Mittwoch, 9. November 2011

Standpunkt 94 - Amerika's Armut


ZEIT ONLINE: „Mein armes Amerika“

Von Jana Simon


Ein dickes Fell schützt uns mittlerweile vor den unzähligen Kritiken an unserer Meinung zur Situation in den USA und Amerikas Verantwortung für die sich weiter verschärfende “Finanzkrise 2008”. Die wird früher (sagen die einen) oder später (sagen wir) in einem Finanz-Kollaps enden. Wir treffen diese Unterscheidung aus gutem Grund: Eine Krise ist etwas, was bewältigt werden kann. Ein Kollaps nicht. Das ist unsere eiserne Überzeugung.

Aber zum Thema. Wir bleiben dabei: Amerika ist am Ende, politisch und wirtschaftlich. Besserung ist nicht in Sicht. Niemand hat einen Plan. Kein Politiker, kein Ökonom, kein Wirtschaftsboss ist in Sicht, der mit zündenden Ideen diesem Land wieder neues Leben einhaucht. Alle lügen die Dinge nur noch schön. Dafür gibt es dann den Friedensnobelpreis oder auch den Nobelpreis für Ökonomie, usw. Schein statt Sein.

Diese amerikanischen Verhältnisse finden in Deutschland immer noch keine Beachtung. Vielleicht will man hier aber auch gar nicht wissen, was für ein Ende der Mythos vom “american way of life” nimmt. Schliesslich besteht längst die Gefahr, dass diese Entwicklung demnächst doch noch in Europa, also auch in Deutschland, ankommt. Da gilt es, nur lange genug die Augen zu verschliessen, statt sich früh mit dieser Wirklichkeit auseinander zu setzen.

Einer Wirklichkeit, der die ZEIT am 27.10.2011 in einem Artikel am Beispiel von Los Angeles auf den Grund geht.  Dafür geben wir eine dringende Leseempfehlung und haben deshalb den Link zu dem Bericht hier hinterlegt:


Wer sich hier durchgearbeitet hat, sollte danach ohne Illusionen sein über Amerikas inneren Zustand. Die ehemalige Supermacht geht in einem schleichenden, langwierigen Prozess vor die Hunde. Leider. Wir fürchten uns davor. Mit China als neuer Weltmacht sind wir nicht glücklich. Wir wünschen uns ein starkes Europa. Bisher erfolglos. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.