Montag, 19. September 2011

Standpunkt 73 - Griechenland-Krise


TELEPOLIS: „Krisenmythos Griechenland“


Die Diskussion über die Euro-Krise, festgemacht an Griechenland, ist nur noch grotesk. Die fanatischen Anti-Euro-Neurotiker verseuchen das Land mit ihren Parolen, bevölkern mit ihren “Copy & Paste”-Kommentaren die Foren und trommeln wie weiland Goebbels für ihre Sache.

Dagegen sind die Euro-Befürworter, gleichzeitg auch Anhänger der Europäischen Gemeinschaft, vollständig ins Hintertreffen geraten. Sie argumentieren sachlich, mit Fakten soweit vorhanden, oder wenigstens mit starken Indizien für ihre Meinung und natürlich weniger laut wie die Gegenseite.

“Optisch” deshalb Vorteil für die Euro-Gegner. die besseren Argumente liegen aber klar bei den Befürworter.

Eine sachliche Auseinandersetzung ist zwischen den beiden Lagern nicht möglich, nach unserer Beobachtung von den Anti-Euro-Fanatikern auch garnicht gewollt. Stammtisch-Hoheit ist für sie das Gebot der Stunde. Eine vernünftige Ursachenbewertung oder gar Lösungsvorschläge die der Tragweite der Probleme Rechnung tragen: Völlige Fehlanzeige. Nachgeplappert werden hauptsächlich die Thesen und Theorien der deutschen National-Ökonomen, die sind agitatorisch und kleinkariert.

Sehr hilfreich kann es dann sein, (noch) einmal in einer Analyse zu lesen, die schon vor mehr als einem Jahr, nämlich im Mai 2010, bei Heise-Telepolis erschienen ist und sich ausführlich mit den Problemen rund um Griechenland beschäftigt. Der Autor, Tomasz Konicz, hat eine umfangreiche Bewertung vorgenommen, diese ausführlich mit Schaubildern unterlegt und reichlich Quellen aufgeboten. In unserem Archiv füllt das ganze Werk 24 Seiten. Aus diesem Grund haben wir hier nur den Link hinterlegt:


Der Artikel erklärt am Beispiel Griechenlands auch sehr viel über die schwelende Finanzkrise und ihre Ursachen.

Jedenfalls eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich noch eine eigene Meinung bilden oder sich überhaupt erst jetzt mit der Thematik beschäftigen.