Montag, 12. März 2012

Standpunkt 187 - Deutschlands Triple-A (5)


Deutschlands Triple-A Downgrade wird regelrecht zelebriert – Nachtrag 5

 Wir bleiben dabei: Es dauert nur noch Wochen, keine Monate, bis das deutsche Triple-A der Vergangenheit angehört. Schon hört niemand mehr zu, wenn immer neue Herabstufungen von den Ratingagenturen S&P, Moody’s oder Fitch vorgenommen werden. Anders als Europa sind die sich nämlich darin einig, wie ihre Show weitergeht. Die Agenturen greifen auf breiter Front an. Nicht nur die Staaten und Banken, auch Industriekonzerne und Versicherungsgesellschaften stehen in Europa unter dem Druck einer drohenden “Abwertung”.

So ist es nur noch eine Marginalie, daß Fitch Griechenland wegen des Schuldenschnitts vor wenigen Tagen für zahlungsunfähig erklärt hat. Die Spekulanten, nach wie vor mit dem Begriff “Märkte” verschönert, nehmen jedenfalls keine Notiz davon. Die wetzen ihre Messer schon für das nächste Opfer Portugal.

Genau jenes Portugal, dem EU/IWF und einige europäische Spitzenpolitiker schon seit Wochen Erfolge im Kampf gegen die Krise andichten. Die Wirklichkeit sieht anders aus, wie die Entwicklung der Wirtschaftsleistung, der Arbeitslosenquote, der nachlassenden Konsumneigung und der unverminderte Anstieg der Staatsschulden glasklar zeigen. Das Schicksal des Landes ist schon lange besiegelt. China ist übrigens gerade sehr erfolgreich damit beschäftigt, sich die Filetstücke der portugiesischen Privatisierungsbemühungen unter den Nagel zu reißen.

Die akutellen Ratings der wichtigsten europäischen Staaten hat “zerohedge.com” sehr übersichtlich in einer Grafik zusammengefaßt: 

 
Entgegen der weit verbreiteten Meinung sind wir nach wie vor der Auffassung, daß die Ratings (macht)politisch motiviert sind und einzig und allein amerikanischen Interessen folgen. Nachdem jetzt China damit begonnen hat, seinerseits Druck auf den US-Dollar auszuüben, wird/muß sich der Druck auf Europa noch einmal verschärfen.

Einzelheiten zu den “Triple-A-Märchen” finden Sie hier: