Freitag, 5. August 2011

Standpunkt, Ausgabe 41 - Aktienkurse


Weltweit brechen die Kurse ein – der Anfang vom Ende?
  
Die Antwort gleich zuerst: Nein, nur eine neue Inszenierung im weltweiten Kampf um die Hoheit an den Finanzmärkten.

Wir glauben noch nicht daran, dass gerade jetzt der große Ausverkauf an den Börsen begonnen hat. Viele sehen für den Herbst 2011 dieses Szenario voraus, teilweise sogar mit sehr einleuchtenden Argumenten. Grundsätzlich sind wir der gleichen Auffassung, halten aber die zeitliche Abfolge für verfrüht. Korrigieren diese Auffassung aber sofort, wenn sich die Zeichen neu deuten lassen. Wie gesagt, noch ist es nicht soweit.

Zur Erinnerung: Schon seit Monaten trommeln wir dafür, sich von allen Kapitalanlagen zu trennen, die in absehbarer Zeit zwangsläufig unter die Räder kommen werden. Aktien gehören natürlich prioritär dazu. Wer als Privatanleger noch an den Börsen investiert ist, gehört zu einer kopflosen Masse, die leider ihr Glück – soweit sie Gewinn gemacht haben – mit Können verwechseln. Denen ist nicht zu helfen.

Die Deutungen der Kurseinbrüche sind vielschichtig. Daran beteiligen wir uns nicht. Für uns gibt es nur einen stichhaltigen Grund für diese Kursrückgänge: Die US-Notenbank benötigt dringend Handlungsspielraum für neue Konjunkturmaßnahmen und den weiteren Ankauf von US-Staatsanleihen. Dieser Spielraum war schlagartig weg, als Obama den Kompromiss mit den Tea Party-gesteuerten Republikanern eingegangen ist. Dieser Zustand konnte nicht lange Bestand haben. Die Reaktion sehen wir jetzt. Die FED kann wieder eingreifen und hat dafür allerbeste Gründe. Voilà, QE3 und was sonst noch geplant ist wird kommen.