Donnerstag, 10. Januar 2013

Standpunkt 509 - Nachrichten-Ticker, 09.01.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir versuchen, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 


Tagesthemen: Chart-Show 2012 - Krise & Krieg – Zentralbanken – China vs. Eurokrise – Milliardenschwund – Violent World War – Export – Philipp Rösler – Spanien – Griechenland – Irland – Australien – China – Goldman Sachs


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon einige Wochen her, daß wir ein neues Update zum Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Für „Offliner“ gibt es den Beitrag dort auch als pdf-Datei. Wir haben diesen Beitrag wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert. Unabhängig davon sind wir für Anregungen und Ergänzungen oder auch Kritik offen und dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier). Nach wie vor besteht großes Interesse an diesem Thema. Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher


Chart-Show 2012
(der-oekonomiker.blogspot.de) Es ist ein Jahresrückblick der besonderen Art. Ein Augenschmaus: An Hand vieler Charts des vergangenen Jahres zeigen augenfällig, wie fest die Finanzkrise noch immer die ganze Welt im Griff hat. Mehr... 

Kommentar: Sehenswert. 


"Das endet im Krieg"
(format.at) Nach Einschätzung von Politik- und Wirtschaftsexperten sind die nächsten Zerreißproben für die Eurozone programmiert. US-Hedgefondsmanager Kyle Bass sieht sogar soziale Unruhen und Kriege heraufziehen. Mehr...

Kommentar: Dieser Beitrag liest sich nur auf den ersten Blick wie eine bloße Vorrausschau auf 2013, tatsächlich schauen Kyle Bass und die anderen Spurensucher bereits über dieses Jahr hinaus. Was er prophezeit, erscheint aus heutiger Sicht noch wenig wahrscheinlich. Bass steht mit dieser Einschätzung nicht alleine. Die Deutsche Welle hat bereits 2010 in einem Bericht  Marie-Hélène Caillol, die Präsidentin eines Beratergremiums namens European Laboratory of Political Anticipation, und Gerald Celente, den Herausgeber des Journals Trends, zitiert, die beide Krieg als Folge der Finanzkrise ankündigen. Auslöser seien soziale Unruhen in den von der Krise besonders schwer betroffenen Ländern.  "Es ist das ’Arbeiter aller Länder vereinigt euch’ des 21. Jahrhunderts. Die Leute wissen genau, dass sie für die enormen Rettungsaktionen bezahlen müssen, die jenen zugute kommen, die ’zu groß zum Scheitern’ sind. Je mehr die Steuern steigen, je mehr Arbeitsplätze verlorengehen, desto stärker werden die Proteste ansteigen." So Celente. Madame Caillol bringt es kurz und bündig auf den Punkt: Auf die Frage, wo die sozialen Unruhen enden werden, antwortete sie: "Im Krieg. So einfach ist das, und so entsetzlich." (Quelle: "Europäische Medien fürchten weltweit soziale Unruhen", 03.06.2010, hier) Kyle Bass erneuert aktuell diese Befürchtungen. Diese Aussage ist jedenfalls sehr weit weg von Barrosos jüngster Ankündigung, "die Euro-Krise ist offiziell beendet" (hier). Die Welt meldet wenige Tage vorher, "Schäuble erklärt die Euro-Krise für beendet" (hier). Beide orientieren sich mit ihren schwachsinnigen Äußerungen offensichtlich an ihrem Mittäter Jean-Claude Juncker, dem Noch-Euro-Gruppen-Chef: "Wenn es ernst wird, muss man lügen." 


Hat die Unabhängigkeit einer Zentralbank überhaupt noch einen Sinn?
(faz-community.faz.net) In der aktuellen Krise sind viele Zentralbanken näher an die Regierungen gerückt. Otmar Issing spricht von einem "verlorenen Paradies". Auf der AEA-Tagung in San Diego diskutieren bekannte Ökonomen über Sinn sowie Vor- und Nachteile unabhängiger Währungshüter. Der Mythos, der sich um die Unabhängigkeit der Zentralbanken gebildet hat, beginnt zu bröckeln. Mehr...

Kommentar: Eine Frage, der sich in Deutschland niemand stellen will. Zu groß ist die Ehrfurcht vor der Institution Bundesbank. Wir finden es erstaunlich, wer sich schon alles mit dieser Frage beschäftigt hat, um sie dann mit einem klaren Nein zu beantwortet. Sogar Walter Eucken (1891 - 1950) gehört dazu, Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft. Ein Beitrag, der hierzulande einen Sturm der Entrüstung auslösen würde, sollte er einem größeren Publikum an den Stammtischen, den Arbeitsplätzen, oder sonstwo, bekannt werden. Leider. Den Beitrag und die weiterführenden Links können wir unseren LeserInnen nur empfehlen. Nur Mut.


China und die Eurokrise
(dw.de) Europa ist der wichtigste Handelspartner Chinas. Ein Viertel der Währungsreserven Pekings sind in Euro-Anleihen investiert. Grund genug für China, der Eurozone zu helfen, dachten die Europäer. Mehr...

Kommentar: Ein großer Irrtum, dem viele Politiker in den Krisenstaaten nach wie vor nachhängen, weil ihnen eine Alternative fehlt. China kocht in der europäischen Krise sein eigenes Süppchen, investiert in zukunftsfähige Unternehmen, in die Infrastruktur und pickt sich dabei selbstverständlich nur die Rosinen raus. An der Krise ändert sich nichts, die zieht weiter ungestört ihre Kreise. Statt Betteltouren nach China zu veranstalten, sollten die europäischen Hochglanz-Politiker endlich an die Arbeit gehen, der Finanzindustrie auf die Finger hauen, die Finanzmärkte neu strukturieren und regulieren, die Staatsschulden um die Milliardenhilfen für die Banken reduzieren und eine Finanz- und Wirtschaftspolitik  betreiben, die diesen Namen auch verdient hat. Diese Maßnahmen wären außerdem eine günstige Gelegenheit, um Großbritannien seinen Herzenswunsch zu erfüllen und den Briten einen Weg aus der EU zu ebnen.


EU-Fonds: Wo Europas Fördermilliarden verschwinden 
(presseurop.eu) Allen Versprechungen über Transparenz zum Trotz werden die Mittel aus den EU-Fonds von Unternehmen und Mitgliedsstaaten zweckentfremdet. Doch Betrug und Missbrauch sind schwer nachzuweisen und werden nur selten geahndet. Mehr... 

Kommentar: Alleine in Italien besorgt sich die Mafia jährlich beachtliche 1,2 Milliarden Euro aus den Fördertöpfen der EU. Viele Milliarden verschwinden auf diese Weise regelmäßig in dunklen Kanälen, ohne daß die EU ernsthaft einschreitet. Dem gegenüber stehen mittlerweile geschätzte 125 Millionen Menschen in der EU, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Das sind 25% der Gesamtbevölkerung. 27% der Kinder sind von Armut bedroht. In der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts und in der stärksten Wirtschaftsregion der Welt. Mittlerweile schauen die Europäer gerne auf die Amerikaner herab. Dafür gibt es keinen Grund. Dort leben 46 Millionen Menschen (15% der Amerikaner) unterhalb der Armutsgrenze und 20% der Kinder sind von Armut bedroht. Die USA haben aktuell 315 Millionen Einwohnern.  


There's a Violent World War Going On, with Millions of Casualties - Oligarchs vs. Everyone Else
(alternet.org) History is littered with the corpses of those who thought they could conquer the world, or at least the “known” or “important” world, through force of arms.  Many come immediately to mind: Alexander the Great; Caesar; Hitler; the Celts, Ottomans, and Catholics; various European, Asian, and American empires from the 17th Century Dutch to the 18th Century French, to the 19th Century British and the 20th Century Soviets and Americans.  Others, like the Aztecs, are less well known to westerners, Europeans, and Asians, but no less ambitious.
All used some variation on war, the force of military power, to accomplish their goal. All won, over the short-term, and then collapsed over the long term (making the relatively safe assumption that the American Empire is in the process of collapse right now).
So, who’s next? 
While the rising economies of the world, like the BRIC (Brazil, Russia, India, China) nations, all have the potential, particularly the Chinese, all also are pretty focused on regionalism. But there is one group that has declared war on us - all of us, all over the world - and already won some significant victories.  And that’s the creditor class, what economist Henry George called the “rentiers,” and we generally today refer to as “the billionaires.” 
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Kommentar: Für alle LeserInnen, die jenseits aller politischen Statements wissen wollen, warum es keine Krisenlösung gibt, die Banken weiter auf Kosten der Bürger und Steuerzahler milliardenschwere Hilfsgelder erhalten, die Löhne und Gehälter niedrig bleiben müssen, die Infrastruktur vergammelt, oder die Sozialleistungen zusammengestrichen werden. 


Deutscher Export schmiert im November weiter ab
(wirtschaftsfacts.de) Deutschlands Exportwirtschaft steht bereits seit September letzten Jahres unter verstärktem Druck. Diese Entwicklung hielt auch im November an, nachdem sich die ins Ausland ausgeführten Güter um 3,4% reduzierten. Wie sich zeigt, bleibt die Euro-Krise eben nicht nur auf die Südländer der Eurozone begrenzt, sondern frisst sich langsam aber sicher in die Kernländer vor. Eine einbrechende Nachfrage in Europa verhagelt
Deutschlands und Frankreichs Exporteuren das Geschäft. Eine Wirtschaftsschrumpfung im vierten Quartal 2012 dürfte die Folge sein.
Deutschlands wichtiger Exportsektor ist eben nicht immun gegen die stark einbrechende Nachfrage in Südeuropa. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Es zeigt sich unmissverständlich, daß nicht funktioniert, was die diversen Prognosen ständig glauben machen wollen. Sicher, noch sind die Zahlen nicht besorgniserregend, aber eine Tendenz zeichnet sich klar ab. Die Zeit formuliert es vorsichtiger so: "Exporte: Rezession in Euro-Zone bremst Rekordjagd". Klingt noch zuversichtlich: "Die Rezession im Euroraum hat die deutsche Exportwirtschaft auf ihrem Weg zu neuen Rekorden gebremst, aber nicht gestoppt." Mehr hier.


Rösler verplappert sich: Deutschlands Wirtschaft schrumpft
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat im Moment viel um die Ohren. Kaum von Dreikönigstreffen aus Stuttgart zurück, musste am Montag der Welt die wirtschaftliche Lage Deutschlands erklären. Dabei sagte er fast beiläufig, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2012 auf ein Wachstum von 0,75 Prozent kommen werde. Was als Erfolgsmeldung gemeint war, wurde in der Finanzwelt jedoch mit Interesse analysiert: Die FT rechnete nach und kam zu dem Ergebnis: Wenn die deutsche Wirtschaft im Gesamtjahr um 0,75 Prozent (aufgerundet werden das dann 0,8 Prozent sein) gewachsen ist, dann muss das vierte Quartal 2012 einen negativen Wert haben. Sollte die Bundesregierung die Zahlen der Vorquartale nicht noch schnell revidieren, dann muss Deutschland im letzten Quartal 2012 eine Schrumpfung von 1 Prozent verdauen. Die genaue Zahl wird die Bundesregierung am 15. Januar bekanntgeben. Mehr...

Kommentar: Das sind keine besonders guten Aussichten. Wir sind schon gespannt darauf, was die Bundesregierung daraus macht. Ein Fall für ihre Wortakrobaten. 


Spaniens großes Rentenplündern
(wallstreetjournal.de) "Klassenkampf" hat jemand auf eine Mauer in Pamplona gesprüht. In Spanien ist die Finanznot so groß, dass die Regierung schon den Rentenreservefonds geplündert hat, dessen Geld eigentlich für die Zukunft gedacht war. Mehr...

Kommentar: Wir haben schon vor einigen Tagen darüber berichtet (hier). Heute reichen wir den originalen Artikel auf Deutsch nach, auf den die beiden anderen Bezug genommen haben. 


Spanier ermitteln gegen eigene Zentralbank
(manager-magazin.de) Spaniens Bankensektor steht seit der geplatzten Immobilienblase teils auf tönernen Füßen, besonders die Sparkassen brauchen milliardenschwere Finanzspritzen. Jetzt hat die spanische Staatsanwaltschaft die Aufsichtsbehörde der Problemkassen ins Visier genommen - Spaniens Zentralbank. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Eine Überraschung, diese Nachricht. Es muß schlimm um die spanischen Banken stehen, wenn so schwere Geschütze aufgefahren werden. Für uns ein neues Indiz dafür, daß es mit den 40 Milliarden Euro Bankenhilfe nicht getan ist. Natürlich wiegelt die Zentralbank die Vorwürfe ab. Der österreichische Format trifft das Problem auf den Punkt: "Massive Sehschwäche der spanischen Zentralbank" (hier). Die Zentralbank hat auf die Vorwürfe bereits reagiert, meldet das Luxemburger Wort"Spanien verschärft Überwachung von Banken" und schreibt,  "die Madrider Zentralbank kündigte am Mittwoch an, dass die wichtigsten Geldhäuser künftig einer ständigen Überwachung unterliegen sollen." Mehr hier.

 
Griechenland leistet sich immer noch die teuerste Armee in Europa
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die Militärausgaben der Nato sind seit 2009 um 56 Milliarden Euro gesunken, bemerkte der Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen anlässlich einer Tagung der Parlamentarischen Versammlung der NATO in Prag. Besonders in Europa wurde stark gekürzt – um durchschnittlich 15 Prozent. Nur zwei europäische Länder haben Rasmussen zufolge mehr als zwei Prozent ihres BIPs für Militärausgaben verwendet. Eines ist davon Griechenland. Mehr...

Kommentar: Die Nachricht liest sich, als hätte die griechische Regierung Einfluss auf ihre Ausgaben. Hat sie nicht. Die Vorgaben machen EU/EZB/IWF durch ihre Troika. Hinter den Militärausgaben Griechenlands stehen vor allen Dingen handfeste deutsche und französische Wirtschaftsinteressen in Form schon vor langer Zeit verabredeter Rüstungsgeschäfte. Die muß Griechenland natürlich erfüllen, ohne Wenn und Aber. Die Sache wird optisch ein bisschen hergerichtet, deshalb werden 5% der Verteidigungsausgaben eingespart. Gleichzeitig hat man die Renten um 25% gekürzt. 


Schwindende Stabilität der griechischen Regierung: Im Abwärtssog der „Lagarde Liste“
(querschuesse.de) Gerade mal ein halbes Jahr amtiert die neue griechische Koalitionsregierung. Wie lange wird es wohl noch dauern, bis die Entwicklungen in der Affäre um die sogenannte Lagarde Liste mit den Namen potenzieller griechischer Steuerhinterzieher an jenen Punkt gelangen, an dem sie zerbricht? Mehr...

Kommentar: Treffende Analyse des Autors. Die Entwicklung, die in diesem Beitrag beschrieben wird, stärkt erheblich die Rechtsradikalen im Land. Die EU scheint dem keine große Bedeutung beizumessen. Das dürfte sich als Fehler herausstellen. 

 
Irische EU-Ratspräsidentschaft steht im Zeichen des Neoliberalismus
(heise/telepolis.de) Seit dem 1. Januar hat das kleine Land, das aufgrund der Rettung seiner maroden Banken, die sich dank laxer Bankenaufsicht munter verzocken konnten, auf Hilfe von der EU angewiesen ist, die Präsidentschaft des Europäischen Rates inne. Das nutzt die irische Regierung aus – um für sich selbst als Niedrigsteuerparadies zu werben. Mehr...

Kommentar: Für uns ist das eine Hammer-Nachricht: Die EU-Ratspräsidentschaft wird von Konzernen gesponsert. Unabhängige Politiker? Eine Mär. Demokratische Wahlen? Ein Witz. Korruption in der Politik? Fakt. Die Verfassung? Muster ohne Wert. "Marktkonforme" Demokratie? Längst installiert. 


Nervosität in Australien steigt
(faz.net) Jahrelang stiegen die Häuserpreise in Australien so regelmäßig, wie ein Uhrwerk tickt. Damit ist es vorbei. Nun hoffen alle auf kaufkräftige Asiaten. Mehr... 

Kommentar: Neuigkeiten aus down under. Nur keine guten. Für uns gilt Australien schon seit 2011 als blasengefährdet. Bitte hier, hier, hier und hier, nachlesen. Das Land steckt in der Krise. Diese Entwicklung ist unumkehrbar. 


China: Große Unternehmen mit heftigen Gewinn-Warnungen
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Der wirtschaftliche Abschwung in den USA und der Eurozone hat sich in den Gewinnen der chinesischen Unternehmen vom vergangenen Jahr deutlich niedergeschlagen. Mehr als die Hälfte der 965 börsennotierten chinesischen Unternehmen auf dem Festland erwartet einen deutlichen Rückgang der jährlichen Gewinne. 187 dieser rechnen sogar damit, dass sich ihr Jahresüberschuss aus 2012 um 50 Prozent verringert hat, wie der Finanzdienstleistungs-Provider Wind Info in einer aktuellen Umfrage zeigt. Besonders das produzierende Gewerbe ist betroffen. Mehr...

Kommentar: Die Krise nährt sich selbst. Hinzu kommen massiv ansteigende Kredite. Dazu heißt es im Beitrag: "Der Gesamtumfang der Kredite in Chinas Wirtschaft liegt derzeit bei 190 Prozent des BIP, so Fitch. Ende 2008 waren es noch 124 Prozent. Die Verschuldung „erhöht sich immens“, warnt Andrew Colquhoun von Fitch. Hinzu kämen auch die Schattenbanken, die ein potentielles Risiko für die Stabilität des nationalen Finanzsektors darstellen. 


Goldman Sachs trickst schon wieder...
(format.at) Es ist noch gar nicht so lange her. Erst im Juli 2012 erklärte Lloyd Blankfein, Chef von Goldman Sachs, dass sein Institut keine eigenen Gelder mehr für Wetten im Namen der Bank "missbrauchen" wird. Eine dreiste Finte!
“Wir haben diese Aktivitäten eingestellt”, versprach Goldman-Chef Blankfein an jenem Tag vor 400 Leuten bei einem Mittagessen, das vom Economic Club of Washington organisiert worden war. Seinen Worten von damals zufolge verfügt die Bank nicht mehr über Eigenhändler, “die einfach Risiken nach eigenem Ermessen eingehen” und nicht mit Kunden interagieren.
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Kommentar: Schon die Überschrift ist fehlerhaft. Goldsax hat mit dem Tricksen und Täuschen nie aufgehört, sondern sich dabei nur besser maskiert. Nach wie vor ist das Unternehmen - unter Führung von Blankfein, dem Gesandten Gottes (er verrichtet nach eigener Aussage "Gottes Werk") - der "Kopf einer kriminellen Vereinigung", gebildet von den "systemrelevanten" Banken und der mit ihnen verbundenen Finanzunternehmen. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.