Donnerstag, 11. April 2013

Standpunkt 600 - Nachrichten-Ticker, 09.04.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...


Tagesthemen: Auf ein Wort! – Euro – Insolvenz-Recht in der Europa-Krise – USA nie pleite – Geldtheorie


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon eine Weile her, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Der Beitrag ist von uns wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert worden. Die Enteignung in Zypern zeigt, warum das Thema nach wie vor größtes Interesse verdient. Wir haben mit den Arbeiten für das neue Update begonnen und hoffen weiter auf Anregungen, Ergänzungen, (Insider-) Informationen oder auch nützliche Kritik. Wir freuen uns über jede gut gemeinte Unterstützung!


Auf ein Wort!
Es ist Zeit zu handeln, das ist der unmissverständliche Rat an unsere LeserInnen. Die jüngste Entwicklung duldet keinen weiteren Aufschub. Wir wissen, viele sind unentschlossen und warten ab. Hoffen immer noch darauf, dass Deutschland von der Krise verschont bleibt, bzw. die Bundeskanzlerin die Ersparnisse und Vermögen "ihrer" MitbürgerInnen schützen wird. Erst kürzlich hat sie vom Regierungssprecher Steffen Seibert die "Merkel-Garantie" erneuern lassen, um diesen Eindruck aufrechtzuerhalten. In Wahrheit ist das eine Lüge und wir unterstellen, die Kanzlerin weiss das sehr genau. Die öffentliche Wahrnehmung gibt ihr allerdings Recht. "Union und FDP erstmals seit 2009 wieder stärker als SPD, Grüne und Linke zusammen" ist das brandaktuelle Ergebnis einer "FORSA-Umfrage: Absolute Mehrheit für Schwarz-Gelb". Mehr dazu hier. Peer Steinbrück entwickelt sich zum großen Verlierer. Er bietet keine Alternativen, mit seinen Aussagen zur europäischen Krise ist er nicht allzuweit weg von der Kanzlerin. Für die SPD ein Fiasko. Nicht zuletzt deshalb, weil die Partei keinen Ersatz für Steinbrück hat.

Die Kanzlerin verfolgt weiter hartnäckig ihre Politik der "marktkonformen Demokratie". Sie setzt konsequent fort, was ihr Vorgänger bereits begonnen hat: Den Abbau demokratischer Rechte so lange zu betreiben, bis sie den Kapitalisten nicht mehr im Wege stehen. Beschränkte sich Gerhard Schröder noch auf Deutschland, nutzt Angela Merkel ihren politischen Einfluss wegen der vermeintlichen Wirtschaftskraft des Landes, um in der Krise diesen Demokratieabbau in weiten Teilen Europas voranzutreiben. Nutznießer ist vor allen Dingen die heimische Finanzindustrie. Der geht es nämlich - bei Licht betrachtet - grottenschlecht. Die ist schlicht und einfach bankrott. Noch wird diese Tatsache trickreich verschleiert, liefern Deutsche Bank, Commerzbank, usw. ganz passable Bilanzen ab. Alles nur gefakt. Damit das ganz klar ist: Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken stehen nach unserer Einschätzung kaum besser da. Sorry, liebe Kunden dieser beiden Bankengattungen, aber deren Geschäftspolitik ist schon seit Jahren nur unwesentlich besser als die von Deutsche Bank und Konsorten. Deshalb ist es nur ein schlechter Witz, wenn Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon in einer DSGV-Pressemitteilung pflichtschuldig behauptet, "die Einlagen bei deutschen Sparkassen sind sicher. Die Sparkassen stehen mit ihrem Vermögen untereinander ein und sichern damit alle Einlagen unabhängig von der Höhe aus eigener Kraft ab". Damit nicht genug, legt er gleich noch nach: "Es ist völlig ausgeschlossen, dass es in Deutschland einen solchen staatlichen Zugriff auf Spareinlagen geben könnte. Wer uns sein Geld anvertraut, erhält es auch zurück", so wird Fahrenschon in der Pressemitteilung zitiert. Mehr dazu hier. Unsere LeserInnen wissen, solche Aussagen sind ein massiver Angriff auf die Intelligenz.


Längst sind die Nachrichten zu diesem Thema besorgniserregend. Europas Krisenmanager führen Böses im Schilde. Während sie die Öffentlichkeit immer noch an der Nase herumführen, ihr ein "X" für ein "U" vormachen, werden die ensprechenden Maßnahmen mit Hochdruck vorbereitet. Gut versteckt hinter den Diskussionen über Offshore-Leaks und die Vermögensverhältnisse in Europa entstehen die Gesetze, Verordnungen und Einsatzpläne, um überfallartig die Ersparnisse und Vermögen zu konfiszieren. 

Der Mainstream schweigt zu den Gefahren. Warnungen gibt es trotzdem. "Der Diebstahl von Guthaben wird EU-Gesetz" meldet "alles-schallundrauch" und schreibt weiter: "Am vergangenen Samstag hat Olli Rehn, der EU-Kommissar zuständig für Wirtschaft und Währung, im finnischen TV gesagt, wer ein grösseres Guthaben bei einer Bank hat, wird laut einem neuen EU-Gesetz in Zukunft den Verlust seines Geldes ertragen müssen, sollte die Bank in Schwierigkeiten geraten. Er fügte hinzu, die Enteignung, die in Zypern stattfand war wohl eine Ausnahme, aber wer ein Guthaben bei einer Bank hat wird in Zukunft damit haften wenn eine Umstrukturierung oder Liquidierung durchgeführt wird. Rehn sagte im Interview mit YLE, es soll eine Hierarchie der Verluste geben, zuerst die Aktionäre, dann die Anleihenbesitzer und zum Schluss die Konteninhaber mit ihrem Geld. Rehn sagte, die Europäische Kommission arbeitet gerade eine Direktive über die Sicherheit der Banken aus, welche die Haftung der Investoren und der Kunden einschließt. Dies würde dann in die Gesetzgebung der Mitgliedsländer einfließen. Damit wir das alle richtig verstehen, Olli Rehn sagt damit, der Diebstahl der Bankguthaben in Zypern war wohl eine Ausnahme, aber jetzt wird diese Ausnahme zur Regel gemacht, in dem es in ein EU weites Gesetz festgeschrieben wird!!!" In dem Beitrag wird außerdem an Hand eines Zitates von Jean-Claude Juncker, Ex-Eurogruppenchef, die Arbeitsweise der EU erklärt: "Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." Mehr dazu hier. Wir bitten unsere LeserInnen darum, die Tragweite dieser Aussage wirken zu lassen. Es kann dabei helfen, zeitnah die richtigen Entscheidungen zu treffen. 

Die "deutsche-wirtschafts-nachrichten" melden, "EU bereitet Richtlinie für Blitz-Zugriff auf Bank-Konten vor". Weiter heißt es dort: "Um die Banken-Krise in Europa nicht im Crash münden zu lassen, werden Zwangs-Beteiligungen von Sparern und Einlegern künftig viel schneller exekutiert als in Zypern: Eine Banken-Rettung wird an einem einzigen Wochenende durchgezogen. Der Bank-Kunde sieht erst am Montagmorgen, dass sein Konto belastet wurde." Es wird noch ein bisschen genauer: "Von Freitagabend bis Montag soll in Zukunft das Ganze abgeschlossen sein und im Idealfall merken das die Kontoinhaber gar nicht. Sie würden dann nur am Montagmorgen sehen, dass ihr Konto belastet wurde. So kann man verhindern, dass ein Bank-Run passiert und dass Banken vorübergehend geschlossen werden. Im Laufe dieses Jahres ist mit einer entsprechenden Richtlinie zu rechnen, aber noch ist viel von Nebel umhüllt". Was niemand weiss: Die gültige EU-Richtlinie zur Einlagensicherung  "sieht eigentlich einen Selbstbehalt von 10 Prozent für Sparer vor. So würde sich jeder Sparer an der Sanierung seiner Bank mit 10 Prozent seiner Einlagen beteiligen müssen." Auf Beträge jenseits von 100.000 Euro in Österreich und Deutschland, 100.000 CHF in der Schweiz. Mehr dazu hier. Unbedingt aufmerksam lesen, es lohnt sich. Zukünftig wird vorher nicht mehr gequatscht, sondern nur noch gehandelt.

Damit das reibungslos funktioniert und, genauso wichtig, der Zugriff auf das gesamte Vermögen auch tatsächlich gewährleistet ist, müssen noch weitere Vorbereitungen getroffen werden. Wichtige Stichworte sind Bankgeheimnis, Bargeldkontrolle, Kapitalverkehrskontrolle, Goldverbot.

Das Thema Bankgeheimnis rangiert ganz weit oben. "Der Damm könnte brechen" meldet dazu der Schweizer "Tages-Anzeiger" und schreibt zu den Gründen: "Luxemburg ist plötzlich bereit, das Bankgeheimnis zu lockern. Damit blockiert nur noch Österreich den automatischen Informationsaustausch in der EU. Und auch dort schwächt sich nun der Widerstand." Mehr dazu hier. Nachdem Österreichs Finanzministerin Maria Fekter sich noch schützend vor das eigene Bankgeheimnis gestellt hat, bröckelt die Unterstützung in den Reihen der heimischen Politiker für ihre Haltung. Sie gerät in die Isolation. "Der Standard" meldet schon "Republik verhandelt Aus für Bankgeheimnis". Erst einmal soll es, wie in Luxemburg, nur die ausländischen Anleger treffen. "Die Spareinlagen der Österreicher sollen nicht betroffen sein", schreibt die Zeitung. "Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) erklärte nach dem Ministerrat am Dienstag, in der EU über einen automatischen Informationsaustausch zu reden. 'Wir werden die Verhandlungen gemeinsam mit Luxemburg führen', sagte der Kanzler. 'Jawohl, wir verhandeln'." So das Blatt weiter. Mehr dazu hier. Unsere LeserInnen aus Österreich mögen sich nicht täuschen lassen: Das ist der Anfang vom Ende für das Bankgeheimnis

In Luxemburg gibt es bereits die erste Reaktion: "Belgier ziehen Geld aus Luxemburg ab" meldet das "Luxemburger Wort". Weiter heißt es: "Angst vor dem Fall des Bankgeheimnisses: Belgische Kunden ziehen ihr Geld ab, um es zu legalisieren." Mehr dazu hier

Gefahr droht auch aus einer anderen Ecke: "Jim Rogers: 'Ich vermute, dass sie die Pensionspläne als nächstes nehmen werden; Ich für meinen Teil, bin besorgt und treffe Vorsichtsmassnahmen'." So überschreibt "bullmarketthinking.com" ein Interview mit dem Hedgefonds-Manager und Anlage-Guru. Wir zitieren einige der Antworten von Jim Rogers aus dem Beitrag: "401K Pläne, IRAs und Pensionspläne, von denen die Regierung weiss (könnten als nächstes dran sein) … Deren Grund würde sein, “Nun die meisten Personen haben ihre IRAs und Pensionspläne nicht gut gewirtschaftet in den letzten paar Jahren, also werden wir euch helfen. Wir werden euch eure Pensionspläne nehmen und geben euch dafür Staatsanleihen, damit euch die Rückzahlung garantiert wird." Mehr dazu hier. In die Rentekasse gegriffen haben bereits Irland, Portugal, Spanien, Tschechien und Ungarn (Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Anm. Verf.). Mit Zustimmung von EU/EZB/IWF und Berlin. 

In Deutschland sind natürlich alle mega-entspannt. Kein Wunder, bei solchen Nachrichten, wie sie der österreichische "Format" verbreitet: "Deutschland: Christopher Pleister schließt weitere Bankenrettungen aus". Einleitend heißt es: "Der oberste Bankenretter in Deutschland, Christopher Pleister, fürchtet derzeit keine neuen gravierenden Problemfälle unter den Instituten. Auf die Frage, ob er neue Bankenpleiten heraufziehen sehe, antwortete der Chef der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FSMA) im 'Handelsblatt': 'In Deutschland nicht.' Neue 'Feuerwehreinsätze' der Bankenretter seien nicht in Sicht." Mehr dazu hier. Solche Aussagen sind Quatsch, sie dienen lediglich der Beruhigung. In Wahrheit besteht erheblicher Anlass zur Sorge. 

In den Bilanzen der europäischen Banken schlummern gigantische Risiken, für die die Steuerzahler aufkommen müssen, obwohl sie es nicht können. "290 Billionen Euro Risiko: Sparer müssen Euro-Banken retten", meldet "deutsche-wirtschafts-nachrichten" und lässt keine Zweifel übrig: "Zypern ist die Zeiten-Wende für den Euro: In dem kleinen Land haben die Euro-Retter vorgemacht, dass künftig alle für die Rettung der Banken bluten müssen. Die Panik hat einen Grund: In den Kellern der Banken dampfen Billionen an giftigen Schrottpapieren. Die Finanz-Industrie hat keine Chance, das Problem ohne den Zugriff auf die Bank-Guthaben von Bürgern und Investoren zu lösen." Mehr dazu hier. Was in diesem Beitrag beschrieben wird, nennt der US-Investor Warren Buffett eine "Massenvernichtungswaffe" und er hat recht damit. Sogar in den USA ist es gerade wieder zum Thema geworden. "The Wall Street Ticking Time Bomb That Could Blow Up Your Bank Account" überschreibt "alternet.org" einen spannenden Beitrag zum Thema. Wer den Mut hat, sich da durchzukämpfen, der sollte auch den Links folgen. Mehr hier. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf unseren Beitrag "Desaster Derivatehandel", der sich mit den Risiken bei Deutsche Bank, Commerzbank, UBS und Credit Suisse beschäftigt. Wahrscheinlich gibt es deutschsprachig noch immer keine bessere Zusammenfassung. Mehr hier. Es genügt ein kleiner Fehler, eine kleine Unachtsamkeit und diese Blase platzt. Bei dem letzten Hilfspaket für Griechenland war diese Gefahr schon riesengroß. Nur durch einen Trick konnte der Kollaps verhindert werden: Die ISDA verweigerte für den größten Teil der Ausfälle einfach die Anerkennung als Leistungsfall. Als Folge davon haben beispielsweise die Laiki Bank und die Bank of Cyprus riesige Verluste erlitten. Wofür zum ersten Mal auch die Kunden einstehen müssen. Teilweise bis zum Totalverlust ihrer Einlagen. Viele Risiken aus dem Derivatehandel stecken in Schattenbanken und Zweckgesellschaften, die nicht überwacht werden und keine Angaben an die BIZ machen müssen. Deshalb sind die offiziellen Angaben aus Basel nicht vollständig. US-Schätzungen errechnen ein Volumen von 1.200 bis 1.400 Billionen USD für den gesamten Derivatehandel. Das halten wir für realistisch.

Letztlich haben alle Hilfsmaßnahmen in Europa nur zum Ziel, einen Bankenkollaps zu verhindern. Damit das einigermaßen reibungslos und ohne große Widerstände der Öffentlichkeit über die Bühne gehen kann, haben EU/EZB/IWF und Berlin die ursprüngliche Bankenkrise mit Hilfe der Medien und vieler Top-Ökonomen schon 2009 einfach in eine Staatsschuldenkrise umgedeutet. Die Folgen sind hinlänglich bekannt und zu bestaunen. 

Der Eindruck einer Staatsschuldenkrise wird heute verstärkt durch die Forderungen nach mehr Integration in Europa, nach Fiskalpakt, Schuldenbremse, Bankenunion, Finanztransaktionssteuer. Alles Nonsens, so lange nicht die versprochene tiefgreifende Reform der Finanzindustrie und ihrer (Spekulations-)Märkte stattgefunden hat. Nichts von diesen Versprechen haben die Regierungen der G20-Staaten bis heute in Angriff genommen oder gar schon umgesetzt. Vielmehr geht der "Krug zum Brunnen bis er bricht", d. h. das weltweite Casino der Finanzindustrie bleibt geöffnet und wird von den Notenbanken auf Kosten der Steuerzahler mit fast grenzenloser Liquidität versorgt, bis die ultimative (Derivate-)Blase platzt. Dieses Ereignis hat die Wirkung eines Meteoriteneinschlags auf der Erde, der nahezu alles finanzielle Leben vernichtet. Wer darauf nicht vorbereitet ist, der steht wirklich vor dem Nichts. Es besteht in dieser Zeit außerdem die Gefahr, dass große Teile der staatlichen Ordnung verschwinden. Mit sehr unangenehmen Folgen für den Einzelnen. 

Die deutsche Kanzlerin dürfte sich dieser Dinge bewusst sein. Sie nimmt Einfluss auf den zeitlichen Ablauf, die Durchsetzung der "marktkonformen Demokratie" und die wirtschaftliche und politische Vormachtstellung Deutschlands in Europa. Mehr kann sie nicht tun. Bis zur Bundestagswahl im September wird nichts passieren, was ihren Wahlerfolg in Frage stellt. Weder in Europa noch in Deutschland. Auf die Ereignisse in der restlichen Welt hat sie, sicherlich zu ihrem großen Bedauern, wenig bis keinen Einfluss. Die Krisenstaaten in Europa werden weiter einem deutschstämmigen Spardiktat unterworfen, die Menschen in die Schuldenknechtschaft überführt. Außerdem werden noch Vorbereitungen getroffen, einige Testballons gestartet und Nebelkerzen geworfen.  Wie beispielsweise diese: "EU-Musterschüler sollen Währungsraum stabil halten". Ein Vorschlag der CSU, hocherfreut aufgegriffen vom "Handelsblatt" und der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Auszug aus dem Beitrag: "Konkret plädiert der Sprecher des CSU-Wirtschaftsflügels für eine stärkere Zusammenarbeit der Triple-A-Staaten in der Euro-Zone und der EU. 'Beim Zypern-Hilfspaket hat es sich bewährt, dass Triple-A-Staaten wie Deutschland, Niederlande und Finnland gemeinsam auf einen strikten Stabilitätskurs gedrängt haben', sagte Michelbach Handelsblatt Online. 'Dieses Beispiel sollte Schule machen und Anlass für eine vertiefte Kooperation zwischen den bestbewerteten Staaten der Gemeinschaft sein. Das könnte dazu beitragen, das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung bei Bürgern und Investoren zu stärken'." Mehr dazu hier. Eine Schnapsidee. Ausnahmslos alle europäischen Triple-A-Staaten werden demnächst herabgestuft, alles nur eine Frage der Zeit und der Ereignisse. Die Niederlande sind bereits in einer ausgewachsenen Rezession, haben eine Banken- und Immobilienkrise. Finnland's Nokia-Konzern hat sich wieder ein bisschen berappelt, mehr nicht. Ansonsten ist das Land auf Gedeih und Verderb von der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa abhängig. Deren Entwicklung sollte hinlänglich bekannt sein.      

Richtig gefährlich für die Ersparnisse im Kern Europas wird es relativ zeitig nach der Bundestagswahl. Dann beginnen die Schweinereien der Enteignung. Einzelheiten dazu werden wir in unserem neuen Update zum Thema (hier) bis voraussichtlich Ende des Monats vorstellen. 

Seit Monaten schon schreiben wir uns die Finger wund und reden uns den Mund fusselig. Bieten fast selbstlos unsere Hilfe an. Appelieren an alles Mögliche, um endlich zu sensibilisieren. Eingedenk der jüngsten Ereignisse und der Schlüsse, die daraus gezogen werden müssen, fordern wir unsere LeserInnen ausdrücklich auf zu handeln. Bewegen Sie sich und schaffen Sie Ihre Ersparnisse, bzw. Ihr Vermögen raus aus Europa. In eine Region, die den zu erwartenden Erschütterungen standhält und wo die Achtung des Eigentums Verfassungsrang genießt. Tun sie etwas. Lassen Sie unbedingt die Finger von jeder Steueroase! Suchen Sie sich kundige Hilfe. Wenn Ihnen dazu nur Ihre Bank, Ihr Versicherungsvertreter oder Strukturvertriebler einfällt, dann machen Sie es besser alleine. Andernfalls können Sie die Ersparnisse gleich lassen wo sie sind. Banken, Versicherungen und ihre Interessenvertreter sind in dieser Situation keine Hilfe. Fällt Ihnen gar nichts und niemand ein, dann raten wir Ihnen zu einer allerletzten Möglichkeit: kommen Sie zu uns. Dieser kleine finanzielle Aufwand lohnt sich für Sie, das können wir Ihnen bereits jetzt versichern. Natürlich kochen wir auch nur mit Wasser, aber wir achten auf die Qualität. 


So, jetzt noch einige Beiträge vom Tage, die wir für wichtig genug halten, dass wir sie unseren LeserInnen vorstellen möchten. Wie immer kurz kommentiert.

      
"Hätten wir den Euro nicht, wäre die Lage viel schlimmer gewesen"
(format.at) Der Euro ist keineswegs die Ursache der Turbulenzen in Europa. Vielmehr hat die Gemeinschaftswährung die Region möglicherweise vor Währungskriegen bewahrt, die langfristig das Wachstum abgewürgt hätten. Diese Meinung vertritt der dänische Zentralbankgouverneur Lars Rohde. "Hätten wir den Euro nicht, wäre die Lage viel schlimmer gewesen”, sagte Rohde in einem Interview am 5. April. “Einige Länder hätten sich in konkurrierende Abwertungen geflüchtet, und das ist keine schöne Vorstellung." Rohde bekräftigte das Bekenntnis der dänischen Zentralbank zur Währungsunion, auch wenn ein dänisches Euroreferendum in seinem Land derzeit nicht praktikabel sei. Mehr...

Kommentar: Grundsätzlich halten wir diese Aussage für richtig. Nicht jedoch die Gründe, die Rohde als Krisenursache anführt. Davon abgesehen: Dänemark bleibt nichts anderes übrig, als das hohe Lied des Euro zu singen. Das Land ist dringend auf Hilfe aus der Eurozone angewiesen. Alleine kann die heimische Notenbank die Bankenkrise auf keinen Fall bewältigen. Die grossen dänischen Banken haben jeweils einen kräftigen Schluck aus der EZB-LTRO-Pulle genommen.


Insolvenz-Recht: Krise beschleunigt Firmen-Sterben in Europa
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die Pleitewellen infolge der Schuldenkrise haben eines verdeutlicht: Das Insolvenz-Recht in Europa wirkt in einer tiefgreifenden Rezession verheerend. Ein Neuanfang ist für die Unternehmen und die Unternehmer meist kaum mehr möglich. Daher wird so lange verschleppt, bis es zu spät ist. Mehr...

Kommentar: Am Beispiel Italien zeigt der Beitrag die Folgen. Europas Krisenverschlimmerer nennen das offiziell Strukturreformen. Die folgende Grafik stammt aus dem Artikel: 





Ökonom: "Kein Grund für eine US-Pleite"
(derstandard.at) Die USA könnten ihre Budgetkrise jederzeit lösen, argumentiert der Ökonom Franklin Allen. Der politische Wille für eine Lösung fehle. Mehr...

Kommentar: Auch in den USA sind die Banken das ultimative Risiko. Allen schöngefärbten Bilanzen und Meldungen zum Trotz. Die fünf größten US-Banken vereinigen über 90% des einheimischen Derivatehandels auf sich. Für dieses Problem hat auch Allen keine Lösung. Eine Pleite durch die Hintertür?


Das steckt hinter Athens Reparationsforderungen an Deutschland
(focus.de) Griechenland will angeblich Reparationen für den Zweiten Weltkrieg von Deutschland fordern. Das klingt nach plumpen anti-deutschen Ressentiments. Doch Athen muss nicht zuletzt die eigene Weltkriegs-Vergangenheit aufarbeiten. Mehr...

Kommentar: Gedacht als Ergänzung des Beitrages im vorletzten Nachrichten-Ticker (hier). Mit noch mehr Informationen.  


Everything You Know About Money Is Wrong
(washingtonsblog.com) We Can’t Fix What We Don’t Understand. Read more...

Kommentar: Zum Schluss noch kräftiges Gehirnfutter. Ein wenig Geldtheorie. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.