Sonntag, 16. September 2012

Standpunkt 381 - Nachrichten-Ticker, 15.09.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir kurz kommentieren oder ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...


Themen: BankenunionFremdwährungen – Tschechien – Spanien – Schäuble – EZB – Spanien – Bundesbank – Bankenaufsicht – Bankenhilfe – Draghi – Bernanke – Egan Jones – US-Rating


Angst vor Plünderung der Spargroschen
(ftd.de) Verbraucherschützer halten die Kritik von Sparkassen und Genossenschaftsbanken an einer gemeinsamen Aufsicht für überzogen. Das Geld deutscher Sparer sei nicht der Plünderung ausgesetzt. Weiterlesen…

Kommentar: Sicherlich hat die Verbraucherzentrale recht und es gibt überhaupt keinen Grund, den deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken eine Sonderstellung zu gewähren. Diese Banken haben auch ihre Leichen im Keller und die Sparkassen sind außerdem an den Landesbanken beteiligt, die sich in der Subprimekrise und im Derivatehandel verfangen haben. Von den Risiken aus den Zweckgesellschaften gar nicht zu reden. Bis heute ist für keines dieser Risiken die Rechnung geschrieben. Für die Bezahlung wird der Steuerzahler zuständig sein, niemand sonst.


Raus aus dem Euro – so geht's
(handelsblatt.com) Die unsichere Zukunft des Euros befeuert Investitionen in fremde Währungen. US-Dollar, Schweizer Franken und britisches Pfund sollen Anleger vor Verlusten schützen. Doch die Streuung eines Depots ist aufwendig. Weiterlesen…  

Kommentar: Generell Finger weg von fremden Währungen. Wer trotzdem darüber nachdenkt, der sollte sich die Verhältnisse in diesen Ländern aus der Nähe ansehen, am besten sogar hinfahren. Wer dann immer noch in die Währungen US-Dollar, CHF oder britisches Pfund investieren will, dem ist nicht zu helfen. Großbritannien ist pleite, wird genauso wie die USA von der Notenbank am Leben gehalten. Die Schweiz ist ein einziger Alpen-Hedgefonds, die Risiken sind unvorstellbar (hier). Die USA genießen zwar eine Sonderstellung, aber nicht der US-Dollar als Krisensicherung. In den USA muss man investieren, in Immobilien und/oder Farmland, dort wird die Krise zuerst enden und die Weltwirtschaft wieder anschieben. Vielleicht zum letzten Mal.

Irgendwann kommt es zu Devisen-/Kapitalverkehrskontrollenmit denen die Staaten sich den Zugriff  auch auf die Barschaften in fremden Währungen sichern. Dann ist mit diesen nicht mehr viel anzufangen.

Natürlich glauben viele Europäer in Deutschland nicht an die Stärke des Euro. Diese Einschätzung ist grundfalsch. Selbst die Unfähigkeit der europäischen Regierungen im Umgang mit der Krise in Europa wird die Währung nicht zerstören. Immer wieder können wir nur betonen, dass es sich im Grunde nur um eine Bankenschuldenkrise handelt, die in eine Staatsschuldenkrise umgedeutet wurde, um den Banken ungestraft mit Milliardenzahlungen zu helfen und im Gegenzug dafür die Menschen in den betroffenen Länder in die Schuldenknechtschaft nehmen zu können. Wieder nur im Interesse der Banken. Politik und Finanzindustrie machen dafür gemeinsame Sache. Weil diese Milliarden Euro niemals ausreichen werden, die Bilanzen der Finanzindustrie in Ordnung zu bringen, greifen die Staaten irgendwann hemmungslos ihren Bürgern in die Taschen: Staatsbürger heißen Staatsbürger, weil sie für den Staat bürgen. In den deutschen (Leid-)Medien, auch dem Handelsblatt, ist davon nichts zu lesen. Das ist Fakt, keine Ahnung warum. Es war Heinrich von Kleist der gesagt hat: „Journalistik ist die Kunst, das Volk glauben zu machen, was die Regierung für gut findet.“ Schon möglich, dass es genau daran liegt.     


Gesunde Staatsfinanzen locken Anleger nach Skandinavien
(handelsblatt.com) Dank guter Staatsfinanzen setzen Anleger vermehrt auf die Währungen von Dänemark, Norwegen und Schweden. Doch wegen des schwachen Euro birgt die Strategie auch Gefahren für Investoren. Weiterlesen…

Kommentar: Finger weg, auch von der norwegischen Währung. Dänemark und Schweden stehen vor großen wirtschaftlichen Problemen. Dänemark hat bereits eine kapitale Bankenkrise (hier), Schweden erwartet eine Immobilienkrise (hier), eine Bank hat es bereits erwischt. Norwegen ist natürlich solide. Nicht zuletzt wegen seiner Ölvorkommen und der wahrscheinlich dauerhaft hohen Preise für die Zukunft. Nur, was ist mit der Norwegen-Krone gewonnen? Auch gegenüber dieser Währung greifen die zukünftigen Devisen-/Kapitalverkehrskontrollen, bis hin zu festen Umtauschkursen. Es ist für die Wenigsten eine Option nach Norwegen auszuwandern.   


Tschechien droht eine Rezession
(handelsblatt.com) Die Krise ist auch in Tschechien angekommen. Premier Necas will eine Rezession unbedingt vermeiden und die Steuern erhöhen. Doch nicht nur die Bürger stellen sich dagegen – auch seine eigene Partei. Weiterlesen…

Kommentar: Ein weiterer Beweis dafür, dass sich die Krise unaufhaltsam weiter durch Europa frisst. Ein gutes Rating, vermeintlich gute Wirtschaftsdaten, nützt alles nichts. Diese Entwicklung folgt anderen Regeln. 


"Marsch auf Madrid"
(heise/telepolis.de) Der spanische Sozialgipfel will die Regierung vom harten Sparkurs abbringen und ein Referendum erzwingen. Weiterlesen…

Kommentar: Spanien steht vor einer Zerreißprobe. Das europäische Spardiktat hat noch nicht begonnen, da stehen die Zeichen schon auf Sturm. Spaniens Ministerpräsident Rajoy weiß, warum er noch keinen Antrag auf den Rettungsschirm gestellt hat. Die Spanier werden es ihm nicht danken.  


Schäuble nimmt EZB in Schutz – und bekommt Kontra
(handelsblatt.com) Die Euro-Skeptiker bekommen weiter Zulauf. Speziell die Anleihenentscheidung der EZB sorgt für Zündstoff. Finanzminister Schäuble ist genervt und weist Bundesbank-Präsident Weidmann zurecht – nicht ohne ein Echo. Weiterlesen…

Kommentar: Schäffler und Gauweiler, die Speerspitze der deutschen Volksvermögensretter? Absonderlich. Bis heute lassen sie nicht erkennen, dass sie den Ursprung der europäischen Krise verstanden haben. Deshalb wissen sie auch nicht, wo die wirklichen Gefahren für Deutschland und Europa liegen. Bedauerlich, aber wahrscheinlich nicht zu ändern. Einer der Gründe liegt mitten in Deutschland: die Deutsche Bank (hier).

Schäffler spricht vom „Verrat an der geldpolitischen Tradition dieses Landes“ durch die EZB und deren Unterstützer. Dieser Verrat ist schon viel früher in Deutschland begangen worden: durch die sperrangelweite, unregulierte, unkontrollierte Öffnung des deutschen Finanzmarktes für die Teilnahme am weltweiten Finanz-Casino, hier nachzulesen. Die Rolle der Bundesbank ist dabei mindestens dubios. Ähnlich ihre Haltung jetzt, obwohl sie früher zu den gleichen Maßnahmen gegriffen hat (hier).

Die Warnungen vor einer Inflation: immer die gleiche Sau, die durchs mediale Dorf getrieben wird. Langsam sollte sie an Schwäche sterben. Inflation ist das letzte, wovor deutsche Sparer wirklich Angst haben müssen. Nur zur Erinnerung: In den 1970er Jahren gab es 7% Inflation, die Kreditzinsen waren hoch, es gab Lohnerhöhungen von über 10%, das Gesetz über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die Soziale Marktwirtschaft war noch am Leben, die Gewerkschaften noch eine nennenswerte Größe, das Volksvermögen ist trotzdem gestiegen, die Konzerne und der Mittelstand waren gesund, usw. Denkt mal darüber nach!  


Schäuble stellt sich gegen den Bundesbank-Chef
(faz.net) Schon seit Wochen kämpft Bundesbank-Chef Jens Weidmann dagegen, dass die EZB Anleihen von Krisenstaaten kauft. Jetzt kritisiert ihn Finanzminister Schäuble in der F.A.S. dafür. Doch die Anleihenkäufe bekommen neue Gegner: Auch der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof hält sie für verfassungswidrig. Weiterlesen…

Kommentar: Hat Schäuble eine Wahl? Nein. Was Weidmann seit Wochen veranstaltet ist schädlich, auch für den Ruf der Bundesbank. Statt ständiges Wehklagen sollte Weidmann Klasse zeigen und Lösungen präsentieren, gerne auch auf der großen Bühne und quer durch alle Medien, Hauptsache Lösungen. Alle Aufmerksamkeit wäre ihm sicher. Wird aber nicht passieren. Weidmann müsste sich gegen die stellen, deren Interessen er zu wahren hat: die Finanzindustrie.

Davon will natürlich im ge-„BILD“-eten Deutschland niemand etwas wissen. Der „Mythos Bundesbank“ überstrahlt alles, auch deren Fehlleistungen in ihrer langen Geschichte. Der österreichische Ökonom Stephan Schulmeister hat in seiner Untersuchung “Die Bundesbank: Hüter der Stabilität oder des Finanzkapitals?” einige interessante Entdeckungen gemacht und 1997 veröffentlicht. Wir haben diesem Thema hier einen eigenen Beitrag gewidmet. Thematisch trocken, aber mit hoher Informationsdichte. Rückt so einiges zurecht und weckt viel Verständnis für den offenen Brief von Helmut Schmidt an Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer vom 08.11.1996: „Die Bundesbank – kein Staat im Staate“ (hier).

Jetzt auch noch Paul Kirchhof. Noch eine Stimme aus dem Unruhestand. Ein Schwadroneur. Er hält sich sicherlich für einen hellen Kopf. Wie wäre es dann mit nützlichen Vorschlägen zur Lösung? Wie  unmittelbar nach der Lehman-Pleite, oder zur Umdeutung der Bankenschuldenkrise in eine Staatsschuldenkrise, gerne auch zu den Verstößen Deutschlands gegen die Maastricht-Kriterien über mehrere Jahre, die sanktionslos geblieben sind, wofür auf deutsches Verlangen extra geltendes europäisches Recht gebeugt wurde. Plötzlich galt das Recht des Stärkeren. Vielleicht gilt das heute auch, nur sind die vermeintlich Stärkeren die „too-big-to-fail“- oder „too-big-to-rescue“-Banken und die Regierungen die armen Würstchen, die spuren müssen. Wo das hinführt? 1. In die Entrechtung der Menschen, wie wir sie als Feldversuche gerade in Griechenland, Portugal und teilweise in Irland erleben. 2. In den Verlust der Ersparnisse, bzw. Vermögen der breiten Masse zu Gunsten der obersten 10.000. Scheinbar will niemand aus der breiten Masse in Deutschland diese Entwicklung wahrhaben. Statt sich länderübergreifend dagegen zu verbünden, giften der Deutsche Michel und seine Volksvertreter mehrheitlich gegen die faulen Nachbarn aus Südeuropa, die sich auf unsere Kosten jahrelang ein schönes Leben gemacht haben. Und die Kanzlerin giftete zwischendurch mit.    


Bankenaufsicht spaltet EU
(tageblatt.lu) Es bleiben nur noch wenige Monate: Bis Anfang 2013 soll nach dem Willen der EU-Kommission eine neue mächtige Bankenaufsicht im Euroland stehen. Weiterlesen…

Kommentar: Finger weg von einer solchen Einrichtung zum jetzigen Zeitpunkt. Wäre Flickwerk, mehr nicht. Zementiert den unhaltbaren Zustand der Zockerbuden und ihres Finanz-Casinos. Löst nicht die Krise. Schon wieder soll das Pferd von hinten aufgezäumt werden. Wann haben die Politiker davon endlich genug? Erst die Banken zerschlagen, neue, gut regulierte Finanzmärkte schaffen, funktionierende Kontrollen installieren.


Bankenunion läuft in Probleme
(ftd.de) Die erste Beratung der EU-Finanzminister über die geplante neue Bankenaufsicht in der Eurozone verläuft kontrovers. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble warnt vor zu großer Eile und bremst bei der Frage, ob der Rettungsschirm ESM künftig Banken direkt rekapitalisieren darf. Weiterlesen…

Kommentar: Okay, die Sache wird zerredet, damit können wir gut leben.  


Bankenhilfe: Nicht-Euro-Länder fühlen sich über den Tisch gezogen
(tagesanzeiger.ch) Die Hoffnung der Krisenländer, bald direkte Bankenhilfe aus dem Euro-Rettungsschirm zu bekommen, wurde heute enttäuscht. Es droht eine Verzögerung des Mammutprojekts zur Eindämmung der Finanzkrise. Weiterlesen…

Kommentar: So sieht gelebte europäische Solidarität aus. Wieder einmal bestens vorbereitet, diese Sache. Es ist ein lächerliches Schauspiel, das Europas politische Führer gerade wieder abliefern. Das ist gelebte Handlungsunfähigkeit (hier). Spanien erhält in diesem Jahr noch keine Bankenhilfe? Ein interessanter Versuch. Wohl eher eine neue Episode für unseren Beitrag „Europas Lügen haben kurze Beine“ (hier). Man muss sich einmal vor Augen halten: Rund 400 Millionen Menschen in Europa, der Wirtschaftsmacht No. 1 in der Welt, werden regiert von einem Haufen unwilliger, ahnungsloser Stümper. Oder etwa nicht? Die, unterstützt von den Medien, ihre Plattitüden verbreiten, die Menschen beruhigen, ihnen ein X für ein U vormachen und dafür sogar noch beste Umfragewerte erhalten, Wiederwahl inklusive. So wird die Demokratie gelebt am Anfang des 21. Jahrhunderts, alle Achtung.  


Draghi wälzt Schuldenrisiko auf Sparer ab
(welt.de) Der EZB-Chef steuert Europa in eine unheilvolle Richtung. Draghi will die Schulden der Krisenstaaten übernehmen und auf andere Staaten verteilen, zu Lasten der Steuerzahler, Konsumenten und Sparer.  Weiterlesen…

Kommentar: Was für ein populistischer Nonsens. Nennt doch endlich das Übel beim Namen, statt die Menschen gegen die wenigen Maßnahmen aufzuhetzen, mit denen eine Verschärfung der Krise wenigstens aufgeschoben werden kann. Der Autor eiert herum, beschwert sich über die Sozialisierung der Bankschulden über den Weg der Notenbank. Seine Lösung – immerhin – einen „gut strukturierten Schuldenschnitt“. Vielleicht dem Beispiel Argentiniens folgend, das sich bis heute davon nicht erholt hat und beispielsweise mit einer Inflationsrate jenseits von 30% belastet ist. Für wie viele Länder? Griechenland natürlich, Irland und Portugal auch, und dann? Was ist mit Spanien, Italien, dem kriselnden Frankreich, den Staaten in Osteuropa, Holland, Dänemark, Schweden, Österreich? Für alle einen Schuldenschnitt? Dann sind auch Deutschland und Finnland an der Reihe. Tolle Aussichten, ehrlich. Es kann helfen, die Ideen auch einmal zu Ende zu denken.


Der Zauberlehrling
(fuw.ch) Ben Bernanke wagt das grösste geldpolitische Experiment aller Zeiten. Er wird als Held in die Geschichte eingehen – oder als Zauberlehrling, der mit dem Feuer spielte und dabei verbrannte. Ein Kommentar von Mark Dittli. Weiterlesen…

Kommentar: Lesen. Schlüsse ziehen. Vorbereitet sein. Wir fragen uns: Was kann Bernanke wirklich tun, damit wenigstens die Aussicht auf 12 Millionen fehlender Arbeitsplätze besteht? Was, um die Millionen Arbeitsplätze zurückzuholen, die US-Konzerne vollkommen unamerikanisch über Jahre hinweg ausgelagert haben? Nichts. 


Bank of America (BofA) Sees Fed Assets Surpassing $5 Trillion By End Of 2014... Leading To $3350 Gold And $190 Crude
(zerohedge.com) Yesterday, when we first presented our calculation of what the Fed's balance sheet would look like through the end of 2013, some were confused why we assumed that the Fed would continue monetizing the long-end beyond the end of 2012. Simple: in its statement, the FOMC said that "If the outlook for the labor market does not improve substantially, the Committee will continue its purchases of agency mortgage backed securities, undertake additional asset purchases, and employ its other policy tools as appropriate until such improvement is achieved in a context of price stability." Therefore, the only question is by what point the labor market would have improved sufficiently to satisfy the Fed with its "improvement" (all else equal, which however - and here's looking at you inflation - will not be). Conservatively, we assumed that it would take at the lest until December 2014 for unemployment to cross the Fed's "all clear threshold." As it turns out we were optimistic. Bank of America's Priya Misra has just released an analysis which is identical to ours in all other respects, except for when the latest QE version would end. BofA's take: "We do not believe there will be “substantial” improvement in the labor market for the next 1.5-2 years and foresee the Fed buying Treasuries after the end of Operation Twist." What does this mean for total Fed purchases? Again, simple. Add $1 trillion to the Zero Hedge total of $4TRN. In other words, Bank of America just predicted at least 2 years and change of constant monetization, which would send the Fed's balance sheet to grand total of just over $5,000,000,000,000 as the Fed adds another $2.2 trillion MBS and Treasury notional to the current total of $2.8 trillion. Read more…  

Kommentar: Doch wohl eher ein Zauberlehrling, der mit dem Feuer spielt. Sehr anschaulich die Schaubilder im Artikel. Da gerät man schnell in die Schnappatmung. Wer kriegt die Rechnung? Die boni-erten Bank(st)er? Nein, natürlich die Steuerzahler. Die werden sich daran verschlucken. Spätestens dann ist es Zeit, über ein Finanzverbrecher-Tribunal nachzudenken. 

Gold macht nicht glücklich. Die Freude an den erwarteten Kursen währt nur kurz. Der Goldbesitz wird kriminalisiert, d. h. unter Strafe gestellt. Das Gold vom Staat zu einem bruchteiligen Kurs angekauft, weit weg vom Marktwert. Garantiert.      


Egan Jones stuft USA herab
(tageblatt.lu) Aufgrund der Entscheidung der US-Notenbank für Anleihenkäufe hat die kleine US-Ratingagentur Egan-Jones die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten auf AA- herabgestuft. Weiterlesen...

Kommentar: Es ist wieder einmal so weit. Amerikas Rating bekommt eins auf die Mütze. Egan Jones bleibt konsequent (hier).     



Zum Schluss: Die Karlsruher Entscheidung ändert nichts an der Krise in Europa. Damit wird lediglich ein bisschen Zeit gewonnen. Die gelebte Handlungsunfähigkeit der Politiker führt unausweichlich nur zu einem bestimmten Ereignis: Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich das „Blutbad“ Finanzkollaps. Der „Point of no Return“ liegt unmittelbar vor uns.  

Die Banken betrügen hemmungslos weiter, zwingen die Staaten und ihre Bürger in die Haftung und befeuern so die Staatsschuldenkrise. Es ist ein Teufelskreis. Die Politiker stehen dieser Situation hilflos gegenüber, zerfleischen sich in nutzlosen Grundsatzdiskussionen, schlimmer noch, sie verspielen mit leichter Hand das Vermögen ihrer Bürger. Längst sind die Regierungen Teil des von den Banken weltweit betriebenen Finanz-Casinos: hier.

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Weil das nicht so bleiben wird, bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor.

Die Diskussion um eine Reichensteuer war erst der Anfang, ein Testballon für die Reaktion im Land. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten. Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt: Niemand ist darin so erfahren wie die Deutschen.

Lastenausgleich, Zwangshypothek, Hypothekengewinnabgabe, sind ursprünglich eine Erfindung aus Deutschland. Bargeld- und Devisenkontrollen (Kapitalverkehrskontrollen) und das Verbot von Goldbesitz steuern andere Länder bei.  

Eine besonders perfide Spielart der Enteignung ist die neu formulierte Vorschrift des §89 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG), in dem das Zahlungsverbot und die Herabsetzung von Leistungen geregelt sind. Eine Vorschrift, die im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist und in der Öffentlichkeit leider immer noch nicht zur Kenntnis genommen wurde.

Uns geht es nicht um Panikmache oder die Verbreitung von Verschwörungstheorien, sondern nur darum, unseren LeserInnen den Blick zu schärfen für die weitere Entwicklung. Zum Thema Enteignungen gibt es hier eine ausführliche Übersicht. Für alle interessierten LeserInnen, Neuankömmlinge oder Alteingesessene, haben wir außerdem hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt.

Wer sich nicht wehrlos diesem Schicksal von Repression und Enteignung ergeben will, der darf nicht länger der Herde folgen, sondern muss jetzt handeln. Jeder besitzt etwas, das er vor staatlichem Zugriff schützen muss. Soviel ist sicher.
 
Wir sind gerne dabei behilflich, Ersparnisse und Vermögen krisenfest zu machen. Für unsere individuelle, unabhängige und sorgfältige Beratung berechnen wir lediglich eine einmalige, angemessene Aufwandsentschädigung. Alle uns zugänglich gemachten Informationen werden absolut vertraulich behandelt.

Sehr viel Wert legen wir auf unsere Unabhängigkeit. Deshalb haben wir auch ein eigenes Konzept zur Absicherung der Ersparnisse und Vermögen vorbereitet, das wir bei Bedarf sehr flexibel einsetzen können. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de