Sonntag, 17. Juli 2011

Standpunkt, Ausgabe 29 - US-Banken-Milliarden


US-Banken wieder mit Milliarden-Gewinnen

Amerika geht am Stock, die Wall Street feiert“ wäre eine passende Überschrift. Statt dessen titelt das MANAGER MAGAZIN „Citigroup hakt Krisenjahre ab“ oder „JP Morgan schafft Milliardengewinn“. Satte 5,4 Milliarden US-Dollar alleine im 2. Quartal 2011 werden für den US-Branchenprimus genannt, bei der Citigroup sind es immerhin noch 3,3 Milliarden US-Dollar. Nette Sümmchen wenn man bedenkt, wie die US-Steuerzahler für die Banken bluten müssen. Ohne Staatshilfe hätte Citigroup die Krise von 2008 nie überlebt. Ob es dauerhaft gelingt steht in den Sternen.

Sicher ist aber schon eins: Die Gewinne sind generiert aus den massigen Liquiditätsschüben der US-Notenbank, eingesetzt im Welt-Finanz-Casino, aus den Spekulationen im Währungskrieg gegen den Euro, oder aus den gesetzeswidrigen Bilanzmanipulationen, nach wie vor geduldet von der Regierung und den Aufsichtsbehörden. Diese Manipulationen machen es auch möglich, dass z. B. die Citigroup behaupten darf, der Staat habe sich bei ihr im vergangenen Dezember komplett zurückgezogen.

Diese US-Banken, genauso wie alle anderen Banken dort und im Rest der Welt, die Notenbanken eingeschlossen, haben Billionen-Positionen an Scheinvermögen in ihren Bilanzen, die früher oder später auch als Schein entlarvt werden und sich im Nichts auflösen. Dann haben wir die von uns in Ausgabe No. 18 angekündigte Mega-Krise, besser dann aber als Finanz-Kollaps beschrieben.

Aktuell blamiert sich US-Präsident Obama, Friedensnobelpreisträger ohne wenigstens eine preiswürdige Leistung, bei dem Versuch, seine Schuldenmacherei neu zu legalisieren. Alles im besten Sinne seines Wahlkampfmottos „YES WE CAN!“ Die Fairness gebietet uns den Hinweis, dass seine politischen Kontrahenten, die Republikaner - angeführt von der ultra-konservativen „Tea Party“-Bewegung – tatkräftig mithelfen, Amerika – god’s own country – nachhaltig zu ruinieren. US-Analysten sprechen in diesem Zusammenhang bereits von einem Dritte-Welt-Land. Die Welt schaut entsetzt zu, was soll sie auch sonst machen, schliesslich weiss Amerika alles besser.