Montag, 24. Dezember 2012

Standpunkt 492 - Nachrichten-Ticker, 23.12.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir versuchen, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 


 
Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein frohes und entspanntes Weihnachtsfest 2012! Wer möchte, kann sich auch an den Feiertagen bei uns informieren: Wir bleiben online
 

Tagesthemen: Hyperinflation – Gold – 13,2 Milliarden D-MarkEU-Fiskalunion – Mario Monti - US-Fiskalklippe


"Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon einige Wochen her, daß wir ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben diesen Beitrag wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik offen und dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Nach wie vor besteht großes Interesse an diesem Thema. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


Die Angst vor der Hyperinflation 
(heise/telepolis.de) Während aktuell niemand weiß, wie die Notenbanken die gewaltige Geldschwemme der letzten Jahre jemals wieder abbauen wollen, zeigt das Beispiel der deutschen Inflationszeit der frühen 1920er Jahre, dass es für eine realistische Chance auf eine Hyperinflation bislang noch an entscheidenden Voraussetzungen mangelt.
Auch wenn bald wohl niemand mehr am Leben sein wird, der sich noch an die deutsche Inflationszeit von 1920 bis 1924 erinnert, bleibt diese Finanzepisode anscheinend doch so fest in die kollektive Erinnerung eingebrannt, dass kein Regierungspolitiker sich traut, in geldpolitischen Angelegenheiten unschöne Sachverhalte einzugestehen. Mit der groben Kelle werden gleichzeitig Ängste geschürt, und kaum ein Populist sieht davon ab, hysterisch geifernd darzulegen, dass die aktuelle Politik der EZB zwangsläufig zu einer vergleichbaren Eskalation der monetären Verhältnisse führen müsse. Indes genügt ein Blick in die Geschichte, um zu sehen, dass die damaligen Verhältnisse kaum mit der aktuellen Lage vergleichbar sind und die Stabilität des Geldwertes damals unter entschlossener politischer Führung auch rasch wieder hergestellt werden konnte. Mehr... 


Kommentar: Ein lesenswerter Beitrag, der das Zeug dazu hat, mit einigen Thesen der Inflationsfanatiker aufzuräumen. Und das Ganze an Hand deutscher Geschichte. Es bleibt eine Tatsache: Die reihum erwartete Hyperinflation ist weit und breit noch nicht in Sicht.


Quelle: wikipedia.org

Setzen Sie auf Gold!
(handelsblatt.com) Nichts glänzt auf dem Gabentisch so schön wie echtes Gold. Trotz stark steigender Preise können Goldgeschenke auch jetzt noch ein lohnendes Anlagegeschäft sein. Warum Anleger bei Gold noch zugreifen sollten. Mehr... 

Kommentar: Finger weg vom Gold! Wenigstens von größeren Beständen. Dieser Beitrag ist bloße Verkaufsförderung für das gelbe Metall. Kein Wort davon, daß Goldbesitz in der Vergangenheit regelmäßig verboten wurde, wenn der Staat in Not war. In den USA beispielsweise von 1933 bis 1974, in Deutschland von 1923 bis 1955 (hier). Kommt wieder ein Goldverbot, dann wird es gründlich sein, abgestimmt zwischen den Staaten, keine Einzelmaßnahme. Verbunden mit einer Kapitalverkehrskontrolle. Da bewegt sich keine Unze Gold mehr. Wer erwischt wird, muß mit empfindlicher Bestrafung rechnen. 


Noch 13,2 Milliarden D-Mark im Umlauf 
(handelsblatt.com) Knapp elf Jahre nach der Einführung des Euro sind noch Milliardensummen in D-Mark im Umlauf. Manche möchten sich nicht von ihrer Münzsammlung trennen. Andere haben vergessen, dass sie noch irgendwo altes Bargeld horten. Mehr... 

Kommentar: Wahrscheinlich hoffen viele noch auf die Rückkehr  zur D-Mark und die Wiederbelebung ihrer alten Geldbestände. Unser Rat an die Betroffenen: Tauschen Sie alles in den Euro, außer die silberhaltigen 5-DM-Stücke von 1951 bis 1974. Jede dieser Münzen enthält 7 Gramm Silber (hier), das "Gold des kleinen Mannes" und bestens geeignet zur Krisenvorsorge. Ein Silberverbot erwarten wir nämlich nicht, dafür gibt es keinen Anlaß. 


Wer Schulden macht, muss Macht abgeben  
(zeit.de) Wie den Euro retten? Jacques Delors plädiert mit Henrik Enderlein für eine Neuordnung Europas. Mehr... 

Kommentar: Beide Herren behaupten, sie fordern "keine Maximallösung zur Bewältigung der Euro-Krise". Ihnen ist offensichtlich bewußt - damit sind sie wesentlich weiter wie die in Europa herrschenden Krisenpolitiker - eine "breite Zustimmung für die nächsten Integrationsschritte" läßt sich nur für "eine Minimallösung" sichern. Das bedeutet: "so viel zusätzliches Europa wie dringend nötig – aber so wenig wie möglich.Delors und Enderlein gehören, wie der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger, der Tommaso Padoa-Schioppa Gruppe an, die kürzlich einen Bericht vorgestellt hat: "Den Euro vollenden - Der Weg zu einer Fiskalunion in Europa" (hier). Was unbeachtet bleibt ist der Umstand, daß die Auswüchse der Staatsschulden in Europa durch die nutzlosen Rettungsmaßnahmen für die Banken nach der Finanzkrise 2008 verursacht wurden. 1,6 Billionen Euro waren es bisher, wie jüngst berichtet wird (hier). Noch einmal eine Grafik, die diese Entwicklung verdeutlicht: 

Quelle: tagesanzeiger.ch

Diese Bankenhilfen dürfen nicht Bestandteil der Staatsschulden bleiben und auch nicht durch eine Fiskal- und Bankenunion vergemeinschaftet werden. Wir können nur immer wieder betonen: Tatsächlich warten nach wie vor 18,2 Billionen Euro Bilanzmüll bei den europäischen Banken auf ihre Entsorgung (hier). Fieberhaft suchen Banken und Politik nach einem Weg, diesen Müll den Bürgern auch noch unterzuschieben. 


Bankenrettung (Quelle: nyt.com)

Super-Mario ratlos
(spiegel.de) Er möchte eigentlich schon, aber er traut sich nicht. Mario Monti, Italiens scheidender Regierungschef, will bei den Neuwahlen nicht kandidieren. Doch wenn er danach gerufen werde, stehe er im Notfall bereit. Das Spiel über Bande wird schiefgehen. Mehr... 

Kommentar: Mario Monti ratlos? Wohl kaum. Monti steht für Goldman Sachs und die werden alles dafür tun, um ihren Mann wieder in diese für sie so wichtige Position zu hieven. Schließlich geht es um enorm viel Einfluß in Europa, Italien besetzt insofern eine Schlüsselposition. Es ist ein kurzer Wahlkampf in Italien, deshalb wird heftig getrickst und getäuscht. Darüber berichtet der Beitrag und ist gefährlich nahe daran, diesem Getrickse und Getäusche auf den Leim zu gehen. 


Washington sucht die Exit-Strategie
(zeit.de) Der Stillstand im Streit um den US-Haushalt lässt Schlimmes befürchten. Doch noch haben beide Seiten einige Optionen – auch Nichtstun gehört dazu. Mehr... 

Kommentar: Wer sich mit der US-Haushaltskrise beschäftigen möchte, der wird in diesem Beitrag auf den neuesten Stand gebracht. Die US-Politiker sind immer noch nicht soweit, die parteipolitischen Interessen zurückzustellen und die mittlerweile äußerst bedrohliche Krise, in denen die USA steckt, endlich mit erfolgversprechenden Maßnahmen zu bekämpfen. Die Amerikaner, sonst eigentlich sehr stolz auf ihre Geschichte, finden dort nicht die Stelle, die bestens als Vorlage für eine Lösung dienen kann: Der New Deal des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt aus den Jahren 1933/34 (hier). Amerikaner, macht dringend einen New Deal 2.0!

Quelle: nothingright.com


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier