Dienstag, 20. November 2012

Standpunkt 457 - Nachrichten-Ticker, 19.11.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...       


Themen: Lügen – Sparpolitik Roland Berger – Irrsinn Rettungsschirm – Zuwanderer –  Stellenabbau in Deutschland – Griechenland – Hans-Olaf Henkel – China goes Europa - Italien – Schattenbanken – USA versus Basel III – USA – China - Weltwirtschaft  


"Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Seit einigen Wochen steht ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik immer dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Außerdem möchten wir uns auf diesem Weg für das riesige Interesse an diesem Beitrag bedanken. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


Lügen – Das Fundament der zivilisierten Gesellschaft 
(welt.de) Niemand muss sich so viele Lügen anhören wie der Berliner Psychiatrie-Professor Hans Stoffels. Der Therapeut ist spezialisiert auf krankhafte Lügner – und fasziniert von ihren Geschichten. Mehr... 

Kommentar: Dieser Beitrag erklärt vielleicht auf unterhaltsame Weise, warum sich unsere Politiker mit Tricksereien und Täuschungen durch ihre politische Karriere schummeln.  Die Medizin nennt jene Erwachsenen "Pseudologen" , die nicht anders können, als immer wieder Wahrheit und Wirklichkeit hinter sich zu lassen. Stoffels weiß: Die Anlagen zum Lügen sitzen dem Menschen in den Genen. Zwar gibt jeder vor, die Wahrheit zu lieben. Aber gegen die menschliche Natur lässt sich kein Vorsatz halten. Der Mensch lügt halt. Alle, auch die Ehrlichen. Alle lügen, aber niemand will belogen werden. Eine bemerkenswerte Schätzung:  In der Fachliteratur gehen Lügen-Spekulanten von 200 Lügen pro Tag und erwachsenem Mensch aus. Gemessen daran, sind Politiker wahrscheinlich doch ganz normale Menschen. 


Merkel und Schäuble in der Euro-Krise: Die Schönredner 
(spiegel.de) Griechen-Hilfe? "Steht nicht auf der Tagesordnung." Verlängerung des Rettungsschirms? "Wird es mit Deutschland nicht geben." In der Euro-Krise haben die Versprechen von Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble selten lange Bestand. Steckt dahinter Methode? Eine Fallsammlung. Mehr... 

Kommentar: Ein Münchhausen-Check mit erstaunlichen Ergebnissen. Alles sehr kurzweilig zu lesen, wenn der Anlaß nicht so ernst wäre. Wir haben von den europäischen Krisenmanagern ähnliche Erklärungen in einem eigenen Beitrag zusammengetragen: "Europas Lügen haben kurze Beine" (hier). Eine Offenbarung und wie gemacht, um die Thesen von Professor Hans Stoffels zu belegen. 


Wer hat Interesse an der "Sparpolitik"?  
(isw-muenchen.de) "Überraschend ist nicht die Krise, sondern die unerschütterliche Vorstellung, daß der Kapitalismus je Ruhe geben könnte" (Wolfgang Streeck, Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung). Mehr... 

Kommentar: Dieser Beitrag ist unsere Tagesempfehlung, daran führt kein Weg vorbei. Der Autor bietet eine insgesamt schlüssige Erklärung für die kompromißlose Durchsetzung der Spardiktate gegenüber den südeuropäischen Krisenstaaten. 


"Wir waren schon mal beliebter" 
(manager-magazin.de) Roland Berger kritisiert den deutschen Euro-Rettungskurs: Die Bundesrepublik gäbe nach außen "ein verstörendes Gesamtbild" ab, sagt der Gründer der gleichnamigen Unternehmensberatung. Und er warnt vor den politischen und wirtschaftlichen Folgen. Mehr... 

Kommentar: Unter dem Eindruck des vorangegangenen Beitrags ist es schwer, diesem Interview mit Roland Berger unvoreingenommen zu begegnen. Deshalb verzichten wir auch auf einen Kommentar und überlassen wir es unseren LeserInnen, sich ein eigenes Urteil zu bilden.  


Über den unumgänglichen "Irrsinn mit dem Rettungsschirm" 
(heise/telepolis.de) Eine Verteidigung des Euro und einer Politik, zu der es vermutlich keine gangbaren Alternativen gibt. 
Die "schwäbische Hausfrau", die stets mehr einnimmt, als sie ausgibt, erfreut sich zwar bekanntermaßen auch bei Angela Merkel einiger Beliebtheit, ihre normative Relevanz für die öffentliche Wirtschafts- und Geldpolitik dürfte jedoch allein deshalb schon zu vernachlässigen sein, weil einerseits ausgeglichene Staathaushalte seit Generationen kaum noch zu beobachten sind und anderseits einzelwirtschaftliche Betrachtungen bei der Analyse makroökonomischer Zusammenhänge grundsätzlich die wesentlichen Dimensionen ignorieren. Nun sollen hier keinesfalls die Konstruktionsfehler der Eurozone beschönigt oder eine andauernde öffentliche Geldverschwendung gerechtfertigt werden, nur erscheint (zumindest dem Autor dieser Zeilen) doch eine tiefer gehende Analyse erforderlich, als zuletzt von Matthias Weik und Marc Friedrich (Frau Merkel und Co., halten Sie uns für blöd? Der Irrsinn mit dem Rettungsschirm) geleistet wurde. Mehr... 

Kommentar: Noch eine Leseempfehlung. Verständlich geschrieben, bietet dieser Beitrag eine Menge Material zur Meinungsbildung rund um die Krise in Europa - für alle, die am Fortbestand der Gemeinschaftswährung interessiert sind. Leider fehlt ein klarer Hinweis des Verfassers, daß mit dem Rettungsschirm alleine die Krise nicht zu lösen ist. 


Gut, dass wir die Spanier haben  
(faz.net) Motivierte Spanier lernen Deutsch für einen Arbeitsplatz - und zeigen Integrationswillen pur. Das ist gut für Deutschland. Denn die Arbeitslosen hier lassen sich nicht für jeden Job qualifizieren. Eine Analyse. Mehr... 

Kommentar: Die F.A.Z. kann es nicht lassen: Eine Analyse, vollgestopft mit dem längst überkommenen neoliberalen Gedankengut, jenseits sozialer Marktwirtschaft. In diese Ecke gehört auch die These, "die Arbeitslosen hier lassen sich nicht (...) qualifizieren". Die Zielsetzung ist klar: Druck auf die einheimischen Arbeitskräfte, Löhne und Gehälter, Arbeits- und Tarifrecht, usw. Das volle Programm, um weiter den Ruf als Lohnminusmeister zu festigen. Wenn das erledigt ist, dürfen sich die neuen Gastarbeiter wieder auf den Heimweg machen. Vielleicht gibt es bis dahin ja Arbeitsplätze in der Heimat, weil die deutschen Arbeitsplätze mit gehen. Begründung: deutsche Arbeitnehmer sind immer noch zu teuer. Diese Analyse soll die Notwendigkeit verdecken, daß Spanier, Portugiesen, usw. Arbeitsplätze zu Hause benötigen. Deutschland ist bisher nicht gerade durch gute Eingliederungsbedingungen aufgefallen. Wird offensichtlich, daß die Zuwanderer Deutschen die Arbeitsplätze streitig machen, dann geht es sehr schnell politisch nach rechts - über die CSU hinaus. 


Fast 30 Prozent der deutschen Firmen planen Stellenabbau 
(faz.net) Besonders die deutsche Industrie rechnet für das kommende Jahr mit weniger Jobs, geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Der Außenhandel ist das „Einfallstor“ für die Krise. Mehr... 

Kommentar: Angie wird es zu verhindern wissen - wenigstens bis die Bundestagswahl vorbei ist. Schon einmal hat die Kanzlerin die deutsche Wirtschaft erfolgreich zum Stillhalten verdonnert. 2009, im Jahr Eins nach der Lehman-Pleite. Sicherlich werden schnell noch einige milliardenschwere Aufträge aus den wichtigsten Schwellenländern an Land gezogen, um die Folgen der Rezession erst noch einmal abzumildern. Alles als Teil einer "marktkonformen Demokratie", oder - volkstümlich ausgedrückt - "eine Hand wäscht die andere". 


Griechen sollen vorerst nur die dringendsten Notkredite erhalten 
(wirtschaftsblatt.at) Vorerst bis Ende 2014 soll Griechenland finanziell über Wasser gehalten werden. Die Finanzminister müssen daher bis morgen, Dienstag, nur 15 neue Milliarden € finden. Mehr...

Kommentar: Für die Griechen spielt es keine Rolle, wieviel, wann, für wie lange, von EU und IWF bereitgestellt werden. Sie bekommen nichts davon ab, sollen nur dafür zahlen. Ein wunderbarer Nebeneffekt: Das Geld sollte bis nach der Bundestagswahl im Herbst 2013 auf jeden Fall reichen. Das Kalkül: So lange verschwindet Griechenland aus den Schlagzeilen - denken sich die Berliner Regierungsparteien. Die Rechnung wird nicht aufgehen. 


Hans-Olaf Henkel: Nicht Griechenland, Frankreich ist das Problem 
(handelsblatt.com) Ganz Europa ist mit dem griechischen Schuldenberg beschäftigt. Dabei liegt das Problem woanders: Der größte Gefahrenherd für die Währungsunion und für Deutschland ist Frankreich. Mehr... 

Kommentar: HOH erklärt uns wieder einmal die Krise. Diesmal ist es Frankreich, an dem sich der Berater der Bank of America stößt und Krisenverschärfendes entdeckt. Was sofort ins Auge fällt: wieder viel Kritik und keine Lösung. HOH bleibt sich treu. Natürlich wird die Krise die Schwächen Frankreichs aufdecken. Genauso, wie sie irgendwann die Schwächen des deutschen Modells entblößen wird. Augenblicklich ist Griechenland das Problem, gefolgt von Portugal, Spanien, Italien und Irland. Weitere Probleme entstehen gerade in Slowenien, den Niederlanden, Dänemark, Schweden und Frankreich. Jedes neue Problem beschleunigt die Krise und schafft wieder neue. Nach wie vor wäre Griechenland dazu geeignet, die Krise mit geeigneten Maßnahmen zu beenden, statt sie immer weiter zu verschärfen. 2009 betrug die Staatsschuldenquote in Griechenland 126%, mittlerweile bewegt sie sich Richtung 200%, allen anderslautenden Prognosen (siehe Grafik) zum Trotz! 


Quelle: handelsblatt.com
 
Zeitenwende: China kauft Europa auf 
(handelsblatt.com) Zum ersten Mal hat die Volksrepublik mehr Geld in Europa investiert als der alte Kontinent in China anlegte. Das belegt Pekings Wirtschaftsstärke - und das Interesse der Chinesen am Wirtschaftsstandort Deutschland. Mehr...

Kommentar: Aus unserer Sicht eine äußerst bedenkliche Entwicklung. Eine unmittelbare Folge der ungelösten Krise in Europa. China verschafft sich so ungehinderten Zugang zum europäischen Markt und viel nützliches Know-how für zuhause. 


Katar kauft sich in Italien ein 
(manager-magazin.de) Auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten ist das Emirat Katar in Italien fündig geworden. Der Wüstenstaat will sich mit einer Milliardeneinlage an Firmen des schuldengeplagten Südstaates beteiligen. So soll die Wirtschaft dort wieder in Schwung kommen. Mehr... 

Kommentar: Wirtschaftspolitik auf italienisch. Geld fließt noch keins, bisher gibt es nur Absichtserklärungen. Katar wird abwarten, wohin sich die Krise noch entwickelt. 


Aufseher drohen Schattenbanken
(ftd.de) Fast ein Viertel des globalen Finanzsystems liegt im Dunkeln. Das macht Politikern und Aufsehern Sorgen - ein wichtiges internationales Gremium schlägt nun strenge Regeln für Finanzierungsgeschäfte vor. Die Branche dürfte wenig begeistert sein. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Das Gegenteil ist der Fall: N0iemand aus der Branche muß sich ernsthaft Sorgen machen. Da wird so schnell nichts reguliert, allen erklärten guten Vorsätzen zum Trotz. Was der internationale Finanzmarktstabilitätsrat (FSB) gerade entdeckt hat, durfte schon bisher keinem aufmerksamen Beobachter entgangen sein. Deshalb haben wir regelmäßig auf diese ungute Entwicklung hingewiesen. Die deutschsprachigen Leitmedien haben in den vergangenen Jahren die Sache weitgehend verschlafen oder, schlimmer, einfach ignoriert. Schlagartig sind diese Medien seit Stunden schon voll davon. Wer sich einlesen möchte, bitte schön: "Die Macht der Schattenbanken wächst wieder": Schattenbanken setzten im Vorjahr 67 Billionen Dollar um, unterliegen aber nicht der Bankenaufsicht. Das größte parallele Bankensystem haben die USA. Quelle: diepresse.com, hier. "Schattenbanken sind größer denn je": Die Schattenbanken sind nach Erkenntnissen der Banken-Regulierer größer als vor der Finanzkrise. Quelle: format.at, hier. "Die 67-Billionen-Dollar-Branche" titelt handelsblatt.com (hier) und faßt zusammen: Das System der Schattenbanken ist offenbar größer als gedacht. Der Anteil der USA geht zurück, dafür gewinnt Europa an Gewicht. Vor allem in Großbritannien breitet sich der Sektor aus. Die Aufseher sind alarmiert. Der Beitrag versucht, die Probleme verständlich darzustellen. Am besten gelingt das nach unserer Ansicht der Financial Times Deutschland (FTD) in ihrem Beitrag  "So bedrohlich sind die Schattenbanken" (hier): Die internationalen Aufsichten wollen dem Treiben der sogenannten Schattenbanken nicht mehr länger untätig zusehen. Zu groß ist das Ungetüm geworden, zu gefährlich - und kaum zu regulieren. Die FTD erklärt das Phänomen.  - Gut verständlich erklären die Autoren die vielfältigen Risiken in diesem wenig beachteten Bereich der Finanzindustrie. Tatsächlich sind die Risiken überhaupt nicht korrekt zu bewerten - weite Teile der Schattenbanken bleiben immer noch im Dunkel, wie der FSB selbst in seiner Studie (hier) zugibt. Was bekannt ist, verdichten die beiden folgenden Grafiken zu einem Horrorszenario erster Güte (Quelle: zerohedge.com): 



 

US-Bankenaufsicht will Basel III aushebeln 
(welt.de) Wenn es nach dem Willen der amerikanischen Bankenaufsicht geht, werden die als Basel III bekannten Finanzmarktregeln nicht in Kraft treten. Viel zu kompliziert sei das Vertragswerk. Mehr...

Kommentar: Amerika übernimmt es wieder einmal, der Finanzindustrie einen Vorteil zu verschaffen, an dem auch die europäischen Großbanken Gefallen finden. Schon ist von einem Alleingang die Rede, um die Basel-III-Regeln einfach zu ignorieren. 


Election Over, Time For Progressive Dems to Face the Hard Realities 
(alternet.org) Terrorized by the prospect of a complete takeover of the U.S. government by right-wing reactionaries—progressive Democrats swallowed their unhappiness with Barack Obama throughout the campaign. They gamely defended his policies on the economy, health care, budget priorities and other issues on which they felt betrayed in his first term.
We’ve now dodged the bullet of a Mitt Romney White House, so let’s get back to reality. Despite his campaign-trail populism, the president will continue the politics of accommodation to conservatives. Two of the three priorities he has set out for his next term are at the top of the GOP agenda: a “grand bargain” to cut government spending over the next 10 years and corporate tax reform that would cut rates—don’t hold your breath—and close loopholes. The third priority, rationalizing immigration law, is one of the few progressive ideas that also has the support of the Chamber of Commerce and the Business Roundtable.
Moreover, his next term’s policy advisers will be the same—or come from the same Washington/Wall Street executive personnel pool—as his last term’s advisers. Indeed, from the White House perspective, the election vindicated their first-term performance. The core organizations of the Democratic base have vowed that after the election they will hold Obama’s “feet to the fire” with a Tea Party-style mobilization from the left—forcing votes on progressive proposals, organizing mass rallies and grooming their own candidates for the next congressional elections. They’ve sworn these oaths before, but after each election, they persuade themselves to give the leadership another chance. Soon the next election is upon them, and they line up for their marching orders.
If this time is to be different, progressive Democrats must start mobilizing their own agenda now. And the first step is to face the truth about the record of the president we have just re-elected. Here’s an initial reality check: Read more... 


Kommentar: Barack Obama bekommt Gegenwind aus der eigenen Partei. Eine ganz neue Erfahrung für den wiedergewählten Präsidenten. Während des Wahlkampfes haben diese Leute den Mund gehalten, um den Erfolg nicht zu gefährden. Jetzt will diese Gruppe Linker mit einer eigenen Agenda Einfluß auf die Politik des Präsidenten nehmen. Nach ihrer Meinung macht der nämlich mit den gleichen Leuten so erfolglos weiter wie bisher. Für den Fall bleibt es bei unserer Einschätzung: Obama ist und bleibt ein schwacher Präsiden und wird seine Wähler ein zweites Mal enttäuschen.


Prinzlinge, Opportunisten und Hardliner 
(fuw.ch) Endlich ist es vollzogen: Xi Jinping ist offiziell zum Chef der Kommunistischen Partei Chinas gewählt worden. Er steht dem siebenköpfigen Ständigen Ausschuss des Politbüros vor und wird nächsten März zum Staatspräsidenten gewählt. Habemus papam!
Da und dort wird nun die Erwartung geäussert, die neue Führung werde frischen Wind in Staat und Partei bringen. China habe so viele Probleme zu lösen, dass der Moment für Reformen gekommen sei. Xi Jinping sei zudem viel lockerer im Auftritt als sein Vorgänger Hu Jintao. Es sei ihm zuzutrauen, dass er einen pragmatischen Kurs einschlagen werde, sowohl was die wirtschaftlichen als auch die politischen Reformen anbelangt. 

Niemand weiss, wie sich China in den nächsten fünf bis zehn Jahren entwickeln wird. Aus dieser Perspektive hat jede Prognose dieselbe Chance auf Erfolg. Aber die Erwartung, dass die neue Führung Wirtschaft und Politik öffnen und reformieren werde, scheint mir unrealistisch. Da ist einmal mehr der Wunsch Vater des Gedankens. Mehr... 

Kommentar: Wir schließen uns diesen Bedenken unumwunden an. Weisen aber ausdrücklich darauf hin, daß die überwiegenden Kommentare zum Beitrag sehr kritisch damit umgehen. Einfach lesen. 


Container-Reederei: Maersk spielt Schiffeversenken 
(ftd.de) Weil die Containerschifffahrt weltweit in der Krise ist, vollzieht der Marktführer einen radikalen Schwenk: Der dänische Konzern Moeller-Maersk will in den kommenden Jahren keine größeren Beträge mehr in dieses Geschäft investieren. Öl, Bohranlagen und Investitionen in Häfen sollen stattdessen die Gewinne bringen. Mehr... 

Kommentar: Damit ist klar, wie der weltgrößte Container-Spediteur die Entwicklung im internationalen Warenverkehr in den kommenden Jahren einschätzt. "Wir werden uns von der Schifffahrtsseite wegbewegen und uns hinwenden zu stärkeren Gewinnbringern und stabileren Geschäftsfeldern", so Unternehmenschef Nils Andersen gegenüber der Financial Times.  "In den kommenden fünf Jahren werden wir keine wesentlichen Beträge mehr in Maersk Line investieren. Wir verfügen über ausreichend Kapazitäten, um in Einklang mit dem Markt zu wachsen." Der Globalisierung geht die Luft aus.


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Besser kann man nicht beschreiben, was wir bei unseren Beratungen immer und immer wieder erleben. Es ist offensichtlich brutal schwer, sich von den liebgewonenen, teilweise sogar ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, sich und seine Ersparnisse auf das Unabwendbare vorzubereiten.

Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Regierungen schauen diesem Treiben vollkommen hilflos zu. Schlimmer: Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier). 

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Das bleibt nicht so. Dieser Traum geht zu Ende! Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang.  Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.  
 


Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff so weit wie möglich in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen dabei helfen. Für unsere Beratung berechnen wir lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de.