Samstag, 10. November 2012

Standpunkt 447 - Nachrichten-Ticker, 09.11.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...


Themen: Derivate - Lebensversicherungen Export – Gold – Bankers Rule the World – Banken versus Kommunen – Immobilienblase Schweiz – Deutschland und die Welt – Wunderwerk Statistik – China – Österreichs Triple-A – Griechenland – Italien – Portugal versus Merkel  


In eigener Sache:
Ein Update 2.0 zum Thema „Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht“ steht hier für unsere LeserInnen bereit. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik immer dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Außerdem möchten wir uns auf diesem Weg für das riesige Interesse an diesem Beitrag bedanken. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


Derivate sind keine Zockerpapiere!
(handelsblatt.com) Dynamitstangen, die an beiden Enden brennen. Das sagt SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück über Derivate. Doch er liegt völlig falsch. Gerade Mittelständler sind auf komplexe Finanzprodukte angewiesen. Eine Gegenrede. Mehr…

Kommentar/Ergänzung: Nicht zu vergessen auch den US-Investoren Warren Buffett, der bezeichnet Derivate schon im März 2003 als Massenvernichtungswaffen (hier). Derivate sind Zockerpapiere. Zu Recht! An dieser Einschätzung ändert auch die Tatsache nichts, daß Derivate in einem eng begrenzten Rahmen durchaus ihre Berechtigung haben. Warum, zeigt diese Grafik: 



Die Derivate sind zu einem reinen Zockergeschäft verkommen, wie die folgende Grafik unmissverständlich zeigt (Stand 31.12.2011): 

Quelle: Stefan L. Eichner


Die Wandlung zur reinen Spekulation zeigt die folgende Übersicht des gesamten Derivatehandels seit 2000: 


Was die Situation zusätzlich verschlimmert ist der Umstand, dass noch ein erhebliches, zusätzliches Volumen im Bereich der Schattenbanken abgewickelt wird, die sich in den Zahlen der BIZ (englisch: BIS) nicht wiederfinden. 

US-Schätzungen halten ein Gesamtvolumen von 1.200 bis 1.400 Billionen US-Dollar für realistisch (hier). Die Geschäfte der Schattenbanken werden bis heute nicht kontrolliert (hier), trotz ständiger Beteuerungen der Politiker, diesen Zustand endlich ändern zu wollen. Geschehen ist nichts. Deren gesamtes Geschäftsvolumen übersteigt mittlerweile das der Geschäftsbanken: 

Quelle: nachdenkseiten.de

Alle Banken zusammen bewegen mit gerade einmal 28,3 Billionen US-Dollar Bilanzvolumen ein Volumen von mindestens 1.200 Billionen (= 1.200.000.000.000) US-Dollar  am Derivatemarkt. Das ist ein klassischer Casinobetrieb mit höchsten Einsätzen.    


Geheimpapier warnt vor Krise der Lebensversicherer 
(welt.de) Das Bundesfinanzministerium warnt in einem Schreiben vor existenzbedrohenden Problemen bei zahlreichen Lebensversicherern. Die Folge: Der Garantiezins könnte künftig noch stärker fallen. Mehr…

Kommentar/Ergänzung: Reflexartig wird natürlich der Krise in Europa für diese Entwicklung die Schuld gegeben. Ein Blick auf die folgende Übersicht zeigt aber, daß der Garantiezins bereits seit Mitte 2000 rückläufig ist. Wir erinnern daran, es sind die Zeiten der geplatzten Dotcom-Blase.
 

Vergessen wird außerdem, daß die vielen Milliarden Bankenhilfen natürlich auch den Versicherungen zugute gekommen sind. Daran kann es also nicht liegen, wenn Gesellschaften in finanzielle Schieflage geraten. Für uns ist es deshalb naheliegend, daß sich die Versicherungen bei ihren Anlagen schlicht und einfach verzockt haben. Die F.A.Z. schreibt „Reserven der Lebensversicherer drohen auszugehen“ (hier):Die Lebensversicherer geraten in Probleme, weil sich das dort angelegte Geld immer schlechter verzinst. Den schwächeren Unternehmen drohen sogar die Reserven auszugehen. Die Bundesregierung macht sich Sorgen um die Einlagen der Kunden.“

Problematisch für die Kunden der Gesellschaften sind nicht deren schwächelnde Erträge, sondern die Vorschrift des § 89 Versicherungsaufsichtsgesetz, die beständig in der Öffentlichkeit ignoriert wird, weil sie irgendwann die vollständige Enteignung aller Versicherungsansprüche zur Folge haben wird. Da gibt es nichts zu beschönigen, deshalb wird diese Tatsache einfach in den Medien nicht thematisiert, um jede Unruhe zu vermeiden. Die Folgen sind brisant: 

Durch diese Vorschrift ist es u. a. möglich, Auszahlungen aus Lebensversicherungsverträgen ganz oder teilweise zu stoppen. Entweder wenn die Vermögenslage des betroffenen Unternehmens dies erfordert, oder wenn der Staat per Enteignungsgesetz (gemäß Artikel 14 Abs. 3 GG) sich den Zugriff sichert. Außerdem wird festgelegt, dass die Pflicht der Versicherungsnehmer, die Beiträge in der bisherigen Höhe weiterhin zu bezahlen, vom Auszahlungsstopp unberührt bleibt. So eine Regelung lässt nur den Schluss zu, dass Konzerne und Politik mit dem Schlimmsten rechnen und schon frühzeitig darauf vorbereitet sein wollen. Im Gesetz heißt es: „Alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf, können zeitweilig verboten werden.“ Damit sind jederzeit rückwirkende Eingriffe möglich. Beispiel: Verliert eine der Gesellschaften im Verlauf der Euro-Krise große Teile ihres angelegten Vermögens, so erlaubt diese Vorschrift, zukünftige und/oder laufende Leistungen zu versagen, die vereinbarten Beiträge müssten aber weiter bis zum Vertragsende bezahlt werden. Leistungen am Vertragsende gibt es nicht. 


Deutsche Exporte im Krisenstrudel  
(ftd.de) Gefühlt geht es uns in Deutschland nach wie vor sehr gut. Doch mit den Exporten enttäuschen nach Produktion und Aufträgen erneut harte Konjunkturdaten für September. Der Eindruck eines Wachstumseinbruchs zum Jahresende verfestigt sich. Mehr…  

Kommentar: Es ist doch nur logisch, daß irgendwann die deutschen Exporte keine Abnehmer mehr finden, vor allen Dingen in Europa. Rundherum Rezession läßt sich nicht länger ignorieren. Und es kommt noch schlimmer. 


Gold, das nicht glänzt 
(zeit.de) Warum es keine irre Idee wäre, die Reserven der Bundesbank in New York einfach ins Meer zu werfen. Mehr…  

Kommentar: Eine wahnwitzige Idee, aber Schieritz erklärt sie schlüssig. Nach Meinung von US-Analysten kommt er aber schon zu spät, das Gold der Notenbanken ist schon weg (hier). Wohin, scheint niemand zu wissen. 


It’s the Interest, Stupid! Why Bankers Rule the World
(alternet.org) In the 2012 edition of Occupy Money released last week, Professor Margrit Kennedy writes that a stunning 35% to 40% of everything we buy goes to interest. This interest goes to bankers, financiers, and bondholders, who take a 35% to 40% cut of our GDP. That helps explain how wealth is systematically transferred from Main Street to Wall Street. The rich get progressively richer at the expense of the poor, not just because of “Wall Street greed” but because of the inexorable mathematics of our private banking system.
This hidden tribute to the banks will come as a surprise to most people, who think that if they pay their credit card bills on time and don’t take out loans, they aren’t paying interest. This, says Dr. Kennedy, is not true. Tradesmen, suppliers, wholesalers and retailers all along the chain of production rely on credit to pay their bills. They must pay for labor and materials before they have a product to sell and before the end buyer pays for the product 90 days later. Each supplier in the chain adds interest to its production costs, which are passed on to the ultimate consumer. Dr. Kennedy cites interest charges ranging from 12% for garbage collection, to 38% for drinking water to, 77% for rent in public housing in her native Germany. Read more…

Kommentar: So einfach ist es, man muß es nur akzeptieren. Dann werden auch die Hintergründe der Krise in Europa klar, die wir immer wieder im Blog thematisieren. Bitte ergänzend unseren Beitrag „Euroland in Bankenhand“ lesen (hier).  


Zu viel Defizit: Banken wollen Kommunen kein Geld mehr leihen
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die hohen Schulden und die schlechten Einnahmen der Kommunen haben die Banken alarmiert: Künftig könnte es Kredite nur noch bei einem guten Ranking geben. Nun gilt auch auf Gemeindeebene: Ein öffentlicher Schuldner ist ein schlechter Schuldner. Mehr…

Kommentar: Ein Witz. Die Kommunen am Gängelband der Banken. Nachdem sie schon jahrelang unter den Bankgeschäften leiden. Von den Banken schlecht beraten, haben sie Millionenschulden angehäuft, können ihren eigentlichen Aufgaben nur noch eingeschränkt nachkommen, leiden unter den Rettungsmaßnahmen für die Banken und müssen jetzt auch noch um Geld betteln. Logisch, daß darunter auch die diversen Leistungen an Bedürftige leiden.


UBS: Immobilien in der Schweiz werden zum Risiko
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die Schweizer Großbank UBS warnt vor Immobilienpreisen: Ihr Immo-Index zeigt auf Rot, die Blase droht zu platzen. Mehr…

Kommentar: Sogar die als stabil geltende Schweiz muß sich sorgen. Wir bleiben bei unserer These: Es läuft überall nach dem gleichen Muster, kein Land bleibt verschont. Ein mindestens klares Indiz dafür, daß auch Deutschland dieses Schicksal ereilen wird. Nur eine Frage der Zeit. Die folgende Grafik stammt aus der Meldung: 



Deutschland fällt als Wirtschaftsmacht zurück
(spiegel.de) Brasilien, Indonesien, Mexiko - gleich mehrere Länder werden Deutschland ökonomisch überholen. Laut einer OECD-Studie rutscht die Bundesrepublik langfristig von Rang fünf der Wirtschaftsmächte auf Platz zehn ab, noch hinter Frankreich. An der Spitze dürfte China die USA schon in vier Jahren ablösen. Mehr…

Kommentar: In Europa soll es außerdem Österreich und Luxemburg besonders hart treffen. Die Vorhersage ist auf 50 Jahre angelegt, da ist viel Raum für dicke Patzer. Trotzdem wäre diese Studie ein guter Anlaß, sich mehr um Europa zu kümmern, d. h. die Krise zu lösen und Europa politisch und wirtschaftlich zu stärken. Dazu gehört die Gemeinschaftswährung, aber auch ein funktionierendes Finanzsystem.     


Eine statistische Verzerrung: Die Geburtenraten in Europa sind relativ stabil
(dradio.de) Stark sinkende Geburtenraten in Deutschland waren noch vor wenigen Jahren in aller Munde. Wissenschaftler des Vienna Instituts of Demography konnten jetzt allerdings zeigen, dass die Schwankungen der Geburtenzahlen weit geringer sind, als öffentlich diskutiert. Die jährlichen Geburtenziffern wurden lediglich durch verschiedene Faktoren verzerrt. Mehr…

Kommentar: Der Beitrag zeigt, daß mit der Demographie sehr leicht Schindluder getrieben werden kann und den Prognosen nicht ohne weiteres Glauben geschenkt werden kann, die regelmäßig in die Welt gesetzt werden, um die unterschiedlichsten Dinge zu begründen.


In vier Jahren ist China die Nummer eins
(sueddeutsche.de) Viel Zeit an der Spitze gibt die OECD den USA nicht mehr. Spätestens 2016 soll China die größte Volkswirtschaft der Welt sein. Auch für Deutschland sagt die Organisation dramatische Veränderungen voraus. Mehr…

Kommentar: China - der neue Fixstern in der Welt, begleitet von anderen Schwellenländern. Dafür steigen die westlichen Industrienationen ab. Ein Grund mehr, China die Investitionen in Europa nicht zu leicht zu machen. Augenblicklich sind die Europäer weit davon entfernt, die eigenen Interessen zu sichern. Vielmehr können chinesische Unternehmen ohne große Widerstände Unternehmen kaufen und deren Know-How nutzen. Oder sich Handelsvorteile verschaffen. Während europäischen Unternehmen der Zugang auf den chinesischen Markt immer noch massiv erschwert wird.  


Von wegen harte Landung: China startet wieder richtig durch
(format.at) Die Zeichen in China stehen auf Erholung. Ökonomen haben für die erste Jahreshälfte 2013 sogar ein BIP-Wachstum von neun Prozent auf der Rechnung. Die Industrieproduktion im Reich der Mitte legte im Oktober stärker zu als von Experten erwartet. Nach den am Freitag veröffentlichten Zahlen erzeugten die Firmen 9,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die von Reuters befragten Volkswirte hatten nur ein Plus von 9,4 Prozent auf dem Zettel.
Aufwind signalisierten auch überraschend kräftig anziehende Umsätze im Einzelhandel sowie robuste Investitionen in Anlagen und Maschinen in den ersten zehn Monaten des Jahres. Die Daten signalisieren, dass der zweitgrößten Wirtschaft der Welt eine harte Landung nach dem konjunkturell schwächsten Jahr seit der Jahrtausendwende erspart bleibt. Mehr…

Kommentar/Ergänzung: Was für ein Glück für den Rest der Welt: China schafft den Umschwung. „Chinas Wirtschaft im Aufwind“ (hier) titelt prompt die Financial Times Deutschland (FTD) und faßt zusammen: „Die Zahlen dürften für gute Laune auf dem Parteitag der Kommunistischen Partei sorgen: Chinas Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf. Industrieproduktion, Einzelhandelsumsatz und die Investitionen haben deutlich zugelegt.“ Bezug nehmen beide Artikel auf eine Analyse von Thomas Gitzel, Ökonom von der VP Bank in Vaduz. Es gibt jedoch auch kritische Bewertungen, trotz der vermeintlich guten Zahlen: „China will sich treu bleiben“ titelt fuw.ch einen Kommentar über den Machtwechsel in China, Reformen und die Zweifel der Bevölkerung an gerechterer Einkommensverteilung (hier). Die chinesische Wirtschaft soll reformiert werden, Bruttoinlandsprodukt sowie Pro-Kopf-Einkommen sollen sich bis 2020 verdoppeln. Die Erneuerung der politischen Strukturen wird fortgesetzt, aber vom Einparteiensystem wird nicht abgewichen: «China wird niemals ein westliches politisches System kopieren.» Das waren die prägnantesten Aussagen Hu Jintaos an seiner Rede zur Eröffnung des 18. Nationalkongresses der Kommunistischen Partei Chinas am Donnerstag. So die Autorin, Elisabeth Tester, weiter. Ihre Hauptthese: “Dass in China die Korruption bekämpft werden kann, was für die notwendigen Wirtschaftsreformen unabdingbar wäre, glaubt kaum jemand.” taz.de schreibt: „Die Grenzen der China AG“ und glaubt:Die neue Führung erbt einen Staatskapitalismus mit gewaltigen Staatsfirmen und Monopolen, die eng mit großen KP-Familien verfilzt sind“ (hier). Es sind die Staatsunternehmen, die bisher für die Entwicklung der Wirtschaft gesorgt haben. Nach Auffassung des Autors stößt „das System an seine Grenzen - oder hat sie sogar schon längst durchstoßen.“ Andererseits: Die Gewinne aus Chinas Wirtschaftsboom seien auf Kosten der Bevölkerung gegangen: "Die gut gefüllte Kriegskasse des Staates dient auch zur Selbstbereicherung der Parteispitze." Tatsächlich haben Korruption und Selbstbereicherung in den vergangenen Jahren ein Ausmaß angenommen, das vor zehn Jahren noch kaum einer für möglich gehalten hat. Ein weiteres chinesisches Problem: "China altert massiv" überschreibt die SZ ein Interview mit Paul French und faßt zusammen (hier): „Chinas Mittelschicht entsteht gerade, die Wirtschaftspolitik der Regierung will sie zu zahlungsfreudigen Konsumenten machen. Doch China-Experte Paul French zweifelt, dass dieser Plan gelingen kann: Die Preise steigen und der demografische Schock nimmt langsam Formen an.“  


Daumen hoch - Österreich behält Triple A
(wirtschaftsblatt.at) Fitch bestätigt Triple-A-Rating für Österreich - Bankensektor und Budget bleiben im Visier, Finanzministerin Fekter will weiter konsolidieren. Nach Moody's hat nun auch die Ratingagentur Fitch das Triple-A-Rating für Österreich bestätigt. Fitch bewertet den Ausblick mit "stabil" allerdings besser als Moody's, die im September der Republik einen "negativen" Ausblick zuschrieb. Gefahren für die Staatsfinanzen würden hauptsächlich vom Finanzsektor ausgehen. Mehr…

Kommentar: Österreich steht scheinbar unter dem besonderen Schutz der Ratingagenturen. Wir glauben aber nicht an diese günstigen Umstände, sondern befürchten statt dessen die Vorbereitung einer heftigen Attacke auf die europäischen Kernstaaten. Tatsächlich sind die Probleme Österreichs größer, als beschrieben. Warten wir ab, ob wir mit dieser Einschätzung richtig liegen.  


„Es wird keinen Bankrott Griechenlands geben“
(handelsblatt.com) Die Eurogruppe will eine Pleite Griechenlands verhindern – auch wenn es noch keine Entscheidungen über weitere Hilfszahlungen gibt. Einer solchen Entscheidung müssen aber auch die Euro-Mitgliedsstaaten zustimmen. Mehr…

Kommentar: Natürlich. Noch nicht. Nach wie vor spielen zu viele Politiker in Deutschland mit dem Gedanken an einen Grexit und seinen vermeintlichen Vorteilen. Erst einmal halten sie den Zeitpunkt für ihr Vorhaben noch nicht für gekommen. Also wird das Land weiter mit neuen Spardiktaten gequält.


"Griechenland wird ausgeplündert"
(tagesschau.de) Mit Wut und Empörung haben viele Griechen auf das neue Sparpaket reagiert. Im Interview mit tagesschau.de warnt Elias Tsolakidis vor den Folgen für die Menschen. Das Land werde ausgeplündert. Griechenland brauche kein Geld, sondern Unterstützung für einen Systemwechsel. Mehr…

Kommentar: Selbst wenn es längst ermüdet: ein lesenswerter Beitrag, dieses Interview. Es könnte alles so einfach sein, mit der Krise in Europa. Nicht den Banken, sondern den Staaten helfen, käme deutlich billiger. Staaten sind systemrelevant, nicht Banken.


Italien attackiert EU-Rabatt für Großbritannien
(welt.de) Großbritannien erhält seit den 80er-Jahren Nachlass auf seinen Beitrag zum EU-Haushalt. Italien und Frankreich pochen jetzt auf Gleichberechtigung – und auch Deutschland hat Forderungen. Italien und Frankreich befeuern den Streit um den Haushaltsrahmen der Europäischen Union für die Jahre 2014 bis 2020. Beide Länder fordern eine Reform des Rabattsystems, das einzelnen Ländern einen Nachlass gewährt, den größten für Großbritannien. Mehr…

Kommentar: Was im Streit steht ist der sogenannte Briten-Rabatt, ausgehandelt von Margaret Thatcher. Eine längst überfällige Diskussion, besonders vor dem Hintergrund der zunehmenden europafeindlichen Haltung in Großbritannien, wo bereits über ein Referendum nachgedacht wird. Unsere LeserInnen kennen unsere Haltung: Europa sollte es ruhig an einer Trennung von Großbritannien versuchen.


Merkel in Portugal "unerwünschte Person"
(ftd.de) 100 Künstler und Intellektuelle haben Bundeskanzlerin Merkel in einem offenen Brief mitgeteilt, dass sie in Portugal nicht willkommen sei. Sie sehen in der deutschen Regierungschefin die "Hauptförderin der neoliberalen Doktrin, die Europa ruiniert". Mehr…

Kommentar: Wir haben diesen Beitrag gestern schon vorgestellt, heute ergänzen wir ihn noch um den Wortlaut des offenen Briefs (hier) für unsere LeserInnen.


Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen.“
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Besser kann man nicht beschreiben, was wir bei unseren Beratungen immer wieder erleben.  

Die täglichen Nachrichten zur politischen Großwetterlage geben regelmäßig die Begleitmusik für ein unabwendbares Ereignis wieder: Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Welt befindet sich in einem Teufelskreis, dem die Regierungen hilflos gegenüberstehen. Europa ist mittendrin. Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier).

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Das bleibt nicht so. Wacht endlich auf, der Traum geht zu Ende! Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang.  Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen krisenfest zu machen. Jeder besitzt etwas, das er vor staatlichem Zugriff schützen muss. Sprechen Sie dafür mit den richtigen Leuten: uns. Wir wissen worauf es ankommt und können Ihnen helfen. Für unsere Beratung berechnen wir lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de.