Dienstag, 27. November 2012

Standpunkt 464 - Nachrichten-Ticker, 26.11.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...              


Themen: Bank of England – Schweiz Steueroase EU – Gold – Frankreich  – Katalanien – Spanien – Griechenland-Rettung   


"Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Seit einigen Wochen steht ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik immer dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Außerdem möchten wir uns auf diesem Weg für das riesige Interesse an diesem Beitrag bedanken. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


Kanadier wird Chef der Bank of England 
(handelsblatt.com) Mark Carney wird der 120. Gouverneur der Bank von England. Damit rückt der 47-Jährige an die Spitze einer der mächtigsten Zentralbanken der Welt. Der Kanadier beerbt Mervyn King, der Mitte 2013 in Ruhestand geht. Mehr... 

Kommentar/Ergänzung: Goldman Sachs hat es schon wieder geschafft und einen der Ihren an einer der wichtigsten Stellen im Welt-Finanzsystem untergebracht. Noch gehört Großbritannien zur EU, deshalb ist diese Entscheidung von weitreichender Bedeutung für die Bemühungen um die Lösung der Krise in Europa. Zwei Dinge erwarten wir: 1. Eine Lösung rückt in weite Ferne. Weiter geht es nur darum, daß die Finanzindustrie daran gut verdient. 2. Großbritannien bleibt weiter in der EU. Als Brückenkopf US-amerikanischer Interessen, der mit dieser Entscheidung noch einmal entscheidend verstärkt wurde. Zu dieser Personal-Entscheidung der Bank of England (BoE) haben wir einige weitere Informationen für unsere LeserInnen zusammengetragen:  

The BBC Profiles Mark Carney, Uses Word "Goldman" Once: It is truly amazing to what lengths the mainstream media will go to avoid talking about what really got Goldman's former head of the Canadian Central Bank the role of Goldman's current head of the Bank of England. But it could be worse: a word search for Goldman in the BBC's just released profile of Mark Carney shows one instance of said word, and as a parenthetical at that. Hey, it could have been zero... Read more... 

Goldman's Global Domination Is Now Complete As Its Mark Carney Takes Over Bank Of England: Back on July 3, we made an explicit and very simple prediction: "now that the natural succession path at the BOE has been terminally derailed, it brings up those two other gentlemen already brought up previously as potential future heads of the BOE, both of whom just happened to work, or still do, at... Goldman Sachs:  Canada's Mark Carney or Goldman's Jim O'Neil. Granted both have denied press speculation they will replace Mervyn King, but it's not like it would be the first time a banker lied to anyone now, would it (and makes one wonder if this whole affair was not merely orchestrated by the Squid from the get go... but no, that would be a 'conspiracy theory'.)" Read more... 

Das deutsche Handesblatt lobt - paßend zur neo-konservativen Grundhaltung der Zeitung - die Vita des Kanadiers in den höchsten Tönen. Kritisches fehlt. Die folgende Grafik von zerohedge.com zeigt den massierten Einfluß von Goldman Sachs in Europa: 




Schweizer Banken lassen deutsche Kunden fallen 
(ftd.de) Deutschen Steuerhinterziehern bleibt entweder die Selbstanzeige oder die Kündigung, sollte das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz scheitern. Die Geldhäuser wollen so ihre deutschen Kunden in die Pflicht nehmen. Mit US-Bürgern haben sie es schon vorexerziert. Mehr... 

Kommentar: So schnell hätten wir damit nicht gerechnet, daß die Schweiz gegenüber deutschen Bankkunden den amerikanischen Weg wählt. Schon lange haben wir aufgrund der Streitigkeiten zwischen der Schweiz und den USA vor Reaktionen gewarnt (beispielsweise hier), die den Standort Schweiz für deutsche Kapitalanleger kontaminieren. Geglaubt haben uns nur wenige, die können wir heute nur beglückwünschen. Der Rest muß schlagartig umdenken und sofort reagieren. Wieder einmal haben wir die richtigen Schlüsse gezogen und unseren LeserInnen frühzeitg zur Verfügung gestellt, während die deutschen Leitmedien vor sich hin schweigen.


Die Schweiz ist sozialistischer als Deutschlands Linke 
(heise/telepolis.de) Vermögenssteuer, Eigenmietwert, Aktiensteuer, Abgaben an die Sozialversicherung … Die Ablehnung des Steuerabkommens mit der Schweiz durch den Deutschen Bundesrat zeigt: In Deutschland bestimmen Emotionen und Mythen das Bild der Schweiz als angebliches Steuerparadies. Im Gegensatz zu den Forderungen von SPD und Grünen, Ehepaare sollten eine Freibetrag von zwei Millionen Euro haben, bevor der Staat Vermögenssteuer erhebt, hat die urkapitalistische Kaufmannsstadt Basel eine andere Vorstellung des Freibetrags: Ganze 150.000 Franken (120.000 Euro) sind dort vermögenssteuerfrei. Der zweite Unterschied: In der Schweiz gibt es bereits die in Deutschland als Sünde verfemteVermögenssteuer. Mehr... 

Kommentar: Alexander Dill vom Basel Institute of Commons and Economics beschreibt diejenigen Schweizer Verhältnisse, die in der deutschen Stammtisch-Öffentlichkeit unterschlagen werden, oder gleich gar nicht bekannt sind, aber auch keinen wirklich interessieren. Alle anderen können sich diese Zustände auf der Zunge zergehen lassen. Die Grafik zum Thema: 





Waschanlagen in Europa
(zeit.de) Wer gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche auf Zypern vorgehen will, muss auch mit anderen EU-Staaten konsequent sein. Mehr... 

Kommentar: Typisch Europa: Das unterschiedliche Maß der Dinge. Steueroasen mitten in der Eurozone, kaum einer macht sich darüber Gedanken. Im Gegenteil: In normalen Zeiten scheint es angenehm zu sein, daß die Russen ihr Geld in Zypern (hier) und anderswo waschen und anlegen. Neue Steueroasen sollen hinzukommen, wenn tatsächlich Sonderwirtschaftszonen errichtet werden, um damit der Krise in den übrigen südeuropäischen Staaten beizukommen. Der völlig falsche Weg, was aber niemanden zu interessieren scheint. EU und Eurozone hätten viele Möglichkeiten, das Vertrauen ihrer Bürger für Veränderungen zu gewinnen, wenn erst einmal die vielen Fehler korrigiert werden, die sich in den vergangenen Jahren angesammelt haben. Nur müssen sich dafür viele Länder von liebgewonnenen Angewohnheiten verabschieden, was diesen schwerfällt. Also wird weitergewurstelt wie bisher. 


Das verleaste Gold 
(format.at)  "Gold-Skandal" oder viel Lärm um nichts? Die Goldbestände der OeNB lassen die Wogen in Österreich weiter hochgehen. Von OeNB-Vizegouverneur Wolfgang Duchatzcek genannte Erlöse aus den Goldleihgeschäften legen nahe, dass ein beträchtlicher Teil der in den Büchern geführten 280 Tonnen Nationalbank-Gold verliehen sein könnte, meinte Ronald Stöferle, Goldexperte der Erste Bank. FPÖ-Chef Strache ortet nach dem BAWAG-Skandal nun gar einen "Nationalbankskandal" und fordert Nowotny's Rücktritt. Mehr... 

Kommentar/Ergänzung: Wir haben bereits darüber berichtet, nicht nur in Deutschland, auch die Österreicher suchen ihre Goldvorräte. Während es hierzulande gerade wieder ruhig ist, machen in Österreich unglaubliche Mutmaßungen die Runde, die sogar schon Rücktrittsforderungen an die Adresse des Chefs der Nationalbank zur Folge haben. Hochbrisant das Ganze. Was in diesem Artikel beschrieben wird, scheint gängige Praxis der Notenbanken zu sein, könnte deshalb auch auf das Bundesbank-Gold zutreffen. Die Besorgnis in Österreich verschärft sich noch durch einen Artikel in der österreichischen Presse: "GATA: Goldinventur der Nationalbank könnte scheitern" meldet diepresse.com und faßt zusammen: Die US-Organisation "Gold Anti Trust Action Committee" bezweifelt, dass die österreichischen Goldreserven verlässlich geprüft werden können. Mehr hier. Noch ein Problem, mit dem auch die Bundesbank konfrontiert ist. Es bleibt spannend. 


Schluss mit dem French Bashing à la 1914! 
(welt.de) In der "Welt” schrieb Marko Martin über den wirtschaftlichen Zustand und das Versagen der einstigen Grande Nation. Und liegt damit völlig daneben – French Bashing! Eine Gegenschrift aus Frankreich. Mehr... 

Kommentar: Diese Replik trifft den Nagel auf den Kopf. Der Autor formuliert einen wahrhaftigen Schluß: "Deutschland ist heute mächtig. Aber es muss aufpassen, dass es sich davon nicht berauschen lässt. Es darf nicht glauben, dass sein wirtschaftliches Modell – so erfolgreich es auch sein mag – ein universelles ist. Dann beginge es denselben Fehler wie die französischen Revolutionäre, die den Rheinländern und Pfälzern französische Gesetze aufzwangen. Unverständnis und Vorurteile würden wachsen. Europa wäre dann heute nicht viel weiter als 1914, als man auf beiden Seiten des Rheins Texte lesen konnte, die dem von Marko Martin ziemlich nah kamen." Deshalb Frankreich, Finger weg vom deutschen Modell. 



Quelle: presseurop.eu


Katalanischer Unabhängigkeitswunsch erhält Rückschlag 
(ftd.de) Die Regierung im Euro-Krisenland Spanien kann vorerst aufatmen: Der katalanische Ministerpräsident Artur Mas erhält mit seinem Unabhängigkeitsplan nicht die erhoffte Zustimmung der Wähler. Trotzdem sind die Separatisten aber die großen Gewinner. Mehr... 

Kommentar/Ergänzung: Die vorgezogenen Wahlen in Katalanien vom Wochenende zeigen die merkwürdige Berichterstattung in den deutschsprachigen Medien. "Abschied aus der EU schreckt Katalanen ab" meldet welt.de zum gleichen Ereignis und kommt zu dem Schluß: "Katalonien stimmt gegen den Vorschlag von Regierungschef Mas, sich von Spanien abzuspalten. Das dürfte Madrid freuen – ohne die Industrieregion sänke das Pro-Kopf-Einkommen auf griechisches Niveau." Mehr hier. Bei wirtschaftsfacts.de heißt es "Katalonien: Artur Mas und sein Dilemma nach der Wahl" und interpretiert das Wahlergebnis so: "Ein schrecklicher Morgen für den Regierungschef von Katalonien! Nach der Wahlklatsche von gestern kommen die Rücktrittsrufe aus allen Ecken. Von den konkurrierenden Parteien sowieso, aber auch in seiner Partei CiU beginnt man sich Gedanken zu machen, wenn auch vorerst leise und unter dem Tisch, wie denn jemand, dessen Schachzug so jämmerlich gescheitert ist, die nächste Regierung führen soll. Der mögliche Koalitionspartner ERC sorgt mit seinen Forderungen so auch bereits für erhebliche Kopfschmerzen." Mehr hier. Alle Artikel suggerieren den Mißerfolg der Separationspläne in Katalanien. Wirklich? 


Katalonien-Wahl: Befürworter der Abspaltung von Spanien erringen Mehrheit
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Zusammen mit der linken Partei ERC erreicht die derzeitige Regierungspartei in Katalonien ersten Hochrechnungen zufolge eine absolute Mehrheit. Durch den deutlichen Wahlsieg der Separatisten steigen die Chancen auf ein Referendum über die Unabhängigkeit von Spanien. Mehr...  

Kommentar/Ergänzung: Es geht immer noch um das gleiche Ereignis, die Wahlen in Katalanien vom vergangenen Wochenende. Nur die Interpretation ist eine völlig andere. Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg meldet ebenfalls einen Erfolg: "Catalan Pro-Independence Parties Win Regional Vote" (hier) für die Separationsbestrebungen, trotz der Stimmenverluste von Mas' Parteienbündnis CiU. Es ist offensichtlich: Das Wahlergebnis läßt unterschiedliche Deutungen zu und die Journaille macht davon regen Gebrauch. Wir glauben an die Kraft der Veränderung und sehen die Katalanen nach wie vor auf dem Weg in die Unabhängigkeit. 


Was die Wahl in Katalonien mit dem Euro zu tun hat 
(handelsblatt.com) Für viele Politiker scheint das einzig adäquate Mittel gegen die Krise ein „Mehr an Europa“ zu sein. In ihrem kaum zu bremsenden Harmonisierungswahn übersehen sie aber die Sehnsucht der Bürger nach mehr Eigenständigkeit. Von Hans-Olaf Henkel. Mehr... 

Kommentar: Nichts, rein garnichts, HOH. Katalanien will weg von der Zentralregierung, fühlt sich ausgebeutet. Schottlands Bestrebungen nach Unabhängigkeit sind schon uralt. Die Befürworter der schottischen Separation haben bereits klar zum Ausdruck gebracht, daß sie EU und Eurozone beitreten wollen. Es ist und bleibt unerträglich, wie Bank of America-Berater HOH immer wieder die Wahrheit für seine unlauteren Zwecke verbiegt. 


Troika gibt grünes Licht für spanische Bankenhilfe
(diepresse.com) Anstatt der veranschlagten 100 Milliarden Euro dürften der Regierung Spaniens rund 42 Milliarden reichen. Die Troika bezeichnet den Stresstest als "glaubhaft". Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Leute, laßt Euch bitte nicht hinters Licht führen, die 42 Milliarden sind eine Menge Geld, aber in diesem Fall trotzdem nur der berühmte "Tropfen auf den heißen Stein". Selbst die 100 Milliarden werden nicht ausreichen. Was Europas Krisenmanager gerade bei Spanien versuchen, ist ein Angriff auf die Intelligenz. Eine seriöse Untersuchung  der CEPS-Ökonomen Cinzia Alcidi und Daniel Gros kommt zu dem Ergebnis, daß sich die Verluste im Bankensektor wegen der Immobilienkrise "auf 380 Milliarden Euro summieren könnten". "Die US-Ratingagentur Moody's rechnet mit 306 Milliarden" schreibt der österreichische Standard (Quelle: "Rückschlag auf dem Weg der Besserung", hier). Das Handelsblatt macht bei diesem Theater mit und titelt: "Spaniens Banken benötigen 40 Milliarden Euro" und gibt die gleichen hohlen Phrasen zum besten: Lob von der Troika: Spanien erfüllt alle Bedingungen für eine Milliarden-Auszahlung aus dem ESM-Rettungsschirm. Das besagt ein Bericht von Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank. Mehr hier. Der Preis ist hoch: "Spanische Banken bezahlen Hilfskredite mit Jobabbau" schreibt der Standard: Schon im Dezember sollen 35 Milliarden Euro EU-Hilfskredite fließen. Im Gegenzug will man bei den verstaatlichten Banken 8.000 Mitarbeiter entlassen und Filialen schließen. Mehr hier


CDU-Experte warnt vor Euro-Untergang 
(handelsblatt.com) Das Griechen-Poker geht in die nächste Runde. Die Euro-Zone will heute eine Lösung für den pleitebedrohten Staat finden. Doch Kritiker einer weiteren Finanzspritze gehen in die Offensive und warnen vor den Konsequenzen. Mehr... 

Kommentar/Ergänzung: Immer wieder ein dankbares Thema, um einen Versuch zu starten, sich zu profilieren: Griechenland. Gerne auch mit "Faktendrehern", wenn es nützt. Nehmen wir nur die Behauptung "astronomischer Lohnerhöhungen in Griechenland". Die folgende Grafik der Hans-Böckler-Stiftung zeigt ein sehr viel differenzierteres Bild: 



Es ist unstreitig: Deutschland hat sich mit Dumpinglöhnen einen enormen Wettbewerbsvorteil verschafft. Dieser Vorteil, ergänzt durch die günstigen Lohnsteigerungen anderswo, befeuerten das deutsche Exportmodell zu völlig irrationalen Leistungsbilanzüberschüssen. Nicht umsonst trägt Deutschland den Titel "Lohnminusmeister". Hierzulande will das niemand hören, da zeigt man lieber mit den Fingern auf andere. Scheinbar muß man es immer wieder betonen: Die ständigen Überschüsse in der Leistungsbilanz Deutschlands entstehen, weil die anderen glücklicherweise mehr importieren als exportieren. Ursächlich dafür ist auch der höhere Konsum in den anderen Ländern, wofür die Lohnerhöhungen verantwortlich sind, wie die folgende Grafik beispielhaft für die Zeit von 2002 bis 2009 zeigt:




Würden diese Länder dem deutschen Modell nacheifern, wie es Deutschland immer wieder scheinheilig fordert, wäre dieser Vorteil schnell weg. Deutschland feiert sich an der falschen Stelle. Übrigens, kein anderer Staat kann dabei mithalten, wie diese Grafik deutlich zeigt: 




"Ein Ende mit Schrecken wäre besser" behauptet der CDU-Experte. Das gibt es nicht, wie die jüngste Studie der Bertelsmann-Stiftung vorrechnet (hier). Ein "schreckliches Ende" ist die richtige Beschreibung dessen, was solche Leute völlig ahnungslos fordern. 

Und dann noch die Mär von Target2. Wie lange wird diese Sau eigentlich noch durchs Dorf gejagt? Abgemagert bis auf die Rippen, sollte ihr endlich Ruhe gegönnt werden. Offensichtlich sind sich bei diesem Thema alle einig: die Experten, die Parteien, die Stammtische und der Ideengeber, Hans-Werner Sinn. Jens Berger formulierte es kürzlich so: "Die SPD, Hans Werner Sinn und die Billionenfrage". In diesem Beitrag geht es um die Haftung der Steuerzahler - auch für die Target-2-Salden. Die Quellen belegen den Unfug, den Hans-Werner Sinn und seine Experten verbreiten. Bitte hier nachlesen. Wer noch mehr Informationen zu diesem Thema haben möchte, der kann sich gerne bei uns melden. Wir stellen ein ganzes Bündel pdf-Dateien zur Verfügung. 


Europas Bürger müssen für Griechenland zahlen 
(spiegel.de) IWF und EZB verlangen einen radikalen Schuldenschnitt für Griechenland. Aber wer soll die Kosten tragen? Die meisten Gläubiger haben sich längst abgesichert gegen drohende Verluste - am Ende zahlen die Bürger der Euro-Zone. Mehr... 

Kommentar/Ergänzung: Zur Haftung der Bürger noch einmal der Hinweis auf den Beitrag von Jens Berger (hier). Der klärt auf. Ergänzend dazu der Beitrag  "Was hilft ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland?", gerade bei nachdenkseiten.de erschienen (hier). Unbedingt lesen. Schafft Durchblick. 


Studie: „Zweifel an Griechenland beenden“ 
(diepresse.com) Athen hat mehr Reformen als jedes andere Euroland zuwege gebracht. Experten raten zu einem Ende der reinen Sparpolitik und verweisen auf die nächste Baustelle Frankreich. Mehr... 

Kommentar: Es nützt nichts, trotz guter Argumente: In die Betonschädel europäischer Krisen-Politiker geht davon nichts rein. Die feiern, unter deutscher Führung wohlgemerkt, weiter ihre krisenverschärfenden Spardiktate, zeigen sich vollkommen handlungsunfähig (hier) und arbeiten, schon längst völlig korrumpiert, dem obersten 1% in die Hände. Die restlichen 99% gehen aufeinander los, Nord gegen Süd, West gegen Ost, Jeder gegen Jeden, und die Pfeffersäcke halten sich ihre dicken Bäuche vor Lachen. Dagobert Duck ist dagegen ein Menschenfreund. Das Bibelwort "der Mensch soll sich die Erde untertan machen" erhält so eine ganz besondere Bedeutung. 

Quelle: standard.at


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Besser kann man nicht beschreiben, was wir bei unseren Beratungen immer und immer wieder erleben. Es ist offensichtlich brutal schwer, sich von den liebgewonenen, teilweise sogar ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, sich und seine Ersparnisse auf das Unabwendbare vorzubereiten. 

Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Regierungen schauen diesem Treiben vollkommen hilflos zu. Schlimmer: Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier).  

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Das bleibt nicht so. Dieser Traum geht zu Ende! Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang.  Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.    

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff so weit wie möglich in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen dabei helfen. Für unsere Beratung berechnen wir lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de.