Mittwoch, 7. November 2012

Standpunkt 444 - Nachrichten-Ticker, 06.11.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...


Themen: US-Wahlkampf - US-Wirtschaft Mario Draghi – EZB – ESM – Schattenbanken – Deutschland – EU-Pressefreiheit – Griechenland – Spanien – Eurozone – Bundesbank – Honorarberater


In eigener Sache:
Ein Update 2.0 zum Thema „Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht“ steht hier für unsere LeserInnen bereit. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik immer dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Außerdem möchten wir uns auf diesem Weg für das riesige Interesse an diesem Beitrag bedanken. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


"Die Republikaner lügen"
(spiegel.de) Inakzeptabel! Übler als Katholiken! John Irving wettert gegen die Haltung der Republikaner zu Frauen- und Schwulenrechten - und traut ihnen auch nicht zu, der Wirtschaft zu helfen. Der US-Bestsellerautor meint, dass die Partei nur aus einem einzigen Grund existiert: Die Amerikaner seien ungebildet. Mehr lesen…

Kommentar: Irving bezieht klar Position und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.  

Quelle: project-syndicate.org

Wall Street gegen Obama 
(sueddeutsche.de) Wenn die Amerikaner heute ihren neuen Präsidenten wählen, stimmen sie indirekt auch darüber ab, ob Banken und Hedgefonds weiter zocken können. Mit dem Dodd-Frank Act will Obama die Finanzindustrie in Zaum halten. Wall-Street-Lobbyisten versuchen, das mit allen Mitteln zu verhindern. Gewinnt Romney, dürften sie ihr Ziel erreichen. Mehr lesen…


Kommentar: Wenig glaubhaft, daß sich die Wall Street von einer Wiederwahl Obamas wirklich beeindrucken läßt. Es ist ihr in den vergangenen vier Jahren relativ gut gelungen, Obama klein zu halten und auf Linie zu bringen. Daran dürfte sich nichts ändern.  


Die Republikaner brauchen die Niederlage
(sueddeutsche.de) Politik in den USA ist traditionell viel brutaler als im konsensbemühten Europa. Aber die Extremisten auf der Rechten haben dem Land einen Glaubenskrieg neuer Dimension aufgezwungen. Ein Sieg Romneys würde sie für ihre Blockadepolitik belohnen - und so selbst den Republikanern schaden. Mehr lesen…

Kommentar: Eine äußerst gewagte Haltung, die der Autor in seinem Kommentar einnimmt. Die Republikaner hätten sicherlich viele Gründe dagegen. Aus der Ferne jedenfalls schwer zu beurteilen.    


Eine Wahl, wie geschaffen für Anwälte
(zeit.de) Anfällige Technik, nicht registrierte Wähler, Anzeigen in Florida: Die US-Wahl unterliegt vielen Friktionen. Nicht Wähler, sondern Juristen könnten das letzte Wort haben. Mehr lesen…

Kommentar: Wir erinnern uns: Juristen waren es, die George W. Bush im Jahr 2000 in seine erste Amtszeit gehievt hatten (hier und hier). Seit dem gilt die US-Präsidentschaftswahl als Spielwiese für Manipulationen und Betrügereien durch die Republikaner (hier und hier). Eine lesenswerte Analyse.     


Wichtigste Person der USA steht nicht zur Wahl
(wirtschaftsblatt.at) Der US-Konsument wird entscheiden, wie sich die Zukunft entwickelt. Denn die Konjunktur der weltgrößten Volkswirtschaft wird zu einem wesentlichen Teil von der Binnennachfrage bestimmt. Mehr lesen…

Kommentar: Egal, wer gewählt wird, die Binnennachfrage benötigt Kaufkraft bei den Konsumenten. Dazu fehlen einige Millionen neuer Jobs, Ruhe am Immobilienmarkt, ergo Vertrauen in die Zukunft. Eine Mammutaufgabe für den Präsidenten.


Gegenwind für US-Konzerne
(manager-magazin.de) Die meisten US-Firmen haben mit ihren jüngsten Bilanzen enttäuscht. Die Gewinne haben nur dank drastischer Kostenprogramme noch die Erwartungen erfüllt. Aber Umsätze und Prognosen blieben meist hinter den Vorgaben zurück: Es wird rau für Corporate America - sogar die Tech-Ikonen schwächeln. Mehr lesen…

Kommentar: Eine brauchbare Analyse. Liest sich anders als die kürzlich verbreiteten Lobeshymnen auf die US-Konzerne in deutschen Medien (hier und hier).  


"Nur in den USA gibt es noch Wachstum – doch selbst dort liegen die Nerven blank"  
(format.at) Wegen der andauernden Finanz- und Schuldenkrise und der Rezession in vielen Ländern streichen namhafte US-Konzerne in Europa Stellen und schließen Fabriken. Allerdings sind ihre Geschäftsaussichten auch in ihrer Heimat alles andere als glasklar...
Die Autobauer Ford und General Motors, der Chemie-Riese Dow Chemical und der Hygiene-Artikel-Hersteller Kimberly-Clark gehören zu den größten Namen der US-Industrie. Auch in Europa wollen sie vom Wachstum profitieren. Doch diesseits wie jenseits des Atlantiks sind die Aussichten ungewiss. Hier drückt die Schuldenkrise und wie die Geschäfte in den USA zukünftig laufen werden, hängt auch davon ab, wer künftig als Präsident im Weißen Haus sitzt. Mehr lesen…

Kommentar: Nur schöner Schein, den die US-Konzerne abliefern. Gut zu beobachten bei der US-Autoindustrie, die einerseits tolle Umsätze vermeldet, deren Autos aber bei ihren Händlern auf Halde stehen (hier). Die Konzerne in den USA sind Meister der Bilanzkosmetik, außerdem verfügen sie über eine riesige Liquidität, die sie dafür einsetzen, fehlende Umsätze durch Geschäfte im Finanzsektor auszugleichen.  


Draghi ist für die Amerikaner der Euro-Chef
(spiegel.de) Wer spricht in der Krise für Europa? Eine Brüsseler Denkfabrik hat den Terminkalender von US-Finanzminister Timothy Geithner ausgewertet - und kommt zu einer erstaunlich klaren Antwort: EZB-Chef Mario Draghi ist der wichtigste Ansprechpartner für die Amerikaner. Dabei ist das gar nicht sein Job. Mehr lesen…

Kommentar: Kein Wunder, Draghi ist der einzige europäische Krisenmanager, der Handlungsfähigkeit beweist. Hinzu kommt, daß er sich der Krise gewachsen fühlt, was man von Merkel und ihren Politiker-Kollegen keinesfalls behaupten kann. Draghi steht der EZB vor, der die US-Regierung eine ähnliche Macht unterstellen wie dem FED.


EZB kommt geldpolitischen Tabus bedrohlich nah
(welt.de) Die Euro-Zone und die EZB brüten über Lösungen für das finanziell bedrängte Griechenland. Aber mit jedem Schritt, den die EZB unternimmt, rückt sie näher an geldpolitische Verbote. Mehr lesen…

Kommentar: Wochenlang haben die deutschen Leitmedien fast ausnahmslos die EZB bereits für ihren Kurs verdammt und ihr Verstöße gegen EU-Verträge unterstellt. Heute ist auf einmal nur noch die Rede davon, daß die EZB den Tabus jetzt erst nahe kommt. Was der Tatsache entspricht. Fakt ist aber auch, dass die EZB in diese Rolle gedrängt wurde, weil die europäischen Politiker, allen voran Angela Merkel, nicht in der Lage waren, dringend notwendige Entscheidungen zu treffen. Möglich, daß dahinter Kalkül steckt, der EZB diese wichtige Rolle bei der Lösung der Krise in Europa zuzuschustern. Jedenfalls ist damit Zeit gewonnen, die leider von der Politik bisher nicht genutzt wird.


Kein Witz: Euro-Rettungsschirm kauft zuerst gesunde Anleihen
(format.at) Der permanente Euro-Rettungsschirm ESM verwendet die ersten Mittel von den Mitgliedsländern nicht um den Euro-Problemländern zu helfen, sondern dafür, niedrigverzinste Anleihen starker Euroländer zu kaufen, bestätigte ESM-Chef Klaus Regling. Dafür stehen dem Stabilitätsmechanismus seit wenigen Wochen 32 Mrd. Euro zur Verfügung. Mehr lesen…

Kommentar: Gleich zu Anfang greift der ESM in die Trickkiste, die Gründe bleiben noch im Dunkeln. Es ist verrückt, oder?  


Aufseher wollen "Schattenbanken" 2013 in den Griff bekommen
(handelsblatt.com) Bessere Überwachung und Kontrolle der Schattenbanken: Die internationalen Finanzaufseher wollen in den nächsten zehn Monaten den massiven Einfluss sogenannter Schattenbanken auf das Finanzsystem in den Griff bekommen. Mehr lesen…

Kommentar: Ein Lebenszeichen vom G20-Gipfel. Die Schattenbanken überwachen und regulieren? Unmöglich. Abschaffen ist die einzig richtige Lösung. Natürlich wird das nicht passieren, zu groß ist die Angst vor den Leichen, die bei den Schattenbanken im Keller liegen. Deshalb wird irgendwann eine minimale Regulierung beschlossen und der staunenden Öffentlichkeit vorgestellt. Die Banken-Lobby wird dann wieder dafür sorgen, dass die Pläne für lange Zeit in irgendeiner Schublade verschwinden. Bisher arbeiten die Schattenbanken völlig unbeaufsichtigt und unreguliert. Wie gefährlich das ist, wird aus der folgenden Grafik ersichtlich (Quelle: manager-magazin.de). Sie zeigt, dass die beaufsichtigten Geschäftsbanken längst von den Schattenbanken überholt worden sind. Die Zahlen betreffen die USA, vergleichbare Zahlen liegen für Europa leider nicht vor, obwohl das System ähnlich ausgeprägt ist.  




Paukenschlag: deutscher Auftragseingang der Industrie mit -10,2% zum Vorjahresmonat
(querschuesse.de) Mit den heutigen belastbaren Daten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) zum Auftragseingang der deutschen Industrie für den Monat September 2012 verstetigt sich, wie bei Querschuesse erwartet, die Schwäche beim Auftragseingang. Der preis-, arbeitstäglich- und saisonbereinigte (X-12 ARIMA) Auftragseingang der deutschen Industrie sank im September 2012 um kräftige -3,3% zum Vormonat. Bemerkenswert, die Schwäche kommt vor allem aus dem Ausland, die Auslandsaufträge sanken saisonbereinigt um -4,5%, insbesondere die aus der Eurozone sanken mit -9,6%, während die Inlandsaufträge saisonbereinigt nur um -1,8% zum Vormonat abnahmen. Mehr lesen…

Kommentar: Eine blitzsaubere Arbeit, die Steffen Bogs abliefert. Die Aussagen sind eindeutig.  


Tausche Pressefreiheit gegen Sparzwang
(presseurop.eu) Die EU ist darauf aus, den zunehmend autoritären Führungsstil Viktor Orbáns in Ungarn bloßzustellen, doch drückt sie bezeichnenderweise ein Auge zu, wenn es um die Erosion der Pressefreiheit in Griechenland geht – dem Land, dem sie eine Flut von kontraproduktiven Sparmaßnahmen auferlegt hat. Mehr lesen…

Kommentar: Unbedingt lesen. Ein wichtiger Artikel. Die folgende Karikatur stammt aus dem Beitrag und ist leicht verständlich: 




Griechenland: Das radikale Sparpaket im Detail

(format.at) Griechenland will mit dem neuen Sparprogramm die Staatshaushalte um 13,5 Milliarden Euro bis Ende 2014 entlasten. Weitere 3,4 Milliarden Euro sollen anschließend bis 2016 eingespart werden. Pensionen und Löhne werden in Griechenland drastisch gekürzt, das Pensionsalter wird angehoben und Staatsbedienstete sollen entlassen werden. Mehr lesen…

Kommentar/Ergänzung: Ein Spardiktat ohne Chance auf vollständige Umsetzung. Das Ergebnis der bisherigen Sparmaßnahmen gibt diese Grafik anschaulich wieder: 

Quelle: zerohedge.com, 2012


Sehr aufschlussreich auch, wenn man die griechische Sparpolitik auf Deutschland überträgt, um ihre Auswirkungen verständlich zu machen: 



Diese Maßnahmen wären in Deutschland jedenfalls nicht umsetzbar. Genauso kommt es in Griechenland. Die Folgen sind täglich zu beobachten…



Griechen stemmen sich gegen Spardiktat
(derstandard.at) Ein Land steht wieder einmal still: Der öffentliche Verkehr ist lahmgelegt, Ärzte behandeln nur Notfälle, Flugzeuge heben nicht ab. Mehr lesen…

Kommentar: Nennt sich Generalstreik und bleibt nicht der einzige Protest. Täglich wird protestiert. Übrigens nicht nur in Griechenland, sondern auch in den anderen Krisenstaaten. Die Menschen beginnen zu begreifen, was da gerade mit ihnen passiert: Schuldenknechtschaft auf Jahre hinaus, ohne jede Gegenleistung. Die Milliardenhilfen verschwinden in den Rachen der Banken.  


Spanien: Mariano Rajoy und sein Traum von der Erholung
(format.at) Spanien droht eine härtere und längere Durststrecke als von der Regierung angenommen. Die EU-Kommission sagt dem Land einem Medienbericht zufolge für 2013 einen stärkeren Konjunktureinbruch voraus als ihn die Regierung in Madrid erwartet. Ministerpräsident Mariano Rajoy hingegen geht davon aus, dass sein Land die wirtschaftliche Talsohle in diesem Jahr hinter sich lässt. Mehr lesen…

Kommentar: Es gibt keine Erholung in Spanien und der Konjunktureinbruch wird stärker ausfallen, als von der EU-Kommission angenommen. Das Land ist auf dem Weg in eine tiefe Rezession, die von den zu erwartenden weiteren Sparprogrammen noch weiter verschärft wird.


Spanien: Bereits mehr als 2 Millionen Arbeitslose sind ohne jedes Einkommen
(wirtschaftsfacts.de) Spaniens soziale Krise verschärft sich. Es gibt bereits mehr als zwei Millionen Arbeitslose in Spanien, die ohne irgendwelche finanziellen Bezüge auskommen müssen. Das hat es in den vergangenen 25 Jahren noch nicht gegeben. Wenn man die Differenz zwischen der offiziellen Arbeitslosenstatistik des Ministeriums und den Zahlen der EPA (Erhebung der Zahlen der arbeitenden Bevölkerung) dazu nimmt – letztere ist gewöhnlich vertrauenswürdiger -, könnten es sogar fast drei Millionen sein. Eine bisher in Spanien vollkommen unbekannte Zahl. Mehr lesen…

Kommentar: Eine Situation, die man sich in Deutschland überhaupt nicht vorstellen kann, wo es wenigstens noch Hartz 4 gibt, um ein einigermaßen menschenwürdiges Leben zu gewährleisten. Die betroffenen Spanier müssen von ihren Familien aufgefangen werden. Schwierig, wenn mittlerweile jeder vierte Spanier arbeitslos ist (hier) und die Jugendarbeitslosigkeit bei über 50% liegt. Diese Entwicklung ist noch nicht zu Ende.  


Eurozone: Absturz im produzierenden Gewerbe springt auf Kernländer über
(wirtschaftsfacts.de) Die Aktivitäten im produzierenden Gewerbe der Eurozone schrumpften im Oktober den 15. Monat in Folge. Nicht nur der Ausstoß unter den befragten Unternehmen reduzierte sich im Berichtszeitraum weiter, sondern auch der Rückgang im wichtigen Subindex der neuen Auftragseingänge setzte sich weiter fort. Dies sind alles andere als gute Perspektiven mit Blick auf die nächsten Quartale, da viele Firmen wahrscheinlich damit fortfahren werden, ihr Personal abzubauen, wodurch die Rekordarbeitslosigkeit in der Eurozone bald schon neue Höchststände sehen dürfte. Mehr lesen…

Kommentar/Ergänzung: Jetzt trifft es auch Frankreich und Deutschland. Die Grafik aus dem Artikel zeigt, was seit 2011 passiert ist: 


Quelle: wirtschaftsfacts.de

Die Entwicklung zeigt deutlich, daß es auch Deutschland nicht geschafft hat, die krisenbedingten Einbrüche durch eine Steigerung im Handel mit China und den anderen Schwellenländern auszugleichen. Monatelang haben die deutschen Konzernlenker aber genau diesen Eindruck vermittelt.


Die miese Verschwörung gegen die Bundesbank
(focus.de) EU-Politiker und willfährige Ökonomen denunzieren die Deutsche Bundesbank: Sie führe „einen Guerilla-Krieg gegen den Euro“. Dabei sagt sie uns nur die Wahrheit über die drohende Inflations-Katastrophe. Mehr lesen…

Kommentar: Eigentlich verdient dieser Beitrag von Uli Dönch null Aufmerksamkeit. Zu dumm ist das, was Dönich behauptet. Aber der Focus genießt Aufmerksamkeit und deshalb kann nicht unkommentiert bleiben, was Dönch schreibt. Es gibt keine Inflationsgefahr, lange noch nicht. Kein Geld von der EZB oder den Hilfsgeldern an die Krisenstaaten kommt in der Realwirtschaft an, obwohl genau das von der EZB eigentlich gewünscht ist. Nur dann bestünde die Gefahr einer Inflation. Was wir meinen zeigt diese Grafik:


Quelle: zerohedge.com, 2012

Tatsächlich bleibt die bereitgestellte Liquidität im weltweiten Finanz-Casino und richtet dort Unheil an, z. B. durch die Spekulationen gegen den Euro oder mit Rohstoffen und Nahrungsmittel. Natürlich kommt es dann in diesen Bereichen zu Preissteigerungen, die aber unter dem Strich keine Inflation fördern (hier). Was Weidmann betrifft: Wer austeilt, der muß auch einstecken können. Weidmann keilt regelmäßig aus, argumentiert und kritisiert, meistens an den Fakten vorbei und immer ohne eine alternative Lösung zu den Maßnahmen der EZB anzubieten. So wie Dönch auch. Nach wie vor geht die EZB nicht so weit, „faktisch halb Südeuropa zu finanzieren“, wie Dönch behauptet. Was die EZB gibt, ist nach wie vor an strenge Auflagen gebunden. Die Politik hat immer noch das letzte Wort und muß den Anleihekäufen durch die EZB in jedem Fall zustimmen. Dönch wird das wissen, schließlich ist er Leiter des Wirtschaftsressorts der Zeitung. Es zu unterschlagen ist mieser Journalismus.  



Deutsche meiden Honorarberater
(wiwo.de) Es ist paradox: Die Privatanleger wünschen sich unabhängige Beratung, wollen aber keine Honorarberater bezahlen. Die satte Provision für die hauseigene Bank ist dagegen scheinbar in Ordnung. Mehr lesen…

Kommentar: Logisch, dass dieser Beitrag von uns eine dicke Leseempfehlung bekommt!


Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen.“
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Besser kann man nicht beschreiben, was wir bei unseren Beratungen immer wieder erleben.  

Die täglichen Nachrichten zur politischen Großwetterlage geben regelmäßig die Begleitmusik für ein unabwendbares Ereignis wieder: Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Welt befindet sich in einem Teufelskreis, dem die Regierungen hilflos gegenüberstehen. Europa ist mittendrin. Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier).

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Das bleibt nicht so. Wacht endlich auf, der Traum geht zu Ende! Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang.  Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen krisenfest zu machen. Jeder besitzt etwas, das er vor staatlichem Zugriff schützen muss. Sprechen Sie dafür mit den richtigen Leuten: uns. Wir wissen worauf es ankommt und können Ihnen helfen. Für unsere Beratung berechnen wir lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de.