Montag, 13. Dezember 2010

Wochenrückblick, Ausgabe 3, Kalenderwoche 50/2010

Der vorliegende Rückblick setzt die 2. Ausgabe vom 13.12.2010 fort. Entgegen unserer ursprünglichen Absicht werden wir bis auf weiteres jeweils montags diese Zusammenfassung bereit stellen. So können wir auch noch die Neuigkeiten in den Sonntagsausgaben der führenden deutschen Medien berücksichtigen.

Wir bewerten wichtige Nachrichten und Kommentare aus Wirtschaft und Politik, die während der 50. Kalenderwoche in den einschlägigen deutschen Medien erschienen sind. Diese Bewertungen sollen Ihnen wichtige Denkanstöße geben. Um Ihnen das Lesen zu erleichtern, versuchen wir uns kurz zu fassen.

Bei den Zahlenangaben verwenden wir die deutsche Schreibweise.

Die Auswahl der Nachrichten wird von uns getroffen, wir sind uns aber sicher, dass wir nichts Wichtiges ausgelassen haben. Trotzdem gilt: Sollte ein Thema hier fehlen, aber unbedingt behandelt werden, so freuen wir uns über eine kurze Anregung.

Obwohl die Kommentare – natürlich – unsere persönliche Meinung wieder geben, legen wir Wert darauf, jede unserer Aussagen durch entsprechende Quellen belegen oder durch belastbare Indizien untermauern zu können. Leserinnen und Leser, die Zweifel an unseren Aussagen haben, können wir gerne die entsprechenden Informationen ergänzend zur Verfügung stellen. Email genügt.

Wir wünschen Ihnen viele (neue) Erkenntnisse aus diesem Wochenrückblick.



Finanzkrise:

Auch in dieser Woche wurde ins wieder erklärt, dass Deutschland die Finanzkrise überwunden habe und gestärkt aus ihr hervor gegangen sei. Jetzt gelte es nur noch die Euro-Krise zu überwinden und dann wird Deutschland viele erfolgreiche Jahre erleben. Leider ist es so, dass Nachrichten nicht deshalb wahr werden, weil man sie ständig wiederholt.

In den USA ist jetzt eine Zahl ans Licht gekommen, die all denen Recht gibt, die das heutige Weltfinanzsystem als einen gigantischen Casino-Betrieb bezeichnen, wo praktisch auf alles gewettet wird, um riesige Gewinne zu machen. Dieses System ist weitestgehend völlig unreguliert und wird nur von den größten internationalen Banken gelenkt und kontrolliert.

Die Zahl beziffert, wie groß der weltweite Derivatemarkt in Wirklichkeit ist. Schätzungen gehen davon aus, dass der nominelle Wert aller weltweit ausstehenden Derivate bei 1 Billiarde US-Dollar liegt. Niemand kann sich die Zahl 1.000.000.000.000.000 wirklich vorstellen. Deshalb zum Vergleich: Die us-amerikanische Notenbank FED nannte in 2007 läppische 50 Milliarden US-Dollar als problematisch. Der IWF ging 2008 von 1.000 Milliarden aus, US-Ökonomen stuften bis zu 2.000 Milliarden US-Dollar als gefährdet ein. Immer noch weit weg von der heute bekannten Summe.

Diese Papiere schlummern, wir betonen dies bei jeder Gelegenheit, mit diesem nominellen Wert in den Bilanzen der Markt beherrschenden intern. Banken, allen voran den us-amerikanischen Großbanken. Die New York Times, nicht gerade als anti-kapitalistisch bekannt, berichtete kürzlich darüber und verglich diese Marktbeherrschung mit einer Verschwörung („Eine geheime Bankenelite herrscht über den Derivatehandel“).

Diese Derivate sind „finanzielle Massenvernichtungswaffen“ (Zitat Warren Buffett, US-Großinvestor). Dem können wir nichts mehr hinzufügen.

Der weltweite Derivatemarkt ist kreditfinanziert. Wenn diese 1-Billiarde-USD-Blase eines Tages platzt, gibt es auf der ganzen Welt einfach nicht genügend Geld, um dieses Problem dann zu beheben.

Die bisherigen Banken-Rettungspakete der diversen Staaten, alle zusammen auch schon viele Billionen US-Dollar schwer, waren ganz klar nur der berühmte Tropfen auf den glühend-heißen Stein.

Schon diese Hilfen, so zeigt sich täglich, hatten die Staaten überfordert. Von den darüber hinaus gehenden Staatsgarantien für die Sparer nicht zu reden, die alleine in Deutschland 3 Billionen Euro ausmachen würden. Bei einem offiziellen Bundeshaushalt von rund 320 Milliarden Euro in 2010 nicht wirklich vermittelbar.

Die Finanzkrise geht auch in der nächsten Woche weiter, garantiert.


USA:

Hurra, endlich gibt es ein Wirtschaftswachstum in den USA. 2 % sollen es sein. Glauben Sie es nicht. Die Regierung hat ein 858-Milliarden-Steuerpaket aufgelegt, was alleine für sich genommen dieses Wachstum ausmacht und die Statistik aufbläht. Also überhaupt kein Wachstum im klassischen Sinne durch neue Arbeitsplätze in der Industrie, neue Jobs, neue Hauskäufe, neue Konsumanreize. Diese Dinge sind auch nach wie vor nicht in Sicht.

Aber: Immer mehr Kommunen und Bundesstaaten stehen vor dem Bankrott. Sie leben von der Regierung in Washington und sorgen so für eine weitere stetige Zunahme des Haushaltsdefizits.


China:

Die chinesische Regierung hat – ganz offiziell – ein neues Inflationsziel festgesetzt: Nach bisher 2,1 % sollen jetzt erst einmal 4 % erlaubt sein. Dieses Inflationsziel folgt nur der Realität.

Bei der von uns beobachteten wirtschaftlichen Entwicklung, der Preisentwicklung bei den Grundnahrungsmitteln, der rasanten Entwicklung der Immobilienpreise und der Verteuerung der Rohstoffe, keine echte Überraschung mehr.

Die Investitionen Chinas in Europa, besonders in den angeschlagenen Euro-Ländern, allen voran Griechenland, Portugal und Spanien, fanden in dieser Woche endlich auch in Deutschland einige Aufmerksamkeit.

China verfügt über 2,5 Billionen US-Dollar. Da sind 300 Millionen Euro hier (Griechenland) und 400 Millionen Euro da (Spanien) ein vergleichsweise geringer Einsatz, der jedoch hohen Nutzen verspricht.

China ist als Retter in der Not höchst willkommen. Auch Italien hat bereits Interesse an einer weit gehenden Zusammenarbeit bekundet. Das Ziel der Chinesen ist dabei klar: Förderung der eigenen Industrie, mehr politische Einflussnahme in Europa. Irgendwann fallen dann auch die Dumpingzölle, mit denen die EU staatlich geförderte Billigexporte aus China belegt.

Die zunehmende finanzielle Abhängigkeit Europas von China stufen wir sehr negativ ein. Wir sehen weitere Belastungen auf die europäischen Arbeitnehmer zukommen, allen voran auf die deutschen. Stichworte: Minderlöhne, Arbeitsplatzverlust, Technologietransfer.

Ein Beispiel: China will in Griechenland einen neuen Hafen bauen. Wir sind fest davon überzeugt, dass ein großer Teil der Bauarbeiter für dieses Projekt aus China kommen wird, nur ein kleiner Teil aus Griechenland. Lediglich für hoch spezialisierte Arbeiten werden z. B. deutsche Fachkräfte eingesetzt. Das gilt auch dann, wenn deutsche Firmen beteiligt sind.

Chinas Fokus richtet sich jedoch auch auf die unmittelbare Nachbarschaft: Neuen Handelsabkommen mit Russland und Indien folgte in dieser Woche ein milliardenschweres Abkommen mit Pakistan. China justiert seine Exporte neu. Kurzfristig wird hier noch nicht viel passieren, langfristig könnte es aber zu ganz neuen Handelströmen kommen.

Not macht nun einmal erfinderisch.


Europa:

Beherrschendes Thema in dieser Woche: Der Eu-Gipfel zur Bewältigung der Euro-Krise. Das Ergebnis wurde in Deutschland als Sieg der Kanzlerin wahrgenommen. Wir fragen uns, warum. Wir haben das Ergebnis-Protokoll gelesen. Außer wachsweichen Absichtserklärungen steht nichts drin. Lösungen absolute Fehlanzeige. So werden die Probleme für die Euro-Zone, bzw. sogar letztlich ganz Europa, doch nur noch größer, und die Kosten auch. Erfolgreiches Krisen-Management sieht anders aus.

Immer noch werden die „Schweine“ mit Namen „Einführung D-Mark II“, „Aufspaltung der Euro-Länder in Nord und Süd“ und „Austritt der PIIGS-Länder“ (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) durch die deutschen Dörfer - besser Talk-Shows - gejagt. Alles nur Populismus, nichts Substantielles. Lesen Sie hierzu noch einmal Ausgabe 1 und 2.

Top-Ökonom Sinn geht mit seinem Vorschlag, Deutschland müsse in der Euro-Krise Stärke zeigen, schon wieder seinen eigenen Weg, weit weg von der Realität, hin zu politischen Gefälligkeiten. Nur Kalkül, das weiß er selbst genau.

Schon Anfang 2011 geht es mit Portugal weiter. Spanien, Italien werden folgen. Unausweichlich. Sogar Frankreich wird Probleme bekommen. Für Deutschland wird es dann auch brenzlig.

Außerhalb der Euro-Zone? Großbritannien geht schon lange am Stock. Die Regierung will alles zu Geld machen, was einigermaßen Erfolg verspricht: Verkauf des Hafens Dover, Verkauf von 50 % der staatlichen Wälder, Verkauf der Post, Bahn, usw. Dazu die üblichen Einsparungen im öffentlichen Dienst, Gesundheitswesen, Rentenansprüchen, Bildung, usw.

Grundsätzlich ist es nur eine Frage der Zeit, wann es zu gewaltsamen Demonstrationen, nicht nur in Griechenland, Frankreich, Großbritannien oder Irland, kommt. Die Folge sind radikale Gesetze, die u. a. das Demonstrationsrecht weitgehend einschränken werden oder, wie in Großbritannien geplant, gleich ganz einkassieren.

Erinnern wir uns in diesem Zusammenhang daran, wie bei uns die Stuttgart-21-Demonstranten oder die Demonstranten gegen den Castor-Transport kürzlich von der Politik radikalisiert wurden.


Deutschland:

Positive Nachrichten überall. Nur leider fehlt es immer noch an belastbaren Zahlen.

Deutschland wird zum zukünftigen Importmeister erklärt. Die Top-Ökonomen erwarten einen nachhaltigen Aufschwung der Binnenkonjunktur. Die Deutschen werden 2011 mehr konsumieren. Auslöser soll der Arbeitsmarkt sein. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Löhne steigen.

Der Chef-Volkswirt der Allianz (=Top-Ökonom) spricht davon „die Entwicklung sei tragfähig und stabil“.

Die Ifo-Konjunkturprognose fällt logischerweise ebenfalls positiv aus. Top-Ökonom Sinn, Chef des Ifo-Instituts, spricht von einem „echten Wintermärchen, was momentan in der deutschen Wirtschaft passiere“. Er habe „noch nie einen so starken Aufschwung beobachtet“. Gerne würden wir zurück fragen: „Herr Sinn, in welchem Kaffeesatz lesen Sie morgens?“

Wir werden alle an der Nase herum geführt. Was zunimmt ist die Leiharbeit und der Niedriglohnsektor. Wir haben das bereits früher kommentiert.

Steigende Löhne. Schön wär’s. Tatsächlich liegt die Summe aller realen Arbeitnehmerentgelte in Deutschland im 3. Quartal 2010 immer noch klar um – 1,77 % unter dem Niveau aus dem Jahr 2000. Die realen durchschnittlichen Nettolöhne und –gehälter je Monat und je Arbeitnehmer lagen sogar – 5,3 % unter dem Niveau von 1991 und um – 2,4 % unter dem Niveau von 2000. Dem ist doch nichts mehr hinzuzufügen, wir sind Lohnminus-Meister.

Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Wohngeld-Empfänger in Deutschland drastisch. Im Vergleich zu 2008 stieg die Zahl der Haushalte 2009 um über 47 %, Tendenz steigend. Starke Zuwächse kommen aus dem Personenkreis der Niedriglohn-Empfänger.

Halten wir noch eine kleine Nachlese zur Abwrackprämie, dem weltweit beachteten deutschen Muster-Krisenprogramm schlechthin. Die Wirtschaftswoche ist darauf gekommen: 27 Millionen Steuerpflichtige haben 2 Millionen Autokäufern 2.500 Euro geschenkt. Gesamtsumme 5 Milliarden Euro. Nutznießer waren außerdem die ausländischen Kleinwagen-Anbieter (Fiat, Hyundai, Kia, Suzuki), den deutschen Herstellern hat es eher geschadet. Die ganze Sache war ein teures Strohfeuer ohne nachhaltige Impulse für die Konjunktur (Ergebnis einer Studie). Nach unserer Meinung sollte es das auch gar nicht sein, sondern lediglich ein „Zuckerl“, um von der ganzen Finanzkrisen-Problematik abzulenken, was auch gelungen ist.

An dieser Stelle ein kleiner Ausflug in die Euro-Krise aus deutscher Sicht, ohne das ganze Theater über Transferunion und Zahlmeister Europas.

Offizielle Zahlen sprechen davon, dass deutsche Banken in den Problem-Staaten Griechenland, Irland, Portugal und Spanien, mit mehr als einer 1/2 Milliarde US-Dollar (388 Milliarden Euro) engagiert sind, allen voran die verstaatlichte HRE mit alleine rund 100 Milliarden. Eine Pleite – von der einige deutsche Top-Ökonomen so gerne als Wunschszenario reden – eines oder sogar mehrerer dieser Länder würde diesen Banken und deutschen Anlegern geradezu gigantische Verluste bringen. Ein Infarkt des deutschen Finanzsystems wäre höchst wahrscheinlich. Bei diesen Summen bliebe es nämlich nicht. Andere europäische Banken wären genauso betroffen, die sich mit absoluter Sicherheit in der Vergangenheit Geld bei deutschen Banken besorgt und an diese Länder weiter verliehen haben. Diese Beträge kämen noch dazu, ebenso die Summen, die schon längst in so genannten Zweckgesellschaften oder Bad-Banken geparkt sind und dann endgültig zu 100 % abgeschrieben werden müssten.

Wollte Deutschland diesen Kollaps verhindern, müssten die Privatvermögen angezapft werden. Das DIW (Deutsches Institut der Wirtschaft) hat übrigens genau diesen Vorschlag schon einmal in dieser Woche öffentlich gemacht und damit sicher nicht die Vermögen der Reichen und Wohlhabenden gemeint.

Jedenfalls ist klar, wie Tief Deutschland in der Euro-Krise steckt. Da bleibt kein Platz für die politische Ränkespiele oder unsinnige Diskussionen in der Öffentlichkeit oder sogar Versprechungen, die von vorne herein nicht zu halten sind. Die Politiker in Deutschland und Europa müssen endlich das tun, was ihnen naturgemäß am schwersten fällt: Die Wahrheit sagen, nichts als die Wahrheit. So z. B. endlich zuzugeben, dass die gerade ablaufende Euro-Krise nichts, aber auch gar nichts mit den Maastricht-Kriterien und Haushaltsdefiziten zu tun hat. Hier läuft vielmehr ein sich gegenseitig immer neu fütterndes gigantisches Spekulations- und Bankenrettungsprogramm ab, dem die Politiker noch immer tatenlos zusehen. Auch in der nächsten Woche.


Rohstoffe:

Weitere Prognosen für 2011 sind erschienen. Ganz klar überwiegen diejenigen, die eine klare Fortsetzung der Finanzkrise 2008 erwarten. Keine klare Tendenz besteht dahin gehend, ob es eine Deflation oder eine Inflation geben wird. Wir erwarten beides. Jetzt schon lässt sich beobachten, dass wichtige Industrierohstoffe, Nahrungsmittel und die Energie starke Preissteigerungen erleben. Andererseits erleben wir, teilweise versteckt wie bei den Autos, massive Preisrückgänge.

Es gibt kein vergleichbares Szenario in der Menschheitsgeschichte. Die bisherigen Wirtschaftskrisen jedenfalls entstanden auf der Grundlage einer ausgeprägten Deflation, die dann, wie wir wissen, in eine massive Inflation umschlug. Augenblicklich ist keine klare Tendenz auszumachen, weshalb wir uns für eine Einschätzung auf die Fakten stützen: Die Entwicklung der Staatsschulden ist jetzt schon so weit fortgeschritten, dass eine Rückzahlung weder jetzt noch in Zukunft durch die folgenden Generationen möglich ist. In Deutschland erwartet schon jetzt unser Kinder und Enkel übrigens ein Defizit von über 7 Billionen Euro in Deutschland, ohne weitere Kreditaufnahmen oder neue/größere Euro-Rettungsschirme. Deshalb läuft alles auf eine Währungsreform hinaus, der noch eine kräftige Inflation und der Abbau des Privatvermögens voraus gehen muss. An dieser Stelle verzichten wir darauf, die ausführlichen Erklärungen aus dem Internet zu dem Ablauf der deutschen Währungsreformen in der Weimarer Republik und bei der Gründung der Bundesrepublik abzuschreiben. Google, Yahoo, usw. sind da gerne behilflich. Das Ergebnis war immer gleich: Massiver Vermögensverlust (je nach Anlageform bis zu 90 %) hat es in jedem Fall geben.

So wird es wieder kommen. Diese Dinge folgen nun einmal immer einem bestimmten Schema.

Gerne können Sie noch die weitere Entwicklung der kommenden Wochen in der Euro-Zone und in den USA abwarten. Die Feiertage sollten Sie aber dazu nutzen, ihre Geldanlagen auf Schwachstellen zu überprüfen: Lebensversicherungen, Bausparverträge, Sparbücher, Festgeld, Riester-Renten, Bundesschatzbriefe gehören dazu.

In der Aufzählung fehlen Immobilien. Nicht, weil es besonders nützlich ist, Eigentümer von Haus/Wohnung u. ä. zu sein. Für die gibt es nämlich das „wunderbare“ Instrument der Zwangshypothek/des Lastenausgleichs. D. h. Eigentümern bezahlter/fast bezahlter Häuser/Wohnungen wurde eine Zwangsabgabe aufgebrummt, die dann über viele Jahre mit dem neuen Geld abgezahlt werden durfte. Sondern weil viele Haus- und Wohnungseigentümer aus wichtigen Gründen nicht verkaufen können oder wollen. Hier muss aber Vorsorge getroffen werden, damit die zu erwartende Zwangsabgabe nicht Existenz gefährdend wird.

Da sowohl als Deflations- wie als Inflationsschutz nur Gold oder Silber in Frage kommen, werden wir jede Woche unser Augenmerk auf die weitere Preisentwicklung richten.

Wobei wir nach wie vor Silber bevorzugen. Es ist günstig und als Währungsmetall (Schilling, D Mark, Reichsmark, Franken) noch in den Köpfen der Menschen. Außerdem im Verhältnis zum Gold größerer Wertzuwachs möglich. Vgl. hierzu unsere Ausführungen in der letzten Ausgabe.

Preiserwartung beim Silber für 2011 sehen wir bei 40 US-Dollar, aktuell liegt der Preis bei 28 US-Dollar. Der Spot-Preis (= unser Preis) liegt nachfrageabhängig zwischen 20 - 30 % darunter. Also immer noch beste Kaufgelegenheiten, die außerdem das Risiko einer Konsolidierung ausgleichen: 30 % Preisrückgang halten wir vorläufig für abwegig.

Wir werden auch in den nächsten Ausgaben auf die bestehenden konkreten Vermögensrisiken eingehen und versuchen, mit fundierten Ratschlägen zu helfen.