Montag, 26. November 2012

Standpunkt 463 - Nachrichten-Ticker, 25.11.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...             


Themen: Deutschlands Triple-A – Spanien Lohnverzicht – Basel III – Fiscal Cliff versus Austerität   – Black Friday  


"Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Seit einigen Wochen steht ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik immer dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Außerdem möchten wir uns auf diesem Weg für das riesige Interesse an diesem Beitrag bedanken. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher.  


Weshalb Deutschland sein «AAA» nicht verliert 
(cash.ch) Frankreich hat sein Spitzenrating weg. Deutschland wird dagegen von allen grossen Ratingagenturen mit "AAA" bewertet. Warum das so ist, zeigt ein Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich. Mehr... 

Kommentar: Wir werden überstimmt. Für uns ist es nur ein Frage der Zeit, bis auch Deutschland sein Triple-A verliert. Dieser Beitrag behauptet etwas anderes und meint, es auch begründen zu können. Tatsächlich sind es alles Mutmaßungen. Natürlich, auch wir können nur unsere Überzeugung in die Waagschale werfen. Der Beweis ist erst erbracht, wenn die Herabstufung tatsächlich erfolgt ist. So lange müßen wir uns gedulden. Wir sind zuversichtlich. Deutschland wird in absehbarer Zeit sein "AAA" verlieren - logisch. 


Spanien: fragwürdige BIP-Daten mitten aus der Depression 
(querschuesse.de)  Das spanische Statistikamt INE veröffentlichte bereits detaillierte Daten zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für das 3. Quartal 2012. Das offizielle saisonbereinigte reale BIP fiel nur um -0,3% zum Vorquartal und bei den unbereinigten Daten um -1,5% zum Vorjahresquartal. Diese beiden Daten stehen sicher für eine Überzeichnung der gemessenen wirtschaftlichen Aktivität, wie die detaillierten VGR-Daten und isoliert betrachtete Wirtschaftsdaten nahelegen. Mehr...

Kommentar: Zugegeben, es ist Statistik, die in diesem Beitrag aufbereitet wird - aber lebendig beschrieben. Steffen Bogs zeigt, wie leicht verständlich Zahlen aufbereitet werden können. Seine Zusammenfaßung am Ende ist eindeutig: "Spanien ist wirtschaftlich komplett fertig, die bisherige Wirtschafts- und Finanzpolitik zementiert nur den Niedergang, wie in Griechenland ist letztlich der potentielle Zahlungsausfall fest im Visier, da die Lücke zwischen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und den in der Vergangenheit aufgebauten Verbindlichkeiten immer größer wird!" Auf Europas Krisenmanager warten große Aufgaben, während die sich lieber auf Nebenkriegsschauplätzen, wie dem EU-Budget, zerfleischen. Bezüglich der Krise ist es pure Handlungsunfähigkeit, die von den europäischen Spitzenpolitikern geboten wird ("Was macht Regierungen handlungsunfähig", hier). Natürlich ist dieser Zustand auf den ersten Blick nicht ersichtlich, vielmehr wird in großangelegter Meinungsmache gegenüber der Öffentlichkeit der Eindruck von Kompetenz und Handlungswille vermittelt. Tricksen und Täuschen auf höchstem Niveau. Wir beschreiben es so: "Europas Lügen haben kurze Beine" (hier), eine wahre Fundgrube. Die folgende Grafik aus dem Beitrag von Steffen Bogs zeigt die Hoffnungslosigkeit: 




Wirtschaftswissenschafter: "Ohne Rückgang bei Einkommen geht es nicht" 
(derstandard.at)  Arbeitslosigkeit in den Krisenländern ist auch Folge zu hoher Löhne, meint Experte Gerhard Schwarz. Ein Konkurs Athens wäre hilfreich gewesen. Mehr... 

Kommentar: "Der Akademikergeist neigt immer dazu, an einmal aufgenommenen Meinungen festzuhalten und sich dabei als Hüter der Wahrheit vorzukommen"  (Zitat von Claude Henri Saint-Simon, Graf de Rouvroy). Es gibt sie immer noch, die Unbelehrbaren. Die Ökonomen, die tapfer die wahren Ursachen der Krise ignorieren und deshalb die völlig falschen Lösungsansätze verfolgen. Die liberale Wirtschaftspolitik der vergangenen zehn Jahre ist krachend gescheitert, sie hat ausgedient, gehört in die Tonne. Ihre Anhänger kämpfen an exponierter Stelle natürlich gegen ihren Zerfall und verschärfen dadurch die Krise nur noch weiter. Der deutsche Ökonom Heiner Flassbeck nannte es am 17.05.2010 in der SZ "Die Mär vom Lohnverzicht" (hier). 


Europas Banken fordern Verschiebung von Basel III 
(ftd.de) Die USA sind bei der Basel-III-Einführung vom Starttermin Januar 2013 abgerückt. Der Europäischer Bankenverband schlägt Alarm: Wegen der Wettbewerbsverzerrung sollen die verschärften Eigenkapitalregeln auch in Europa erst 2014 kommen. Mehr... 

Kommentar: Die europäischen Banken nehmen gerne den Ball auf, den die amerikanischen erst vor wenigen Tagen ins Spiel gebracht haben. Die Politik wird nachgeben. 


Fiscal Cliff vs. Expansive Austerität 
(ftd.de) Am Jahresbeginn 2013 droht den USA das sog. Fiscal Cliff, ohne Einigung zwischen republikanisch geführten Repräsentantenhaus und demokratischem Weißen Haus kommt es zu Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen im Volumen von rund 650 Mrd. USD. Dies entspricht etwas mehr als 4% des amerikanischen BIPs und würde nach allgemeiner Auffassung zu einer ausgeprägten Rezession in den USA führen. 
Die Argumentation ist leicht nachvollziehbar, eine geringere gesamtwirtschaftliche Nachfrage vermindert das BIP. Überraschend ist jedoch, dass auch deutsche Ökonomen und Medien praktisch einhellig vor dem Fiscal Cliff warnen. So schreibt etwa der Sachverständigenrat im aktuellen Jahresgutachten, dass ein solch abrupter Nachfrageausfall die Konjunktur in den Vereinigten Staaten stark belasten würde und fordert eine Streckung der Konsolidierung. Zugegeben, das Argument auch eine ausbleibende Konsolidierung verursache Kosten, wird noch nachgeschoben, wobei offen bleibt, worin die Kosten bestehen (der Sachverständigenrat
nennen als Kosten eine „ noch höhere Staatsverschuldung“). Auch die Mehrheit der deutschen Medien schließt sich der Warnung vor der Fiskalklippe ganz selbstverständlich an. Die bisherige Argumentation hinsichtlich staatlicher Defizite wird damit vollständig umgedreht. Mehr... 

Kommentar: Dieser Beitrag zeigt: die Scheinheiligkeit deutscher Medien ist wieder einmal nicht zu überbieten. Treffend vom Autor herausgearbeitet. Unbedingt lesen. 


Black Friday: Amerikas Kaufrausch-Tag endet ernüchternd  
(ftd.de) Die Shoppingorgie bleibt aus. Am Black Friday stürmen die Amerikaner die Läden - aber sie kaufen weniger als erhofft. Mehr... 

Kommentar: Millionen Amerikaner unterhalb der Armutsschwelle, die Mittelschicht erodiert, keine oder nur unterbezahlte Jobs, sind kaum die Basis für einen erfolgreichen Black Friday. Das war absehbar. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Besser kann man nicht beschreiben, was wir bei unseren Beratungen immer und immer wieder erleben. Es ist offensichtlich brutal schwer, sich von den liebgewonenen, teilweise sogar ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, sich und seine Ersparnisse auf das Unabwendbare vorzubereiten. 

Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Regierungen schauen diesem Treiben vollkommen hilflos zu. Schlimmer: Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier).  

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Das bleibt nicht so. Dieser Traum geht zu Ende! Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang.  Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.    

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff so weit wie möglich in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen dabei helfen. Für unsere Beratung berechnen wir lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de.