Freitag, 5. April 2013

Standpunkt 595 - Nachrichten-Ticker, 04.04.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...


Tagesthema: Enteignung – Goldverbot – Holland in Not! – Kampf gegen Steueroasen – Großbritannien kaputt – Spaniens Renten – Japan gegen die Welt – Trickser Deutsche Bank


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon eine Weile her, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Der Beitrag ist von uns wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert worden. Die Enteignung in Zypern zeigt, warum das Thema nach wie vor größtes Interesse verdient. Wir haben mit den Arbeiten für das neue Update begonnen und hoffen weiter auf Anregungen, Ergänzungen, (Insider-) Informationen oder auch nützliche Kritik. Wir freuen uns über jede gut gemeinte Unterstützung! 


Draghi zu Haircuts: Sparer haben nichts zu befürchten
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Der EZB-Chef hat bei der Pressekonferenz den europäischen Sparern versichert, dass ihre Einlagen sicher sind. Damit versucht er die große Nervosität an den Märkten bezüglich weiterer Haircuts in Europa zu dämpfen. Mehr...

Kommentar: "Baron Münchhausen" Draghi. Wer ihm glaubt, der wird "ein blaues Wunder" erleben. Die Zeit der Unschuld ist vorbei in Europa. Und noch etwas ist sicher: Es wird schnell gehen. Eiskalt und skrupellos werden die Sparer demnächst frikassiert. Niemand sollte vergessen: "Europas Lügen haben kurze Beine!" haben wir vor einem Jahr einen Beitrag überschrieben. Längst sind neue dazu gekommen. Trotzdem lohnt es sich noch immer, dort nachzulesen. Mehr dazu hier. 


CEO Of Italy's Largest Bank Says Haircuts Of Uninsured Depositors "Acceptable", Should Become A Template
(zerohedge.com) While the head of the ECB and his assorted kitchen sinks scramble to explain how Diesel-BOOM was horribly misunderstood when saying that depositor impairment may and will be the template for future European bank "resolution" (as should have been the case from Day 1), the CEO of Italy's largest bank appears to have missed the memo. As Bloomberg reports, according to the chief executive Federico Ghizzoni, "uninsured deposits could be used in future bank failures provided global rulemakers agree on a common approach." Or failing that, because if Cyprus taught us anything is that Europe will never have a common approach on anything, just use deposits as impairable liabilities, period, once the day of reckoning for Non-Performing Loans comes and these are forced to be remarked to reality, just as happened in Cyprus. One can only hope that uninsured deposits do not represent a substantial portion of the bank's balance sheet because the CEO basically just told them they are next if when risk comes back to the Eurozone with a vengeance. Especially since as Mario Draghi was so helpful in pointing out, "there is no Plan B." Read more...

Kommentar: Die Beweise werden täglich mehr, dass sich Zypern wiederholen wird. Fraglich ist nicht ob, sondern nur wann und wie. Trifft es ein Land wie Italien, dann wird es schmerzhaft für die Italiener, sehr schmerzhaft. Zur Vorbereitung dieses Finanz-Massakers hat die Bundesbank schon einmal für den Beweis gesorgt, dass Italiener und Spanier über mehr Vermögen als die Deutschen verfügen. Das sorgt für das richtige Klima von Neid und Missgunst. "Bundesbank rechnet die Südeuropäer reich" meldete kürzlich die WELT und fasst zusammen: "In einer Studie stellen die Währungshüter fest, dass deutsche Haushalte weniger Vermögen haben als Franzosen, Spanier oder Italiener. Aber lassen sich die Zahlen überhaupt vergleichen?" Mehr dazu hier. Die Karten sind längst ausgeteilt und das Spiel hat bereits begonnen. 


Niederländische ABN AMRO enteignet Gold-Kunden
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Ab April können Kunden der Bank nicht mehr das von ihnen bei der Bank eingelagerte Gold zurückbekommen. Stattdessen erhalten sie den Geldwert ihres Goldes. Andere Edelmetalle sind von der Änderung ebenfalls betroffen. Die Edelmetalle seien aber bei der Bank gut aufgehoben. Mehr...

Kommentar: Was haben wir nicht schon an Hohn und Spott einstecken müssen für unsere Behauptung, dass Gold nicht krisensicher ist. Schon vor zwei Jahren, zu Beginn unserer Veröffentlichungen, haben wir von Einzelfällen berichtet, in denen Kunden von ihrer Bank statt Gold nur den Gegenwert in Geld erhalten haben. In unseren beiden Beiträgen zum Thema "Enteignung" geht es um ein generelles staatliches Goldverbot. Zwischen der Enteignung durch die niederländische Bank und dem von uns erwarteten Goldverbot muss noch kein Zusammenhang bestehen. Trotzdem ist es ein Anfang. Gerade in Holland, wo sich die Banken einseits den gleichen seriösen Anstrich geben wie hierzulande und die Regierung alles dafür tut, diesen Eindruck zu unterstützen. Das überrascht selbst uns. Wie gross muss die Not der Banken schon sein, im Land von Frau Antje? 


Niederländer werden nervös: Online-Banking der ING-Bank spielt verrückt
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die Kunden der ING-Bank waren konfrontiert mit falschen Kontoständen, nicht funktionierenden Karten und einem teilweise gar nicht verfügbarem Online-Banking. Der Bank zufolge war das System überlastet. Das ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Und angesichts der schlechten Lage einiger nationaler Banken werdend die Kunden immer unruhiger. Mehr...

Kommentar: Wir sind fest davon überzeugt: Es fehlt nicht mehr viel zu einem ersten großen Bank-run in Europa. Warum nicht gerade die sonst so gelassenen Holländer? Die Umstände der Zypern-Hilfe haben zu viel Vertrauen zerstört. In ganz Europa. Es genügt ein Funke und die Sache läuft aus dem Ruder für die europäischen Krisenverschlimmerer in Berlin, Brüssel, Frankfurt und im fernen Washington. Dann können nur noch strenge Kapitalkontrollen für das Schlimmste verhindern. Wie lange ist ungewiss. 


Angst vor Goldverbot: Italiener schmuggeln Gold in die Schweiz
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Goldbarren im Wert von 4,5 Millionen Euro wollte eine Familie über die Schweizer Grenze schmuggeln. Eingewickelt in Zeitungspapier waren die Goldbarren im Auto versteckt. Kein Einzelfall - der Schmuggel von Italien in die Schweiz hat sich in den vergangenen Monaten vervielfacht. Mehr...

Kommentar: Die nackte Angst geht um in Europa. Vor einem Goldbesitzverbot und Kapitalverkehrskontrollen. Vollkommen zu recht. Beides wird kommen, unwiderruflich. Die Staaten wollen an die Ersparnisse ihrer Bürger. Die Planungen laufen auf Hochtouren. 


Medien enttarnen geheime Geschäfte in Steueroasen
(capital.de) Schlechte Nachrichten für kreative Steuerjongleure: Ein Informant hat mehreren Medien einen riesigen Datensatz über Milliarden, die in Steueroasen gebunkert werden, zugänglich gemacht. In den Unterlagen finden sich offenbar auch Hunderte deutsche Fälle. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Das Timing hätte besser nicht sein können. Mitten in die Diskussion um die Pläne der EU-Kommission zur Enteignung der Bankkunden platzt die Nachricht von den Milliardengeschäften in den Steueroasen. Ein Volltreffer für Europas Politikerelite. Wie auf Bestellung. Die schnappt natürlich nach diesem Knochen wie eine Meute räudiger Hunde. Das wird zum idealen Wahlkampfthema, und zur Kulisse, hinter der sich viele Schweinereien verstecken lassen. Sofort überschlagen sich die Nachrichten. "Jagd auf Steuer-Betrüger beginnt" titelt folgerichtig n-tv und fasst zusammen: "Reiche Steuerhinterzieher müssen jetzt zittern: Reporter aus aller Welt werten bislang geheime Daten zu Steueroasen aus. Das ruft die Behörden auf den Plan. Jetzt will das Bundesfinanzministerium an die Unterlagen - Ermittler stehen in den Startlöchern." Mehr dazu hier. Der österreichische STANDARD schreibt im gleichen Tenor: "Geheimwelt enttarnt: Internationale Jagd auf die Steuersünder beginnt". Weiter heisst es: "Journalisten gelingt ein spektakulärer Enthüllungs-Coup über geheime Firmenkonstrukte und Steuertricks von Politikern, Waffenhändlern und Oligarchen. Behörden und Politik reagieren und fordern Maßnahmen. Medien aus aller Welt haben einen Datensatz immensen Ausmaßes über geheime Steuerschlupflöcher und dubiose Briefkastenfirmen rund um den Globus ausgewertet. 86 Journalisten in 46 Ländern lieferten damit schier unglaubliche Ergebnisse. Dazu einige Fakten: Gemessen an den Gigabytes ist der Datensatz 160-mal größer als jener der Wikileaks-Affäre aus dem Jahr 2010. Die 2,5 Millionen Dokumente enthalten Daten von 130.000 Personen aus mehr als 170 Ländern, darunter Politiker, Unternehmer, Oligarchen, Waffenhändler und Spekulanten. Zwei geheime Informanten sandten die Unterlagen vor einem Jahr auf einer Festplatte per Post dem Internationalen Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) zu. Zur Auswertung der Dokumente arbeitete das ICIJ mit Journalisten von "The Guardian", der BBC, "Le Monde", "Washington Post", The Canadian Broadcasting Corporation, der "Süddeutschen Zeitung" (SZ), dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) und weiteren 31 Medien zusammen." Mehr dazu hier. Außerdem bezieht sich dieser Beitrag auf eine Studie des Tax Justice Network, die bereits im vergangenen Jahr zu atemberaubenden Ergebnissen gekommen ist. 31 Billionen US-Dollar sollen es insgesamt sein, die über Steueroasen versteckt werden. Die folgende Grafik stammt aus dem Beitrag: 




"Geheime Geschäfte in Steueroasen enttarnt" betitelt die SZ einen ersten Beitrag zum Thema und schreibt: "Wer steckt wirklich hinter zwielichtigen Briefkastenfirmen? Eine anonyme Quelle hat der SZ und anderen internationalen Medien einen Datensatz mit 130.000 Namen zugänglich gemacht. Auf der Festplatte finden sich auch Hunderte deutsche Treffer. Prominentester Fall: der Playboy Gunter Sachs. Experten sprechen vom 'größten Schlag gegen das große schwarze Loch der Weltwirtschaft'." Mehr dazu hier. Ach so, angeblich schon "seit Jahren bemühen sich OECD und EU, die Flucht des großen Geldes in Steueroasen einzudämmen." Der französische Le Monde setzt den Nachrichten vorläufig die Krone auf: "Offshore Leaks: Steuerparadiese bedrohen die Demokratie". Die Einleitung: "Gemeinsam veröffentlichen verschiedene große Tageszeitungen, darunter Le Monde, ausführlichen Reportagen über Offshore-Kontoinhaber und zeigen das internationale Ausmaß dieses Phänomens auf. Ein Alarmsignal für das Überleben unseres politischen Systems, meint die Chefredakteurin von Le Monde." Mehr dazu hier

Es ist nicht so, dass wir Steueroasen befürworten. Ganz im Gegenteil. Was uns stört ist die Scheinheiligkeit, mit der dieses Thema gerade behandelt wird. Nicht erst die Studie des Tax Justice Network offenbarte Hintergründe zu diesem Geschäft. Die Reaktion war immer die gleiche: Null. Selbst wenn Kritiker der Studie "nur" von 21 Billionen USD verstecktem Vermögen ausgehen ("Superreiche verstecken 21 Billionen in Steueroasen", hier), hätten die Industriestaaten schon sehr viel früher allen Grund gehabt, angemessen zu reagieren. Nur die USA haben ernsthaft den Kampf gegen die ausländischen Steueroasen aufgenommen und bereits erste Erfolge erzielt. Hierzulande war das Thema immer schnell wieder von der Bildfläche verschwunden. Es muss sich erst noch herausstellen, wie konsequent Deutschland seine Steuersünder verfolgen wird. Die "versteckten Vermögen" aufzudecken und zu besteuern wäre sehr viel nützlicher, als den Bürgern tief in die Tasche zu greifen. 400 Milliarden Euro Vermögen sollen es sein, die lt. Steuergewerkschaft von den reichen Deutschen in Steueroasen versteckt werden (Quelle: "Geheime Unterlagen enthüllen Steueroasen-Geschäfte", FOCUS, hier). Bei angenommenen 25% Steuersatz käme so jedes Jahr ein erkleckliches Sümmchen zusammen. 

Wer sich mit der Thematik Steuerhinterziehung noch näher beschäftigen möchte, für den haben wir folgenden Beitrag "ausgegraben": "Der Weg in die Schweiz führt über die Steueroase Deutschland", erschienen 2010 bei heise/telepolis.de. Der Autor beschäftigt sich mit der deutschen Verschonungspolitik gegenüber Steuerhinterziehern und rechnet 30 bis 40 Milliarden Euro Einnahmeausfall durch Hinterziehung vor - Jahr für Jahr versteht sich. Mehr dazu hier. Äußerst informativ. 


Sparen in Großbritannien Reich gegen Arm
(sueddeutsche.de) Schlafzimmersteuer, weniger Sozialhilfe: Allmählich merken die Briten, wie sehr sich ihr Land unter der Regierung Cameron verändert. Finanzminister Osborne sagt, er wolle mit dem Sparpaket arbeitende Familien belohnen. Mehr...

Kommentar: Die britische Regierung erhöht ihre Sparanstrengungen. Mit brachialen Methoden kitzelt sie die letzten Reserven aus dem Staatshaushalt heraus, um die Staatsschulden zu verringern. Alle bisherigen Bemühungen waren wirkungslos, jetzt geht es noch einmal den Schwächsten an den Kragen. Kaum verwunderlich, dass bereits von einem "ökonomischen Krieg der Reichen gegen die Armen" die Rede ist. An der Pleite des Staates wird sich nichts ändern. Großbritannien ist eine Industriebrache, gefördert wurde seit Jahren nur die Ansiedlung der Finanzindustrie. Deren Geschäfte werfen für den Staat zu wenig Einnahmen ab, die vom Öl und den Resten konventioneller Wirtschaft nicht ausgeglichen werden können. Gelingt es Schottland, sich zu separieren, dann gehen auch noch die Ölquellen verloren. Dann wird Rest-Großbritannien zum Dritteweltland. 


97% Of Spanish Social Security Pension Fund In Domestic Bonds
(zerohedge.com) In January, we discussed the stunning fact that Spain's social security pension fund was 90% allocated to Spanish sovereign debt. The latest data shows that this farcical epic reach-around has become even more ridiculous as, according to Bloomberg BusinessWeek, the fund's holdings are now 97% weighted to sovereign bonds. The fund purchased about EUR20bn of Spanish debt last year, while it sold EUR4.6bn of French, Dutch and German bonds. More than 70 percent of the purchases took place in the second half of the year, after Draghi's 'promise' to "do whatever it takes" moment.
It appears, since the Spanish government does not explicitly have its own Fed to monetize debt, that it has merely plundered another quasi-governmental entity to do the bond-buying reach-around. The fund, which was profitable last year on this bond-buying in its self-sustaining way, still contributes 1% to Spain's deficit as contributions to the fund are outweighed by the benefits paid.
Rules have been changed to enable this drastic concentration but at 97%, it is perhaps no wonder that Spanish bonds have been more volatile in recent weeks - as the implicit government buyer is now almost all-in. The potential for a vicious circle here is immense - but perhaps that is the point, more TBTF sovereigns for Draghi to deal with. Read more...


Kommentar: Ein weiteres Beispiel für die Doppelzüngigkeit europäischer Krisenpolitik. In Zypern hat man sich Sorgen um die Sicherheit der einheimischen Rentenfonds gemacht und eine Beteiligung am Hilfspaket wurde von EU/EZB/IWF und der Bundesregierung kategorisch abgelehnt. Ganz anders in Spanien. Dort musste die Regierung unter Mitwirkung der Troika den entgegengesetzten Weg nehmen. Was natürlich den Druck aus den spanischen Bonds genommen hat. Spaniens Rentner werden demnächst bitter dafür bezahlen. Auf sie wartet eine Enteignung im großen Stil und der besonderen Art. Berlin, Brüssel, Frankfurt und der IWF in Washington werden natürlich ihre schmutzigen Hände in Unschuld waschen und alleine die spanische Regierung für die Folgen verantwortlich machen. Wetten? 


Japans etwas anderer Krieg
(tagesanzeiger.ch) Während die Welt über den angedrohten Atomkrieg der Nordkoreaner rätselt, rüsten sich Japans Premierminister und Notenbankchef für eine andere Schlacht: Sie wollen den Yen schwächen – koste es, was es wolle. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Es ist soweit, Japan macht ernst mit seinen bereits seit Wochen angekündigten geldpolitischen Lockerungsübungen. Und sorgt damit für Unruhe. Von einem Währungskrieg ist die Rede. Der österreichische STANDARD schreibt "Japan lockert Geldpolitik radikal". Weiter heißt es: "Die japanische Notenbank schießt im Kampf gegen die Deflation aus allen Rohren und löst damit Schockwellen an den Finanzmärkten aus." Die Erfolgsaussichten werden kritisch gesehen. Mehr dazu hier. Betrachtet man die Lockerungsmaßnahmen anderer Notenbanken, so ist ein Mißerfolg sehr wahrscheinlich. Liquidität und ein niedriger Währungskurs schaffen keine neuen Märkte für japanische Produkte. Die alten Exportmärkte sind dicht, einzig China böte sich an. Dummerweise streiten beide Länder heftig um eine Inselgruppe. Darunter leiden massiv die Handelsbeziehungen. Das manager magazin glaubt "Japans Notenbank startet Verzweiflungsakt" und ängstigt sich um den deutschen Export: "Es ist ein nie zuvor gewagtes Radikalexperiment mit globalen Folgen: Japans Notenbank finanziert ab sofort im großen Stil Japans Staatsschulden, beendet das Leitzinsregime und drückt künstlich den Wechselkurs des Yen zu Lasten etwa deutscher Exporteure." Mehr dazu hier. Wir werden Zeuge eines geldpolitischen Experiments, mehr ist es nicht. 


Bilanztrickserei – Behörden fahren schwere Geschütze gegen die Deutsche Bank auf
(format.at) Die Deutsche Bank steht wegen des Vorwurfs der Bilanztrickserei nun auch im Visier der deutschen Aufseher.
Die Bundesbank und die Finanzaufsicht BaFin hätten eine Sonderprüfung gegen die Deutsche Bank eingeleitet, sagten drei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Damit ziehen die Behörden ihr schärfstes Schwert. "Man ist noch am Anfang der Recherche", sagte einer der Insider.
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Kommentar: Deutschlands Branchenprimus bleibt in den Schlagzeilen. Meistens wegen dubioser Geschäfte. Jetzt zur Abwechslung wegen möglicher Bilanzfälschungen am Anfang der Finanzkrise. Es sei ein "alter Hut" und an den Vorwürfen nichts dran. Peinlich wird es auf jeden Fall. Entweder für die Aufseher oder für den Primus. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.