Dienstag, 18. September 2012

Standpunkt 383 - Nachrichten-Ticker, 17.09.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir kurz kommentieren oder ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...


Themen: Zocker-BankenQE3 – US-Notenbank – Japan – Fiskalunion – Schweden – Portugal – Reparationsforderungen – Griechenland – Dänemark – Spanien – Frankreich – Export – Schweiz - China


Gerettete Banken zocken ungehindert weiter
(welt.de) Während der Finanzkrise haben dutzende Banken weltweit Staatshilfe bekommen. Ihr Risiko bei der Kreditvergabe haben sie dennoch nicht gedrosselt, zeigt eine neue Studie – ganz im Gegenteil. Weiterlesen…  
  
Kommentar/Ergänzung: Für uns und unsere LeserInnen keine Neuigkeit. Es wird sich nichts ändern, solange die Regierungen der G20-Staaten nicht ihr Versprechen einlösen, das sie unmittelbar nach der Lehman-Pleite öffentlich abgegeben haben. Diese Pläne zur Regulierung der Finanzmärkte waren nur das Papier wert, auf das sie geschrieben wurden. Genauso die Beschränkung der Bonuszahlungen und die Stärkung des Kundenschutzes. „Die so hoch gerühmten Eliten aus Politik und Finanzwelt zelebrierten ihre hochheiligen Versprechen“, beschreibt es der US-Ökonom Ibrahim Warde drei Jahre später in einer Nachbetrachtung. Nach einer kurzen Pause, nicht mehr als eine Schrecksekunde, ging der ganze Zauber einfach weiter. Mit billionenschweren Hilfspakten weltweit wurden die Banken-Zocker-Buden am Leben gehalten. Nur dieser Bail-out, also die erzwungene staatliche Bankenrettung und die darauf folgende Wirtschaftskrise, führte zu einer großen Staatsverschuldung und zu großen Staatsdefiziten, diagnostizierte kürzlich die Schweizer Ökonomin Mascha Madörin. 

Die F.A.Z. titelt zum gleichen Thema: „BIZ warnt vor Hoffnung auf Geldpolitik“ (hier). Die Studie auf die sich beide Artikel beziehen stammt von der BIZ in Basel, der Notenbank der Notenbanken. Es gibt sie in einer englischen Version hier. Wir bleiben dabei: Es ist eine riesige Abzocke im Gange. Wer daraus nicht für sich persönlich Konsequenzen zieht, wird am Ende sein Vermögen verlieren und mit leeren Händen dastehen.


Das massivste QE aller Zeiten
(fuw.ch) Noch nie war der Bernanke-Put so explizit. Doch der Grenznutzen der Massnahmen nimmt ab. Die Gefahr weiterer Blasen und Finanzkrisen steigt damit eher. Weiterlesen…  

Kommentar: Ein nützlicher Beitrag zum Thema QE3-Beschluß der Fed, unterstützt durch viele aussagekräftige Grafiken. Sehr informativ. Schade, dass es solche Beiträge in den deutschen Leitmedien nur äußerst selten gibt. Die Gefahr, die von dieser Fed-Maßnahme für den Rest der Welt ausgeht ist erheblich. Besonders die Krise in Europa ist direkt davon betroffen. Teile der neu gewonnenen Liquidität werden von den Spekulanten dazu benutzt, den Druck weiter zu erhöhen. Wir werden das gegenüber Frankreich schmerzlich erleben.


„Die Fed wird aussteigen müssen“
(handelsblatt.com) Die Finanzwelt feiert den Kurs der US-Notenbank. Doch nicht alle feiern mit. Der Ökonom John Taylor, möglicher Nachfolger von Fed-Chef Ben Bernanke, erklärt im Handelsblatt-Interview, warum der Fed-Kurs gefährlich ist. Weiterlesen…

Kommentar: Ein großer Kritiker der aktuellen Maßnahme. Was er verlangt, den Ausstieg der Fed, halten wir für unmöglich. Nennenswertes Wirtschaftswachstum entsteht nicht, die Liquidität bleibt im Spiel-Casino der Finanzindustrie hängen. Die Gefahr einer höheren Inflation ist deshalb relativ gering.  


Japan senkt Wachstumsausblick; Bank of Japan wird in globalen Währungskrieg einsteigen
(wirtschaftsfacts.de) Die allseits erwartete Ankündigung der Federal Reserve zu QE3 verleiht dem japanischen Yen erneut Flügel – sehr zum Nachteil der Exportindustrie des Landes. Nachdem sich Japans Wirtschaft kurzzeitig von den Folgen des Seebebens erholte, senkte die Regierung am Freitag den zukünftigen Wachstumsausblick. An den Finanzmärkten rechnet man damit, dass die japanische Ökonomie schon im dritten Quartal wieder schrumpfen wird. Eine sich deutlich abschwächende Weltwirtschaft erweist sich für das stark exportorientierte Japan als zusätzliches Gift. Lange dürfte es nicht mehr dauern, bis die Bank of Japan ihr eigenes Programm zum Ankauf von Staatsanleihen ausweitet – und damit den globalen Währungskrieg befeuert. Damit forciert sich der internationale Währungskrieg, da neben der Fed, der EZB, der Bank of England und der Banco do Brasil auch einige andere Zentralbanken angekündigt hatten, ihre heimischen Märkte mit neuer Liquidität zu fluten.  Weiterlesen…

Kommentar/Ergänzung: Mittendrin der Euro, die Währung eines vollkommen zerstrittenen Europas, wo die Diskussionen über einen Zerfall der Europäischen Union gerade wieder neu aufflammen. Von einer Zersplitterung wie in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges ist die Rede. US-Investoren sehen Zerfall der politischen Union in Europa“ oder „Krise verstärkt Spaltungstendenzen in Europa“ heißt es beispielsweise bei deutsche-wirtschafts-nachrichten.de (hier und hier). Der Druck auf Deutschland wächst unaufhörlich.  


So eine Krise könnte es ruhig öfter geben
(wirtschaftsblatt.at) Die Börsen liegen heuer bereits deutlich im Plus. Wenn Notenbanker auf beiden Seiten des Atlantiks an einem Strang ziehen und sogar deutsche Verfassungsrichter mitspielen, kann nur Gutes für die Märkte herauskommen: Auf die Draghi-Rallye vor eineinhalb Wochen folgte Erleichterung darüber, dass der Eurorettungsschirm ESM in Karlsruhe praktisch durchgewunken wurde, und zuletzt goss auch noch Fed-Chef Ben Bernanke Öl ins wieder entfachte Kursfeuer. Apropos Feuer: Die Notmaßnahmen der Krisenfeuerwehr funktionieren also, doch ist der Brand damit auch endgültig gelöscht? Weiterlesen…

Kommentar: Was soll das denn? Genügt ein Anstieg der Aktienkurse zur positiven Beurteilung von QE3 und ESM? Unglaublich, diese Bewertung. Tatsächlich ist nichts entschieden. Tendenziell geht es aber eher in die andere Richtung.      


Nowotny: Echte Fiskalunion in weiter Ferne
(derstandard.at) Die Krise hätte eingedämmt werden können, hätte man die Lage Griechenlands rascher und energischer stabilisiert, glaubt Nowotny. Weiterlesen…

Kommentar: Richtig, deshalb ist aber auch die Fiskalunion keine Lösung. Verschlimmbessert die Situation nur. Reguliert erst einmal die Banken!    


Schwedens Wirtschaft kühlt deutlich ab
(ftd.de) Schweden schien lange Zeit gegen die Krise immun. Nach einer drastischen Revision des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal wird auch in der zweiten Jahreshälfte eine deutliche Abkühlung erwartet. Weiterlesen…

Kommentar: Natürlich ist Schweden hochgradig gefährdet. Wegen einer Immobilienkrise. Noch rechnet niemand mit einer Rezession. Nur, mit welcher Begründung? Schwedens wichtigste Handelspartner sind Deutschland und Großbritannien. Einigermaßen stabil ist nur noch Deutschland, Großbritannien ist längst pleite.   


Riesenproteste gegen Sparpolitik in Portugal
(wort.lu) Bei einer der größten Protestkundgebungen aller Zeiten haben Hunderttausende im hoch verschuldeten Portugal gegen die Sparpolitik der Regierung aufbegehrt. Die Demonstranten gingen am Samstagabend in rund 40 Städten des kleinen Eurolandes auf die Straßen. Medien schätzten die Teilnehmerzahl auf rund eine Million. Weiterlesen…

Kommentar: Na also, geht doch. Die Portugiesen wollen nicht länger Sparmeister sein und dafür gelobt werden. Wir möchten daran erinnern: vor einigen Monaten haben sich Teile der portugiesischen Gewerkschaften mit dem Wunsch nach einer Militärdiktatur beschäftigt.


Athens Reparationsforderungen: "Freunde zahlen ihre Schulden"
(derstandard.at) Warum die Forderungen an Deutschland berechtigt sind, Griechenland bisher aber am Türsteher scheiterte, erklärt Historiker Hagen Fleischer. Weiterlesen…

Kommentar: Der Artikel verdient Aufmerksamkeit. Für die Menschen in Deutschland fängt ihre Geschichte erst 1949 an, mit Gründung der Bundesrepublik. Alles davor hat keinen Platz mehr in den Köpfen der Leute. Deshalb werden diese Forderungen aus Griechenland sofort lächerlich gemacht. Dem gegenüber erklärt Hagen Fischer die Zusammenhänge und Hintergründe dieser Forderungen, vor allen Dingen auch, wie sich Nachkriegs-Deutschland jahrzehntelang vor diesen Forderungen drücken konnte. Trotzdem empfiehlt er Griechenland auf Reparationsforderungen zu verzichten und statt dessen auf der Rückzahlung eines Zwangsdarlehens zu bestehen, dessen Rechtmäßigkeit bereits unstreitig ist, wörtlich: "Schulden des Reiches gegenüber Griechenland" . Dazu Fischer: „Das wären mit heutiger Kaufkraft um die sechs, sieben Milliarden Euro, ohne Zinsen. Mit Verzinsung eine astronomische Summe. Die BRD argumentiert gerne, Reparationen zahlen nur die Verlierer eines Krieges, jetzt sind wir Partner, Freunde. Aber Schulden bezahlen auch Freunde.“  


"Nur kurzer Aufschub für Griechenland"
(derstandard.at) Athen bekommt mehr Zeit, um versäumte Reformen aufzuholen, aber nicht mehr Geld, sagt Maria Fekter nach dem EU-Finanzministertreffen. Sie bestätigt, dass mit dem Start des Europäischen Rettungsschirms, der "pragmatischen Haltung" der EZB bei der Marktstabilisierung eine gewisse Wende im Eurokrisenmanagement eingetreten sei. Kein einziger Finanzminister habe inzwischen Zweifel daran, dass das Bündel an Maßnahmen, Hilfen und Reformen, das man seit zwei Jahren geschnürt habe, "der richtige Weg" sei. Szenarien über ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euroraum seien durchgespielt worden. Jetzt sei aber klar, dass das kein Thema mehr sei. Griechenland werde im Euro bleiben, nicht mehr Geld bekommen, aber bei der Umsetzung der Reformen einen gewissen zeitlichen Spielraum bekommen. Das nächste große Thema werde Spanien und die Hilfe für die dortigen Banken: der Zug zur Rekapitalisierung von Spaniens Banken sei voll im Laufen, man werde deutlich weniger als die eingeplanten 100 Milliarden Euro brauchen. Weiterlesen…

Kommentar: Dieses Interview mit der österreichischen Finanzministerin Fekter gibt einen guten Überblick zum Treffen in Nicosia. Außerdem über die Irrtümer, denen die europäischen Krisenmanager nach wie vor nachhängen. Viel Zuversicht um nichts. Bestenfalls werden Notmaßnahmen beschlossen, nur keine Lösungen. Das Elend geht weiter. Und es wird zunehmen, wie die Entwicklung in Frankreich, Holland, Dänemark oder Schweden zeigt.


Euro-Sorgenländer erholen sich langsam
(faz.net) Seit Ausbruch der Krise haben Irland, Spanien und Portugal ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Griechenland kommt nur schwer voran. Italien bemüht sich um Reformen, doch vieles bleibt Stückwerk. Weiterlesen…

Kommentar: Das lesen die Deutschen doch gerne: Angela Merkels Krisenmanagement trägt Früchte. Daraus speisen sich, dass mussten wir bereits lernen, die positiven Umfragewerte der Kanzlerin und ihrer Partei (hier). Was hier gelobt wird ist statistisches Machwerk, die Menschen bleiben dabei auf der Strecke.


Griechenland im Sparirrsinn
(heise/telepolis.de) Während die EU-EZB-IWF Troika in Athen mit der Troika der griechischen Regierung um die neuen Sparmaßnahmen feilscht, kommen immer mehr Details ans Tageslicht, welche die Staatsfinanzkrise immer surrealer erscheinen lassen Die IWF-geführte Troika zerpflückte bei ihrem aktuellen Kontrollbesuch das von Finanzminister Yannis Stournaras vorgestellte Sparpaket. Knapp die Hälfte der Sparmaßnahmen, die von der aus drei Parteien bestehenden Regierung geplant sind, erschien den Prüfern fragwürdig. Nicht bemängelt wurden die Lohn- und Rentenkürzungen. Auf Widerspruch stieß die Absicht der Griechen, weniger für Rüstungsmaterial auszugeben als bisher. Stattdessen soll weiter bei den öffentlichen Personalkosten gespart und gleichzeitig die Privatwirtschaft im Sinn der Troika reformiert werden. Weiterlesen…

Kommentar: Wie gesagt, die Menschen bleiben auf der Strecke. Der Feldversuch europäischer Krisenbemühungen geht in eine neue Runde.


Nächste Kreditklemme droht – dänische Banken horten wohl Cash
(format.at) Wenn die dänische Zentralbank den Banken des Landes in diesem Monat eine weitere Runde unbegrenzter dreijähriger Kredite (LTRO) anbietet, werden diese Bargeld wohl regelrecht horten. Experten gehen davon aus, dass die Institute fünfmal mehr Kredite der Zentralbank aufnehmen könnten als bei der vergangenen Finanzierungs-Runde im März. Dahinter steckt die Befürchtung, dass es in Europa zur nächsten Kreditklemme kommen könnte. Weiterlesen…

Kommentar: Dänemark steckt in einer tiefen Bankenkrise, außerdem erwartet die Wirtschaft eine kräftige Rezession. Da kann Liquidität nicht schaden. Die Danske Bank, größte Bank des Landes, war auch schon bei der letzten EZB-Geldschwemme ganz vorne dabei (hier). Das Land kommt nicht zur Ruhe.


Spanien braucht offenbar 60 Milliarden Euro
(sueddeutsche.de) Wie viel Geld brauchen die spanischen Banken? Brüssel wollte sicherheitshalber 100 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, doch womöglich kommen die Institute auch mit deutlich weniger Geld aus. Weiterlesen…

Kommentar: Ein Angriff auf die Intelligenz. Die spanischen Banken haben rund 300 Milliarden Euro Wertberichtigungsbedarf alleine aus dem Zusammenbruch des Immobilienmarktes. Das Land benötigt zusätzlich dringend Geld für seine Regionen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass mit dem IWF über 300 Milliarden Euro verhandelt wird (hier). Wir schätzen den Bedarf des Landes mittlerweile auf 500 Milliarden Euro, mindestens. Europa lügt sich durch die Krise.


Frankreich: Tiefe Rezession kündigt sich an
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Der französische Notenbankchef Christian Noyer sagt der Wirtschaft im kommenden Jahr nur ein geringes Wachstum von unter einem Prozent voraus. Analysten zufolge sei auch das noch zu hoch geschätzt. Weiterlesen…

Kommentar: Der nächste Kandidat für den Rettungsschirm. Die Spekulanten nehmen schon Maß. Frankreichs Wirtschaft wird ein Opfer der deutschen Austeritätspolitik für Südeuropa. Ein Wahnsinn.  


Deutsche Exporteure setzen auf Schwellenländer
(manager-magazin.de) Der krisengeschüttelte Euro-Raum verliert für Unternehmen und Investoren an Bedeutung. Auch deutsche Exporteure engagieren sich weniger in Spanien und Italien, sondern zunehmend in Brasilien und Shanghai. Ein Schwenk mit Risiken. Weiterlesen…

Kommentar: Das ist schon Verzweiflung, was Deutschlands Exporteure antreibt. Europa versinkt in einer Rezession, da muss schnell Ersatz gefunden werden. So, so, die Bedeutung Europas sinkt für die deutsche Wirtschaft. Pech nur, dass auch die Schwellenländer schon unter der Krise leiden und Europa wegen seines Krisenmanagements schwere Vorwürfe machen. Es wäre an der Zeit, endlich Leben auf einem anderen Planeten zu entdecken, um damit Handel treiben zu können. Die globalisierte Welt „Erde“ ist schon zu klein für die deutschen Exportpläne: schneller, weiter, höher.


Grossbanken warnen vor Milliardenabflüssen
(tagesanzeiger.ch) Wegen dem Druck auf das Bankgeheimnis ziehen reiche Kunden ihr Vermögen ab: Dieses Szenario bewahrheitet sich zunehmend, sagen prominente Vertreter von UBS und Credit Suisse. Weiterlesen…

Kommentar/Ergänzung: Es geht zu Ende mit der Schweizer Insel der Glückseligkeit. Jahrzehntelange Pfründe verschwinden auf Nimmerwiedersehen und die Verluste bedrohen den Finanzplatz und Alpen-Hedgefonds Schweiz. Amerikas Angriff auf das eidgenössische Bankgeheimnis zeigt Wirkung. Von 200 Milliarden Euro ist die Rede, die alleine von Kunden aus Westeuropa abgezogen werden. Das wird tiefe Spuren hinterlassen. Der Schweizer Franken als Fluchtwährung? Das will reiflich überlegt sein. Wir finden, die Zeiten sind vorbei.

Die ersten Konsequenzen sind schon zu besichtigen: „Die CS verkauft ihr Tafelsilber“ (hier). Die Grossbank wirft Immobilien im Wert von einer Milliarde Franken auf den Markt. Die meisten Gebäude befinden sich in zentraler Lage in Zürich. Da drückt ganz gewaltig der Schuh. Die Credit Suisse braucht dringend Geld. Angeblich ist sogar der Verkauf des Hauptsitzes an der Bahnhofstrasse kein Tabu mehr.


Übernahmesuche in Europa: China Construction Bank plant Rekorddeal
(ftd.de) Chinas zweitgrößtes Geldinstitut ist auf der Suche nach einem Übernahmeziel in Europa. Die China Construction Bank will die Chance nutzen, einen der derzeit günstigen Konkurrenten mit globaler Ausrichtung zu erwerben. Dafür könnte sie so viel Geld in eine Auslandsübernahme stecken wie noch nie zuvor eine chinesische Bank. Weiterlesen…

Kommentar: Eine Filiale in Luxemburg reicht nicht (hier), jetzt gleich eine ganze Bank. An notleidenden Instituten besteht in Europa augenblicklich kein Mangel, nur zu. China drängt mit aller Macht nach Europa. Wir sehen diese Entwicklung sehr, sehr skeptisch.


Obama geht gegen China vor
(ftd.de) Barack Obama legt sich mit China an. Peking kassiere zu Unrecht Zölle auf amerikanische Autos, moniert der US-Präsident - und will sich bei der Welthandelsorganisation über die Asiaten beschweren. Die Politik der Chinesen kommt ihm im Wahlkampf höchst ungelegen. Weiterlesen…

Kommentar: Mitnichten. Obama verfährt nach dem Motto „viel Feind, viel Ehr“. Da kommen die Schwierigkeiten der US-Autoindustrie mit China gerade recht. Natürlich kontert das Reich der Mitte mit einem Gegenschlag.



Zum Schluss: Alle Nachrichten sind nur die Begleitmusik für ein Ereignis: Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Welt befindet sich in einem Teufelskreis, dem die Regierungen hilflos gegenüberstehen. Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier).

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor. Die Diskussion um eine Reichensteuer war erst der Anfang. Was es sonst noch gibt steht hier. Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt.

Es wird Zeit, Ersparnisse und Vermögen krisenfest zu machen. Jeder besitzt etwas, das er vor staatlichem Zugriff schützen muss. Soviel ist sicher. Dabei können wir behilflich sein. Für unsere Beratung berechnen wir lediglich eine einmalige Aufwandsentschädigung.

Sehr viel Wert legen wir auf Unabhängigkeit. Deshalb haben wir auch ein eigenes Konzept zur Absicherung der Ersparnisse und Vermögen vorbereitet, das wir bei Bedarf sehr flexibel einsetzen können. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de