Freitag, 12. Oktober 2012

Standpunkt 413 - Nachrichten-Ticker, 11.10.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir kurz kommentieren oder ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...


Themen: Arm und Reich in den USA Derivate – Fitch Banken-Rating – US-Industrie – EZB – Inflation – Deutschlands Schulden – Euro-Krise – S&P – Spanien – IWF – Griechenland – Beitrittskandidaten Albanien und Kosovo – Katalanien – Kapitalkontrollen in Europa -  China – Australien - Frankreich - Italien - Belgien


In eigener Sache I:
Ein neues Update zum Thema Enteignungen ist fertig und steht hier für unsere LeserInnen zur Verfügung. Ein "must read" für alle, die sich mit der Krise beschäftigen! Wir haben diesen Beitrag sorgfältig recherchiert und verständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik immer dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier).


Der ganz große Unterschied
(zeit.de) Reiche leben hinter Mauern, Arme füttern Katzen. Die USA stehen vor einer sozialen Zerreißprobe. Eine Ortsbesichtigung. Lesen…

Kommentar: Die Krise ist in den USA schon weiter, sehr viel weiter wie in Europa. Trotz schier endloser Liquidität, die während der vergangenen Jahre das Land überschwemmt hat, ist Amerika ein Scherbenhaufen geworden. Die eine Seite der USA sind Millionen Obdachlose, Millionen Arme, Millionen Food-Stamps-Bezieher, Millionen Arbeitslose, Millionen leerstehende Häuser, Millionen Häuser in der Zwangsversteigerung. Die folgende Übersicht zeigt das Dilemma: 

© zerohedge.com, 2012 

Die andere Seite der USA sind eine Hand voll Superreiche, Leute, die trotz Krise Tag für Tag immer reicher werden, Tag für Tag Millionen US-Dollar Gewinn machen. Diese Schere geht weiter auseinander – noch. Geschützt durch den Mythos vom „American Way Of Life“, der jedem Amerikaner den Glauben daran gibt, es vom „Tellerwäscher zum Millionär“ schaffen zu können. Das funktioniert nicht mehr. Die US-amerikanische Mittelklasse wird gerade aufgelöst. Nicht, weil sie von Innen heraus erodiert, nein, weil sie von Außen zerstört wird. Ihr fehlt der Schutz der Regierung, die es zulässt, dass sich die Unternehmensgewinne maximieren, während immer noch Millionen Jobs fehlen. Noch ist Amerika damit beschäftigt alles falsch zu machen, um hoffentlich anschließend, so formulierte es einmal Winston Churchill, doch wieder alles richtig zu machen. Egal, wer der nächste Präsident ist, er muss zurückblicken in der amerikanischen Geschichte, dann findet er die Lösung. Es sind die Maßnahmen von Franklin D. Roosevelts New Deal, die Amerika wieder in die Spur bringen. Dann könnte die US-Psychologin Lee Hausner Recht bekommen, die behauptet, "für die Defizite werden die Wohlhabenden zahlen" (hier). Erst danach hat die restliche Welt wieder eine Chance auf Besserung. Wir wagen nicht daran zu denken, wo Europa bis dahin steht, es würde uns zu sehr deprimieren. 


Mehr Derivate schaffen eine bessere Welt 
(derstandard.at) Blasen und Crashes überraschen US-Forscher Shiller nicht, weil der Mensch ist, wie er ist. Er will mehr statt weniger Finanzinnovationen. Der Mensch verhält sich rational, zumindest in dem Sinne, dass er in seinem eigenen Interesse handelt: Von dieser Prämisse geht die traditionelle ökonomische Theorie aus. Konjunkturschwankungen sind demnach vor allem die Folge technologischen Wandels oder unvorhersehbarer Eingriffe des Staates. Bei jedem Börsencrash müssen sich Wirtschaftswissenschafter wegen dieser und der Überzeugung, dass Finanzmärkte effizient seien, jede Menge Spott gefallen lassen. Der amerikanische Wirtschaftswissenschafter Robert Shiller geht einen Schritt weiter. Diese Grundannahme der Ökonomie sei schlicht falsch, so der US-Forscher und postuliert zu viel Glauben an die Vernunft der Marktakteure. "Märkte-Versteher" (Manager-Magazin) Shiller hat die aktuelle Krise früh vorausgesagt. Heuer wird er wieder einmal für den Wirtschafts-Nobelpreis hoch gehandelt für seine Beiträge über die Volatilität der Finanzmärkte. Lesen…


Kommentar: Solche Leute machen uns fassungslos. In diesen Momenten denken wir an einen Ausspruch von George Bernard Shaw: „Wir brauchen eine Handvoll Narren! Seht, wohin uns die Vernünftigen gebracht haben.“

     
Der Sündenbock der Finanzkrise
(tagesanzeiger.ch) Einst viel gepriesen, werden strukturierte Produkte heute vielerorts verteufelt – trotzdem weiter gekauft. Lesen…

Kommentar: Dieser Beitrag zeigt, Robert Shiller rennt weit offene Türen ein. Die Sache hat nie aufgehört zu funktionieren. Für uns  ist es das „Desaster Derivatehandel“ (hier). Die Größenordnungen bei den beteiligten europäischen Banken müssen den LeserInnen die Sprache verschlagen. 


Fitch tastet wichtige Banken-Ratings nicht an
(wirtschaftsblatt.at) Die US-Ratingagentur Fitch hat ihre Noten für zwölf Großbanken, darunter die Deutsche Bank, unverändert gelassen. Lesen…

Kommentar/Ergänzung: Die Ratingagenturen ignorieren die Gefahren aus dem Derivatehandel einfach. Die von Fitch untersuchten Banken sind alle mehr (Deutsche Bank, UBS, JPMorgan, Bank of America) oder weniger (RBS, Société Générale) in den Handel mit den Massenvernichtungswaffen (O-Ton Warren Buffett, hier) verwickelt. Es ist eine tödliche Gefahr. Freudig meldet der Schweizer Tages-Anzeiger  „Gute Noten für Schweizer Grossbanken“ (hier). Die Begründung ist ehrlich: „Die UBS und die CS weisen eine hohe Schuldnerqualität aus: Zu diesem Schluss kommt die US-Ratingagentur Fitch. Sie vertraut darauf, dass der Bundesrat die Grossbanken nie fallen lassen würde.“ In Wirklichkeit kann das aber nicht funktionieren. Schließlich geht es um zweistellige Billionenbeträge.


Gewinnwarnung und drohender Jobabbau bei Cummins schockt Wall Street
(wirtschaftsfacts.de) Nach dem Baumaschinenhersteller Caterpillar folgte gestern auch der Dieselmotorenhersteller Cummins mit einer Gewinn- und Prognosesenkung. Doch nicht nur das, denn anscheinend hat sich die Auftragslage derart verschlechtert, dass ein Abbau von bis zu 1.500 Arbeitsplätzen bis Ende dieses Jahres notwendig wird. An der New Yorker Wall Street ging diese Meldung gestern wie ein Platzregen nieder. Langsam aber sicher wird deutlich, dass nicht nur die US-Wirtschaft in immer größere Probleme hineinsteuert, sondern die Weltwirtschaft an sich. Lesen…

Kommentar: Im gestrigen Nachrichten-Ticker gab es die Meldung "Made in USA" – Die totgesagte Industrie lebt (hier). Eine Meldung, mit der die Obama-freundlich gestimmten Medien die Wirklichkeit beschönigen, um seine Wiederwahl zu unterstützen Die Zahlen in dem heutigen Artikel sprechen eine andere Sprache. Natürlich ist Cummins auch von der Krise in Europa betroffen. Cummins ist ein Global Player und macht die Hälfte seines Umsatzes außerhalb der USA. Wer hat schon gewusst, dass im europäischen Spar-Musterland Portugal im August insgesamt nur 12 LKW produziert wurden?


Deutsche Ökonomen stilisieren EZB zur größten Euro-Gefahr
(manager-magazin.de) Das ist ein frontaler Angriff: Die wichtigsten deutschen Ökonomen haben sich heute gegen Europas Zentralbank gestellt. Sie werfen ihr vor, mit dem Aufkauf wackeliger Staatsanleihen die Währungsunion zu torpedieren. Die EZB sei zur Gefahr für den Euro geworden - und damit für Europa. Lesen…

Kommentar: Wir bitten die LeserInnen um Verständnis dafür, dass wir uns eines Kommentars enthalten. Es könnte sonst sein, dass wir uns zu Beleidigungen hinreißen lassen. Lieber soll für uns in dem folgenden Artikel der Schweizer Professor Aymo Brunetti für uns antworten. Wie wäre es außerdem mit diesem treffenden Zitat von Claude Henri Saint-Simon, Graf de Rouvroy (1760 bis 1825): "Der Akademikergeist neigt immer dazu, an einmal aufgenommenen Meinungen festzuhalten und sich dabei als Hüter der Wahrheit vorzukommen."  


Geldpolitik öffnet ein Zeitfenster 
(fuw.ch) Der Hochseilakt der Europäischen Zentralbank mit dem Einsatz von Outright Monetary Transactions befreit die Eurozone von akuter Absturznot – einstweilen. Lesen… 

Kommentar: Wir finden, eine treffende Analyse, die auch die Gefahren der EZB-Maßnahmen nicht vernachlässigt. Aber auch die kleine Chance sieht: „Nur wenn dieses schmale Zeitfenster für die Fixierung nachhaltiger Reformpakete genutzt wird, hat sich der außerordentliche Einsatz der EZB wirklich gelohnt.“ Zu dieser Sichtweise sind die oben zitierten deutschen Ökonomen leider erst gar nicht fähig. 


Der SPIEGEL und die Inflation 
(nachdenkseiten.de) Immer wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, weiß der SPIEGEL einen in steter Regelmäßigkeit vom Gegenteil zu überzeugen. Vom Online-Ableger des ehemaligen Nachrichtenmagazins ist man in Sachen Niveau-Limbo ja schon einiges gewohnt. Mit der Titelgeschichte „Vorsicht Inflation!“ – Unterzeile „Die schleichende Enteignung der Deutschen“ – hat die alt-ehrwürdige Print-Mutter der boulevardesken Online-Tochter im Wettbewerb um den schlechtesten Wirtschafts-Artikel jedoch nun den Kampf angesagt. Von Jens Berger. Lesen… 

Kommentar/Ergänzung: Unsere heutige Tagesempfehlung. Bei Bergers Analyse können wir auf einen Kommentar verzichten. Der Schweizer Tages-Anzeiger schreibt zum gleichen Thema: Inflationshysterie im «Spiegel» (hier) und meint, „das Nachrichtenmagazin wärmt in der aktuellen Titelgeschichte überholte Theorien auf und heizt damit die deutsche Urangst vor einer Hyperinflation an.“ Bei Berger spielt auch PIMCO eine Rolle. Deshalb auch dazu einen Artikel: „Pimco-Chef: Hütet euch vor der Zentralbank-Blase!“ (hier) MohamedEl-Erian schreibt: „Viele Anleger profitieren nach wie vor von den Notfallmaßnahmen der Zentralbanken in den USA und in Europa. Doch die Vermögenspreise entfernen sich zunehmend von den Fundamentaldaten. Investoren müssen jetzt besonders wachsam sein." 


Deutschland glückt der Schuldenabbau 
(focus.de) Die gute Lage der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt füllt die Staatskassen. Die führenden Ökonomen rechnen mit dem ersten Haushaltsüberschuss seit fünf Jahren. Auch die Schuldenquote soll sinken. Lesen… 

Kommentar/Ergänzung: Pure Effekthascherei, dieser Artikel. Die Überschrift ist eigentlich eine glatte Lüge. Das zeigt sich schon in dem einleitenden Text. Leider nimmt es der Focus mit den Fakten nicht mehr so genau. Andere berichten die Tatsachen: „Deutsche Staatsschulden steigen auf Rekordhoch“ (hier): „Die öffentlichen Gesamtschulden erreichten im Juni eine Rekordhöhe von 2,082 Billionen Euro.“ Oder hier: „Deutschland im Strudel der Eurokrise“ und beschreiben die Wirklichkeit so: Führende deutsche Ökonomen warnen vor einer Rezessionsgefahr und einem stagnierenden Arbeitsmarkt. Trotz sprudelnder Steuereinnahmen hat der Schuldenberg des Staates einen neuen Höchststand erreicht.“ Selbst die Financial Times Deutschland (FTD) gibt bereits in ihrer Überschrift der Wahrheit die Ehre: „Deutsche Verschuldung auf Rekordhoch“ (hier) und erklärt: „Bund, Länder und Kommunen kommen von ihrem Schuldenberg nicht herunter. Trotz sprudelnder Steuereinnahmen stehen die öffentlichen Haushalte Mitte 2012 mit einem Minus von mehr als 2080 Mrd. Euro da.“ Klare Aussagen, denen wir nichts hinzufügen wollen. Nur noch eine Grafik, die den Investitionsrückstand der Kommunen zeigt:


© wirtschaftundgesellschaft.de, 2012   


Die Krise kriecht nordwärts 
(manager-magazin.de) Die Einschläge kommen näher: Auch hierzulande spürt eine wachsende Zahl von Firmen den kalten Griff der Krise. Aufträge brechen weg, in manchen Betrieben steht Kurzarbeit an. Welche Branche kriegt die Kurve, welche zieht es in den Strudel der Rezession? Lesen… 

Kommentar: Unbedingt lesen. Eine ganz gute Übersicht der betroffenen Branchen. Die Schönfärberei geht in Deutschland zu Ende.  


S&P senkt Kreditwürdigkeit Spaniens 
(manager-magazin.de) S&P findet nichts Positives in Spanien: Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit des Landes deshalb nahezu auf Ramschniveau gesenkt. Sie drückte die Bonität des Euro-Landes sogar gleich um zwei Stufen - und behielt ihren negativen Ausblick auch noch bei. Lesen…  

Kommentar: Keine Überraschung. Die anderen Agenturen werden folgen. Auf die Lösung der Krise hat die Herabstufung keine Auswirkung. SLE nennt es hier "eine redlich verdiente Ohrfeige" und begründet diese Aussage im Wesentlichen mit dem lächerlichen Bild, "das die Europäer bei der Krisenbekämpfung abgeben". Er meint, S&P "hat mit der Herabstufung von Spaniens Kreditwürdigkeit um zwei Stufen auf BBB- den Euro-Rettern den Spiegel vorgehalten und die europäische Krisenpolitik nüchtern und knapp als das entschleiert, was sie nicht sein soll, aber bisher de facto ist: ein großes, teures und ineffektives krisenpolitisches Theater." Nur ist es leider nicht so einfach. Dei Ratingagenturen sind allesamt Teil dieses peinlichen Auftritts, den sich Europa und IWF in dieser Krise leisten. Eine schallende Ohrfeige verdient also auch S&P. 


Seht her Griechen, so geht Wirtschaft heute 
(focus.de) Vor zwei Jahren übernahmen die Chinesen einen Teil des Hafens von Piräus. Seitdem boomt dort das Geschäft. Die Griechen können nur staunend zum Nachbarn hinüberschauen – und sich beklagen. Lesen…  

Kommentar: Kürzlich berichtete ARTE unter dem Titel „Die Chinesen kommen! Europas Rettung oder Untergang?“ (hier) ebenfalls über den chinesischen Teil des Hafens von Piräus. Dieser Bericht stellt die Dinge anders dar, als Focus und New York Times. Die Chinesen verstoßen großflächig gegen europäisches Recht. Das ist eines ihrer Geheimnisse. 


IWF-Herbsttagung: Lagarde entzündet Spardebatte
(ftd.de) Die Chefin des Internationalen Währungsfonds weist auf die negativen Folgen des Sparens für das Wachstum hin. Sie ermutigt Griechenland und die EU-Staaten, sich mehr Zeit zu nehmen. Finanzminister Schäuble geht auf scharfen Konfrontationskurs. Lesen…

Kommentar: Ändert der IWF seine Strategie in Europa? Oder bahnt sich eine Verschärfung des Streits zwischen Bundesregierung, EU, EZB und IWF zum Thema Griechenland an? Auf jeden Fall ist Sand im Getriebe zwischen den Rettungspartnern. Wirkt sicherlich nicht beruhigend. Die Krise verschlechtern wird der Streit aber nicht.


Merkels Scheu vor der griechischen Wahrheit
(sueddeutsche.de) IWF-Chefin Lagarde fordert mehr Zeit für Griechenland, die Sparauflagen zu erfüllen - und stößt damit auf erbitterten Widerstand aus Deutschland. Diese Haltung ist paradox: Wer sich wie Kanzlerin Merkel dafür entscheidet, das Risiko eines Athener Euro-Austritts nicht einzugehen, der muss zugleich den Mumm haben, vor die deutsche Öffentlichkeit zu treten und die volle Wahrheit zu sagen: Die europäische Integration gibt es nicht zum Nulltarif. Sie wird im Gegenteil viel Geld kosten. Lesen…

Kommentar: Genau deshalb sucht die deutsche Regierung die billige Lücke aus der Euro-Krise, um die milliardenschweren Kosten der EU ihren Bürgern nicht kommunizieren zu müssen – jedenfalls nicht vor der Bundestagswahl 2013. Sonst würden die Chancen auf die Wiederwahl von Angela Merkel sich schlagartig verschlechtern. Ein weiteres Problem: Die Bundesregierung zeigt keine klare Linie in der Krise, sondern macht ihre Haltung davon abhängig, was im Moment dringend notwendig ist und deshalb der deutschen Öffentlichkeit zugemutet werden muss.  


Trotz Krise: EU-Kommission will Beitritt von Kosovo und Albanien
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die Balkanländer Albanien und Kosovo haben laut Erweiterungsbericht der EU-Kommission gute Chancen zu EU-Beitrittskandidaten aufzusteigen. Der marode Zustand der Volkswirtschaften beider Länder hat anscheinend auf die Entscheidung wenig Einfluss. Lesen…

Kommentar: Die EU-Kommission ist frei jedweder Lernfähigkeit. Nur so lässt sich begreifen, dass die Chancen von Albanien und Kosovo auf einen EU-Beitritt steigen. Das ist verrückt.


Druck steigt: Drei Viertel der Katalanen wollen Referendum über Unabhängigkeit
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die Regierung der spanischen Region Katalonien will noch in diesem Jahr über die Unabhängigkeit von Spanien abstimmen lassen. Eine Umfrage zeigt nun, dass sich die Mehrheit der Katalanen eine solche Abstimmung wünscht. Lesen…

Kommentar: Die Katalanen haben keine Chance. Die Zentralregierung wird alles unternehmen, um diese Abspaltung zu verhindern. Zu gewaltig wären die wirtschaftlichen Folgen für den verbleibenden Rest. Notfalls wird das Militär die Macht übernehmen.


Panik befürchtet: IWF will Kapitalkontrollen in Europa
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Der Internationale Währungsfonds fordert mehr Kontrolle von Kapitalströmen in der Eurozone. So soll die Kapitalflucht eingedämmt und angeschlagene Banken entlastet werden. Kritiker sehen dies als massive Einschränkung der europäischen Freiheit. Lesen…

Kommentar: Welche Freiheit? Und für wen? Kapitalflüchtlinge sind doch in erster Linie die „Reichen und Schönen“. Die wollen sich mit diesen Transfers doch nur ihrer Verantwortung entziehen. Deren Freiheit muss im Interesse der Allgemeinheit tatsächlich beschränkt werden.


Chinas Trittbrett wird morsch
(manager-magazin.de) Australien droht nach 21 Jahren wieder eine Rezession. Kanada fürchtet um seine Rohstoffexporte. Mit ihren Lieferungen haben beide Länder Chinas Boom befeuert. Jetzt flaut die Turbokonjunktur im Reich der Mitte ab. Der Trittbrett-Ritt könnte zum Fluch werden - auch für Europa. Lesen…

Kommentar: Eine erfreuliche Analyse der chinesischen Rezession und ihre Folgen für Chinas Handelspartner. Die lassen sich nun nicht mehr länger leugnen.


Australien zittert vor Konjunkturabkühlung in China
(format.at) Australien hat den chinesischen Rohstoffhunger in den vergangenen Jahren gesättigt und davon wie kein zweites Industrieland profitiert. Doch mit dem großen Fressen könnte es angesichts der schwächelnden Konjunktur Chinas vorbei sein, so dass auch bald die Menschen auf dem Fünften Kontinent ihren Gürtel enger schnallen müssen. Lesen…

Kommentar: Wer nicht hören will, der muss fühlen. So auch Australien. Was haben sich die Australier nicht alles versprochen, von der intensiven Zusammenarbeit mit China. Die gerät nun erst einmal ins Stocken, weil sie sich den Einflüssen der politischen und wirtschaftlichen Großwetterlage nicht entziehen kann. "Wenn China eine harte Landung erlebt, ist Australien so stark betroffen wie kein anderes Land auf der Welt", erklärt Saul Eslake, Chefökonom der Bank of America in Melbourne. Es gibt auch in Australien keine Immunität gegen die Krisen der Welt. Leider hat Australien längst schon hausgemachte Probleme (hier). Daraus wird sich garantiert noch so einiges Unangenehme entwickeln.   


S&P Will Downgrade France And Italy Next, CDS Implies 
(zerohedge.com) With government bond markets increasingly manipulated directly via central-bank intervention - and becoming increasingly illiquid - the odd situation we find ourselves in once again is that CDS markets perhaps provide a 'cleaner' picture of where credit risk is actually being traded between market participants (hedgers or speculators). To wit, Bloomberg's ever-insightful Michael McDonough has noticed a significant divergence between market-implied perceptions of risk (CDS) and ratings-agencies perceptions among several nations. Most notably France and Italy (with Belgium close behind) appear considerably 'over-rated'. Italy's implied rating is equivalent to BB+ at S&P - well below its average rating of BBB+ and France's implied rating of A is around four notches below its composite rating. Read more… 

Kommentar: Demnächst also Frankreich, Italien und Belgien in den Fängen der Ratingagenturen. War von uns schon lange angekündigt (u. a. hier). Bald kauen Europas Retter auf dem Zahnfleisch. Es wird langsam Zeit, mit seinen Ersparnissen das Weite zu suchen. 


In eigener Sache II: 
Die täglichen Nachrichten zur politischen Großwetterlage geben regelmäßig die Begleitmusik für ein unabwendbares Ereignis wieder: Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Welt befindet sich in einem Teufelskreis, dem die Regierungen hilflos gegenüberstehen. Europa ist mittendrin. Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier). 

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Das bleibt nicht so. Wacht endlich auf, der Traum geht zu Ende! Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor (noch einmal hier). Die Diskussion um eine Reichensteuer war erst der Anfang.  Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. 

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