Donnerstag, 28. März 2013

Standpunkt 587 - Nachrichten-Ticker, 27.03.

Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...


Tagesthema: Europa-Krise versus Menschenleben – Feindbild Merkel-Deutschland – „Phoenix“ Europa – Euro-Dollar-Parität 2015 – Slowenien pleite – Jeroen „Düsentrieb“ Dijsselbloem – Zypern vor dem Nichts – Italien versus Bankgeheimnis – USA versus Schweiz


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon eine Weile her, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Der Beitrag ist von uns wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert worden. Die Enteignung zyprischer Sparer zeigt, das Thea verdient nach wie vor größtes Interesse. Für das Frühjahr bereiten wir ein neues Update vor und sind für Anregungen, Ergänzungen, (Insider-) Informationen oder auch Kritik offen und dankbar. Wir freuen uns über jede gut gemeinte Unterstützung! Besonders gut hat uns die folgende „Kritik“ der immer noch höchst aktuellen letzten Ausgabe gefallen: "Unbedingt lesenswert; ein ganzes Füllhorn von Fakten und Daten, akribisch aufbereitet. Hier wird genau beschrieben, wie der Diebstahl der Staatskrake vonstatten gehen wird und wie er propagandistisch begleitet werden wird" (hier).  Wir nehmen es als Bestätigung unserer Arbeit und als Ansporn, weiter zu machen wie bisher. 


Euro-Krise kostet Menschenleben
(spiegel.de) Wegen rigider Sparpolitik haben viele Bürger in EU-Krisenländern keinen Zugang zu medizinischer Versorgung mehr. Einer Studie der Fachzeitschrift "Lancet" zufolge breiten sich Infektionskrankheiten in bislang unbekanntem Ausmaß aus, die Zahl der Selbsttötungen steigt rapide. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Zum Schluss des Beitrags kommen die harten Fakten: "In Europa brechen demnach zum ersten Mal Epidemien wie Malaria aus, auch bei Selbsttötungen sei ein großer Anstieg zu verzeichnen. Die tiefen Haushaltseinschnitte und steigende Arbeitslosigkeit führten unter anderem zu fallenden Einkommen und einer Verschlechterung der Gesundheitssysteme, weswegen weniger Menschen zum Arzt gingen oder sich Medikamente kauften, heißt es in einer Studie in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet". Als Folge davon habe sich seit 2007 - dem letzten Jahr vor Ausbruch der Weltfinanzkrise - etwa der langfristige Rückgang bei Selbstmorden umgekehrt. In Griechenland etwa sind Regierungsangaben zufolge die Selbsttötungen allein im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gestiegen." n-tv meldet "Forscher prangern Sparpolitik an: Krise treibt Menschen in den Tod". In der Meldung heißt es: "Der Anstieg der Selbstmordraten sei in einigen Ländern eindeutig an den Verlust von Arbeitsplätzen beziehungsweise an die Angst vor dem Jobverlust gekoppelt." Die Autoren der Studie werfen der EU vor, die gesundheitlichen Folgen der Finanzkrise ganz bewusst zu ignorieren. Es gebe "ein eindeutiges Problem der Verleugnung" (...)."  Martin McKee, Professor für Europäische Gesundheitswissenschaften an der London School of Hygiene & Tropical Medicine, sagt, "die Studie zeige eindeutig, dass die Sparmaßnahmen, die in den vergangenen fünf Jahren in Europa eingeführt wurden, "ein Experiment waren, das umfassend gescheitert" sei. Die Sparpolitik habe weder für Wirtschaftswachstum noch für eine Erholung gesorgt." Mehr hier. In Österreich meldet DIE PRESSE: "Krankmacher Eurokrise: EU leugnet Sparpolitik-Folgen". Mehr hier. Jetzt ist es amtlich: Den Euro-Rettern klebt definitiv Blut an den Händen. Und täglich wird es mehr.  


Deutschlands Image, Merkels Beitrag
(zeit.de) Merkel mit Hitler-Bärtchen, Merkel als Domina: Wie viel Schuld trägt die Kanzlerin daran, dass das Bild der Deutschen in den Euro-Krisenländern so schlecht ist? Mehr...

Kommentar: Die ZEIT unternimmt mit diesem Beitrag den Versuch, die Kanzlerin bei ihrem unsäglichen Tun zu entlasten. Wir bewerten das als Wahlkampfhilfe. Unsere Meinung ist hinlänglich bekannt. Deshalb überlassen wir es den LeserInnen, eigene Schlüsse zu ziehen. 


Europa quält sich aus der Krise
(diepresse.com) Der europäische Weg ist holprig, schmerzhaft und chaotisch – aber erstmals gibt es Grund für ein bisschen Optimismus: Der Euro funktioniert. Eine Analyse. Mehr... 

Kommentar: In welcher Welt lebt der Verfasser dieser Analyse? Europa kann es jedenfalls nicht sein. Während die Rezession noch einen Zahn zulegt, Zypern gerade abgewickelt wird und die Täter bereits nach neuen Opfern Ausschau halten, um die neu gewonnene "Zypern-Methode" dort ebenfalls anzuwenden, glaubt einer schon an Europas Wiederauferstehung. Geradezu euphorisch schreibt er von Schuldenstabilisierung, Arbeitsmarktliberalisierung, Gesundschrumpfung, vom Vertrauen in die EZB und, ganz auf der neoliberalen Linie, dass Steuererhöhungen keine Lösung sind. Kein Wort über Massen-Arbeitslosigkeit, über Not und Elend, fehlende Gesundheitsversorgung, tausendfache Zwangsräumungen, massive Zunahme von Selbstmorden aufgrund falscher Krisenpolitik, von jahrelanger Schuldenknechtschaft (es gibt kein anderes deutsches Wort für diesen Zustand) und den nach wie vor steigenden Staatsschulden. Der Journalist schreibt das, was die österreichische und deutsche Regierung gut finden. Was schreibt er aber, wenn demnächst ganz Südeuropa in einer Depression verschwunden ist, den österreichischen Banken die Keller mit osteuropäischen Problemen voll laufen, die nächste französische Bank vom Staat übernommen wurde, Belgien nach Hilfe schreit, die Niederlande eine ausgewachsene Immobilienkrise haben und der Staat weiteren Banken unter die Arme greifen muss, ähnliches wie in Dänemark und Schweden passiert? Oder wenn, der Super-GAU, den "too big to rescue"-Banken der Derivatehandel um die Ohren fliegt? Wir sind heute schon gespannt darauf.     


Morgan Stanley prophezeit Euro-Dollar-Parität bis 2015
(diepresse.com) Hans-Günter Redeker, Devisenexperte der US-Großbank, sagt dem Euro eine düstere Zukunft voraus. Verantwortlich dafür macht er auch die Zypern-Politik. Mehr...

Kommentar: Das klingt nicht nach "Europa quält sich aus der Krise", wie im Beitrag vorher beschrieben, eher nach einem Gegenentwurf. Macht aber nichts, Wolfgang Schäuble und die Kanzlerin haben alles (fest) im Griff. 

     
Slowenien ist der nächste Krisenkandidat
(welt.de) Auch in Slowenien strauchelt der Bankensektor. Die Notenbank des Landes befürchtet schon den nächsten Kampf um ein Rettungspaket. Immerhin: Schnelle Reformen könnten das wohl noch verhindern. Mehr...

Kommentar: Jetzt also Slowenien. Wieder so ein Zwergenstaat. Und eines der letzten Beitrittsländer zur EU (2004) und der Eurozone (2007). War weder reif für das eine, noch für das andere. Fiel dem Osterweiterungswahn der damaligen EU zum Opfer. Wie die neun anderen gleichzeitigen Beitrittsländer auch. Sieben davon werden bereits mit Krediten von EU/IWF über Wasser gehalten. 


Die ungelenkte Rakete der Eurozone
(fuw.ch) Erst seit kurzem im Amt, tritt Jeroen Dijsselbloem – der Nachfolger Jean-Claude Junckers an der Spitze der Eurogruppe – in ein Fettnäpfchen nach dem anderen. Das ist leider alles andere als spaßig. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Wir haben uns gestern schon mit diesem Herrn beschäftigt und uns dem Fazit von Jochen Hahn im FORMAT angeschlossen (hier), dass Dijsselbloem, immerhin im "Hauptberuf" niederländischer Finanzminister, ein "politisches Leichtgewicht" ist, der seinem Vorgänger Jean-Claude Juncker nicht das Wasser reichen kann. Er steht den deutschen Wünschen wehrlos gegenüber, statt die Interessen aller Euro-Länder im Auge zu haben. Sein einziger Pluspunkt: Er hat durch seine Äußerungen zum "Zypern-Modell" die Öffentlichkeit frühzeitig an den weiteren Plänen von EU/EZB/IWF teilhaben lassen: "Dijsselbloem erklärt Zypern-Plan zur neuen EU-Direktive", hier. Das hat zu Recht für mächtigen Aufruhr in Europa gesorgt, bei Politikern und Sparern. Den genauen Wortlaut dessen, was er gesagt hat, gibt es hier in Englisch. Interessant die Wortmeldung von Jean-Claude Juncker. Der kritisiert nicht den Inhalt dessen, was Dijsselbloem den Journalisten ins Notzbuch gesprochen hat, sondern das Wie: "Man dürfe nicht den Eindruck erwecken, dass Spareinlagen in Europa nicht sicher wären, rügte Juncker den neuen Euro-Gruppenchef", schreibt der SPIEGEL in dem Beitrag "Juncker ärgert sich über Nachfolger Dijsselbloem". Im Artikel wird Juncker so zitiert:  "Es stört mich, wenn man so tut, als ob die Art und Weise, wie das Zypern-Problem zu lösen versucht wurde, als Blaupause für zukünftige Rettungspläne gilt", sagte Juncker im "heute-journal" des ZDF: "Es ist keine Blaupause. Wir dürfen nicht den Eindruck geben, als ob es zukünftig so wäre, dass Spareinlagen in Europa nicht sicher wären. Wir dürfen nicht den Eindruck geben, als ob Investoren ihr Geld in Europa nicht anlegen sollen." Mehr hier. Daraus spricht die nackte Angst um den Finanzplatz Luxemburg. 

So viel Offenheit honoriert Wolfgang Münchau in seiner aktuellen Kolumne "Danke, Dijsselbloem!" bei SPON. Münchau fasst seine Meinung wie folgt zusammen: "Ein krasser Verstoß gegen die offizielle Vertuschungslinie: Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem muss Prügel einstecken, weil er sagte, die Sparerbeteiligung auf Zypern werde möglicherweise kein Einzelfall bleiben. Dabei hat er einfach nur die Wahrheit ausgesprochen." Mehr hier. Der Beitrag steckt randvoll mit wichtigen Informationen und klugen Ratschlägen. Einen davon wiederholen wir gleich an dieser Stelle:  "Das Mindeste, was rationale Sparer in der Euro-Zone machen sollten, ist das Vermögen auf verschiedene Banken zu verteilen, jeweils mit einer Obergrenze von 100.000 Euro. Denn die Einlagensicherungen gelten pro Bank, pro Konto, nicht pro Nase. Diese Konsequenz gilt auch für deutsche Sparer."  Ja, es ist das Mindeste, aber wirklich nur das. Einen echten Schutz stellt diese Maßnahme letztlich nicht dar. Brechen in den großen europäischen Volkswirtschaften die Banken zusammen, dann gibt es faktisch keine Einlagensicherung mehr. Kein Staat hat soviel Vermögen, um die Einlagen zu sichern. In Deutschland sollen es nach Schätzungen der WELT aus 2008 1.300 Milliarden Euro sein, die Schweizer Privatbank Wegelin schätzte damals die Summe auf über 3.000 Milliarden Euro, die garantiert werden müssen. Sicherlich ist es mittlerweile mehr. Bitte unbedingt daran denken: Es ist eine Garantie, auf die niemand einen Rechtsanspruch hat, also völlig WERTLOS. In ganz Europa, inklusive der "Noch-AAA-Staaten" (dazu gibt es hier einen informellen Beitrag: "AAA-Länder, die Letzten ihrer Art"), sind die Einlagen bei den Banken nicht mehr sicher, ohne Ausnahme, auch bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Das müssen unsere LeserInnen spätestens in diesen Tagen begreifen. Jeroen Dijsselbloem hat klar und unmissverständlich erklärt, warum. Münchau beschreibt dazu griffig, warum die "Kleinsparer" in Zypern noch einmal verschont worden sind (alleine der Begriff ist schon irreführend). Schon bei der nächsten Gelegenheit, in Spanien oder Italien, wird das vorbei sein. Da gibt es ein ordentliches Gesetz oder eine Verordnung und das Thema ist durch. Wer weiter darauf hofft, dass die Einlagensicherung wenigstens in Deutschland Bestand hat, der muss auch noch diesen Beitrag lesen: "Bankenkreise: Die Einlagensicherung ist null und nichtig". Die deutsche-wirtschafts-nachrichten.de zitiert dazu einen Bankmanager: „Die Einlagensicherung, wie wir sie derzeit haben, ist null und nichtig. Sie ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben steht. Die Einlagensicherung muss komplett neu überdacht werden.“ Grund ist der Haircut in Zypern. Mehr hier.

Wie schmerzhaft das wird, zeigt sich gerade in Zypern. Es geht nicht alleine um 20% Verlust für die Einlagen ab 100.000 Euro/Konto. "Laiki-Großanleger verlieren bis zu 80 Prozent" betitelt die SZ das Dilemma. Die Zeitung schreibt weiter: "Fast das ganze Geld ist futsch: Wer mehr als 100.000 Euro bei der zyprischen Laiki Bank deponiert hat, muss sich auf dramatische Verluste einstellen. Anleger könnten nur ein Fünftel des Geldes wiedersehen, sagt Zyperns Finanzminister." Und das könnte auch noch Jahre dauern. D. h., vorläufig ist für die betroffenen Laiki-Kunden alles futsch. Bei der zweiten Bank, der Bank of Cyprus, die gerettet werden soll, sind es immerhin noch 40%, die den betroffenen Kunden genommen werden. Mehr hier. Dagegen klagen? Zwecklos, die Verfahren werden Jahre dauern. 

Das "Zypern-Modell" hat nach unserer Einschätzung starke Anleihen bei den Vorschlägen der Boston Consulting Group (BCG) genommen. Da kommt es in der Spitze zu Verlusten von 50%, statt der ursprünglichen 30 - 33%. Bitte hier, auf der Seite von Axel Troost, noch einmal nachlesen, es gibt dort auch eine Zusammenfassung in Deutsch.


Zypern - Ein Land vor dem Nichts
(zeit.de) Käse, Touristen, Erdgas: Weil die Banken schrumpfen müssen, braucht der Inselstaat Zypern eine neue Wirtschaftsstruktur. Das wird mehr als schwierig. Mehr...


Quelle: economist.com


Kommentar/Ergänzung: Was in diesem Beitrag beschrieben wird, zeigt die Einseitigkeit des europäischen Tuns bei den Hilfsmaßnahmen für die Krisenländer. Es war bei Irland, Griechenland und Portugal so und jetzt - noch strenger - bei Zypern. Finanzen und Wirtschaft werden zerstört, die Souveränität wird genommen, die Länder in Rezession mit anschließender Depression entlassen. Bei alledem lässt nur Export-Vizeweltmeister Deutschland seine Muskeln spielen, um als alleiniger Nutznießer aus diesem Wahnsinn hervorzugehen. Noch können die Handelsbeziehungen zu China und den übrigen BRIC-Staaten die deutsche Bilanz schönen. Nur, wie lange noch. Chinas Probleme werden von Tag zu Tag größer und "Die Brics verlieren an ökonomischer Bedeutung" meldet gerade die Schweizer Finanz und Wirtschaft (hier). Die folgende Grafik stammt aus dem Beitrag: 




Italien zieht Steuerschraube an – Bankgeheimnis wird "de facto" aufgelöst
(format.at) Italien verschärft den Kampf gegen die Steuerhinterziehung durch das Lockern des Bankgeheimnisses. Banken und andere Finanzakteure wie Fondsgesellschaften oder Versicherungen müssen einer Steuerdatenbank die Ein- und Auszahlungen der Konten rückwirkend ab 2011 sowie deren jeweiligen Endbestand mitteilen. Zeit dafür ist bis 31. Oktober. "Keine Geheimnisse mehr vor dem Fiskus", kommentierte die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" die neue Strategie der italienischen Regierung. "Italien hebt somit de facto das Bankgeheimnis auf und erlaubt dem Fiskus, die Daten über die Bankkonten mit den Steuererklärungen zu erfassen. Damit sollen Steuerhinterzieher leichter entlarvt werden", kommentierte die Zeitung weiter. Mehr...

Kommentar: Seit Monaten warnen wir schon davor. Vor dem Hintergrund der Krise und der Sparpakete wird das Bankgeheimnis in Europa geopfert. Eine prima Gelegenheit ist das. Natürlich nur in bester Absicht, im Kampf gegen Steuerhinterziehung, Terrorismus und anderen Nonsens, der in der Öffentlichkeit gut ankommt. 


Neuer Angriff der USA auf die Schweiz – über den "Hinterhof"
(tagesanzeiger.ch) Schweizer Banken droht eine neue Klagewelle. Die US-Justiz will über Vaduz an Daten gelangen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Die Amerikaner lassen nicht locker. Wieder einmal wird der Druck auf die Schweiz erhöht. Es wird erst Ruhe herrschen, wenn die Schweizer ihr Bankgeheimnis bis auf die Grundmauern abgerissen hat. Alles andere ist für die USA nicht (mehr) diskutabel. Der Schweizer "Hinterhof", Liechtenstein, wird für die US-Behörden kein ernsthaftes Hindernis sein. Das österreichische Wirtschaftsblatt meldet "USA suchen in Liechtenstein Steuer-Hintertür" und fasst das Ganze wie folgt zusammen: "Die USA wollen mit einer informellen Anfrage im Fürstentum Liechtenstein weiteren US-Steuerbetrügern auf die Schliche kommen - und Schweizer Banken." Mehr hier. "Das Fürstentum stand lange auf der schwarzen Liste der Steueroasen. Seit etwa drei Jahren verfolgt die Regierung eine sogenannte Weißgeld-Strategie und Vermögensverwalter sind gehalten, kein Steuer-Schwarzgeld mehr anzunehmen. Auch das Treuhändergesetz soll verschärft werden." Liechtenstein versucht sich an einem neuen Image. Die USA könnten dabei behilflich sein. Für die Schweiz ist es, nicht zuletzt wegen der engen Beziehungen zum Fürstentum, eine Achilles-Ferse. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.