Freitag, 8. Februar 2013

Standpunkt 538 - Nachrichten-Ticker, 07.02.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 


Tagesthemen: Lohnwunder Deutschland – Spanien vs. Rajoy – Eurokrise


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
 Es ist schon eine Weile her, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben.  Der Beitrag ist von uns wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert worden. Nach wie vor besteht großes Interesse an diesem Thema. Für das Frühjahr bereiten wir deshalb ein weiteres Update vor und sind für Anregungen, Ergänzungen, (Insider-)Informationen oder auch Kritik offen und dankbar. Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ der immer noch höchst aktuellen Ausgabe gefallen: „Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird“ (hier).  Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


Deutschland: Reallohnsteigerungen(?) – den Nebel gelüftet!
(querschuesse.de) Heute titelte das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer Pressmitteilung: “Reallöhne steigen 2012 das dritte Jahr in Folge: + 0,6 % zum Vorjahr”, die üblichen Verdächtigen kolportieren diese Meldung als Erfolg und als Zeichen eines sich anbahnenden Konsums. So SPON: ”Das stetige Lohnplus dürfte sich positiv auf den Konsum auswirken.” Nur zur wirklichen Beurteilung der “stetigen Steigerungen” bedarf es einen Blick auf die lange Reihe und dieser findet eben nur bei Querschuesse statt und entblößt die Ärmlichkeit der offiziellen Jubelmeldungen. Mehr...

Kommentar: Der Beitrag liefert einen Blick auf die Wahrheit hinter den fantastischen Lohnzuwächsen in Deutschland, die ursächlich für den sagenhaften Konsumanstieg sein sollen, der wiederum die Wirtschaft beflügelt. Wirklich erstaunlich. Nicht erstaunlich ist allerdings, wie wenig Dichtung und Wahrheit miteinander zu tun haben: "Deutschland hat nichts aber auch gar nichts getan, sein schiefes, einseitig exportlastiges Wirtschaftsmodell zu korrigieren und dies bleibt fatal. So wird es keine Impulse von der Binnennachfrage geben, um potentielle Exportausfälle abzupuffern." Der folgende Chart stammt aus dem Beitrag: 




Eine Million Menschen fordern Rajoy's Rücktritt
(format.at) Wegen der Korruptionsvorwürfe gegen die konservative Regierungspartei PP in Spanien haben mehr als eine Million Bürger in einer Online-Petition den Rücktritt von Regierungschef Mariano Rajoy und vorgezogene Neuwahlen gefordert. Mehr...

Kommentar: Die Spanier verlieren die Geduld mit ihrer Regierung. Nach dem wirtschaftlichen Absturz des Landes entpuppt sich jetzt auch noch die Regierungspartei als korrupt. Rajoy wird versuchen, die Sache auszusitzen, natürlich mit voller Unterstützung aus Berlin. Hauptsache Spanien macht mit den Spardiktaten weiter. 


Griechenlands verlorene Generation
(spiegel.de) Die jüngsten Tumulte bei einer Lebensmittel-Ausgabe in Athen zeigen: Viele Griechen haben inzwischen Existenzangst. Der Fotograf Kilian Foerster befragte Jugendliche in Thessaloniki zu ihren Plänen. Er traf auf Menschen, für die nichts mehr selbstverständlich ist - auch nicht, dass es etwas zu essen gibt. Mehr...

Kommentar: Sparpolitik als Zukunftskiller. Europa zahlt einen hohen Preis für die vermeintliche Rettung einer Hand voll Banken, die trotzdem nicht gelingen wird. Griechenland ist nur das erste Opfer. Der nächste Kandidat heißt Spanien. Das ist aber noch nicht das Ende, wie die Entwicklungen in Frankreich und Holland zeigen. Die leiden bereits massiv unter den Krisenfolgen in Südeuropa. Der Vorschlag aus Berlin und Brüssel: Sparen. Dummheit ohne Grenzen. 


"Die dunkelsten Wolken über dem Euroraum haben sich verzogen"
(format.at) Die Anzeichen sind deutlich: Die Dauerkrise im Euroraum ist auf dem Rückzug. Trotz kleinerer Rückschläge geht es an der Börse seit Monaten nach oben, während die Banken aus den Krisenländern sich wieder leichter am Markt frisches Geld besorgen können. Mehr... 

Kommentar: Erstaunlich, wie viel Bedenken sich aber dann doch in dem Beitrag verstecken. Die haben wenig zu tun mit einem Rückzug der Krise, eher mit einer Verschnaufpause, mit Luft holen für eine neue Krisenrunde. Und decken sich mit den Einschätzungen anderer Analysen.


"Ich sehe nicht, wie wir die nächste akute Krise vermeiden können"
(format.at) In Selbstgefälligkeit eingelullt vom Versprechen Mario Draghis, ihre Staatsanleihen zu kaufen, drohen die europäischen Spitzenpolitiker, in die nächste Krise im Schuldendebakel der Eurozone zu stolpern. Die Politiker lassen den Rückgang der Renditen ungenutzt, der ausgelöst wurde durch die Äußerung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, alles Notwendige zu tun, um den Euro zu bewahren. Dadurch bleibe das Wirtschafts- und Finanzsystem der 17 Mitglieder umfassenden Europäischen Währungsunion anfällig, warnen die Ökonomen Charles Wyplosz und Paul De Grauwe. Mehr...

Kommentar: Ein ernüchternder Beitrag, weit weg von den augenblicklichen Schönfärbereien der Krise in Europa. Vielmehr kommt es noch knüppeldick. Aber garantiert erst nach der Bundestagswahl im Herbst. 


'Europe's A Fragile Bubble', Citi's Buiter Warns Of Unrealistic Complacency
(zerohedge.com) Citi's Willem Buiter sums it all up: "...the improvement in sentiment appears to have long overshot its fundamental basis and was driven in part by unrealistic policy and growth
expectations, an abundance of liquidity and an increasingly frantic search for yield. The key word in the recovery globally, and in particular in Europe, growth is fragile. To us the key word about the post summer 2012 Euro Area asset boom is that most of it is a bubble, and one which will burst at a time of its own choosing, even though we concede that ample liquidity can often keep bubbles afloat for a long time." His conclusion is self-evident, "markets materially underestimate these risks," and the post-Draghi european performance has "gone well beyond the point of possible self-validation and therefore looks fragile." Read more...


Kommentar: Buiter gehört sicherlich zu den Ökonomen, die unsere ungeteilte Aufmerksamkeit verdienen. Wenn er sich äußert, dann lohnt es sich näher hinzusehen. Buiter stellt mit seinen treffsicheren Analysen den deutschen Top-Pop-Ökonomen Hans-Werner Sinn beispielsweise locker in den Schatten. So auch in diesem Beitrag. Lesen lohnt sich. 


Forget Europe's Periphery, The Core Is Collapsing
(zerohedge.com) A glance at headlines over the past few months and there is little mention of anything but Europe's periphery struggling but market performance implying that a turnaround is about to occur. Most of this is based on a belief that the core is doing 'well' and that the periphery is gradually becoming more competitive. However, as if elections were not enough to worry Frau Merkel, it turns out, as Diapason's Sean Corrigan notes, Germany's Industrial Production, stymied by a surging EUR, has just suffered its third biggest quarterly decline on record - plunging back to 2007 levels. Furthermore, France's Industrial Production is back at levels first seen in 1997 - also plunging (perhaps explaining Hollande's recent exclamations at EUR strength); as the core is starting to soften significantly. Read more...

Kommentar: Die im Beitrag abgebildeten Charts sind eindeutig. Woher nimmt die deutsche Wirtschaft da noch ihre Zuversicht? Ein Phänomen. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen." 
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 


"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.