Donnerstag, 12. Juli 2012

Standpunkt 304 - Hintergrundwissen


Die harten Sachen auf einer Seite

"Es kann nicht sein, dass sich Märkte über Fakten so nachhaltig hinwegsetzen, dass mit ganzen Volkswirtschaften und ganzen politischen Systemen gezockt wird." – Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank, 20.06.2012, Interview, „Traut nicht den Jungs aus NY und London“

Wir legen nach. Auf dieser Seite finden mutige Leserinnen und Leser, also alle, die sich bereits mit den Themen Finanz- und Euro-Krise beschäftigen, eine Zusammenstellung interessanter Beiträge, die wir in den vergangenen Monaten eingestellt haben. 

Die Basics für die Einsteiger gibt es hier. 

So kann jeder entscheiden, womit es los geht.

Die chronologische Reihenfolge haben wir nicht beibehalten, aber den Inhalt der Beiträge nicht verändert. Es sind die ursprünglichen Unikate geblieben.


Dossier, Standpunkt 291, 02.07.2012

Wieder ist ein EU-Krisen-Gipfel, allen journalistischen Eiferern zum Trotz, erfolglos zu Ende gegangen. Schon Tage vorher wurden die nutzlosen Vorschläge von den Kontrahenten medienwirksam in Stellung gebracht, um sie dann still und leise wieder zu begraben.

Schlimm ist das nicht, keiner davon hätte das Zeug dazu, die Krise in Europa zu beenden. Scheinbar auch gar nicht gewollt. Offensichtlich dient die Krise einzig dem Abbau demokratischer Grundrechte mittels eiliger Verfassungsänderungen und der Einführung einer europaweiten „Financial Repression“ der EU-Staaten. Das wird nicht funktionieren. Die Krise ist in einem Stadium, in dem die Menschen den Politikern auf diesem Weg nicht folgen werden.

Dossier, Standpunkt – Ausgabe 102, 1. Dezember 2011

In seiner Print-Ausgabe vom 10.11.2011 titelte der“ stern“ seine Story mit „MADAME EUROPA“. In der gleichen Ausgabe erklärt Hans-Ulrich Jörges in seinem Zwischenruf „Kontinent des Chaos“ Angela Merkel zum „Turm der Stabilität und Führungskraft“. Gewaltige Vorschusslorbeeren.

Standpunkt – Ausgabe 46, 14. August 2011  

Es ist unerträglich mit anzusehen, wie Europa täglich an Kraft verliert, um sich gegen den von den US-Dollar-Schergen angezettelten Währungskrieg endlich wirkungsvoll zur Wehr zu setzen. Für diese Entwicklung gibt es viele Schuldige. Natürlich die Politiker. Außerdem die vielen willfährigen Ökonomen, die einfach keine Ahnung haben, fundiertes Wissen durch eine Theorie ersetzen, damit aber kräftig hausieren gehen. Oder die Journaille, die hemmungslos voneinander abschreibt, was der öffentlichen Meinung gerade so in den Kram paßt. Aber auch jeder Einzelne von uns, für den diese Schauspiele, besser Trauerspiele, überhaupt erst veranstaltet werden. Es gibt wenige Ausnahmen, zu denen zählen wir uns. Schliesslich trommeln wir schon seit vielen Monaten für eine andere Sichtweise, plädieren dafür, endlich Gleiches mit Gleichem zu vergelten.

Standpunkt – Ausgabe 81, 4. Oktober 2011

Schon seit einigen Wochen werden in den einschlägigen US-Blogs die europäischen Banken aufgrund der Euro-Krise niedergeprügelt. Im Focus standen vornehmlich französische, italienische und spanische Banken. Die griechischen Banken waren schon längst kein Gesprächsthema mehr. Diese Einschätzung hat dann, mit einigem Zeitversatz, Eingang in die deutschsprachigen Medien gefunden. Selbst die sogenannten „freien Medien“ haben sich dankbar auf diesen Knochen gestürzt, der von den Amerikanern über den Großen Teich geworfen wurde.

Standpunkt, Ausgabe 111, 8. Dezember 2011

Durch die von S&P angedrohten diversen Ranking-Abwertungen ist eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Trotz aller Beschwichtigungsversuche von Politik, Wirtschaft und Finanzindustrie. Da ist es wichtig, alle Informationen parat zu haben. Eine Zusammenfassung.

Dossier, Standpunkt - Ausgabe 119, 16. Dezember 2011

Das Thema lässt uns nicht los. Schon in unserer Standpunkt-Ausgabe No. 46, vom 14.08.2011, haben wir die schlüssige Frage gestellt „Verliert Europa den Währungskrieg?“ und in späteren Ausgaben diesen Aspekt immer wieder thematisiert.

Heute, vier Monate danach, haben wir die Antwort: Europa verliert.

Die Gründe dafür liegen aber nicht, wie gerne behauptet wird, in den Konstruktionsfehlern des Euro. Ursachen sind  das zunehmende Kesseltreiben gegen die Gemeinschaftswährung innerhalb und außerhalb Europas, sowie die Unfähigkeit/Unwilligkeit der europäischen Politiker, endlich die nötigen Dinge zu tun, diesen Krieg zu beenden.

Standpunkt – Ausgabe 78, 27. September 2011

Was erleben wir gerade? Die Profilneurose des US-Präsidenten auf Kosten Europas? Eine neue Finte im Kampf Dollar vs Euro?  Wahlkampf? Ernsthaftes Bemühen um eine Lösung der Euro-Krise? Oder die Zeilen aus Goethe’s Zauberlehrling: „Die ich rief, die Geister werd’ ich nicht mehr los“?

Standpunkt – Ausgabe 94, 9. November 2011

Ein dickes Fell schützt uns mittlerweile vor den unzähligen Kritiken an unserer Meinung zur Situation in den USA und Amerikas Verantwortung für die sich weiter verschärfende “Finanzkrise 2008”. Die wird früher (sagen die einen) oder später (sagen wir) in einem Finanz-Kollaps enden. Wir treffen diese Unterscheidung aus gutem Grund: Eine Krise ist etwas, was bewältigt werden kann. Ein Kollaps nicht. Das ist unsere eiserne Überzeugung.

Standpunkt – Ausgabe 149, 17. Januar 2012

Immer wieder stoßen wir uns an den unzähligen Kommentaren der Leserinnen und Leser in den deutschsprachigen Print-Medien im Zusammenhang mit den aktuellen Herabstufungen der neun Euro-Länder und des europäischen Rettungsschirms EFSF, die den Ratingagenturen gute Arbeit bescheinigen und deren Bewertungen als richtig und nachvollziehbar beschreiben.

Vergessen – oder möglicherweise erst gar nicht zur Kenntnis genommen - sind offensichtlich die gravierenden kriminellen Machenschaften im Zusammenhang mit den Ursachen der Finanzkrise und deren Kungeleien mit den Finanzkonzernen, die zweifellos immer noch andauern. Die Ratingagenturen sind fester Bestandteil des virtuosen Spiels im Welt-Finanz-Casino auf dessen Spieltisch gerade um den Euro gezockt wird. Ja, ja, so eine Aussage gilt immer noch als Verschwörungstheorie, wir formulieren sie trotzdem, die nahe Zukunft wird uns recht geben. Der US-Ökonom Paul Krugman bezeichnet die Agenturen als ein „zutiefst korruptes System“.

Standpunkt – Ausgabe 180, 29. Februar 2012

Gefühlt sind es Ewigkeiten her, daß wir uns mit der kriminellen Energie der Banker und der sie unterstützenden Politiker beschäftigt haben. Es war hier, im Wochenrückblick, Ausgabe 9. Die “guten” Nachrichten zu dem angeblich geretteten US-Versicherer AIG, einem der Hauptschuldigen an der Finanzkrise 2008, und ein kürzlich bei “Project Syndicate” erschienener Beitrag des US-Ökonomen Simon Johnson haben unsere Aufmerksamkeit wieder auf dieses Thema gelenkt: Was passiert eigentlich mit den für diese Krise Verantwortlichen? Werden Anklagen erhoben, Gerichtsverfahren durchgeführt und gar Strafen ausgesprochen?

Mitten in den abgekarteten Hilfsbemühungen um Griechenland, wo mit neuen Milliardenbeträgen nicht Land und Leute sondern Banken gerettet werden (müssen), verdient dieses Thema wieder einmal unsere Aufmerksamkeit. 

Wir haben ein bißchen recherchiert und nehmen das Ergebnis unserer Recherche mit der Überschrift schon vorweg. Trotzdem möchten wir eine Zusammenfassung geben über den europäischen Aspekt dieser Thematik, bevor wir am Ende den Artikel von Johnson abdrucken, der sich mit der Situation in Amerika auseinandersetzt und mit “Too Big to Jail” überschreibt.

Standpunkt – Ausgabe 86, 31. Oktober 2011

Es wird von Tag zu Tag schlimmer, was uns Europas Politiker an jämmerlichem Schauspiel bieten. Obwohl wir diese Zustände schon seit Monaten immer wieder beschrieben haben, sind wir über diese Entwicklung nicht glücklich. Statt dessen hätten wir uns gewünscht, mit unserer Einschätzung doch noch daneben zu liegen, damit Euro und Europa endlich aus der Krise finden.

Standpunkt – Ausgabe 176, 17. Februar 2012

Shame on Europe for betraying Greece“, so überschreibt der irische Schriftsteller William Wall einen Beitrag, den er für den englischen „Guardian“ geschrieben hat und der am 14.02.2012 auf „guardian.co.uk“ erschienen ist.

Dieser Beitrag gefällt uns. Er gibt nämlich eindrucksvoll wieder, was hinter der europäischen Krisenpolitik tatsächlich passiert. Wie dabei der europäische Gedanke kaputtgeht und das Miteinander in Europa auf Jahre hinaus in ein Gegeneinander verkehrt wird. Das alles passiert unter deutscher Schirmherrschaft. Schon der Volksmund weiß: „Bei Geld hört nun einmal die Freundschaft auf.“ Besonders, wenn der Deutsche geben muss, statt zu nehmen.  

Wir haben  für unseren Blog die folgende Zusammenfassung des Artikels formuliert, um den Inhalt auch denen zugänglich zu machen, die sich nicht regelmässig im englischen Sprachraum tummeln.

Standpunkt – Ausgabe 177, 23. Februar 2012

Es ist schwer, in der augenblicklichen Nachrichtenlage zu Griechenland den Überblick zu behalten. Es gibt Tage, da ist es schlicht unmöglich. Noch schwieriger ist es, die wichtigen von den unwichtigen Nachrichten zu unterscheiden. Ganze Heerscharen von Journalisten, Ökonomen und andere Berufene verbreiten sich über die „Führungs-, Leit- und freien Medien, um uns, die interessierten Leser, aufzuklären oder einfach nur für eine Idee, Theorie oder Belehrung zu gewinnen. Vieles davon ist, bei näherer Betrachtung, ein bloßer Angriff auf die Intelligenz, mehr nicht. Leider aber nicht gleich in der Überschrift zu erkennen, verstopft der Stoff erst einmal Hirn und Verstand, in Einzelfällen sorgt dieser Mist sogar für Ablenkung vom Wesentlichen. Es gibt Beiträge, die nur darauf abzielen, das Hirn des Lesers zu vernebeln, um so vom Kern des Problems abzulenken. 

Standpunkt - Ausgabe 194, 29. März 2012

Diese doch eher rhetorische Frage stellt dieser Tage ausgerechnet der US-Ökonom Michael Boskin, Professor an der Stanford University, jahrelanger wirtschaftspolitischer Berater von George W. Bush und ein in der Wolle gegerbter Neokonservativer. Boskin ist unbelehrbar. Er hält nichts von Keynes’ Ausspruch “Wenn meine Informationen sich ändern, ändere ich meine Meinung”. Boskin verfährt lieber nach der Regel “Was nicht paßt, wird passend gemacht”, “seine” Informationen stützen seine Meinung. Etwas anderes läßt er nicht gelten. Wegen seiner akademischen und politischen Reputation sind seine Statements aber leider meinungsführend.

Standpunkt – Ausgabe 55, 19. August 2011

Die Eurobonds stossen generell auf Ablehnung. Einigen wenigen Befürwortern stehen, besonders natürlich in Deutschland, dem selbst ernannten Euro-Zahlmeister, eine grosse Zahl von Gegnern gegenüber. Ohne die Zusammenhänge zu kennen. Dabei wäre es nützlich, objektiv das Für und Wider abzuwägen, um sich dann erst eine Meinung zu bilden. Deshalb geben wir hier dem ehemaligen chilenischen Finanzminister (2006 – 2010)  Gelegenheit, einen aktuellen Beitrag zu dieser Diskussion zu leisten.

Standpunkt – Ausgabe 60, 26. August 2011  

Heute haben wir in der Online-Ausgabe des Schweizer Tages-Anzeiger unter dieser Überschrift einen sehr lesenswerten Artikel gefunden, in dem sich der Autor auf eine Art mit der Euro-Krise auseinandersetzt, die sich sehr wohltuend von an den anderen Analysen abhebt, die immer nur – besonders hier in Deutschland – von den faulen Südeuropäern handeln, die sich in die Euro-Zone geschummelt haben und jetzt auf Kosten der Deutschen leben wollen.

Standpunkt – Ausgabe 96, 21. November 2011

Den folgenden Artikel von Fabian Lindner haben wir im Herdentrieb-Blog von ZEIT ONLINE gefunden, dort erschienen am 17.11.2011. Der Verfasser stellt einen aufschlussreichen Vergleich an und „liefert“ am Ende auch einen erprobten Lösungsansatz gleich mit. Wieder einmal zeigt sich vortrefflich, dass ein Blick in die deutsche Geschichte - an der richtigen Stelle - wahrhaftig Horizonte öffnet.

Dossier, Standpunkt – Ausgabe 173, 12. Februar 2012

Was wir gerade in Griechenland, demnächst auch in Portugal, als Krisenmaßnahmen erleben widerspricht jeder Logik. Wider besseres Wissen werden immer härtere Sparprogramme aufgelegt, um die Krise zu bekämpfen. Mit fatalen Folgen, wie regelmäßig die Statistiken der betroffenen Länder zeigen. Schlimmer noch: Es ist längst abzusehen, dass sich diese Entwicklung wie ein Krebsgeschwür ausbreitet und Europa insgesamt befallen wird. 

Standpunkt – Ausgabe 32, 21. Juli 2011

Perfektes Timing: Pünktlich zum heutigen Euro-Krisengipfel schreibt die deutsche WIRTSCHAFTSWOCHE in ihrer Online-Ausgabe die Rückkehr zur D-Mark hoch. Beste Lektüre für den langen Anreiseweg in Europas heimliche Hauptstadt? Mitnichten. Aufmachung und Inhalt zeugen von schlechter Recherche und legen die Befürchtung nahe, dass hier auf unerträgliche Weise in die Meinungsbildung eingegriffen werden soll. Selbst der Leiter des Hauptstadtbüros ist sich nicht zu schade, seine journalistische Reputation für diese einseitige Schönschreibung in die Waagschale zu werfen. Diese Meinungsmache fordert unseren energischen Widerspruch heraus.

Standpunkt – Ausgabe 39, 1. August 2011

Es war wieder an der Zeit, dem Dauer-Kritiker Wilhelm Hankel die Gelegenheit zu geben, gegen den Euro zu wettern. Diesmal als Vertreter des deutschen Mittelstandes, dem der Euro ja so übel mitspielt. Die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND überschreibt am 24.07.2011 ein Interview mit „Der Euro bleibt eine ökonomische Dummheit“.

Standpunkt – Ausgabe 165, 2. Februar 2012

Erwartungsgemäß feiern die deutschen Leitmedien den Merkel’schen Fiskalpakt als reife Leistung der deutschen Kanzlerin. Kraftvoll durchgesetzt gegen die Bedenkenträger aus den schwachen EU-Ländern. Schon ist von der Eisernen Lady die Rede. Wieder ist es Deutschland, das weiß, wo es langgeht und mit welchen Maßnahmen der Staatsschuldenkrise in Europa beizukommen ist. Hier und da beginnt schon ein gewisser Stolz auf die Berliner Regierung, die sich weiter standhaft zeigt und allen Forderungen nach mehr Geld für die klammen Griechen, Portugiesen, Iren, Italiener und demnächst Franzosen, Belgier, usw., die kalte Schulter zeigt.

Standpunkt – Ausgabe 75, 23. September 2011

Anfang der Woche gab es die erwartete Nachricht: Die Ratingagentur Standard & Poor’s senkt die Kreditwürdigkeit Italien’s und bewertet den Ausblick negativ. Die Einstufung lief nach dem bisher schon bewährten Muster ab: Das Land beschliesst größere Sparanstrengungen, EU und IWF stützen die vorgesehenen Maßnahmen durch Zustimmung, den Ratingagenturen gehen diese Aktivitäten nicht weit genug, schon folgt eine Herabstufung. Das Ziel ist klar: Ein neuerlicher Angriff auf die Euro-Zone, um deren Auseinanderbrechen weiter voran zu treiben. Nachdem Griechenland schon im Staub liegt, Spanien, Portugal und Irland bereits auf dem „richtigen“ Weg sind und eine Gegenwehr Europas so gut wie nicht vorhanden ist, wachsen die Angreifer an ihren Aufgaben. Das nächste logische Ziel ist Frankreich, wo längst begonnen wurde, durch massierte Angriffe auf die großen französischen Banken, das Feld für die Herabstufung vorzubereiten. Die Frage ist nur noch, welche Ratingagentur „dran“ ist, diese Nachricht zu verkünden.

Standpunkt – Ausgabe 185, 6. März 2012

Längst ist klar: Die Hilfspakete an Griechenland dienen nicht dem Land und den Menschen die darin leben, sie dienen einzig und allein den Banken. Weniger den einheimischen Finanzinstituten, sehr viel mehr den ausländischen Finanzkonzernen, die an der fortschreitenden Krise noch viel Geld verdienen, während die griechischen Banken durch die krisenverursachte Kapitalflucht regelrecht austrocknen.

Warum das so ist, lassen wir hier auf unserem Blog heute und in den nächsten Tagen von dem US-Ökonom Michael Hudson erklären, Wirtschaftsprofessor an der Universität von Missouri, der 2006 in “Harper’s Magazine” mit seinem Artikel “The New Road to Serfdom: An illustrated guide to the coming real estate collapse” als erster und einziger den genauen Zeitpunkt voraussagte, zu dem die amerikanische Immobilienblase platzen sollte. Die verheerenden Folgen für die gesamte Wirtschaft sah er ebenfalls kommen.

Standpunkt – Ausgabe 186, 9. März 2012

Wir hatten es angekündigt: Der US-Ökonom Michael Hudson, Wirtschaftsprofessor an der Universität von Missouri, darf bei uns seine Sicht auf die Dinge noch einmal erklären. Zuerst war es die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung”, in deren Feuilleton der amerikanische Ökonomen in einer kleinen Serie zu Wort gekommen ist.

Seine Ursachenbeschreibung der heutigen Krise verdient unbedingt Aufmerksamkeit. Während der deutsche “Star” Hans-Werner Sinn seine unnütze Target2-Diskussion am Leben hält, kommt der Professor aus Kansas City der Wirklichkeit sehr nahe.

Standpunkt – Ausgabe 189, 17. März 2012

Heute beschließen wir fürs Erste die Beiträge des US-Ökonomen Michael Hudson, Wirtschaftsprofessor an der Universität von Missouri, der bei uns noch einmal seine Sicht auf die Dinge erklärt. Wir wiederholen eine kleine Serie, die bereits im Feuilleton der “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung”, erschienen ist.

Seine Meinung verdient schon alleine deshalb ungeteilte Aufmerksamkeit, weil sie sich deutlich von denen der unbelehrbaren Neoliberalisten unterscheidet. Er liefert Erklärungen, die in der deutschen Öffentlichkeit so nicht gedacht werden dürfen. Wer sich eine eigene Meinung bildet, der sollte sich von Michael Hudson inspirieren lassen.

Standpunkt – Ausgabe 300, 10. Juli 2012

Wir wollen zu dieser Diskussion eine Kleinigkeit beisteuern und dabei ein “altes” Versprechen einlösen. Besser spät als nie. Im vergangenen Dezember veröffentlichte Hans-Werner Sinn mit Freunden die “Bogenberger Erklärung – 16 Wege aus der Krise”, damals ebenfalls bei der F.A.Z. In den folgenden Wochen hatten wir in zehn Teilen eine Replik auf diese Erklärung geschrieben, randvoll mit Fakten und zum Schluß eine Zusammenfassung als pdf-Datei angekündigt, jedoch bis heute noch nicht eingestellt. Das holen wir jetzt endlich nach. Es ist die passende Gelegenheit.

Standpunkt – Ausgabe 196, 1. April 2012

So betitelte vor wenigen Tagen “taz.de” einen Kommentar von Wolfgang Wodarg, Vorstandsmitglied bei Transparency International Deutschland. Wodarg, Mediziner und SPD-Mitglied, versucht in diesem Beitrag zu erklären, warum die Wissenschaften kaum noch in der Lage sind, auf die Herausforderungen, vor denen die globale Gesellschaft steht, Antworten zu geben. Als Beispiel für eine solche Herausforderung führt er u. a. den Zusammenbruch des globalen Finanzsystems an.

Standpunkt – Ausgabe 273, 21. Juni 2012

Der Autor packt hier ein brisantes Thema an. Dabei beschränkt er sich auf die US-amerikanischen Verhältnisse. Dort sind die Belege offensichtlich und einsehbar. In Deutschland gibt es bestenfalls starke Indizien für solche Verquickungen, beispielsweise bei Verbindungen zu Goldman Sachs, Keimzelle der weltweiten Krisenszenarien. 

Dossier, Standpunkt – Ausgabe 22, 20. Juni 2011

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns ausschließlich mit China, am Schluss noch ergänzt um einige Anmerkungen zu den anderen Schwellenländern Brasilien, Russland und Indien, denen mittlerweile ebenfalls von westlichen Ökonomen und Managern der Status von „Weltwirtschaftsrettern“ verpasst wurde.

Wir wollen uns mit der Frage beschäftigen, inwieweit die Hochstimmung dieser Experten mit den Fakten, soweit sie im Westen überhaupt bekannt sind, zusammenpassen. Das Ergebnis werden wir vergleichen und bewerten. Dazu stützen wir uns auf Informationen, die das Internet zur Verfügung stellt, wie immer ergänzt durch unsere eigenen Quellen. Wir haben sorgfältig recherchiert, trotzdem sind die folgenden Äußerungen das Ergebnis unserer persönlichen Bewertungen der ermittelten Fakten. Auf die politischen Verhältnisse gehen wir nicht näher ein. Wir wollen Denkanstöße geben, keine „Meinungen bilden“. Wir stellen unsere Bewertung zur Diskussion und freuen uns über jede Zustimmung oder Kritik.

Nach wie vor aktuell.