Montag, 28. März 2011

Standpunkt, Ausgabe 18: Mega-Krise, USA, Europa, Deutschland, China, Rohstoffe, Krisenvorsorge


Nachlese:

Unsere Aussagen zu der Katastrophe in Fukushima wurden mittlerweile in wesentlichen Teilen bestätigt. Selbst der japanischen Regierung gelingt es nicht mehr, die Fakten weiter zu beschönigen. Nur geht es ihr immer noch nicht um den Schutz der Bevölkerung, sondern weiter um die Verniedlichung der Ausmaße dieser Katastrophe. Eine Sperrzone im Umkreis von lächerlichen 20 km wird per Gesetz eingerichtet. Auf diese Weise wird die Zahl der betroffenen Bewohner klein gehalten und damit auch die möglichen Schadenersatzansprüche. Betroffen sind nur rund 80.000 Menschen, während es bei einer Sperrzone von 60 km bereits 1 Million Menschen sind. Unterstützung erhält die japanische Regierung von der internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) in Wien, die zweifelhafte Meldungen über geringe freigesetzte Radioaktivität heraus gibt. Die „teilweise“ Kernschmelze mussten Regierung und IAEA jedoch längst zugeben. Als Reaktion auf die erhöhte Strahlung werden die Grenzwerte für Kinder heraufgesetzt. Für Kinder in Japan gilt jetzt der gleiche Strahlengrenzwert wie für deutsche AKW-Mitarbeiter. Spätestens seit Tschernobyl ist bekannt, dass besonders Kinder unter der erhöhten Strahlung leiden und Spätfolgen sicher sind.

Zur Katastrophe selbst gibt es keinen Anlass zu irgendeinem Optimismus. Japanische Wissenschaftler sprechen von einer „extrem ernsten Situation“. Vor wenigen Tagen berichtete das französische Fernsehen über Fukushima und die Folgen. In diesem Bericht äußerte einer dieser japanischen Wissenschaftler seine feste Überzeugung, dass der Großraum Tokio bereits verstrahlt sei. Ackerbau und Viehzucht, Fischerei und die Industrieproduktion wird nachhaltig, teilweise auf Jahrzehnte hinaus, gestört. Über die Strahlenbelastung der übrigen Welt ist ebenfalls noch nicht das letzte Wort gesprochen. Hierzu hat sich mittlerweile Greenpeace zu Wort gemeldet und befürchtet eine „weltweit steigende Strahlenbelastung als Folge der Atomkatastrophe in Fukushima“.

Die Leser-Reaktionen auf unsere Einschätzungen zur Finanzkrise und besonders zur Krisenvorsorge sind erstaunlich - negativ. Offensichtlich verdienen wir uns gerade den Ruf von durchgeknallten Unruhestiftern/Chaostheoretikern. Diese Leser werden sich bei der Lektüre der vorliegenden „Osterausgabe“ bestätigt fühlen. Jedenfalls sehen wir uns momentan als Don Quichote im Kampf gegen die Windmühlenflügel aus Sturheit und Ignoranz. Wir geben aber noch nicht die Hoffnung auf, wenigstens einen kleinen Teil unserer Leser von der Wahrhaftigkeit unserer Absichten und der Notwendigkeit tiefgreifender Maßnahmen zur Vermögenssicherung überzeugen zu können.


Grundsätzliches:

Die Quellenangaben sind gestrafft. Wir haben unsere eigene Quellen, die wir aus verschiedenen Gründen nicht nennen wollen. Dafür bitten wir um Verständnis. Diese Quellen sichern uns einen entscheidenden Wissensvorsprung, den wir auch in der vorliegenden Ausgabe wieder nutzen.

Wir stellen nur echte, belastbare Informationen bereit, die wir allgemein verständlich kommentieren.

Ausdrücklich weisen wir darauf hin, dass die folgenden Äußerungen unsere persönliche Bewertung wiedergeben, die wir mit großer Sorgfalt erarbeitet haben.

Wer sich nicht regelmäßig mit Wirtschaft & Politik und deren Folgen auf die persönlichen Lebensumstände beschäftigt, bzw. beschäftigen kann, sollte sich für die folgenden Seiten unbedingt Zeit nehmen. Der Nutzen ist enorm und wächst mit jeder weiteren Ausgabe, die wir regelmäßig, kostenlos und ohne jede Verpflichtung, bereitstellen.

Denken Sie aber bitte auch daran, diese Informationen Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen, etc., etc., zugänglich zu machen. Die Ereignisse erfordern Hintergrundwissen und machen Denkanstöße zwingend notwendig.

Nutzen Sie unsere Erfahrung für Ihre Entscheidungen. Vertrauen Sie nicht länger den Politikern, Ökonomen, Wirtschaftsjournalisten oder gar Bankern. Nur Letztere wissen was sie tun, nie haben sie dabei jedoch das Interesse ihrer Kunden im Blick, ausschliesslich ihre eigenen.

Nehmen Sie endlich die Scheuklappen herunter, Sie werden sofort eine bessere Sicht auf das Wesentliche haben. Ignorieren Sie nicht länger die Fakten und handeln Sie, die Zeit drängt!

Für Rückfragen, Anregungen, Kommentare, persönliche Beratungen, unsere Email-Adresse: benner-kemmer@web.de.


Die Verfasser


Heute haben wir nur ein Thema, wir präzisieren unsere Jahresvorausschau:


Exklusiv-Nachricht: Mega-Krise jetzt in Sichtweite!

Nach der Natur- und Atomkatastrophe in Japan, der Staatsschuldenkatastrophe in den USA, beschleunigt sich die Entwicklung der weltweiten Finanz-Katastrophe massiv. Noch in 2011 erwarten wir die Vorboten einer Mega-Krise, die das globale Wirtschafts-, Finanz- und Geldsystem endgültig ruinieren wird. Sprichwörtlich „bleibt kein Stein auf dem anderen“. Daran führt kein Weg mehr vorbei.

Auslöser sind die USA. Deren Probleme mit dem Budget, den Staatsanleihen und dem Dollar sind katastrophal und alle Versuche einer Lösung einfach nur Murcks. Ein schwacher Präsident Obama ist nicht in der Lage, sich gegen die Interessen der Wall Street zu behaupten, oder die politischen Grabenkämpfe zwischen den Demokraten und Republikanern im Interesse des Landes zu verhindern.

Weiter wird so getan, als hätten die anderen Länder, allen voran die Europäer, große Probleme zu lösen. Der Euro wird weiter diskreditiert und es wird auch nicht davor halt gemacht, Teile der weltweiten Unruhen zum Zwecke der Ablenkung zu instrumentalisieren. Leider führen diese Pläne zu einer Auflösung der bisherigen Ordnung in der Welt.

Tatsächlich ist die amerikanische Schuldenlast nicht mehr beherrschbar. Die geplanten Sparmaßnahmen sind falsch und treffen nicht nur die amerikanische Bevölkerung, sondern letztlich die ganze Welt, einschliesslich das „starke“ China.

Der Giftmüll in den Bankbilanzen der Welt hat seit 2008 noch dramatisch zugenommen. Es ist ein Billionen-Scheinvermögen, sonst nichts, für eine seriöse Bewertung völlig wertlos. Versteckt wird alles in einer doppelten Buchführung – mit dem Segen der US-Regierung, der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel (BIZ) und der internationalen Organisation für Rechnungslegungsstandards (Financial Accounting Standards Board – FASB). Die Weltwirtschaftsleistung reicht niemals aus, um diesen Müll zu kompensieren. Nicht heute und nicht in den nächsten 30 Jahren.

Teile dieses Giftmülls befinden sich längst in den Bilanzen aller wichtigen Notenbanken. Ausdrücklich nennen wir hier die US-FED, die EZB, die Bank of England, die Bank of Japan, die People’s Bank of China. Bereits bankrott ist bisher „nur“ die US-Notenbank FED, der deshalb bereits von dem renommierten US-Ökonom Allan Meltzer zur Gründung einer eigenen Bad Bank geraten wird. Die weitere Entwicklung bringt auch die anderen Notenbanken in eine ähnliche Situation.

Besonders tragisch: Weitere Teile dieses Giftmülls stecken in den Büchern von Versicherungen, Wirtschaftsunternehmen und Pensionsfonds, sind also auch ein Problem für die Realwirtschaft und die Sparer, Rentner, etc. Sie alle werden demnächst mit erheblichen Vermögens- und Einkommenstotalverlusten konfrontiert sein.

Dieses Scheinvermögen beginnt sich ab Herbst 2011 aufzulösen. Möglicherweise wird diese Auflösung für viele Betroffene noch nicht sofort sichtbar werden, sondern – wie 2008 – erst nach einigen Wochen. Dann wäre es jedoch zu spät, um noch zu reagieren und wenigstens Teile des eigenen Vermögens zu retten.

Auf dem Weg dorthin wird der Dollar noch eine Scheinblüte erleben und die Aktienbörsen werden noch einmal neue Höchststände markieren. Es ist aber nur die Ruhe vor dem großen Sturm. Die Wahrheit danach: Deutlicher Wertverlust des Dollars (1/3) und massive Verluste an den Börsen weltweit. Die Aktienindizies werden in den Keller rauschen.

In der Folge sind dann gewaltsame Proteste sogar in den westlichen Ländern möglich. So erwartet der neue Gouverneur Kaliforniens, Jerry Brown, bürgerkriegsähnliche Zustände in den USA (Quelle: CBS, 04.10.2010). Brown ist ein politisches Urgestein und war bereits von 1975 bis 1983 in Kalifornien Gouverneur. Geordneter Geldverkehr Fehlanzeige. Kapitalverkehrskontrollen werden die Regel. Lebensmittelpreise inflationieren. Bund, Länder und Kommunen erhöhen in immer kürzeren Abständen die Steuern und Gebühren. Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus werden in einem Maße zunehmen, das heute noch unvorstellbar ist. Erste Anzeichen dieser Entwicklung gibt es bereits vor unserer Haustüre in Großbritannien, Frankreich, Finnland, Holland. Es genügt ein Exkurs durch englische und französische Zeitungen.

Das bisherige Finanzsystem ist weder verbesserungsfähig, noch verbesserungswürdig. Die vollmundigen Absichtserklärungen der einzelnen Regierungen zur Regulierung der Finanzmärkte oder kürzlich die Einigung der G20-Staaten auf einen Abbau der weltweiten Ungleichgewichte zwischen den Industrienationen heucheln schlichten Aktionismus. Eigentlich wurschtelt jeder nur weiter, so lange es geht, immer bedacht auf den eigenen Vorteil.

Sehen wir uns die wahrscheinliche Entwicklung in Amerika, Europa und den Schwellenländern an:


USA:

Längst wird Amerika mit Griechenland auf eine Stufe gestellt. Die „Verwarnung“ durch die Ratingagentur Standard & Poor’s (S & P), die den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der USA von „stabil“ auf „negativ“ zurückgesetzt hat, war längst fällig. Schon im Januar hatte die Agentur Moody’s eine Herabstufung auf mittlere Sicht nicht ausgeschlossen (wir berichteten in Ausgabe 9). Die PIGS-Staaten, in einer vergleichbaren oder sogar besseren Situation, sind schon früh auf Ramsch-Niveau herunter gestuft worden. S & P erklärt, „der Weg aus dem Defizit ist für uns nicht sichtbar“ und „mehr als zwei Jahre nach der Krise haben sich die Verantwortlichen noch nicht geeinigt, wie sie die erodierende Budgetsituation umkehren und langfristig lösen wollen“ (Quelle: MANAGER MAGAZIN, 19.04.2011). Mittlerweile betrachten 17 % der Amerikaner die Defizite als das größte Problem, vor sechs Monaten waren es nur 5 %, vor einem Jahr fast niemand (Quelle: GALLUP, US-Meinungsforschungsinstitut). Dem gegenüber sieht sich die US-Regierung auf dem richtigen Weg: Obama will, ganz aktuell, u. a. die Steuern für Reiche wieder erhöhen. Kein sehr erfolgversprechender Ansatz, da die Republikaner dafür die Zustimmung verweigern. Richtig ist: Niemand in Washington weiß, wie die Schulden zurückgezahlt werden können. Warum? Weil die Schuldenorgie immer weiter geht. Hier einige harte Fakten:

Die USA haben im März 2011 8,2 mal mehr ausgegeben als eingenommen (Quelle: Fairesearch, US-Treasury). Die Staatsausgaben im laufenden Jahr sind nur noch zu ca. 40 % durch reale Steuereinnahmen gedeckt.

44 Millionen Menschen (mehr als die Hälfte der Einwohner Deutschlands) beziehen Lebensmittelmarken, Tendenz noch bis 60 Millionen steigend.

Hohe Ausfallrisiken bei Gewerbeimmobilienfinanzierungen bis Ende 2013. 65 % der zur Refinanzierung anstehenden Hypotheken sind ausfallgefährdet. Aufgrund dessen sind 45 % (= ca. 3.000) aller US-Banken in ihrer Existenz bedroht.

Die Amerikaner könnten, nach vorsichtigen Schätzungen aus dem Sommer 2009, für die Bankenrettungs- und Konjunkturprogramme mit 23,7 Billionen Dollar im Obligo stehen. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt von rund 15 Billionen Dollar eine unermessliche Summe. Die US-Notenbank hat diese Summe mittlerweile durch neue Liquiditätsprogramme noch einmal um mindestens 1,2 Billionen Dollar erhöht.

Den Pensionsfonds fehlen 20 Billionen Dollar, auf die US-Pensionäre zukünftig Anspruch haben. Soviel Geld kann sogar die Notenbank nicht zur Verfügung stellen. Die Wirtschaftsleistung gibt ebenfalls nichts her.

Brisant: Uns liegt eine Meldung der schwedischen Reichsbank (Riksbank) in Kopie vor, nach der die Reichsbank in einer Auktion am 14.09.2009 für US-Staatsanleihen in Höhe von 5 Milliarden Dollar keine Gebote erhalten hatte. Daraufhin erklärte die schwedische Reichsbank am 19.11.2009 in einer Pressemitteilung, sie werde den Handel mit US-Krediten ganz einstellen, weil keine Nachfrage vorhanden sei. Ein sehr bemerkenswerter Vorgang. Solche Ereignisse erklären, warum die FED aktuell 83 % aller US-Staats- und Behördenanleihen aufkauft.

35 US-Bundesstaaten bereiten drastische Einsparungen bei den öffentlichen Ausgaben vor, was jedoch deren Niedergang nur weiter beschleunigt.

Die Schulden von Staat, Unternehmen und Privatpersonen belaufen sich auf rund 50 Billionen Dollar, also ein mehrfaches der Wirtschaftsleistung des Landes.

Die Inflation beträgt offiziell 2,1 %, tatsächlich sind es schon nahe 10 %.

Die echte Arbeitslosenquote liegt bei 22 %, nicht wie offiziell verkündet bei 9 %.

Diese desaströsen Zahlen dokumentieren die „wahre Größe“ Amerikas.

Der weitere Weg ist vorgezeichnet. Es spielt überhaupt keine Rolle mehr, ob und wie viel Konjunktur- und Sparprogramme Obama und seine Helfershelfer noch auflegen werden. Alles zu spät. Die Notenbank (FED) versagt bei ihrem gesetzlichen Auftrag, die Währung stabil zu halten und die Konjunktur zu stützen. Nach dem Auslaufen des aktuellen Liquiditätsprogramms im Juni wird die FED erst einmal pausieren und abwarten. Nur um später noch massiver einzugreifen wie bisher.

Die USA spielen der Welt eine wirtschaftliche und finanzielle Stärke vor, die sie nicht mehr haben. Lediglich militärisch sind die USA noch Spitze.

Hier noch einmal ein Zitat, das Winston Churchill, früherer engl. Premierminister, zugesprochen wird:

Amerika wird es immer richtig machen, aber erst nachdem alle anderen Optionen ausgeschöpft sind.“

Wie schon gesagt, der weitere Weg ist vorgezeichnet …


Europa:

Die Euro-Zone wird weiter von anglo-amerikanischen Spekulanten und deren Verbündeten attackiert. Bisher sehr erfolgreich. Staat für Staat fällt diesen Attacken zum Opfer. Als nächstes Spanien. Trotz aller gegenteiligen Beteuerungen von EU und IWF. Spanien beschönigt seine Zahlen, wie es vorher schon Griechenland, Irland und Portugal getan haben. Erst kommt aber China noch ins Spiel und erwägt über einen Staatsfonds 9,2 Mrd. Euro in die spanischen Sparkassen zu investieren. Angeblich benötigen die Geldinstitute 15 Mrd. Euro Hilfen. Andere Schätzungen, z. B. des Spanischen Hypothekenverbandes (!), gehen von mindestens 80 Milliarden aus, die von den spanischen Sparkassen gebraucht werden. Übrigens, schon im August 2010 versprachen die Chinesen Milliarden zur Unterstützung Spaniens, die bisher dort aber nicht angekommen sind.

Die Hilfen von EU und IWF gegen die Bedingung, dass strikte Sparprogramme durchgeführt werden, um die Defizite in kurzer Zeit zu beseitigen, ist heuchlerisch. Längst ist bewiesen, die „Beseitigung des Defizits“ bedeutet ganz einfach die Beseitigung zahlreicher Arbeitsplätze sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor, deren Existenz von diesem Defizit abhängt. Die wirtschaftlichen und menschlichen Kosten des Defizitabbaus in einer schwachen Wirtschaft sind horrend und die angestrebten Ziele werden auch nicht erreicht, denn aufgrund der Ausgabenkürzungen erodieren auch die Einnahmen des Staates, weil die Gesamtnachfrage sinkt. Logisch, dass dann die Verschuldung weiter ansteigt. Diese Folgen haben wir schon mehrfach beschrieben und am Beispiel Griechenlands auch durch entsprechende Zahlen belegt. Aktuell muss Griechenland für 10-jährige Staatsanleihen eine Rendite von 13,26 % bieten, bei den 2-jährigen Papieren sogar schon 17,85 %. So wird es nicht funktionieren.

Vergessen wir aber nicht, dass die Rettung europäischer „Pleitestaaten“ in erster Linie eine Bankenrettung ist, die aber schmerzhaft scheitern wird.

Politisch motiviert wird es zu Umschuldungen bei Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, usw., kommen. Als Folge davon werden die betroffenen Länder endgültig verarmen und von den übrigen EU-Ländern dauerhaft gestützt werden. Die bisher so sehr geschmähte Transferunion wird dadurch unausweichlich. Übrigens würde daran auch die Abschaffung des Euro nichts ändern. Diese Umschuldungen werden ganz Europa gefährden. Alle bisher verbreiteten Zahlenspiele zu den Kosten z. B. der griechischen Umschuldung sind jetzt schon Makulatur: Keine dieser Berechnungen berücksichtigt die Forderungen der Schattenbanken, die ebenfalls wertberichtigt werden müssen und dann die Bilanzen der Muttergesellschaft zusätzlich belasten. Aus 30 Milliarden können dann ganz leicht 120 Milliarden Forderungen werden, die bei einer Umschuldung zu 50 % oder mehr abgeschrieben werden müssen. Feine Aussichten für alle Lebensversicherungsgesellschaften und deren Kunden, die mit riesigen Summen in diesen Ländern investiert sind.

Eine kleine Fußnote in der Geschichte der Finanzkrise 2008 ist das Ergebnis einer jüngsten Volksabstimmung in Island. Dort wurde darüber abgestimmt, ob die Bürger für eine Bank geradestehen, die vor 3 Jahren bankrott gegangen war. Das Ergebnis: Einer Mehrheit der Isländer (knapp 60 %) leuchtete es nicht ein, dass sie nach dem Zusammenbruch ihres Bankwesens mit drastischen staatlichen Sparmaßnahmen und massiv gestiegener Arbeitslosigkeit auch noch für Auslandsschulden gescheiterter Banker aus ihren Steuergeldern aufkommen sollen. Die Bank, Icesave, eine Internetbank, war eine mit Hochzinskonten riskant im Ausland operierende Privatbank, deren Scheitern das ganze Land in eine Art Geiselhaft versetzt hat. Schon einmal, im März 2010, wurde ein entsprechendes Referendum mit 93 % abgelehnt. Quelle: Financial Times Deutschland, 10.04.2011. Wie würden wohl Volksabstimmungen in Griechenland, Island, Portugal, Großbritannien, Deutschland, usw., ausgehen?


Deutschland:

Deutschland profitiert von US-Schuldenkrise“ war am 19.04.2011 in der Financial Times Deutschland zu lesen. Bereits einen Tag früher war in der gleichen Zeitung zu lesen „Investoren fliehen in Bundespapiere“. Mit Verlaub, aber das sind die gleichen Idioten, die immer noch weiter in Aktien investieren, ohne die Gefahren zu sehen. Natürlich, alle Ratingagenturen bewerten Deutschland mit der Bestnote „AAA“, der Ausblick ist stabil. Andererseits haben „die Deutschen auch viel Geld in den USA angelegt“ und „es gibt ein allgemeines Interesse, dass die Stabilität an den Finanzmärkten erhalten wird“. Wir werden in wenigen Monaten erleben, wie den Anlegern ihre deutschen Staatsanleihen, inkl. der Bundeschätzchen, bitter aufstoßen werden. Alles Gerede vom wirtschaftlichen Aufschwung ist pure Propaganda. Es sind nur potemkinsche Dörfer. Wir haben keine Lust mehr, noch weiter auf diese „Aufschwung-Phrasen“ der verschiedenen Wirtschaftsinstitute, der deutschen Star-Ökonomen vom Schlage eines Hans-Werner Sinn, oder des Bundeswirtschaftsministers Brüderle, einzugehen. Wir verweisen hierzu auf unsere früheren Äusserungen. Die Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums vom 14.04.2011 ist eine einzige Farce. Leider werden diese Aussagen von den Medien verbreitet, ohne deren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen. Wir tun es und kommen nur zu einem Ergebnis: Es gibt keinen, die Menschen werden schlicht belogen! Gerne verweisen wir in diesem Zusammenhang auf die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, einzusehen auf deren Internetseite. Oder auf eine Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung, veröffentlicht am 20.04.2011, zum Thema Armut bei Erwerbstätigen. Überschrift: „Working Poor in Deutschland: Sieben Prozent der Erwerbstätigen sind arm, Tendenz steigend“. Oder auf den Schuldenstand Deutschlands für 2010, der um 319 Mrd. Euro zugenommen hat, wovon alleine 241 Mrd. Euro auf die umfangreichen Maßnahmen zur Finanzmarktstabilisierung (=Bankenrettung) entfielen.

Wirklich noch Fragen zur Krisenfestigkeit der Bundesrepublik Deutschland?


China und die Schwellenländer:

China hat das getan, was auch die meisten anderen Länder getan haben, die Verwendung von Geld und Kredit massiv ausgeweitet. Die daraus resultierenden Marktverzerrungen wollen die meisten westlichen Experten überhaupt nicht wahrnehmen. 2010 stieg das Kreditvolumen um 140 %. Die Einzelhandelspreise steigen um mehr als 17 %, die Eigenheimpreise im Jahresvergleich um 26 %. Die Inflation beginnt zu galoppieren. China ist, neben den USA, das Zentrum des heißen Geldes. Der US-Ökonom Nouriel Roubini nennt es „Chinas schlechte Wachstumswette“ (project-syndicate.org, 14.04.2011).

Da hilft es wenig, dass China mehr als 3000 Milliarden Dollar Währungsreserven hält. Das ist Papiergeld, sonst nichts, abhängig von der Entwicklung des Dollars, um den es schlecht steht.

Schon wird die chinesische Währung Yuan als neue Weltwährung ausgeschrieben, nur weil einige westliche Konzerne (z. B. Unilever, McDonalds) ihr China-Geschäft über chinesische Anleihen finanzieren. Bitte beachten: Aktuell belaufen sich die weltweiten Devisenmarkttransaktionen mit dem chinesischen Yuan auf 0,1 %, gegenüber z. B. 39 % mit dem Euro. Das wird ein steiniger Weg für die chinesische Führung. Quelle u. a.: Wirtschaftswoche, 18.04.2011.

Was machen Brasilien, Russland, Indien, die anderen Schwellenländer? Die haben jetzt erst einmal Kapitalverkehrskontrollen eingeführt und kämpfen ebenfalls gegen eine deutlich steigende Inflation. Die Aktienmärkte beginnen sich abzuschwächen, die Investoren ziehen sich zurück. Die Unternehmensgewinne bröckeln, steigende Rohstoffpreise hinterlassen Spuren. Diese Entwicklungen bedingen eine nachlassende Wettbewerbsfähigkeit, außerdem wird der Druck erhöht, sich an der lockeren Liquidität der US-Notenbank zu beteiligen und in Dollar lautende Staatsanleihen zu kaufen, um die eigene Währung niedrig zu halten.
Nicht gerade rosige Aussichten für die Entwicklung des Wohlstandes in diesen Ländern.

Wir haben schon früh davor gewarnt, die Schwellenländer als Retter der Welt-Wirtschaft anzusehen. Alle leben doch nur davon, dass der Absatz in die USA und nach Europa funktioniert. Kommt es hier zu Störungen, klappt auch in diesen Ländern die Wirtschaft zusammen.


Rohstoffe:

Passend zum Thema beschäftigen wir uns heute mit der Entwicklung bei Gold und Silber, die bekanntlich in den vergangenen Wochen enorm im Preis gestiegen sind. Gold hat die 1.500-Dollar-Marke geknackt, Silber stieg auf über 48 Dollar, so hoch wie seit 31 Jahren nicht mehr. Wie geht es weiter?

Schon melden sich die ersten Analysten zu Wort, die den Boom für beendet erklären. Andere halten Gold und Silber für reine Spekulation, nicht für eine sinnvolle Investition (Beispiel: Guy Wagner, Chefökonom der Banque de Luxembourg, 22.04.2011).

Wir sagen klipp und klar: Alles Quatsch. Gold und Silber bleiben weiter gefragt. Korrekturen sind natürlich wünschenswert, sie fallen bei Silber in der Regel deutlicher aus als bei Gold.

Hintergrund dieses stabilen Aufwärtstrends sind die zunehmenden Käufe privater Anleger zum Vermögensschutz. Die tauschen Liquidität in Sicherheit. Andererseits sind Großanleger bisher kaum investiert. Die wichtigsten US-amerikanischen Pensionsfonds halten beispielsweise weniger als 0,2 % ihres Kapitals in Gold. Aber gerade die US-Fonds werden wach. So hat der Stiftungsfonds der Universität Texas fast 1 Milliarde in Gold angelegt. Dafür hat er die bisherigen Terminkontrakte für 7000 Barren – aus Angst vor einer Goldverknappung – in echten Barren ausliefern lassen. Eine sehr weise Entscheidung, andernorts machen nämlich bereits Banken Probleme, wenn sie ihren Kunden das Gold statt der Zertifikate aushändigen sollen. In diesen Fällen gab es nur Geld zurück, wenn auch mit einem üppigen Aufschlag.

Den Goldpreis beeinflussen die Notenbanken, den Silberpreis JP Morgan. Mit Erlaubnis der US-Regierung hält diese Bank den Silberpreis künstlich niedrig. Dieser Manipulation wird irgendwann die Luft ausgehen und JP Morgan muss ihre ungedeckten Positionen glattstellen. Mit der Folge, dass der Silberpreis regelrecht explodiert. Die US-amerikanische National Inflation Association nennt für diesen Fall inflationsbereinigt einen Preis von 140 Dollar pro Unze Silber. Diese Entwicklung braucht ihre Zeit, belohnt jedoch auch mit interessanten Möglichkeiten.

Selbst Gold hat noch beste Aussichten: 75 Analysten setzen auf einen Goldpreis von 5.000 Dollar und höher in den kommenden Jahren. Einige Banken, so z. B. die Erste Group in Österreich, halten wenigstens 2.300 Dollar für möglich.

Wo die Reise hingeht? Mega-Krise = Mega-Preise!


Krisenvorsorge:

Das Zeitfenster, um auf das aufziehende Unheil frühzeitig genug zu reagieren, verkleinert sich rapide.

Die liebgewonnenen Kapitalanlagen aus der Vergangenheit bieten für die Zukunft keine ausreichende Sicherheit mehr.

Deutschland kann sich – gerade bedingt durch seine stark exportlastige Wirtschaft – nicht wirksam schützen vor den Entwicklungen in den westlichen Volkswirtschaften. Schlimmer noch, Deutschland ist ein wichtiger Teil aller Probleme.

Der deutsche Schuldenberg sind nicht nur die offiziell gehandelten 2 Billionen, sondern eigentlich 7 Billionen Euro. Die Verschuldung der privaten Haushalte und Unternehmen sind dabei noch gar nicht eingerechnet. Sowieso nicht berücksichtigt sind die gigantischen Verbindlichkeiten des Finanzsektors, deren endgültige Höhe niemand genau kennt.

Wir erleben Biflation, eine üble Mischung aus Deflation und Inflation. Die Sparanstrengungen der Bundesregierung funktionieren nicht, sondern münden in die Deflation. Die Wirtschaft wird regelrecht erdrosselt. Sogar Immobilien werden, vom heutigen Preisniveau aus gesehen, stark an Wert verlieren. Garantiert!

Der Staat ist regelrecht gezwungen, die Bürger zu enteignen, um seine Schulden wieder in den Griff zu bekommen. Historisch betrachtet geschah das in Deutschland bisher durch Hyperinflation und anschließender Währungsreform. Für die Zukunft wieder ein sehr wahrscheinliches Szenario. Niemand weiß eine andere, bessere Lösung.

Inflation ist immer eine Umverteilung von den Gläubigern (Bürgern) zu den Schuldnern (Staaten). Zugleich erhöht sich das Steueraufkommen, weil Scheingewinne und Einkommen besteuert werden. Für jeden Staat eine hochwillkommene Entwicklung.

Immobilienerwerb ist keine Alternative. Die Geschichte beweist es. Alle Rechnungen und Überlegungen zur Krisenvorsorge mittels einer Immobilie sind nicht sehr weit von der Praxis des Bleigießens oder des Knochenwerfens entfernt.

Sich von seinen Gewohnheiten zu trennen ist schmerzhaft, sein Vermögen zu verlieren ist noch sehr viel schmerzhafter. Besonders dann, wenn man frühzeitig über die notwendigen Informationen verfügt hat.

Wer sein reales Vermögen schützen will, muss dringend raus aus den Papierwerten und allen auf Geld basierten Kapitalanlagen!

Dazu gehören auf jeden Fall Staatsanleihen/Bundesschätzchen, Sparbücher und Festgeldkonten, Fondsanteile, Lebensversicherungen, Bausparverträge. Aktien gehören nicht mehr ins Depot.

Alles muss auf den Prüfstand, auch bestehende Darlehens- und/oder Leasingverträge mit längeren Laufzeiten.

Niemand sollte auf eigene Faust handeln, sondern sich fachkundiger Hilfe bedienen.

Schon seit Ende 2008, als die staatsschuldenfinanzierte Bankenrettung absehbar war, arbeiten wir an Alternativen, um Vermögen vor einer neuen globalen Krise zu schützen. Heute steht unser Konzept bereit, zu helfen. Es kostet nichts, nur die erste Überwindung zu einem persönlichen Gespräch.