Donnerstag, 20. Dezember 2012

Standpunkft 488 - Nachrichten-Ticker, 19.12.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir versuchen, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...  


Tagesthemen: Deutsche Bank – Justiz vs. BankenGriechenland – Hedgefonds vs. Griechenland – Irland – Spanien – Berlusconi vs. Italien    


"Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon einige Wochen her, daß wir ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben diesen Beitrag wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik offen und dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Nach wie vor besteht großes Interesse an diesem Thema. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


Wenn ein Brandstifter das Feuer löschen soll 
(sueddeutsche.de) Die Wut über "die da oben" wächst - selbst unter Bankangestellten. Die Manager der Deutschen Bank haben das alte Vertrauen verspielt, dass auch im Finanzsektor Verantwortung und Anstand herrschen. Jetzt soll ausgerechnet derjenige das Vertrauen wiederherstellen, der für den Schaden mitverantwortlich ist. Der Ruf der deutschen Banker ist so ruiniert, wie noch selten der Ruf einer Profession ruiniert war. Die Lage ist derart schlimm, dass nicht nur Millionen Bürger immer hemmungsloser über die "Bangster" lästern, sondern auch bei den normalen Bankangestellten die Wut über "die da oben" wächst. Der soziale Friede in den Geldhäusern gerät ebenso in Gefahr wie jener in der Gesellschaft. Das alte Vertrauen, dass es im Finanzsektor zwar etwas anders zugeht als in der Realwirtschaft und im Alltag, dass aber auch dort Verantwortung und Anstand herrschen - das ist zerstört. Mehr... 

Kommentar: Eine Welle der Entrüstung schwappt durch die öffentliche Meinung in Deutschland. Für uns hat das etwas viel Scheinheiligkeit, schließlich sind die kriminellen Machenschaften des deutschen Branchenprimus' längst bekannt und selbst in den deutschsprachigen Medien mehr oder weniger offen, mehr oder weniger regelmäßig, kommuniziert worden. Sicher, hier und da war es nötig, zwischen den Zeilen zu lesen - nur nicht bei uns: wir prangern ständig die unrühmliche Rolle der Bank in der Finanzkrise an. Was Kopper und Breuer nicht gelungen ist, Josef "Joe"Ackermann hat es in den Jahren seiner Tätigkeit an der Spitze der Bank gründlich vollzogen, die hemmungslose Hinwendung zu durch und durch kriminellen Geschäften, gemeinsam betrieben mit den Kollegen aus den USA, Großbritannien und der Schweiz. Auf Kosten der Welt. Für die "Chef-Buben" der Banken in Frankreich, Spanien, Italien, usw., blieben nur die Brotkrumen vom Tisch der Großen übrig, an denen die sich heute verschlucken. Während sich die "Big-X" bisher noch in Sicherheit wiegen und ihr Finanz-Casino ungehindert weiter betreiben. Die Maßnahmen von Fed, Bank of England, Bank of Japan, EZB, usw., dienen ausschließlich dem Zweck, diese Zombies am Leben zu erhalten. Aus "too big to fail" wird so "too big to rescue", wird "too big to jail". Ein harmloser Kommentar von Marc Beise, der niemandem wehtut, vor allen Dingen nicht den LeserInnen. 


Der Traum vom Aufräumen 
(zeit.de)  Weltweit gehen Justiz und Behörden gegen Banken vor – ohne dabei wirklich konsequent zu sein. Mehr... 

Kommentar: Eine ausgezeichnete Analyse, die die Sache exakt auf den Kopf trifft. Wir erleben einige kleine und große Shows, für die wenigstens in den USA der Staat auch noch viel Geld bekommt. So weit ist es in Deutschland noch lange nicht. Grundsätzlich ändert sich aber nichts: Die Banken und ihre Verantwortlichen werden weiter geschont. Andererseits glauben wir fest daran: Irgendwann gibt es ein Finanzverbrechertribunal. 


Deutsche Bank – Betrug aus Leidenschaft? 
(heise/telepolis.de) Alfred Herrhausen, einer der besten deutschen Manager aller Zeiten und ehemaliger Primus der Deutschen Bank, muss sich wohl im Grabe umdrehen, wenn er mitbekommt, was aus dem einstigen deutschen Vorzeigeinstitut geworden ist. Die größte Bank Deutschlands mit ihrem Slogan "Leistung aus Leidenschaft" ist überall dort vertreten gewesen, wo am meisten abgezockt wurde. Ob Immobilienblase in den USA, Steuerhinterziehung, Bilanzmanipulation, Geldwäsche, Unterschlagung, Libor-Skandal oder Umweltzertifikatebetrug, Deutschbanker waren immer dabei. Mehr... 

Kommentar: Noch so ein Beitrag, ganz nach unserem Geschmack. Wer bisher dieses Thema gemieden hat, der findet in diesem Kommentar viel Informatives. 


Griechen wappnen sich für Winter der Entscheidung 
(welt.de) Familien stecken Kinder in Heime, weil sie es dort besser haben, Hausbesitzer stellen die Heizung ab: Schuldenkrise und Rezession beginnen, das Sozialgefüge in Griechenland aufzubrechen. Mehr...

Kommentar: Gestern gab es den englischen Originalartikel ("Struggling Greeks Face Harsh Winter"), heute können wir eine deutsche Übersetzung nachliefern. Das ist nicht zu rechtfertigen, was in Griechenland passiert. 


Die Angst der Familie Kotsalaras 
(zeit.de)  Die Krise raubt ihnen die Existenzgrundlage: Immer mehr griechische Familien verarmen und brechen auseinander. Auf den Staat können sie kaum zählen. Mehr... 

Kommentar: Wir sind überrascht, das griechische Elend findet plötzlich vermehrt den Weg in die deutschen Leitmedien. Liegt es vielleicht an Weihnachten? Der Autor liefert eine weitere, anschauliche Beschreibung über den schleichenden Zerfall der griechischen Gesellschaft. Wann hört das auf? 


Hedgefonds verdient halbe Milliarde mit Griechenland 
(spiegel.de)  Das Zocken hat sich gelohnt: Der Investor Dan Loeb vertraute darauf, dass Griechenland im Euro bleibt und einen Teil seiner Schulden zurückkauft. Jetzt ist sein Hedgefonds Third Point laut einem Zeitungsbericht rund 500 Millionen Dollar reicher. Mehr... 

Kommentar: Das Werk europäischer Krisenlöser unter Führung der deutschen Kanzlerin und beraten von Goldman Sachs. Während die Menschen als Preis für die angebliche Rettung verarmen, verdienen sich die Spekulanten eine sprichwörtlich "goldene Nase".  


IWF: Für Irland wird es noch schmerzhafter 
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)  Der IWF lehnt weitere Sparprogramme für Irland ab. Diese könnten die irische Wirtschaft erdrücken. Vielmehr soll die EU auf Irland zugehen, um das Schuldenproblem des Landes zu lösen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: "Musterschüler Irland braucht Europas Stütze" schrieb vor sechs Wochen schon die Welt (hier). Jetzt legt der IWF nach und fordert offen die Hilfe Europas für den "Mustertiger" (hier) Irland. Europa braucht dringend einen Erfolg, gut möglich, daß er mit Irland zelebriert werden soll. 


Kreditausfälle und Zwangsräumungen in Spanien steigen dramatisch an 
(heise/telepolis.de)  Allein am Wochenende nahmen sich erneut zwei von Räumung betroffene Menschen das Leben. Mehr...

Kommentar: Die spanische Regierung spielt falsch, wie dieser Beitrag sehr überzeugend beweist. So falsch wie EU/EZB/IWF/Troika. Es ist unhaltbar, wenn Banken, die mit Steuermilliarden gerettet und verstaatlicht wurden, die Familien räumen und dann unverkäufliche Wohnungen leer stehen lassen. Die Menschen in Spanien geraten in ähnliche Nöte wie die Griechen. 


Berlusconi spekuliert über Austritt Italiens aus Euro-Zone 
(spiegel.de) Die Euro-Zone ohne Italien? Ex-Regierungschef Berlusconi zufolge könnte sein Land unter Umständen zur Aufgabe der Gemeinschaftswährung "gezwungen sein" - die Zinsen müssten sinken, sagte der 76-Jährige. Mehr...

Kommentar: Ein närrisches Treiben, das Berlusconi veranstaltet. Der Wahlkampf ist kurz. Möglich, daß seine Partei ein paar Prozentpunkte hinzugewinnt, zum neuen Regierungschef reicht es aber nicht.


Berlusconis Masterplan für die Macht 
(spiegel.de) Silvio Berlusconi läuft wieder zur Hochform auf. Er umschmeichelt die Italiener und erzählt Politikmärchen wie zu besten Zeiten. Das alles wirkt krude, folgt aber einer ausgebufften Strategie, die ihm am Ende einen Erfolg einbringen könnte - und Europa eine neue Krise. Mehr... 

Kommentar: Noch so ein Artikel der versucht, mit Berlusconi ein Gefahrenpotential für Europa aufzubauen. Warum? Der Mann hat doch keine Chance. Die Italiener wollen keinen kriminellen Hochstapler und Scharlatan. 


Italiens Conducător ist wieder zurück 
(format.at)  Die Wahrscheinlichkeit, dass Berlusconi die Wahlen gewinnt, ist aber so niedrig wie die Anzahl seiner natürlich gewachsenen Haare am Kopf. Mehr... 

Kommentar: Eine klare Aussage. Der ist nichts hinzuzufügen.  


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.