Sonntag, 6. Januar 2013

Standpunkt 505 - Nachrichten-Ticker, 05.01.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir versuchen, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...  


Tagesthemen: Wahlkampfthema Pkw-Maut – Kroatien - Portugal – George Soros zu Europa – Bank Wegelin – USA    


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon einige Wochen her, daß wir ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben diesen Beitrag wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik offen und dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Nach wie vor besteht großes Interesse an diesem Thema. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher


PKW-Maut bei unseren deutschen Nachbarn?
(wort.lu) Die CSU will die Einführung einer Pkw-Maut in Deutschland zum Wahlkampfthema machen und setzt die CDU damit weiter unter Druck. „Eine PKW-Maut sollte Bestandteil des gemeinsamen Wahlprogramms von CDU und CSU sein“. Mehr...

Kommentar: Noch wehrt die CDU dieses Ansinnen halbherzig ab. Andererseits ist die Idee verlockend, bestens geeignet als "sanfte" Enteignung. Regierung und Medien werden die Sache bestens vorbereiten, schließlich ist schon länger bekannt, daß in Deutschland der Zustand der Straßen von Jahr zu Jahr schlechter wird. Die Idee ist nicht neu, wir haben schon darüber berichtet. Teil des gemeinsamen CDU/CSU-Wahlprogramms wird die Pkw-Maut nicht - eingeführt wird sie trotzdem von der nächsten Regierung


Kroatien grundelt auf Ramschniveau
(derstandard.at) Zusätzlich zur schlechten Bonität und hohen Kreditzinsen sehen Experten für 2013 auch wirtschaftliche Stagnation. Mehr...

Kommentar: Das Land soll im Juli der EU beitreten, obwohl es sich längst in einem Zustand befindet, der einem Staatsbankrott ziemlich nahe kommt. 16% Arbeitslosenquote, 40% Jugendarbeitslosigkeit, sind Zahlen, die südeuropäisches Niveau haben. Kroatien braucht die EU, sonst drängelt sich das Land regelrecht an die Spitze der europäischen Pleitestaaten. Andererseits: Wird Kroatien wie vorgesehen aufgenommen, dann hat die EU wieder nichts dazugelernt.


Portugal sagt der EU-Troika den Kampf an
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Nachdem die Unruhen und Protestaktionen gegen Ende des vergangenen Jahres in Portugal deutlich zugenommen haben, sprach sich nun auch der portugiesische Präsident gegen die von der Troika verhängte Politik aus. Anibal Cavaco Silva kündigte in seiner Neujahrsansprache an, eine Untersuchung beim Verfassungsgericht des Landes einzufordern, um die geplanten Ausgabenkürzungen und massiven Steuererhöhungen des neu verabschiedeten Sparpaketes überprüfen zu lassen. Dieses musste die portugiesische Regierung verabschieden, um wenigstens nicht ganz vom verordneten Sparkurs der Troika abzukommen. „Es gibt begründete Zweifel darüber, ob die Verteilung der zu erbringenden Opfer gerecht ist“, so Cavaco Silva. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Eine beachtliche Meldung, an deren Aussage wir nicht glauben können. Richtig, der Präsident hat das Verfassungsgericht angerufen, um das jüngste Sparprogramm auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüfen zu lassen. Gleichzeitig heißt es aber, "Portugal nimmt Schuldenbremse ins Haushaltsgesetz auf"  (hier). Eine Kampfansage sieht für uns anders aus. 


Soros: Europas Wertekrise
(wirtschaftsblatt.at) Die Eurokrise hat die EU in etwas radikal anderes verwandelt. Die Eurozone ist heute alles andere als eine freiwillige Assoziation; sie wird von strenger Disziplin zusammengehalten. Mehr...

Kommentar: Sicher, George Soros ist nicht gerade einer, von dem man sich die Schwierigkeiten in Europa erklären lassen möchte. Nicht zuletzt deshalb, weil Soros immer in Verdacht steht, dabei seine eigenen Interessen zu verfolgen. Schließlich war es sein Fonds, der 1992 äußerst erfolgreich gegen das britische Pfund wettete (hier) und dem eine erhebliche Mitschuld an der Asienkrise 1997 (hier) zugerechnet wird. Wir vertreten dagegen die Meinung, daß, unabhängig von seinen eigenen Interessen, der altersweise George Soros immer wieder bedenkenswerte Thesen zur Diskussion beisteuert. So auch in diesem Beitrag, in dem er den Verfall der europäischen Idee beschreibt. Am Ende nennt er es "düstere Aussichten", die "nicht Wirklichkeit werden dürfen." Soros weiter: "Die EU war ursprünglich als Instrument der Solidarität und Kooperation konzipiert. Heute wird sie durch grimmige Notwendigkeit zusammengehalten. Dies ist nicht das Europa, das wir wollen oder brauchen. Wir müssen diese unerträgliche Verwandlung aufhalten und einen Weg finden, um den Geist der Solidarität und die gemeinsamen Werte, die die europäische Fantasie einst beflügelten, wieder einzufangen."  Konrad Adenauer's Meinung dazu schon vor 50 Jahren: "Die Einheit Europas war ein Traum weniger. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für alle.


Sagt Wegelin zum Sheriff: "Ich nicht, er auch"
(fuw.ch) Wegelin bezichtigt die Schweizer Banken kollektiv. Das ist bedenklich. Wer so vermessen handelt, schadet sich selbst, den lernfähigeren Schweizer Banken, dem Finanzplatz Schweiz und dem Land überhaupt. Mehr...

Kommentar: Die Banken in der Schweiz haben über Jahrzehnte das System der Beihilfe zur Steuerhinterziehung für ihre ausländischen Kunden fast bis zur Perfektion verfeinert. Aber eben nur fast. Jetzt geht die Sache hoch und die Schweiz versucht sich scheinheilig aus dieser Affäre zu ziehen. Mitarbeiter- und Kundenschutz sind zur politischen Manövriermasse verkommen. Sie werden für den Versuch geopfert zu retten, was noch zu retten ist - auch von dem Modell der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Groß ist die Angst davor, daß Milliarden Euro Einlagen verloren gehen, von einem Bankensterben wird bereits gesprochen. Alleine diese Befürchtungen lassen nur einen Schluß zu: Die Beihilfe zur Steuerhinterziehung war ein milliardenschweres Geschäftsmodell, von dem viele Schweizer Banken ausschließlich leben. Die Bank Wegelin war eine davon. Die Gesellschafter der Bank versuchen schon seit Monaten, den persönlichen Schaden zu begrenzen. Wahrscheinlich sogar als Zeugen der US-Ankläger. Die Schweizer Behörden haben für die Herausgabe der Mitarbeiter- und Kundendaten ebenfalls Schadensbegrenzung als Grund angeführt. Noch halten die sich mit öffentlichen Äußerungen zu den Aussagen von Bruderer und Kollegen zurück. Wer im Glashaus sitzt, sollte bekanntlich nicht mit Steinen werfen. Das gilt insbesondere auch für Schweizer Fachjournalisten. 


US-Notenbank wird die Pleite des Landes verhindern
(welt.de) Den USA droht nun genau das, was Europa seit Jahren belastet: eine Schuldenkrise. Doch die US-Notenbank wird eine Pleite des Landes nicht zulassen – und so europäische Anleger glücklich machen. Mehr... 

Kommentar: Was in diesem Beitrag beschrieben wird, ist der direkte Weg in den Kollaps des Welt-Finanzsystems. Die Druckerpresse läuft auf Hochtouren, die Zinsen sind niedrig, die Inflation in Wahrheit schon hoch. Das Fed hat keine Ausstiegsstategie. Der Präsident ist zu schwach, um eine politische Lösung durchzusetzen. Das Durchwursteln geht weiter und wird der Öffentlichkeit als großer Wurf verkauft. 






Die verrückten Gold-Verschwörungstheorien
(welt.de) Ist der britische Goldschatz mit Wolfram gestreckt? Gibt es überhaupt Gold in Fort Knox? Manipulieren geheime Kartelle den Preis? Ums Gold ranken sich Verschwörungstheorien – doch sie stimmen nicht. Mehr... 

Kommentar: Man kann zu diesen Theorien stehen wie man will. Dieser Artikel bleibt jedoch seinen Anspruch schuldig, sie zu widerlegen. Offensichtlich ist es nicht möglich. Schade, es hätte die Diskussion beendet. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.