Sonntag, 2. Dezember 2012

Standpunkt 470 - Nachrichten-Ticker, 01.12.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...       


Tagesthemen: Anlegerwährung Immobilien – Arbeitskosten Jugendarbeitslosigkeit in Spanien – Euro-Rettung – Moody’s versus ESM – China 


"Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Seit einigen Wochen steht ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik immer dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Außerdem möchten wir uns auf diesem Weg für das riesige Interesse an diesem Beitrag bedanken. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


Harte Anlegerwährung 
(ftd.de) Trotz gestiegener Preise empfehlen Vermögensverwalter weiterhin Häuser als Anlage. In der Euro-Krise versprechen Büros, Läden und Wohnungen vor allem eines: Werterhalt. Mehr... 

Kommentar: Es liest sich alles wunderbar, was in diesem Beitrag geschrieben steht. Wir glauben nicht an die "guten Gründe", hierzulande eine Immobilien zu kaufen, um sich gegen die Inflation abzusichern. Wer sich mit den Krisen der vergangenen Hundert Jahre in Deutschland beschäftigt, der muß wie wir zu dem Ergebnis kommen, daß Immobilieneigentümer nie zu den Begünstigten einer Krise gehörten. Immer haben sie draugezahlt, reihenweise ihren Besitz verloren. Die Gründe sind vielschichtig, die wichtigsten haben wir in unserem Enteignungs-Update beschrieben. Wir sind davon überzeugt: Deutschland und Europa sind bis auf weiteres kein Markt für Immobilienanleger. Selbst wer eine Immobilie zur Eigennutzung kaufen will, der sollte den Markt genaustens sondieren und bedenken, daß die Preise im Verlauf der Krise wieder deutlich nachgeben werden. In ganz Europa gehen die Preise zurück, weshalb soll dieser Kelch ausgerechnet an Deutschland vorbeigehen? So lassen sich Werte weder erhalten noch sichern


Arbeitskosten gehen uns alle an 
(wirtschaftsblatt.at)  Ihr Verdienst hat großen Einfluss auf die Währungsunion. Für den Einzelnen zählt meist nur das, was er am Anfang jedes Monats am Konto hat. Netto. Aber es gehört natürlich zum Allgemeinwissen, dass in Wahrheit allein das Bruttogehalt zählt – und zu dem auch noch jede Menge Lohnnebenkosten kommen. Die Makroökonomie nennt diese Summe „Arbeitskosten“. Diese wiederum haben aber nicht nur Einfluss auf Konsum, Wettbewerbsfähigkeit und Exportrate eines Landes, sondern auch auf die Performance der Europäische Währungsunion. Mehr...

Kommentar: Noch ein Artikel, der sich mit der Studie des IMK beschäftigt und richtige Schlüsse daraus zieht:  Jeder Einzelne kann zur Rettung des Euro beitragen, indem er oder sie als a) Arbeitnehmer auf sofortige und sichtbare Lohnerhöhungen pocht und damit auch möglichst viel in Sozial-, Unfall- und Pensionsversicherung einzahlt, als b) Konsument ab jetzt unglaublich viel Geld ausgibt, als c) Unternehmer viel mehr als bisher in den Export investiert und als d) Staatsbürger die Politik zu einer Umkehr in ihrer lohnpolitischen Ausrichtung drängt. Die Österreicher scheinen das zu verstehen, die Deutschen nicht. 


56 Prozent der jungen Spanier sind auf Jobsuche 
(diepresse.com)  Die europäische Staatsschuldenkrise zeigt ihre Auswirkungen: 26 Millionen EU-Bürger waren im Oktober auf Arbeitssuche, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag bekannt gab. Die Arbeitslosenquote kletterte seit einem Jahr von 9,9 auf 10,7 Prozent. In der Eurozone erreichte sie mit 11,7 Prozent ein neues Rekordhoch. Besonders stark verdüstert hat sich die Lage im krisengebeutelten Spanien: Waren vor einem Jahr noch 22,7 Prozent auf Jobsuche, so lag dieser Anteil zuletzt bei 26,2 Prozent. Damit belegt das südliche Land nach wie vor den traurigen ersten Platz. Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien hat die 50-Prozent-Marke längst überschritten: 55,9 Prozent der 15- bis 24-Jährigen finden keine Arbeit. Mehr... 

Kommentar: Zu dieser Entwicklung haben wir schon alles gesagt. Was in Spanien passiert, ist kaum zu glauben, aber noch nicht zu Ende. 


Neun Vorschläge zur Rettung des Euro 
(ftd.de) Die Schuldenkrise hat sich in den vergangenen Wochen entspannt. Doch zum Aufatmen ist es nach Ansicht von Experten noch zu früh. Die FTD hat neun renommierte Ökonomen befragt, was nötig ist, um die Euro-Krise endlich zu den Akten zu legen. Mehr... 

Kommentar: Einige Vorschläge taugen nichts, andere greifen zu kurz, keiner paßt wirklich. Am nächsten dran an einer Lösung liegen Eichengreen, Brunnermeier und Gros. Wahrscheinlich würde eine Kombination aus den drei Vorschlägen die Lösung bringen. Unabdingbar ist die Zerstörung der Zockerbuden, eine Herkulesaufgabe


Geld für Griechenland "ist so oder so verloren" 
(welt.de)  Alberto Alesina, ein in Harvard lehrender Starökonom aus Italien, steht auf der Seite der Deutschen, wenn es um Sanierung von Staatsfinanzen geht. Griechenland ist für ihn ein Sonderfall. Mehr... 

Kommentar: Es ist schon verwunderlich, wie viele Starökonomen es gibt, die in den deutschen Leitmedien ihre Spuren hinterlassen dürfen. Erstaunlich, daß da nicht wenigstens einer mit nützlichen Lösungen für die Krise in Europa um die Ecke kommt. Alesina ist bei uns schon mit seinem Vorschlag zur Lösung der Krise im Beitrag vorher durchgefallen. Als "Kronzeuge für die deutsche Sicht" ist der Harvard-Ökonom nicht sonderlich objektiv. Die Wirklichkeit in Europa bestätigt jedenfalls nicht seine Theorie und die deutsche Austeritätspolitik. 


Moody's entzieht Euro-Rettungsschirm die Topbonität 
(manager-magazin.de) Rückschlag für die Euro-Zone: Europa schien die Kreditkrise in Euro-Land zuletzt dämpfen zu können, jetzt sorgt wieder eine US-Ratingagentur für Aufruhr. Moody's hat dem europäischen Rettungsschirm ESM die Bestnote für seine Kreditwürdigkeit entzogen. Europa reagiert verschnupft. Mehr... 

Kommentar: Viel Lärm um nichts. Es wird noch mehr Herabstufungen geben. Ob der Rettungsschirm funktioniert hängt davon aber nicht ab. 


Fekter nach ESM-Abstufung gegen Aufstockung 
(wirtschaftsblatt.at)  Von der Bestnote Aa1 wurde der ESM auf Aaa herab gestuft. Auch eine weitere Herabstufung droht. Finanzministerin Maria Fekter schließt eine Aufstockung nun aus. Mehr... 

Kommentar: Eine vorschnelle Reaktion der österreichischen Finanzministerin, die wenig belastbar sein wird. Zeigt jedoch die Ratlosigkeit im Umgang mit der Krise innerhalb Europas Spitzenpolitikern. Woher soll da irgendwann eine brauchbare Lösung kommen? Wir haben kaum noch Hoffnung. 


Staatsinvestitionen treiben Chinas Wirtschaft an 
(diepresse.com) Das Barometer zeigt die besten Werte seit sieben Monaten an. Es sei aber noch keine nachhaltige Erholung, sagt Ökonom Dong Xian'an. Mehr...

Kommentar: China kann halt auch das Rad nicht neu erfinden. Die chinesischen Spitzenkräfte haben ihr Wissen auf westlichen Universitäten erworben, vorzugsweise in den USA und Großbritannien. Daran orientieren sich die Maßnahmen die ergriffen werden, um dem Wirtschaftsrückgang zu begegnen. 


Chinesen übernehmen reihenweise deutsche Firmen 
(welt.de) Investoren aus China sind auf der Suche nach lukrativen Unternehmen. Weitgehend unbemerkt haben sie sich einen guten Teil des deutschen Maschinenbaus und der Autozulieferer gekrallt. Mehr... 

Kommentar: Eine Entwicklung, die sich bald schon bitter rächen wird. Deutsches know-how und Arbeitsplätze gehen verloren. Wer sich mit diesem Thema näher beschäftigen möchte, der ist mit diesem Beitrag als Einstieg gut bedient. 


Wenn Puma und Armani plötzlich chinesisch werden 
(faz.net)  Für ausländische Unternehmen wird es immer schwieriger, ihre Marken in der Volksrepublik zu schützen. Mit einem Zusatz versehen, lassen Nachahmer imitierte Warenzeichen eintragen - und schon ist der Verkauf kein Problem mehr. Mehr... 

Kommentar: China ist Entwicklungsland, gerade in diesen Dingen. Ein  informativer Beitrag über Produktpiraterie "Made in China". 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Besser kann man nicht beschreiben, was wir bei unseren Beratungen immer und immer wieder erleben. Es ist offensichtlich brutal schwer, sich von den liebgewonnenen, teilweise sogar ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, sich und seine Ersparnisse auf das Unabwendbare vorzubereiten. 

Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Regierungen schauen diesem Treiben vollkommen hilflos zu. Schlimmer: Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier).  

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Das bleibt nicht so. Dieser Traum geht zu Ende! Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang.  Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.    

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff so weit wie möglich in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen dabei helfen. Für unsere Beratung berechnen wir lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de.