Sonntag, 8. Mai 2011

Standpunkt, Ausgabe 19/1, Rohstoffe


Sorry, offensichtlich haben wir das Interesse unserer Leser an der Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere bei dem von uns favoritisierten Silber, unterschätzt. Deshalb gehen wir heute noch einmal gesondert auf die Entwicklung der vergangenen zwei Wochen ein…

Die massiven Preissteigerungen bei den Rohstoffen in den vergangenen Monaten, bei Silber waren es bis zum 28.04.2011 im Jahresvergleich mehr als 150%, davon alleine im April 31%, forderten geradezu nach einer ebenso massiven Korrektur. So wie wir sie jetzt – glücklicherweise – endlich erlebt haben.

Alle aktuellen Rohstoffpreise sind entweder auf liquiditätsbedingte Spekulation oder auf Marktmanipulation zurück zu führen. Nichts davon hat mit Nachfrage und Angebot zu tun. Noch nicht. Gerade bei Gold und Silber erleben wir demnächst, dass hohe Nachfrage auf ein immer knapperes Angebot trifft. Die Folgen für die Preise liegen auf der Hand.

Wir halten den Preissturz bei Silber für einen absoluten Glücksfall und die definitiv letzte Möglichkeit, so günstig in das „Gold des kleinen Mannes“ investieren zu können. Eine großartige Gelegenheit. Silber ist schlicht wieder spottbillig geworden. Sollte der Preis noch weiter nachgeben, dann wird es sogar saubillig. Wer jetzt nicht antizyklisch handelt, ist selber schuld. Es gilt die alte Kaufmannsregel: „Im Einkauf liegt der Gewinn“.

Es ist jetzt nicht der Moment, um über mögliche Steigerungspotentiale bei Gold und Silber zu philosophieren. Zweifler sollten aber vielleicht einen Blick nach Österreich oder Großbritannien werfen, wo der eine oder andere Bank-Analyst (z. B. Erste Group, Schroders), gerade wegen der jüngsten Entwicklung, weiter an seiner hohen Erwartung festhält. Nur soviel: Inflationsbereinigt müsste Gold auf 7.800 US-Dollar, Silber auf 450 USD, steigen (auf der Basis der tatsächlichen Teuerung, nicht der offiziellen).

Eigentlich ist es völlig unerheblich, wodurch der Preissturz überhaupt verursacht wurde. Die Zeitungen sind natürlich voll von Mutmaßungen und Erklärungsversuchen. Was jedoch auffällt ist die Tatsache, dass die Gründe, die heute für den Absturz der Preise verantwortlich gemacht werden, vor einigen Wochen den explosionsartigen Anstieg der Preise erklären mussten. Zusätzlich wird noch suggeriert, Silber sei nur etwas für Glücksritter und nicht geeignet zum Vermögensschutz. Wer diesen Meinungsmachern auf den Leim geht, findet sich demnächst bei den Schafen wieder, die zur Schlachtbank geführt werden.

In Wirklichkeit hat sich an dem einen wahren Grund für ein solches Investment nichts, rein garnichts, geändert: Aus der Finanzkrise 2008 entwickelt sich schon längst ein Finanzkollaps, in dessen Verlauf die Papiergeld basierten Vermögen gänzlich unter die Räder kommen werden. Diese Entwicklung ist nicht mehr zu stoppen. Egal ob Griechenland-Umschuldung, Austritt Deutschlands oder eines anderen Landes aus der Euro-Zone, Spanien-Rettung, usw., nichts davon wird funktionieren. Unsere Topp-Ökonomen, allen voran Prof. Hans-Werner Sinn aus München, sind mit ihrem Latein schon lange am Ende, es merkt nur noch keiner. Immer noch verbreiten sie ihre schönen Ideen. Aber schon unsere Großeltern wußten: „Grau ist alle Theorie“!

Keiner macht sich Gedanken über die Folgen dieser Vorschläge, z. B. die dann nötigen gigantischen Abschreibungswellen – bei Griechenland alleine 410 Milliarden Euro – wegen der unvorstellbaren Kreditausfälle und deren Auswirkungen auf das europäische Bankensystem oder, als nächstes, der deutschen gesetzlichen und privaten Altersversorgung. Es geht auch hier um Milliarden Euro.

Wir sind uns sicher: Was wir gerade erleben ist ganz großes Theater. Mehr davon noch in den nächsten Monaten und Jahren.

Silberinvestments, das zeigt schon die Geschichte, sind nichts für schwache Nerven. Schutz vor dieser „Achterbahnfahrt der Gefühle“ bietet auf jeden Fall unser Gesamt-Konzept.

Zum Abschluss noch zwei Zitate, die sich jeder auf der Zunge zergehen lassen sollte, der immer noch davon überzeugt ist, die Poltiker werden uns schon vor diesen Gefahren schützen (wie es eigentlich im Grundsgesetz steht). Das ist ein Märchen, sonst nichts.

Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die „versteckte“ Enteignung von Vermögen. Gold (und Silber, Anm. der Verfasser) verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es schützt Eigentumsrechte.“ (Alan Greenspan, Ex-FED-Präsiddent, in „Gold und wirtschaftliche Freiheit“, 1966)

Unser Kreditsystem ist privat konzentriert. Wir werden so eines der am schlechtesten regierten, meist kontrollierten und beherrschtesten Länder der zivilisierten Welt. Wir haben keine Regierung der freien Meinung mehr, sondern vielmehr eine Regierung der Ansichten und Nötigungen einer kleinen Gruppe dominater Männer.“ (Woodrow Wilson, 28. US-Präsident von 1913 – 1928, kurz vor seinem Tod zur US-amerikanischen Notenbank, deren Gründung durch Privatbanken er zu verantworten hat).