Mittwoch, 27. Juni 2012

Standpunkt 284 - Nachrichten-Ticker, 26.06.


Hier stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge des vergangenen Tages aus dem Internet zusammen, die wir kurz kommentieren oder ergänzen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...


Oberster Bankenlobbyist warnt USA vor Spekulationsattacken
(ftd.de) Den USA drohen spekulative Attacken, sollten die Investoren von ihrem derzeitigen Ziel Europa ablassen - das sagt kein Geringerer als der Cheflobbyist des globalen Bankenverbands IIF. Charles Dallara scheidet bald aus dem Amt und nimmt deshalb kein Blatt vor den Mund. Weiterlesen…

Kommentar: Das wäre ein Ding, wenn die Spekulanten demnächst die USA angreifen. Dann würde sich rächen, dass Barack Obama bei der beabsichtigten Bankenregulierung viel heiße Luft bewegt, aber nie ernsthaft die Umsetzung der fertigen Vorschläge von Dodd-Frank oder Volcker betrieben hat. Obama hatte es auch in der Hand, die kriminellen Machenschaften der Finanzkonzerne im Zusammenhang mit den Ursachen der Finanzkrise 2007/08 durch ernsthafte Strafverfahren gegen die Verantwortlichen juristisch aufarbeiten zu lassen. Einzelheiten dazu gibt es in unserem Beitrag „Bail not Jail“ (hier). Absolut lesenswert, klärt mit Hilfe des Amerikaners Simon Johnson ein paar Zusammenhänge.        


Ratingzwerg stuft Deutschlands Bonität herab
(handelsblatt.com) Die Ratingagentur Egan-Jones hat Deutschlands Bonitätsnote von AA- auf A+ herabgesetzt. Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone hätte schwere Folgen, urteilt die Agentur. Weiterlesen...

Kommentar: Es ist nur die kleinste der US-Ratingagenturen. Ihre Besonderheit: Sie nimmt die Entwicklung bei den großen 3 regelmäßig vorweg. Sehr schön bei den Ratings der vergangenen Monate zu beobachten. Quasi die Vorhut. Auffällig auch, dass die Gründe für die Herabstufungen sehr viel weniger den Eindruck politischer Ratings vermitteln (hier). Für uns deshalb die einzige wirklich seriöse amerikanische Ratingagentur.  


USA erhöhen Druck auf Europa in der Schuldenkrise
(welt.de) Deutliche Worte aus den USA: Europa fehlten noch viele Details für einen Weg aus der Krise, so die Kritik. Von Griechenland verlangt Obama eine enge Zusammenarbeit mit den internationalen Geldgebern. Weiterlesen...

Kommentar: Was die USA hier verlangen ist eine größere Einflussnahme für sich auf die europäischen Entscheidungen. Für uns eine unerträgliche Vorstellung. Gerade weil wir der festen Überzeugung sind, dass die Wall Street Verursacher und Antreiber der Krise in Europa ist. Für uns ist das ein Währungskrieg.     


US-Banken greifen nach europäischen Schnäppchen
(welt.de) Sie sind auf auf der Suche nach einem günstigen Geschäft: US-Banken kaufen derzeit Kreditportfolios von ihren europäischen Konkurrenten – weil diese dringend Kapital für ihre Bilanzen brauchen. Weiterlesen...

Kommentar: Na also, die Aasgeier kommen schon, bevor die Beute endgültig erlegt ist. Schon vor Monaten haben wir auf die riesigen Liquiditätsbestände der US-Konzerne hingewiesen. Die angeblichen Konjunkturprogramme der Regierung/FED dienten nur einem Zweck: Zaster für das weltweite Spiel-Casino der Banken bereitzustellen. Manch einer in Europa wird sich noch die Augen wundreiben, wenn die Hintergründe der Spekulationen auf den Tisch kommen. Unsere LeserInnen jedenfalls wissen da über viele Dinge schon lange Bescheid.   


Der Dollar wird sterben
(derStandard.at) Die USA mahnen Europa mit zunehmender Intensität zur Eile bei der Eurorettung, dabei sehen manche nicht ganz so beachtet die Dollar-Dämmerung heraufziehen. Weiterlesen...

Kommentar: Noch eine andere Stimme zu den beängstigenden Schwierigkeiten der USA. Der Dollar verliert rapide an Bedeutung. Die Schwächung des Euro, der bereits auf dem Weg einer starken Welt-Reservewährung war bevor ihn die Amerikaner aufs Korn genommen haben, wird dessen Zerfall nicht aufhalten, nur verzögern. Das haben die Chinesen schon 2009 richtig erkannt. Eine wunderbar akademische Aussage zum Thema liefert die Schweizer Währungsexpertin Myret Zaki: “Die US-Wirtschaft ist technisch bankrott.” Für sie ist der Greenback auf dem Weg “von der Leitwährung zur größten Spekulationsblase der Geschichte”. Auch sehr schön: “Die größte Volkswirtschaft der Welt ist eine große illusion. Um 14.000 Milliarden Dollar Volkseinkommen zu generieren, erwirtschaften die USA mehr als 50.000 Milliarden Gesamtschulden, deren Verzinsung allein jährlich 4.000 Milliarden Dollar kostet.” Seit 1913, der Gründung der US-Notenbank, wurde der Dollar ständig abgewertet und hat 97% an Wert verloren. Wer im Vergleich dazu die Euro-Zone für schwach und unbedeutend hält, und die Staatsschuldenkrise in Europa für hausgemacht, der hat keine Ahnung oder, sorry, nicht mehr alle Tassen im Schrank.        


Der Euro ist die beste Währung für Europa
(sueddeutsche.de) Der Euro steht am Abgrund. Aber ist diese Währung überhaupt die beste? Die ehrliche Antwort darauf lautet: ja. Beim EU-Gipfel am Donnerstag müssen Europas Politiker den Steuerzahlern endlich jene Frage zumuten, die sie ihnen zu lange nicht gestellt haben: Wie viel bist du bereit, für den Erhalt der Währung zu zahlen? Weiterlesen...

Kommentar: Die Kernaussagen stimmen, nur die Schlussfolgerungen sind falsch. Die EZB ist kein Krisen-Retter, sie ist ein klassischer Bankenretter, nur in dieser Rolle sieht sie sich. Diese Haltung vertritt, bestens maskiert, auch die Bundesbank. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf unseren Beitrag “Die Bundesbank: Hüter der Stabilität oder des Finanzkapitals?”, basierend auf einer Untersuchung des österreichischen Ökonomen Stephan Schulmeister aus 1997 (hier). Der tadellose Ruf der Bundesbank ist kaum gerechtfertigt.


Weidmann tadelt “politisches Nicht-Handeln”
(welt.de) Der Bundesbank-Präsident warnt vor einer raschen Einführung einer Bankenunion, dazu müssten die EU-Verträge geändert werden. Weidmann zweifelt, ob Staaten zu diesem Souveränitätsverzicht bereit wären. Weiterlesen...

Kommentar: Geschicht, geschickt, der Herr Bundesbank-Präsident. Ein Meister der Augenwischerei. Es ist ihm längst klar, dass die Verträge dringend geändert werden müssen. Nur wird dann die Bundesbank zwangsläufig an Einfluss verlieren, was dort nicht akzeptabel ist. Leider verhindern EZB und die Notenbanken, allen voran die Bundesbank, auch nicht immer deckungsgleich, mit ihrer unnachgiebigen Haltung jeden vernünftigen Lösungsansatz.    


Merkel verschärft Ton: EU-Pläne „wirtschaftlich falsch und kontraproduktiv“
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Bundeskanzlerin Merkel hält Eurobonds, Eurobills und einen europäischen Einlagensicherungsfonds für falsch. Die Staaten sollten sich auf Strukturreformen konzentrieren. Damit weist Merkel die EU-Granden in die Schranken, die hinter den Kulissen an einer weitgehenden Haftungsunion für Europa basteln. Weiterlesen…

Kommentar: Merkel wird in die europäische Geschichte eingehen. Als erfolgloser Versuch, unter deutscher Anleitung die größte europäische Krise zu bewältigen. Wer berät bloß die Kanzlerin? Ein Freund kann es nicht sein.  


„Keine Euro-Bonds, solange ich lebe“
(spiegel.de) Deutlich wie nie hat sich die Kanzlerin gegen Euro-Bonds oder vergleichbare Projekte ausgesprochen. Es werde in der europäischen Schuldenkrise keine gemeinsame Haftung geben, "solange ich lebe", sagte Angela Merkel vor der FDP-Fraktion. Damit lehnt sie entsprechende Pläne der EU-Chefstrategen kategorisch ab. Weiterlesen…

Kommentar: „Madame Non“ gibt sich die Ehre. Sehr zur Freude der Euro-Gegner. Sie zeigt Nerven. Unter diesen Umständen wünschen wir uns ihren Rücktritt, um weiteren Schaden von Deutschland und Europa abzuwenden. Die Kanzlerin ist nicht fähig klar zu denken, die bisherigen Fehler bei den Krisenbewältigungsversuchen zu korrigieren und notwendige Maßnahmen einzuleiten, zu denen möglicherweise in Zukunft auch Euro-Bonds gehören könnten, aber nicht zwangsläufig müssen. Sie jedoch kategorisch auszuschließen, zeugt von völliger Ahnungslosigkeit über Ursache und Wirkung der europäischen Krise. Angie I., Kaiserin von Europa (hier), muss abdanken.


George Soros: „Deutschland wird gehasst werden“
(spiegel.de) Vor dem EU-Gipfel wächst der Druck auf Europas Regierungen. Der Investor George Soros gibt ihnen nur noch kurze Zeit, um die Währungsunion zu retten. Im Interview erklärt er, wie sich Deutschland zur verhassten Imperialmacht entwickelt - und warum ein Ausstieg aus dem Euro extrem teuer würde. Weiterlesen…

Kommentar: Man kann vom Spekulanten Soros halten was man will, viele Dinge sieht er klar und er findet deutliche Wort. So auch in diesem Interview.  


Niederlande wenden sich vom Defizitziel ab
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Der noch amtierende Ministerpräsident will bei einer Wiederwahl einige der wichtigsten Maßnahmen aus dem Sparpaket zurücknehmen. Er fürchtet um die Macht seiner Partei. Damit steht das Erreichen des Defizitziels auf dem Spiel. Das birgt Konflikte mit Brüssel. Weiterlesen…

Kommentar: Hollands Hütte brennt, und das nicht wegen des schlechten Abschneidens der Fußball-Nationalmannschaft. Scheinbar kommen die Holländer zu sich und erkennen die Nutzlosigkeit ihrer überzogenen Sparanstrengungen. „Financial Times Deutschland“ titelt „Hollands Wähler sind des Sparens müde“ (hier), „weil der Sparkurs nirgendwo in Europa funktioniert. Deutschland könnte einen wichtigen Verbündeten für seinen Sparkurs verlieren.


Ökonom erwartet binnen sechs Monaten Wirtschaftskrise in Deutschland
(dradio.de) Stephan Schulmeister: „Die Sparpolitik ist eine Symptomkur“. Düstere Prognose des Wirtschaftsforschers Stephan Schulmeister: Der europaweite Sparkurs werde die Wirtschaftskrise vertiefen, auch Deutschland wird betroffen sein. Die Kürzung der Staatsausgaben produziere eine selbst gemachte Wirtschaftkrise – Unternehmen hätten Angst, weiter zu investieren. Weiterlesen…

Kommentar: Ein aufschlussreiches Interview. Leider spricht Schulmeister ähnlich fachlich wie er schreibt. Deshalb für Laien eine etwas schwere Kost. Aber ein Versuch sollte es wert sein.


Alles oder nichts
(german-foreign-policy.com) Wenige Tage vor dem EU-Krisengipfel Ende dieser Woche erhöht die Bundesregierung den Druck auf die krisengeschüttelten Euroländer zur Preisgabe ihrer staatlichen Souveränität. Forderungen Italiens, auch ohne Souveränitätsverlust dringend benötigte Hilfen zu bekommen, weist der deutsche Finanzminister brüsk zurück. Ähnliche Anstrengungen Spaniens hatte Berlin erst kürzlich unterbunden. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Programms, das unter dem Motto, die "europäische Integration" zu einem staatsähnlichen Eurozonen-Gebilde auszubauen, die deutsche Vormacht über den Kontinent zementieren soll - auf der Basis von Eingriffsrechten in die Staatshaushalte ökonomisch schwächerer Staaten. Weil der Machtpoker der Bundesregierung nicht nur die europäischen Krisenstaaten in die Verelendung stürzt, sondern auch die Weltwirtschaft schwer zu beschädigen droht, nehmen die Proteste gegen die Spardiktate Berlins weltweit zu. Scheitert das deutsche Va Banque-Spiel, ist selbst ein gravierender Rückschlag auf die deutsche Wirtschaft nicht ausgeschlossen. Weiterlesen…

Kommentar: Eine sehr gute Analyse. Prima zu lesen auch für Einsteiger.


Mario Monti, Retter der Eurozone
(presseurop.eu) Nur eine politische Union kann den Euro und die EU noch retten – und nur der italienische Ministerpräsident kann das klar und deutlich sagen und Deutschland überzeugen, meint Wirtschaftsjournalist Wolfgang Münchau vor dem dieswöchigen EU-Gipfel. Doch wird er es tun? Weiterlesen…

Kommentar: Wieder ein sehr guter Beitrag des Autors. Seine Idee mit der politischen Union ist richt, nur der Zeitpunkt falsch. Nach den jüngsten Aussagen von Merkel haben wir außerdem unsere Zweifel, ob mit ihr überhaupt irgendetwas Vernünftiges zu machen ist.


Schäuble: „Perfekte Lösungen brauchen lange“
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, 69, fordert als Antwort auf die Euro-Krise mehr Europa und glaubt, dass es in Deutschland schon bald zu einer Volksabstimmung über eine neue Verfassung kommen wird. Weiterlesen…

Kommentar: Ein aufschlussreiches Interview, vom „letzten verbliebenen Europäer“ (George Soros). Leider will auch Schäuble den 2. und 3. Schritt vor dem 1. tun. Das wird ins Auge gehen. Schade. Wahrscheinlich hätte er aber das Zeug dazu, sich in Richtung geeigneter Maßnahmen zu bewegen. Seine Chefin hat es nicht.


Kauflaune der Deutschen steigt weiter
(wirtschaftsblatt.at) Trotz der wachsenden Furcht vor einem Abschwung, steigt die Kauflaune der Deutschen. Ihre Konjunkturerwartungen rutschten im Juni nach einer Serie schlechter Nachrichten aus der Wirtschaft zwar auf ein Jahrestief. Die Verbraucher rechnen aber dennoch mit steigenden Einkommen und wollen mehr Geld für teure Anschaffungen ausgeben. Das für Juli berechnete Konsumklima-Barometer kletterte deshalb überraschend von 5,7 auf 5,8 Punkte, teilten die GfK-Marktforscher zu ihrer Verbraucher-Umfrage mit. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Rückgang auf 5,6 Zähler erwartet.
"Die Turbulenzen im Euro-Raum haben dem Konjunkturoptimismus der Verbraucher einen deutlichen Dämpfer gegeben", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. "Bislang sehen die Bundesbürger jedoch die Gefahren aus dem Ausland offenbar ausschließlich für die Konjunktur generell, und weniger für ihre persönliche Situation." Das Barometer für die Konjunkturerwartungen brach um 16,6 auf 3,0 Punkte ein.
Vorausgegangen war eine Serie negativer Nachrichten aus der Wirtschaft: Exporte, Produktion und
Industrieaufträge gingen zurück, die ZEW-Konjunkturerwartungen von Anlegern und Analysten fielen so stark ein wie seit 1998 nicht mehr, während der Ifo-Index nach zwei Rückgängen in Folge auf dem niedrigsten Wert seit März 2010 liegt. Grund ist neben der schwächeren Weltkonjunktur vor allem die Schuldenkrise, wegen der viele Euro-Länder auch in der Rezession sparen. Weiterlesen…

Kommentar: Was für eine üble Meinungsmache. Dagegen setzen wir eine Meldung aus der Schweiz: „Konsumlust erlahmt“ schreibt der „Tages-Anzeiger“ (hier). „Die Schweizer Bevölkerung verspürt weniger Drang nach Konsum“, heißt es dort. Da soll es in Deutschland ganz anders sein? In einem Land, das noch nie in seiner Geschichte durch ein besonders ausgeprägtes Konsumverhalten aufgefallen ist? Wohl kaum.


Wie Spaniens Banken den Euro gefährden
(sueddeutsche.de) Spaniens Bauruinen lasten betonschwer auf den Bilanzen der Banken – und bringen den Euro ins Wanken. Nun will Madrid EU-Rettungsgeld. Europa muss die Regierung und jede einzelne Bank eisern kontrollieren - im Interesse Spaniens und Europas. Weiterlesen…

Kommentar: Solange es noch solche Artikel gibt, kann der Krise nichts passieren.


Think Tank: EU-Länder mit 913 Milliarden Euro in spanischer Wirtschaft engagiert
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die Entwicklung im spanischen Bankensektor ist von enormer Bedeutung für die EU. Sind doch die EU-Länder mit rund 913 Milliarden Euro in die spanische Wirtschaft engagiert, schätzt der Think Tank Open Europe. Die Rezession und die sinkenden Immobilienpreise kündigen schon jetzt einen höheren Finanzierungsbedarf der Banken an. Weiterlesen…

Kommentar: Da reichen 100 Milliarden nie und nimmer, die sind nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Richtig, „Spanien ist definitiv too big to fail“. Da sind wir schon heute gespannt, wie Merkel diesem Problem beikommen will? Mit einem Euro-Austritt Deutschlands? Sie sollte sich vorher aber unbedingt die Bilanzen der deutschen Banken ansehen, besonders die des Branchen-Primus Deutsche Bank.Wer soll das bezahlen?


BRIC-Staaten verspielen das Vertrauen
(wirtschaftsblatt.at) Das dynamische Wirtschaftswachstum der Schwellenländer gerät ins Stocken. Die Währungen stehen unter Druck. Marode Wirtschaftssysteme, verabsäumte Modernisierung und Wachstumsschwächen machen auch vor den Dynamischsten der Dynamischen nicht halt. Im Gegenteil: Zum ersten Mal seit der Einführung der prägnanten Abkürzung "BRIC" vor zehn Jahren scheinen selbige angeschlagen. Dass es sich diesmal nicht nur um zyklische Schwankungen handelt, belegen die Währungen der BRIC-Länder, die in diesem Quartal kollektiv die größten Verluste seit über zehn Jahren hinnehmen mussten. Die Investoren fliehen aus den einst so aufstrebenden Schwellenländern. Weiterlesen…

Kommentar: Da geht sie hin, Deutschlands Hoffnung auf neue Wachstumsmärkte. Garantiert haben die ersten Konzernmanager schlaflose Nächte. Schadet nichts.


Der Giftschrank der Euro-Retter
(manager-magazin.de) Kapitalverkehrskontrollen galten als Relikt vergangener Tage. Jetzt werden sie wieder salonfähig. Verschärft sich die Euro-Krise, könnten sie in Europa gegen eine Kapitalflucht zum Einsatz kommen. Einen Präzedenzfall aus Euro-Land gibt es bereits. Weiterlesen…

Kommentar: Diese Entwicklung ist für uns und unsere LeserInnen keine Überraschung. Genauso haben wir auch schon über die anderen Werkzeuge der Repression berichtet (hier). Bitte dort nachlesen. 

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