Montag, 10. Dezember 2012

Standpunkt 478 - Nachrichten-Ticker, 09.12.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell über das Wichtigste informieren wollen. Keinesfalls geht es darum, nur das zu veröffentlichen, was uns in den Kram passt. Gegensätzliche Meinungen bekommen ihre Chance ...       


Tagesthemen: Deutsche Armut – EU vs ItalienMario Monti – Österreich – China – USA – Bulgarien  


"Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Seit einigen Wochen steht ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik immer dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Außerdem möchten wir uns auf diesem Weg für das riesige Interesse an diesem Beitrag bedanken. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher.  


Arme Republik, reiche Republik  
(spiegel.de) Müssen die Vermögenden in Deutschland mehr abgeben? Oder müssen sich die Armen mehr anstrengen? Darüber debattieren Ökonom Michael Hüther und Armutsforscher Christoph Butterwegge in einem Streitgespräch. Mehr... 

 Kommentar: Sehr gegensätzliche Meinungen treffen aufeinander. Hüther ist Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Butterwegge fühlt sich der Linkspartei nahestehend. Wir überlassen es unseren LeserInnen, sich eine Meinung zu bilden. Demnächst werden wir alle gemeinsam erleben können, wie die Regierungen mit Armut umgehen - erst in Südeuropa, dann auch im Rest. Sparpolitik und Rezession fordern ihren Tribut. 




EU warnt Italien vor Abrücken vom Sparkurs 
(wirtschaftsdblatt.at) Jüngste Regierungskrise darf Italien nicht zum Aufweichen des Sparprogramms nutzen. Die relative Ruhe bedeute nicht dass Schuldenkrise überwunden sei. Mehr...

Kommentar: Kaum steckt die Regierung Monti in einer veritablen Krise, schon mischt sich die EU ein und stellt Forderungen an den Ausgang der kommenden Wahl. Griechenland mußte dieses Prozedere schon über sich ergehen lassen, jetzt eben Italien. Wir sind jetzt schon darauf gespannt, wie sich die italienischen Wähler zu dieser neuen Form der Gängelung durch die EU stellen.  "Die kommenden Wahlen dürfen nicht als Vorwand dienen, um die Unerlässlichkeit dieser Maßnahmen infrage zu stellen", findet José Manuel Barroso. 


Monti: Vom Super-Mario zum "Rezessionspremier" 
(wirtschaftsblatt.at)  Mit Nüchternheit und rigoroser Sachlichkeit hat "Super-Mario" Monti eine Stilwende vollzogen. Lob aus dem Ausland, viel Kritik in Heimat wegen tiefer Krise und hohem Steuerdruck. Der "Retter der Nation" könnte dennoch der Politik erhalten bleiben. Mehr... 

Kommentar: Eine "Grabrede" auf Mario Monti, der den Weg freimacht für Neuwahlen. Wir haben es gestern bereits bezweifelt, daß der Goldman Monti sich sang- und klanglos aus dem wichtigsten politischen Amt Italiens verabschieden wird. Nach wie vor erwarten wir, daß er seinen Handschuh in den Ring wirft, um gegen Berlusconi anzutreten, den es zu verhindern gilt. An anderer Stelle schreibt das Wirtschaftsblatt: "Monti taktiert gegen Berlusconi": Mit seiner überraschenden Rücktrittsankündigung zwingt Monti Berlusconi, sich in einen ungewissen Wahlkampf zu stürzen, der wesentlich kürzer als geplant sein könnte. (Quelle: "Italien steuert zurück ins politische Chaos", hier). 


Österreich: Privater Konsum dümpelt vor sich hin 
(wirtschaftsblatt.at) Trotz Jubelmeldungen des Handels zum 8. Dezember sind die Handelsumsätze rückläufig. Die OeNB revidierte Konsumprognose deutlich nach unten. Das Weihnachtsgeschäft dürfte unter Vorjahr liegen. Die Sparneigung ist gestiegen. Mehr... 

Kommentar: Scheinbar sind die Österreicher, im Unterschied zu den Deutschen, ehrlicher im Umgang mit ihren Konsumdaten. Die befinden sich auf dem Weg in Richtung Süden, eine Bewegung, der auch der deutsche Konsum folgt. Die Wasserstandsmeldungen in den deutschen Medien beschönigen die heimische Wirklichkeit. Die Korrektur erfolgt dann irgendwann, wenn niemand mehr ein Auge darauf hat. Wer etwas über die aktuelle Tendenz der Konsumdaten in Deutschland wissen will, sollte sich die österreichischen ansehen. Wie gesagt, die Österreicher sind  näher an der Wahrheit. 


Quelle: standard.at


Chinas Wirtschaft läuft wieder auf Hochtouren 
(format.at) Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft gewinnt an Fahrt. Wachstum von Chinas Industrieproduktion auf Acht-Monats-Hoch, auch Umsätze im Einzelhandel wachsen rasant. Mehr... 

Kommentar: Gute Nachrichten für Deutschland und ein bisschen auch für den Rest der Welt. Wirklich? Nach offiziellen chinesischen Angaben geht es wieder aufwärts im Reich der Mitte. Eigentlich logisch, bei den Summen, die von der chinesischen Führung wieder einmal in die Wirtschaft gepreßt werden. Da wird gebaut und produziert auf Teufel komm' raus. Für den Konsum bleibt auch noch was übrig. Und schon stimmt die Richtung. In China wird nicht nur eine Blase aufgepumpt. Je länger das geht, um so größer der Knall, wenn das alles platzt. Festhalten, bis es vorbei ist, alleine reicht dann nicht mehr. Die folgenden beiden Grafiken werfen einen Blick auf die chinesischen Verhältnisse: 


Quelle: zerohedge.com


Quelle: zerohedge.com


Plötzlich blüht in Amerika die Industrie 
(faz.net)  Chemie, Maschinen, Computer: Alles wird jetzt wieder in Amerika produziert. Vor allem, weil Energie so billig ist. Das billige Erdgas zieht immer mehr Investoren an. Mehr... 

Kommentar: Seit vier Jahren pflegen die deutschen Medien mit sehr viel Begeisterung ihre Theorie, die USA sind zu schwach, um sich noch einmal aufzuraffen und die Weltwirtschaft aus ihrer Depression zu führen. Urplötzlich dreht sich die Haltung in das völlige Gegenteil. Grund sind eine relativ neue Technologie (Fracking), die die Erschließung bisher unzugänglicher, in unterirdischen Schieferformationen eingeschlossener Gasreserven erlaubt. Dank des Booms bei der Schiefergasproduktion sind die USA inzwischen in der Lage, ihren Erdgasbedarf fast vollständig selbst zu decken. D. h., Energie wird in den USA wieder billig. Als ob es so einfach wäre, zwanzig Jahre industriellen Abbaus innerhalb kurzer Zeit wieder zurückzudrehen. Theoretisch ja, praktisch nein. Schnell neue Jobs entstehen so jedenfalls nicht.

 
Ein wenig Hoffnung 
(zeit.de) Bulgarien ist Europas Armenhaus. Aber seine Schulden sind extrem niedrig, und seine Wirtschaft wächst. Mehr...

Kommentar: Bulgarien gehört seit 2007 zur EU. Viel ist über das Land nicht bekannt. Verschärfen sich die Probleme in Osteuropa, wird auch Bulgarien davon betroffen sein. Trotz seiner Bedeutungslosigkeit. Zeit, sich ein wenig mit dem ärmsten Land Europas zu beschäftigen. Dieser Beitrag ist dafür prima geeignet. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Besser kann man nicht beschreiben, was wir bei unseren Beratungen immer und immer wieder erleben. Es ist offensichtlich brutal schwer, sich von den liebgewonnenen, teilweise sogar ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, sich und seine Ersparnisse auf das Unabwendbare vorzubereiten. 

Aus der ursprünglich beherrschbaren Finanz-/Euro-/Banken-Krise entwickelt sich unerbittlich ein Finanzkollaps. Die Regierungen schauen diesem Treiben vollkommen hilflos zu. Schlimmer: Die Banken betrügen hemmungslos weiter und die Politiker helfen ihnen dabei tatkräftig (hier).  

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Das bleibt nicht so. Dieser Traum geht zu Ende! Längst bereitet die Bundesregierung heimlich, still und leise die Enteignung ihrer Bürger vor (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang.  Außerdem haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.    

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff so weit wie möglich in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen dabei helfen. Für unsere Beratung berechnen wir lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de.