Mittwoch, 26. September 2012

Standpunkt 392 - Nachrichten-Ticker, 25.09.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir kurz kommentieren oder ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...


Themen: Grexit Griechenland – IWF – Mario Draghi – Christine Lagarde – Eurozone – Euro-Krise  – Peer Steinbrück – Enteignung – US-Wahlkampf


In eigener Sache: Ein neues Update zum Thema Enteignungen ist fertig und steht hier für unsere LeserInnen zur Verfügung. Wir haben diesen Beitrag sorgfältig recherchiert und formuliert. Für Anregungen und Ergänzungen oder Kritik sind wir dankbar.


"Griechenland wird aus dem Euro fliegen, wenn Deutschland das bestimmt"
(format.at) James K. Galbraith über die einzige Lösung zur Krise in Europa und die US-Wahlen. Weiterlesen…

Kommentar: Ein Interview, voll mit Wahrheiten. Offensichtlich weiß der Mann, wovon er redet. Keiner der Pop-Ökonomen. Wäre einer unserer Wunsch-Berater für Angela Merkel und ihre schwarz-gelbe Bundesregierung. Unsere Tagesempfehlung.      


Trüber Herbst in Griechenland (2/3)
(nachdenkseiten.de) Niels Kadritzke wirft in seiner dreiteiligen Serie einen sehr ausführlichen Blick auf die momentane Lage in Griechenland. Im zweiten Teil beschäftigt er sich mit der innergriechischen Entwicklung und der zunehmend fehlenden Akzeptanz der Samaras-Regierung. Weiterlesen…

Kommentar: Teil zwei von drei. Für unsere LeserInnen, die sich ein eigenes Urteil über den Verlauf der Krise in Europa bilden wollen.    


"Steigt der IWF aus, steigen auch wir aus"
(format.at) Beim Poker um weitere Milliardenhilfen für Griechenland sitzen nicht alle Mitspieler mit gewichtigen Interessen am Tisch. Ein GrEXIT wird wieder wahrscheinlicher.
Vor allem einer fehlt: die US-Regierung. Das gilt auch für die großen Schwellenländern, die sich brennend dafür interessieren, wie es mit Griechenland und der Euro-Zone als Ganzes weitergeht. Weiterlesen…   

Kommentar: Sucht Deutschland eine neue Gelegenheit, um Griechenland fallen zu lassen? Es ist wirklich ein „running gag“, der Austritt Griechenlands aus der Eurozone, der eigentlich in den Verträgen zur Gemeinschaftswährung nicht vorkommt. Interessiert nur niemand.       


Griechenland schafft die Wende nicht
(faz.net) Griechenland verfehlt offenbar abermals die Vereinbarungen mit seinen Gläubigern. Nach einem Bericht schafft es Athen nicht, wie vereinbart ab 2015 seinen Haushalt ohne zusätzliche Hilfen zu finanzieren. Brüssel und europäische Notenbanken sehen demnach eine Finanzierungslücke von rund 30 Milliarden Euro. Weiterlesen…

Kommentar: Das geheuchelte Erstaunen ist unerträglich. Die Spardiktate für Griechenland waren nicht einzuhalten, das war von vorneherein klar. Wenigstens allen, bei denen 2 + 2 = 4 ergibt. Offensichtlich gibt es davon nicht viele.   


IWF-Chefin: Europa ist "Epizentrum" der globalen Krise
(diepresse.com) Christine Lagarde kritisiert das langsame Reformtempo in der Eurozone. Der IWF muss den Ausblick für die Weltwirtschaft noch einmal senken. Weiterlesen…

Kommentar: Ein neuer Angriff auf die Intelligenz. Madame Lagarde ist leider schlecht für Europa, eine Nestbeschmutzerin. Die Juristin, früher in einer der größten US-Kanzleien ganz oben, entpuppt sich immer mehr als Wasserträgerin, Dienerin und Erfüllungsgehilfin der US-amerikanischen Interessen. Dafür verrät sie kalt lächelnd die europäischen. Was sie behauptet ist einerseits äußerst durchsichtig, aber auf der anderen Seite höchst gefährlich. Es gibt definitiv nur ein „Epizentrum“ der globalen Krise: die Wall Street.  


Standard & Poor's senkt den Ausblick für die Eurozone
(wirtschaftsblatt.at) Die Ratingagentur Standard & Poor's rechnet mit einem BIP-Minus von 0,8 Prozent für 2012 und einer Stagnation im Jahr 2013. "Aktuelle ökonomische Indikatoren malen ein trostloses Bild für Europa. Die Daten bestätigen unsere Ansicht, dass die Region in eine neue Periode der Rezession eintritt", so S&P Ökonom Jean-Michel Six in dem Bericht. Weiterlesen…

Kommentar: Neue Abstufungen werden folgen. Neue Negativ-Zahlen auch. Die bisher vorgesehenen Maßnahmen zur Krisenbekämpfung verschärfen die Probleme weiter.  


Wie Steinbrück Banken bändigen will
(spiegel.de)  Peer Steinbrück läutet den Anti-Banken-Wahlkampf der SPD ein. In einem Positionspapier fordert der Ex-Finanzminister einen Rettungsfonds für Finanzinstitute, die Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken sowie eine Ausweitung der Aufsicht auf Hedgefonds. Weiterlesen…

Kommentar: Was Steinbrück vorschlägt, geht schlicht nicht weit genug. Und ändert nichts an der aktuellen Situation: wohin mit dem versteckten Bilanzmüll? Sehr oberflächlich, was Steinbrück abliefert. Insofern könnte Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband der deutschen Banken, damit recht haben, wenn er dem Plan unterstellt "ein paar populistische Stimmen einsammeln" zu wollen.


"Die Angst vor Enteignung ist durchaus real"
(welt.de) Manche Europäer haben eine andere Geldkultur: Werner Plumpe, scheidender Vorsitzender des Deutschen Historikerverbandes, über Schuldenkrise, Ressourcenkonflikte und die Lage seiner Zunft. Weiterlesen…

Kommentar: Nein, noch nicht bei einer breiten Mehrheit, nach unserer Schätzung höchstens bei 1 Promille. Trotzdem, die Entwicklung geht eindeutig in Richtung einer Enteignung. Schon die bisher aufgetürmten Schulden sind nicht mehr bezahlbar, werden aber immer noch mehr. Da gibt es keine Alternative.     


Verdeckte Subventionen mit fataler Wirkung
(fuw.ch) “Romney greift das Thema Subventionen zu Recht auf. Doch mit seiner Schilderung des Geschehens in den USA in den letzten Jahren liegt er weit neben der Realität.”
In den USA lehnen weite Bevölkerungskreise staatliche Unterstützung ab. Die verdeckten Subventionen an die Banken wurden jedoch kaum wahrgenommen. Ein Kommentar von Simon Johnson. Weiterlesen…

Kommentar: Der US-Ökonom Johnson legt wieder einmal den Finger in eine schwärende Wunde. QE3 zeigt, Fed und Politik sind ratlos.


Zum Schluss: Alle Nachrichten sind nur die Begleitmusik für ein Ereignis: Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Welt befindet sich in einem Teufelskreis, dem die Regierungen hilflos gegenüberstehen. Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier).

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Wacht auf, der Traum geht zu Ende! Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor. Die Diskussion um eine Reichensteuer war erst der Anfang. Was es sonst noch gibt steht hier. Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt.

Es wird Zeit, Ersparnisse und Vermögen krisenfest zu machen. Jeder besitzt etwas, das er vor staatlichem Zugriff schützen muss. Soviel ist sicher. Sprechen Sie dafür mit den richtigen Leuten: uns. Wir können Ihnen eine Hilfe sein. Für unsere Beratung berechnen wir lediglich eine einmalige Aufwandsentschädigung. 
 
Sehr viel Wert legen wir auf Unabhängigkeit. Deshalb haben wir auch ein eigenes Konzept zur Absicherung der Ersparnisse und Vermögen vorbereitet, das wir bei Bedarf sehr flexibel einsetzen können. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de