Montag, 3. Januar 2011

Wochenrückblick, Ausgabe 6, Kalenderwoche 01/2011

Mit diesem Rückblick starten wir in das neue Jahr 2011. Auch in diesem Jahr werden wir unsere Möglichkeiten ausschöpfen, um unseren Leserinnen und Lesern fundierte Informationen an die Hand zu geben, völlig unabhängig vom Mainstream und nur der Sachlichkeit verpflichtet.

Die Jahresvorausschau 2011 wird bis zum Wochenende fertig und unverzüglich versandt. Sie wird umfangreicher ausfallen, als ursprünglich angenommen. Für die dadurch entstandene Verzögerung bitten wir um Verständnis.

Jahresvorausschau und Wochenrückblicke ergänzen sich inhaltlich und deshalb macht es keinen Sinn, das Eine oder Andere wegzulassen.
Die Nachrichtenlage war in der vergangenen Woche wieder umfangreich, aber wirklich Neues gab es nicht.

Wir versuchen uns weiter kurz zu fassen. Trotzdem werden wir uns manchmal wiederholen, um Aussagen zu festigen.

Bei den Zahlenangaben verwenden wir die deutsche Zählweise.

Nach wie vor wird die Auswahl der Nachrichten von uns getroffen, wir sind aber überzeugt, dass wir nichts Wichtiges auslassen. Trotzdem gilt: Sollte ein Thema hier fehlen, aber unbedingt behandelt werden, so freuen wir uns über eine kurze Anregung.

Die folgenden Äußerungen geben unsere persönliche Bewertung wieder. Gerade deshalb legen wir großen Wert darauf, jede unserer Aussagen durch entsprechende Quellen belegen oder durch belastbare Indizien untermauern zu können. Sollte Bedarf bestehen, werden wir gerne die entsprechenden Informationen ergänzend zur Verfügung stellen. Email genügt.

Lesen Sie die folgenden Seiten bitte aufmerksam, sie werden sehr nützlich sein.


Finanzkrise:

Dazu war die Berichterstattung in den deutschen Medien nach wie vor sehr dürftig. Deshalb auch kein neuer Kommentar möglich. Wir verweisen hier nur sehr dringend auf unsere bisherigen Informationen in den Ausgaben 1 – 5.

Sehr empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang die schweizer Thematik in der letzten Ausgabe. Die Faktenlage ist absolut gesichert. Hier zeigt sich in einem „überschaubaren“ Markt, welche irrsinnigen Belastungen von der Politik eingegangen wurden, um die beiden größten Banken des Landes erst einmal zu stützen. Gerettet sind die dadurch nicht.
Nach unserer Auffassung müssen die Situationen in Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Belgien, usw., auf Grund dessen zwingend eine andere Bewertung erfahren, als die augenblicklich in der deutschen Öffentlichkeit herrschende.

Kerngesund, soweit man überhaupt diesen Begriff noch verwenden will, ist in Europa mittlerweile nur noch das kleine Luxemburg. So etwas wie der Fels in der Brandung. Bietet aber auch keine endgültige Sicherheit, wenn sonst alles kollabiert.

Deutschland jedenfalls wird von der weiteren Entwicklung früh erfasst. Nicht, weil es wegen seiner relativen wirtschaftlichen Stärke führend bei der Lösung der Euro-Krise sein wird, sondern weil in den vergangenen zehn Jahren unzählige politische Fehlentscheidungen getroffen wurden. Gravierend dabei: Die milliardenschwere Bankenrettung seit 2008.

Deutschland ist als Export-Nation abhängig vom Dollar. Deshalb fehlt der Mut, sich in Europa, besonders innerhalb der Euro-Zone, an die Spitze zu stellen und gegenüber den USA geeignete Maßnahmen zu fordern, die vielleicht noch eine minimale Chance böten, das Schlimmste zu verhindern. Stattdessen sieht die deutsche Regierung dabei zu, wie die USA gegen den Euro spekulieren (lassen), um von der eigenen schwachen Währung noch einige Zeit abzulenken. Die Wahrheit über den wertlosen Zustand des Dollars wird irgendwann offen liegen und dann wird eine Entwicklung einsetzen, die, so befürchten wir, alle bisherigen Finanz- und Wirtschaftskrisen in den Schatten stellt.

Die USA haben in den vergangenen 30 Jahren ihre Staatsschulden von knapp 1 Billion (Stand am 30.09.1980: USD 907.000.000.000) auf 14 Billionen Dollar erhöht (Stand am 28.12.2010: USD 13.877.230.355.933), die weitere Zunahme in den kommenden Jahre scheint apokalyptische Ausmaße anzunehmen. Täglich steigt die US-Staatsverschuldung um 4 Mrd. USD. Lt. einem Bericht des US-Finanzministeriums an den Kongress beläuft sich die Staatsverschuldung in 2015 auf USD 19,6 Billionen. Es muss davon ausgegangen werden, dass dieser Bericht die günstigste wirtschaftliche Entwicklung für die nächsten 4 Jahre angenommen hat, die aber absolut nicht erwartet werden kann. Heute schon schuldet jede amerikanische Familie dem „Klassenfeind“ China über USD 10.000. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Die USA brauchen für die eben geschilderte Schuldenaufnahme so lange wie möglich das unbedingte Vertrauen der übrigen Welt in den Dollar als Leitwährung. Deshalb die Angriffe auf den Euro, die Kritik an der Währungspolitik Chinas, die unterschwelligen Kriegsdrohungen gegen den Iran. Außerdem natürlich die besten Ratings der großen drei Agenturen, die auf der anderen Seite die PIIGS-Staaten, trotz weitestgehender Sparmaßnahmen und Zugeständnisse, gnadenlos herunter stufen. Das ist ein astreiner Währungskrieg, über den von den Medien einfach nicht berichtet wird.

Die Bosse in den USA wissen sehr wohl, so glauben wir wenigstens, wo die Reise hingeht. Sie wissen aber auch, dass es keinen Weg zurück gibt, keine Exit-Strategie der US-Notenbank, keine politischen Lösungen. Danach handeln sie.

Europa, und mittendrin Deutschland, wird sehr schmerzhaft lernen, dass es wichtig gewesen wäre, in den 1980er Jahren, nicht nur den Euro, sondern mehr noch die politische Union voran zu bringen. Eine starke politische Union wäre heute, anders wie die Euro-Zone, nicht durch Spekulation angreifbar. Wer sich noch ein wenig in der damaligen Politik auskennt weiß, dass die USA viel dafür getan haben, dass die damaligen EG-Länder keine politische Union erschufen.


USA:

Es gab gute Nachrichten aus dem Land der unbegrenzten (Statistik-) Möglichkeiten: Sinkende Arbeitslosenquote, steigender Konsum (im Weihnachtsgeschäft), 103.000 neue Jobs, Ford, GM und Chrysler fühlen sich fit, die Ökonomen – natürlich allen voran die von Goldman Sachs - überbieten sich mit positiven Prognosen für die kommenden Jahre.

Hier nun ein Blick auf die Wirklichkeit: Das US-Landwirtschaftsministerium berichtete für den Monat Oktober 2010 von einem neuen Allzeithoch bei den „Food Stamps“: 43.200.878 US-Bürger bezogen Lebensmittel aus dem staatlichen Lebensmittelprogramm SNAP. Ein Anstieg zum Vorjahresmonat Oktober 2009 von 5,5 Mio. bedürftigen Menschen. Im Vergleich zum Januar 2006 mittlerweile ein Anstieg von 16,7 Mio. Menschen. Unglaublich aber wahr.

Die sinkende Arbeitslosenquote im November von 9,8 % auf 9,4 % ist statistische Trickserei. Sehr viel aussagekräftiger ist stattdessen die Erwerbsquote, die ein neues Tief markierte. Die betrug im Dezember 2010 ganze 64,3 % der arbeitsfähigen Gesamtbevölkerung ab 16 Jahre, der tiefste Stand seit April 1984. Um 434.000 ist die Zahl der Arbeitskräfte gegenüber dem Vormonat gestiegen, die erwerbsfähig sind, aber keine Arbeit finden. Im Dezember 2010 gab es für insgesamt 85,2 Mio. Erwerbsfähige keine Arbeit.

Ford und GM haben sich mit Steuergeldern und aus den Töpfen der US-Notenbank bedient und zeigten sich auf der Detroiter Autoshow fast in alter Stärke. Warten wir noch einige Monate ab, ob die vollmundigen Prognosen tatsächlich Wirklichkeit werden. Chrysler, geführt von Fiat, hinkt hier etwas hinterher, da nicht die gleichen finanziellen Hilfen gewährt wurden wie bei den beiden anderen. Trotzdem wurden auch von Chrysler in Detroit neue Modelle vorgestellt und Zuversicht ausgestrahlt. Wir teilen diese Zuversicht nicht. Übrigens auch nicht die Zuversicht der deutschen Autohersteller, die für den amerikanischen Markt in den nächsten Jahren mit hohen Zuwachsraten rechnen. So will VW in den USA Toyota die Marktführerschaft abnehmen. Lassen wir uns doch überraschen.

Die US-Einzelhändler geben keine verlässlichen Zahlen über die Umsätze heraus. So lässt sich gut mit Annahmen hantieren und steigendes Verbrauchervertrauen suggerieren, wo absolut kein Vertrauen ist. Unsere amerikanischen Quellen wissen es besser. Vielmehr greift die Depression weiter um sich und erreicht jetzt auch das „schwarze Amerika“.

Die Prognosen der Ökonomen, ganz besonders die von Goldman Sachs, werden sich als Null-Summen-Spiel erweisen. Auch hierzu sind unsere amerikanischen Quellen glaubhafter, die diese Prognosen mit DEM uramerikanischen Schimpfwort belegen, was wir hier aber nicht wiedergeben wollen.

Problematisch ist auch, dass die politischen Kräfte zu Kompromissen nicht fähig sind, um den Menschen eine neue Perspektive zu geben. In einer Umfrage haben jüngst 29 % der Amerikaner angegeben, nicht genügend Essen kaufen zu können und 48 % haben Schwierigkeiten, ihre Strom- und Heizkosten zu bezahlen.


China:

Unser Topp-Thema hier: Milliarden-Hilfen für die europäischen Krisenstaaten Portugal, Spanien und Italien. Ach so, Ungarn nicht zu vergessen. China kauft verdeckt (in Portugal) oder offen Staatsanleihen der betroffenen Länder. Die Antwort der EU: Portugal soll unverzüglich unter den Rettungsschirm. Tatsächlich haben die 27 EU-Staaten aber keine Antwort auf diese Maßnahmen Chinas. Nicht mehr lange und China nimmt maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Wirtschaftspolitik der EU. Luxemburgs Ministerpräsident Juncker hat das wohl als einer der Ersten erkannt und wollte gegensteuern. Das Ergebnis ist bekannt. Einen ersten Erfolg hat China übrigens schon erzielt: Das jahrelange Waffen-Embargo der EU wird kurzfristig, wir erwarten schon in 2011, fallen. Wodurch Deutschland, als weltweit drittgrößter Rüstungsexporteur, zu neuen Milliardenaufträgen kommen wird.

Ansonsten ist China immer noch in der ganzen Welt auf Einkaufstour. Die riesigen Dollar-Bestände müssen schliesslich nützlich investiert werden. Übrigens: In Kreisen der schweizer Unternehmerschaft hat China aktuell die Regierung mit der höchsten Wirtschaftskompetenz auf der Welt. Diese Einschätzung hat uns sehr nachdenklich gemacht.


Europa:

Die Euro-Krise schwelte auch über die Feiertage weiter. Portugal und Spanien unter Druck. China hilft. Belgien gerät langsam ins Fadenkreuz der Spekulanten. Die Wenigsten werden wissen, dass Belgien schon seit Monaten keine funktionierende Regierung mehr hat. Flamen und Wallonen sind sich mittlerweile spinnefeind. Pessimisten in Belgien glauben, dass es hier in absehbarer Zeit zu einem offen Bruch kommen wird. Als ob Europa nicht schon genug Probleme hat. Wir sind davon überzeugt, dass es bei einer ausgeprägten politischen Union Europas zu einer solchen Eskalation nie gekommen wäre. Die Geschichte Belgiens ist eben auch nicht frei von Spannungen gewesen.

Es wird immer offensichtlicher: Griechenland, Irland, Portugal sparen sich kaputt. Zu Lasten ihrer Bevölkerungen. Die Ratings wurden trotzdem auf Ramschniveau herab gestuft. Der Rettungsschirm ist absehbar. Die Folgen auch.

Die Ökonomen streiten über die Ursachen und die richtigen Maßnahmen. So vergeht die Zeit und neue Länder kommen dazu.

Trotz aller europaweiten Widrigkeiten meldet Großbritannien ein Comeback der Industrie. Wir fragen uns, welcher Industrie? Es gibt in Großbritannien keine nennenswerte Industrie, die auch noch irgendetwas exportieren kann. Der Industriesektor ist so klein, da wirken einige zusätzliche Flugzeugmotoren von Rolls Royce für Airbus schon als zweistellige Zuwachsrate. Obwohl damit nur die früher fehlerhaft gelieferten Triebwerke ausgetauscht werden. So funktioniert heute Wirtschaftswachstum. Ok, wir haben es ein klein wenig überspitzt formuliert, aber wirklich nur ein klein wenig.

Die deutschen Star-Ökonomen, wie immer allen voran H. W. Sinn vom Ifo-Institut aus München, werden für uns so langsam zur Obsession. Mal soll Deutschland aus der EWU austreten, dann soll ein Nord-Euro her, dann soll die D-Mark II eingeführt werden. Die Herren zeigen uns damit nur ihre erstaunliche Fähigkeit, ihre Ahnungslosigkeit über die Zusammenhänge und ihre pseudo-wissenschaftlichen Ansätze als allgemeingültige Thesen in die Öffentlichkeit zu bringen, die nur endlich von der Politik umgesetzt werden müssten. Wir wollen diesen Herren wirklich nicht zu nahe treten, aber für uns sind sie nichts als Teil eines „Euro-Zirkus“, die uns, ähnlich wie der Dompteur die Bären in der Manege, an der Nase herum führen. Und ihr Geld lieber mit Talk-Shows statt mit der Entwicklung richtiger Lösungen verdienen. Die wir meinen sind Show-Men, allesamt.


Deutschland:

Es hagelte regelrecht gute Nachrichten für Deutschland: Konsumfreude der Bevölkerung, mehr Zuversicht wegen der guten Arbeitslosenzahlen, Jobwunder in der Industrie weil 70.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, mindestens 5 Jahre Wirtschaftswunder, Lohnerhöhungen wurden in Aussicht gestellt, genauso Steuersenkungen von der FDP, die deutschen Autohersteller jubeln über die erwarteten Absatzsteigerungen für die nächsten Jahre in den USA, den Schwellenländern und China, Exportquoten wie lange nicht mehr, usw. Sogar der DGB hält eine Vollbeschäftigung für möglich.

So viele gute Nachrichten haben uns misstrauisch gemacht und wir sind der Belastbarkeit dieser Aussagen auf den Grund gegangen.

Die Aussagen zum Konsumklima speisen sich aus dem GfK-Konsumklimaindex des Ifo-Instituts und der ist nur ein Stimmungsindikator. Die Einzelhandelsumsätze bewegen sich tatsächlich unter dem Niveau von 2001.

Zu den Arbeitslosenzahlen bitte Ausgabe 1 lesen. Was wir dort geschrieben haben stimmt immer noch.

Das Jobwunder in der Industrie mit 70.000 neuen Arbeitsplätzen ist erst einmal nur eine der vielen Absichtserklärungen. Neu geschaffene Arbeitsplätze werden hauptsächlich im Bereich Zeitarbeit entstehen. Diese Branche rechnet für 2011 mit weiteren Zuwächsen.

Die Aussagen zum Wirtschaftswunder blenden die weiter schwelende Finanzkrise völlig aus. Vielmehr wurden die günstigen Auftragszahlen aus dem November 2010 (u. a. hat Airbus einen größeren Auftrag erhalten) einfach hochgerechnet. Schon im Dezember 2010 ist jedoch ein Rückgang zu verzeichnen, was einfach unterschlagen wurde. Die Aufträge aus China helfen da nicht wirklich weiter, da deren Nachhaltigkeit noch nicht klar ersichtlich ist.

Nennenswerte Lohnerhöhungen wird es nicht geben, die Arbeitgeber mauern bereits. Ebenso keine Steuererleichterungen. Es ist bereits Wahlkampf, mit allen übl(ich)en Versprechungen.

Die deutschen Autohersteller, eine Quelle guter Nachrichten. Nehmen wir an, die guten Prognosen treffen weit gehend zu, dann wäre aber abzuwarten, wie viel davon in Deutschland ankommt. Längst sind die deutschen Autokonzerne global aufgestellt und produzieren in Marktnähe.

Viel „BIP, BIP, hurra“ und 7 Landtagswahlen später sehen wir die Wirklichkeit wieder.


Rohstoffe und Krisenvorsorge:

Es ist offensichtlich: Lebensversicherungen sind keine Altersversorgung mehr. Nach der FAZ haben dieses Thema eigentlich alle Medien aufgegriffen und kommen mehr oder weniger deutlich zu diesem Ergebnis. Wir haben dem nichts hinzuzufügen. Wer noch Lebensversicherungen „unterhält“ sollte die Sinnhaftigkeit prüfen, gerne sind wir dabei behilflich.

Gold und Silber haben erst einmal den Rückwärtsgang eingelegt. Eine völlig normale Reaktion, nach den Steigerungen des vergangenen Jahres. Die einschlägigen Medien warnen natürlich schon vor einem möglichen massiven Preisrückgang, da ja die Finanzkrise zu Ende sei und das Verbrauchervertrauen zurückkomme. Weit gefehlt. Wir rechnen nämlich, ohne davon Herzklopfen zu bekommen, mit Seitwärtsbewegungen in den nächsten Wochen, mehr nicht. Das sind dann neue Kaufgelegenheiten. Ansonsten halten wir an unseren bisherigen Kurszielen für 2011 fest (vgl. Ausgabe 3).

Übrigens wissen wir zuverlässig, dass die Big-5 der US-Banken und China die Preise immer noch manipulieren. Was uns nicht beunruhigt. Irgendwann ist jede Manipulation vorbei und dann gelten nur noch Fakten, Fakten, Fakten.

So ein Fakt ist z. B., dass in Amerika viele Menschen Schmuck und Silber verkaufen, damit sie ihre Lebenshaltung bestreiten zu können. Was ist, wenn sich dieser Markt dreht, weil die Öffentlichkeit wahrnimmt, dass diejenigen Analysten Recht behalten haben, die schon früh vor einer Fortsetzung der Krise warnten? Wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist werden auch die braven Bürger damit aufhören, weiter ihre Häuser abzuzahlen, sondern stattdessen wird in den USA ein Run auf Gold und Silber in jeder Form einsetzen. Leider werden dann noch einmal viele ihre letzten Ersparnisse verlieren, die dann – in Ermangelung physischer Ware – ihr Heil im Kauf von Zertifikaten auf Gold und Silber suchen. Warum? Ganz einfach: Diese Zertifikate sollen angeblich durch physische Ware gedeckt sein, sind sie aber nicht. Vielmehr sind die Bestände aller Banken schon heute mindestens 10fach überzeichnet.

Diese Zertifikate werden aber, auch von deutschen Banken, immer noch ausdrücklich als Krisenvorsorge beworben. Unbedingt Finger weg.

Finger weg auch von Beton-Gold, den Immobilien. Keine echte Alternative zu Gold und Silber. Wer das Bedürfnis nach Grund und Boden hat, der sollte sich mit gleich Gesinnten zusammentun und in Bauernland investieren. Die Banken tun es schon längst. Wir sind uns sicher, dass der Dioxin-Skandal die Ernährungsgewohnheiten langsam aber sicher verändern wird. Werden wir noch vertiefen.