Sonntag, 23. Dezember 2012

Standpunkt 491 - Nachrichten-Ticker, 22.12.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir versuchen, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...


Tagesthemen: Enteignung – Großbanken „Too Big to Jail“ – Schäubles WunderwaffeSchäubles Sparpaket nach der Wahl – US-Fiskalklippe 


"Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon einige Wochen her, daß wir ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben diesen Beitrag wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik offen und dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Nach wie vor besteht großes Interesse an diesem Thema. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


Lkw-Fahrer sollen Toiletten-Tagebuch erstellen
(sueddeutsche.de) Ein Lkw-Fahrer muss künftig jeden Toilettengang, jede Dusche in einem Fahrtenbuch nachweisen - das fordern die deutschen Finanzämter. "Ein irrsinnig aufwendiges Verfahren", meinen Experten. Doch die Behörde bleibt hart. Mehr...

Kommentar: Der Staat macht wirklich vor keiner Narretei halt, um seine Bürger "sanft zu enteignen". In diesem Fall trifft es die Brummi-Fahrer. Dem Toiletten-Fahrtenbuch folgt das Schnitzel-Fahrtenbuch. Ein echter Schildbürger-Streich


Großbanken sind "Too Big to Jail" 
(heise/telepolis.de) Die jüngsten Urteile gegen die Großbanken UBS und HSBC erklären das Strafrecht gegenüber führenden Bankmanagern für irrelevant und bürden die Strafen den Aktionären auf. Die in den vergangenen Wochen über HSBC und UBS verhängten Strafzahlungen erscheinen auf den ersten Blick durchaus gewaltig: So muss die Schweizer Großbank insgesamt 1,2 Milliarden USD an britische, schweizerische und US-amerikanische Aufsichtsbehörden überweisen, während HSBC von den USA sogar zu 1,9 Mrd. USD verdonnert wurde. Allerdings wurden dadurch bei der UBS gerade einmal die durch die Manipulationen des Referenzzinssatzes LIBOR erzielten Gewinne eingezogen, während bei HSBC die kriminellen Praktiken womöglich noch mehr eingebracht haben, als nun Strafzahlungen verhängt wurden. Mehr... 

Kommentar: Noch ein Beitrag zum Thema, das seit einigen Tagen durch die Medien wabert. Lesenswert. Glück für die Deutsche Bank: Trotz Groß-Razzia kommt sie mit einem blauen Auge davon. Ein bisschen Krakeelerei von Politik und Öffentlichkeit inklusive. 


Schäubles Wunderwaffe: Milliarden für den Haushalt aus wackeliger Börsen-Steuer 
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Bisher haben sich elf europäische Regierungen für die Finanztransaktionssteuer entschieden. Die Bundesregierung rechnet fest mit Mehreinnahmen von zwei Milliarden Euro jährlich. Doch weder der tatsächliche Gewinn aus der Steuer noch deren Verwendung sind bisher geklärt. Mehr... 

Kommentar: Schäuble schummelt sich trickreich durch den Bundeshaushalt. Die Steuer steht noch in den Sternen, aber ab 2014 steht sie schon im Haushaltsplan. 


Schäuble plant drastisches Sparpaket - nach der Wahl 
(sueddeutsche.de) Finanzminister Schäuble plant Berichten zufolge ein umfangreiches Sparprogramm. Allerdings erst für die Zeit nach der Bundestagswahl. Demnach soll nicht nur der reduzierte Mehrwertsteuersatz abgeschafft werden. Auch sollen die Deutschen länger arbeiten als nur bis 67. Sein Ministerium dementiert. Mehr... 

Kommentar/Ergänzung: Was für Aussichten. Die Zeit für Zwangsabgaben und eine groß angelegte Enteignung kommt - unaufhaltsam. In kleinen Schritten versteckt, Salamitaktik genannt, um den Schmerz für die Bürger erträglich zu halten. Mehr Einzelheiten zum Thema gibt es hier: "Schäuble plant umfangreiches Sparprogramm" schreibt der Spiegel und formuliert vorsichtig so: "Auf die deutschen Steuerzahler könnten neue Belastungen zukommen: Nach SPIEGEL-Informationen lässt Finanzminister Schäuble ein Sparpaket für die Zeit nach der Bundestagswahl ausarbeiten. Teil des Plans sind ein Gesundheits-Soli und ein späterer Renteneintritt." Außerdem die Abschaffung der ermäßigten Mehrwertsteuer, eine Kürzung der Witwenrente und generell eine stärkere Begrenzung der Sozialabgaben.


Obama profitiert vom Republikaner-Zoff
(spiegel.de) Die Republikaner blockieren eine Lösung im Haushaltsstreit, das verdirbt US-Präsident Obama den Weihnachtsurlaub auf Hawaii. Auf mittlere Sicht dürfte er von der Sturheit des politischen Gegners profitieren - die Konservativen stehen als selbstsüchtige Spielverderber da. Mehr... 

Kommentar: Der Autor lebt in New York - was nicht zwangsläufig bedeutet, daß er die richtige Sicht auf die Dinge rund um die US-Fiskalklippe hat. Wir bleiben skeptisch.  Obama hat sich in den bisherigen Auseinandersetzungen mit den Republikanern nicht mit Ruhm bekleckert, warum sollte sich das gerade jetzt ändern? Seine jetzt angestrebte "kleine Lösung" kann er nicht wirklich als Erfolg verbuchen. Sie trägt ihn einstweilen nur über die Klippe. Die Republikaner kennen die Risiken einer Blockade, sehr gut möglich, daß eine Einigung erst auf den letzten Drücker gelingt.  

Quelle: usnews.com

"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier