgreiche Methode Adolf Hitler

Bernie Sanders: "Trump lügt die ganze Zeit"
(spiegel.de) Klare Worte von Bernie Sanders: Der unabhängige Senator zieht eine wütende Bilanz der ersten Wochen von Donald Trump als Präsident. Dieser versuche, "die Grundfeste der amerikanischen Demokratie zu unterwandern". Mehr...

Wir können diese Tatsache nicht ignorieren. Direkt zu dem Interview mit dem britischen GUARDIAN, auf das sich der SPIEGEL bezieht, "Bernie Sanders on Trump and the resistance: 'Despair is not an option'", geht es hier

"Trump's Mouth"


Republicans Loot the Palace: GOP's Plan to Govern Looks a Lot Like the Way It 'Rebuilt' Iraq
(alternet.org) We've seen this combination of shameless greed and incompetence before. Read more...

Right-Wing Billionaires Have a Project Going to Rewrite Our Constitution, and They Are Shockingly Close to Pulling It Off
(alternet.org) A few years ago, it would have been a thought experiment; now it's nearly reality. Read more...

Die Steuertricks der US-Konzerne
(diepresse.com) Kein Land hat so hohe Unternehmenssteuern wie die USA. Doch eine Studie zeigt nun, dass dank vieler Schlupflöcher und Ausnahmen die Topunternehmen so gut wie keine Steuern auf Gewinne bezahlen. Mehr...

Vor dem Hintergrund der Trump'schen Steuerpläne ein bemerkenswerter Beitrag. Nach unserer Kenntnis hat der neue US-Präsident nicht vor diesen Sumpf trockenzulegen. Mit Blick auf sein Kabinett und seine Unterstützer auch nicht weiter verwunderlich.

Die in dem Beitrag zitierte Studie, "The 35 Percent Corporate Tax Rate Is A Myth For Many Profitable Fortune 500 Companies", vom "Institute on Taxation and Economic Policy" (ITEP), gibt es hier.

EU bereitet sich auf Handelskrieg gegen die USA vor
(wsws.org) Die Europäische Union reagiert auf die tiefste Krise seit ihrer Gründung und die wachsenden transatlantischen Spannungen mit einer weiteren Militarisierung des Kontinents und Handelskriegsvorbereitungen gegen die USA.
In der Abschlusserklärung des zweitätigen EU-Gipfels in Brüssel erklärten die 27 verbliebenen Mitgliedsstaaten, die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GVSP) „noch entschlossener und schneller voranbringen“ zu wollen. Der Europäische Rat begrüße die „Abhaltung einer hochrangigen Konferenz in Sicherheit und Verteidigung“ in Prag am 9. Juni. Bereits vor dem Gipfel hatten sich die EU-Außen- und Verteidigungsminister am Montag auf den Aufbau eines gemeinsamen Hauptquartiers für Militäreinsätze verständigt.
Die EU fordert zwar auch, „dass das ‘gemeinsame Paket von Vorschlägen’ für eine verstärkte Zusammenarbeit mit der NATO umgesetzt werden muss“. Aber es ist klar, dass sich die Aufrüstungsoffensive zunehmend auch gegen die USA richtet. Die Erklärung nennt Donald Trump nicht beim Namen, aber spricht sich explizit gegen „protektionistische Tendenzen“ im Welthandel aus und fordert, „gegen unlautere Handelspraktiken und Marktverzerrungen vorzugehen“.
Brüssel und allen voran Berlin nutzen die Drohungen des neuen US-Präsidenten, um die europäische Wirtschaft gegen die US-amerikanische in Stellung zu bringen. Mehr...

In Anbetracht des augenblicklichen Zustands der EU halten wir die in diesem Beitrag vorgetragenen Argumente für nicht besonders stichhaltig. Trotzdem möchten wir sie unseren Lesern nicht vorenthalten. "Handelskriegerische Auseinandersetzungen" mit den USA bilden für Europa auf jeden Fall eine absehbare Gefahr. Eine vernünftige Meinungsbildung ist nur durch Informationsvielfalt möglich. Darauf legen wir Wert.


Das war's für heute! Fast...