Donnerstag, 6. Dezember 2012

Standpunkt 474 - Nachrichten-Ticker, 05.12.

Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...    


Tagesthemen: Europas Lügner – Euro-Krise Arbeitslosigkeit in Europa – Ausbeuter Deutscher Bundestag – Einzelhandelsumsätze – Österreich – Finnland – Niederlande – Irland – China - Russland  


"Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Seit einigen Wochen steht ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik immer dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Außerdem möchten wir uns auf diesem Weg für das riesige Interesse an diesem Beitrag bedanken. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


Die Euroretter sind Lügner und Realitätsverweigerer 
(wiwo.de) In der Eurokrise übernehmen die Retter den früheren Part der Griechen. Sie greifen zu Buchhaltungstricks und unrealistischen Wachstumsprognosen. Damit bringen sie die Tragödie immer auf den neuesten Stand der Lüge. Mehr... 

Kommentar: Sicher, die Euroretter sind Lügner und Realitätsverweigerer. Wir sehen dafür zwei Gründe: Die Kollaboration zwischen Politik und Finanzindustrie einerseits und die Unfähigkeit der Politiker, die Bürger wenigstens über die wichtigsten Wahrheiten dieser Krise zu informieren, andererseits. In beiden Fällen hätten die Politiker erst einmal zuzugeben, daß sie völlig unfähig sind, ihren Job gut zu machen. Nur, niemand in der Öffentlichkeit will das wirklich wissen. Lieber verstecken sich alle hinter Merkels breitem Rücken in der Hoffnung, die mächtigste Frau der Welt (lt. Forbes) wird es schon richten. Ein Trugschluß, den die Menschen irgendwann teuer bezahlen müssen. 


Hoffnung auf Ende der Euro-Krise 
(ftd.de) Nach Einschätzung der EU-Kommission ist in der Euro-Krise der Wendepunkt geschafft, sagt Olli Rehn. Durch Sparpolitik seien die Haushaltsdefizite im Währungsraum gesenkt worden. Der Währungskommissar läutet damit einen Politikwechsel ein – von der Krisenbewältigung hin zu Strukturfragen und der Wettbewerbsfähigkeit der Staaten. Mehr... 

Kommentar: Die nächste Lüge. Es gibt keine Wende in der Krise, nur ein weiter wie bisher. Es ist unerträglich.


Schmidt: "Bei anhaltender Durchwurstelei könnte die EU zerbrechen" 
(format.at) Der deutsche Altbundeskanzler Helmut Schmidt warnt vor einem Auseinanderfallen der Europäischen Union (EU). "Ich schließe bei Fortsetzung der gegenwärtigen Durchwurstelei durch die Regierungen der europäischen Mitgliedstaaten die Möglichkeit eines Zerbrechens der Europäischen Union nicht aus", sagte Schmidt am Mittwoch in Brüssel bei einer Veranstaltung der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament. Mehr... 

Kommentar:  "Was heute fehlt bei den europäischen Regierungen ist die Tatkraft", findet Schmidt. Er vertraut von den europäischen Institutionen am meisten der EZB. Diese Meinung teilt er mit sehr wenigen Menschen in Deutschland. 

 
Arbeitslosigkeit: Arbeitsmarktforscher schreiben Südeuropa ab 
(ftd.de)  Die strukturelle Arbeitslosigkeit in den Randstaaten Europas wird sich für Jahre auf hohem Niveau zementieren. Selbst wenn sich die Konjunktur erholt, werden die Erwerbslosenzahlen nicht mehr auf Vorkrisenniveau sinken, prognostizieren Wissenschaftler. Vor allem junge Menschen werden abgehängt. Mehr... 

Kommentar: Eine bittere Pille für die betroffenen Länder, an der zuvorderst die Krisenpolitik der reichen Staaten Schuld trägt. Die OECD sieht die Arbeitslosigkeit als das größte Problem in Europa mit sehr viel Potential für schwere Unruhen. 


Auf ins gelobte Land 
(manager-magazin.de) Wie kaum eine andere Nation zieht Deutschland hochqualifizierte Einwanderer an - vor allem aus dem krisengeplagten Südeuropa. Immer mehr finden einen neuen Job, die Integration macht Fortschritte. Doch viele Firmen verschenken das Potenzial der neuen Fachkräfte. Mehr... 

Kommentar: Diese Einwanderer verschärfen die Krise in Europa. Sie gehören in ihre Heimat, nicht nach Deutschland. Den Firmen hierzulande dienen sie dazu, Druck auf die Arbeitsbedingungen und -entgelte zu machen, die einheimischen Fachkräfte geraten so in zunehmende Schwierigkeiten, die werden geknebelt und geknechtet. Die Unternehmen schreiben sich dafür am Ende wieder einen neuen Rekordgewinn in ihre Bilanz.


Amerikanische Großkonzerne fliehen aus Südeuropa 
(spiegel.de) Alcoa, Kimberly-Clark, Merck: Auf breiter Front treten internationale Großkonzerne den Rückzug aus Südeuropa an. Wegen der Dauer-Rezession ist dort die Nachfrage zu stark gesunken. Immer mehr Manager fürchten zudem um die Stabilität der Region. Mehr... 

Kommentar: Spricht für das Untersuchungsergebnis der Arbeitsmarktforscher von der ILO. Die Arbeitslosenquote in den betroffenen Ländern wird weiter steigen. Mit allen unangenehmen Folgen. 


Vier Minuten pro Büro 
(focus.de) Lausige Löhne, befristete Jobs, mieses Miteinander: Der Deutsche Bundestag scheint eine Hochburg für prekär Beschäftigte zu sein. Mehr... 

Kommentar: Das Ende fairer Beschäftigungsverhältnisse hat auch in Deutschland längst begonnen. Der Bundestag zeigt, wie es geht. Lesen, um zu wissen, was los ist. 


Einzelhandelsumsätze EU17 und DFPIGS 
(querschuesse.de) Eurostat berichtete heute die Daten zu den realen Einzelhandelsumsätzen für den Monat Oktober 2012 in der Eurozone und in der EU27, darunter auch die erhellenden Daten zu den DFPIGS-Ländern (Deutschland, Frankreich und der Südperipherie der Eurozone (Portugal, Italien, Griechenland und Spanien)). Bei den unbereinigten Daten sanken die realen Einzelhandelsumsätze in der Eurozone um -3,6% zum Vorjahresmonat und in der EU27 um -2,4% zum Vorjahresmonat. Mehr... 

Kommentar: Die offiziellen Zahlen sind ernüchternd. Für Deutschland beweisen sie, daß die Leitmedien mit ihren Schönschreibungen zum deutschen Konsumverhalten schamlos lügen. Die folgende Grafik aus dem Beitrag unterstreicht unseren Vorwurf: 





Österreicher sehen sich im Sog der Krise 
(derstandard.at) Immer mehr persönlich betroffen: In der Gier nach schnellem Profit und dem Versagen der Politik sehen viele die Hauptschuld an der Krise. Mehr... 

Kommentar: Ein aufschlußreicher Blick auf die Befindlichkeit unserer Nachbarn in der Krise. Nicht verwunderlich: Die geringe Zustimmung zum Rettungsschirm. 


Finnland fällt überraschend in Rezession 
(cash.ch) Die Wirtschaft des Euro-Stabilitätsankers Finnland ist im dritten Quartal überraschend in die Rezession abgeglitten. Mehr... 

Kommentar: Überraschend? Nur für Ignoranten. Nokia spiegelt schon seit Monaten den Zustand der finnischen Wirtschaft wieder. Der Verlust des Top-Ratings ist nur noch eine Frage der Zeit. 


Niederlande: Insolvenzwelle erschüttert Bauindustrie; Hauspreise weiter talwärts 
(wirtschaftsfacts.de) Niederlandes Bausektor weiter unter enormem Druck. Auch im dritten Quartal verschlechterte sich die Situation an den niederländischen Immobilienmärkten zusehends. Denn die Anzahl der Bau- und Konstruktionsfirmen, die durch eine Insolvenz erfasst wurde, kletterte um 25% gegenüber dem Vorjahr. Immer klarer zeichnet sich ab, dass auch an den Immobilienmärkten der Niederlande eine Blase geplatzt ist, die ihren Tribut einfordern wird. Mehr... 

Kommentar: Holland bleibt in Not. Es gibt keine Hoffnung. Die Entwicklung ist eindeutig, wie die Grafik aus dem Beitrag zeigt: 




Irland bereitet Rettungsschirm-Ausstieg vor 
(fr-online.de) Irland mutet seinen Bürgern erneut Steueranhebungen und Ausgabenkürzungen in einer Höhe von 3,5 Milliarden Euro zu. Damit sollen die Finanzen soweit geordnet werden, dass sich das Land Ende 2013 vom Euro-Rettungsschirm lösen kann. Mehr... 

Kommentar: Wir können unseren LeserInnen nur dringend empfehlen, diesen Quatsch nicht zu glauben. Es gibt keine Erholung für Irland, höchstens neues Geld. 


Chinas Wachstum zieht wieder an 
(spiegel.de) China wird wieder globaler Wachstumstreiber. Nach einer schwächeren Phase könnte die Wirtschaft der Volksrepublik 2013 um mehr als acht Prozent zulegen, erwartet ein staatliches Institut. Allerdings halten es die Experten für zwingend, dass die Regierung Geld in die Märkte pumpt. Mehr... 

Kommentar: Deutschland braucht aktuell gute Nachrichten, die Leitmedien liefern sie prompt. Am beliebtesten sind die Wasserstandsmeldungen aus dem Reich der Mitte. Die verbreiten noch die meiste Hoffnung darauf, daß die europäische Rezession in Deutschland nicht ankommt.  


„Russland und China werden nie was von Wert schaffen“   
(diepresse.com) Der Ökonom Kjell Nordström sieht die USA noch lange als wichtigste Wirtschaftsmacht. „China wird noch lange brauchen, um aus der Blase der Diktatur auszubrechen“, meint Norström. Mehr... 

Kommentar: Die Thesen von Nordström dürften deutschen Konzernlenkern nicht gefallen. Sie sind nachvollziehbar, weil gut begründet. Mutig sind sie außerdem. Gerne möchten wir sie glauben. So weit in die Zukunft zu blicken, trauen wir uns aber nicht. Nach unserer Überzeugung steht die chinesische Wirtschaft vor einer "harten Landung" und ist deshalb nicht geeignet, der Weltwirtschaft in absehbarer Zeit echte Impulse zu geben. Chinas Handelspartner sind auf sich gestellt, um der Krise zu begegnen. 



"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Besser kann man nicht beschreiben, was wir bei unseren Beratungen immer und immer wieder erleben. Es ist offensichtlich brutal schwer, sich von den liebgewonnenen, teilweise sogar ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, sich und seine Ersparnisse auf das Unabwendbare vorzubereiten. 

Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Regierungen schauen diesem Treiben vollkommen hilflos zu. Schlimmer: Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier).  

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Das bleibt nicht so. Dieser Traum geht zu Ende! Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang.  Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.    

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff so weit wie möglich in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen dabei helfen. Für unsere Beratung berechnen wir lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de.