Dienstag, 16. April 2013

Standpunkt 605 - Nachrichten-Ticker, 14.04.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...


Tagesthemen: EU-Plan Bankenrettung – Europa-Krise – Dänemark leidet
 

Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon eine Weile her, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Der Beitrag ist von uns wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert worden. Die Enteignung in Zypern zeigt, warum das Thema nach wie vor größtes Interesse verdient. Wir haben mit den Arbeiten für das neue Update begonnen und hoffen weiter auf Anregungen, Ergänzungen, (Insider-) Informationen oder auch nützliche Kritik. Wir freuen uns über jede gut gemeinte Unterstützung!


Hinweis: In unserem "Standpunkt 600 - Nachrichten-Ticker" haben wir uns unter der Überschrift "Auf ein Wort!" ausführlich mit den Gefahren des neuen europäischen Rettungsmodells à la Zypern für jeden von uns beschäftigt. Der Beitrag ist nach wie vor brandaktuell. Es besteht Handlungsbedarf! Wer ihn noch nicht gelesen hat, empfehlen wir dringend es hier nachzuholen


Bankenpleiten: Reichen Sparern geht es nun europaweit an den Kragen
(format.at) Die EU will die Steuerzahler bei künftigen Bankpleiten besser schützen und stattdessen wohlhabende Sparer zur Kasse bitten. Nach Vereinbarungen der EU-Finanzminister am Wochenende in Dublin sollen am Ende einer Haftungskette, wie in Zypern, auch Einleger mit mehr als 100.000 Euro auf dem Konto für ihre Bank einstehen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Die Zeit des Versteckspielens ist offenbar vorbei. Die guten Erfahrungen mit Zypern, wo die Enteignung nur im Land selbst zu großer Entrüstung geführt hat, der Rest Europas aber ruhig geblieben ist, haben den Krisenmanager Europas Mut gemacht. Mittlerweile reden sie in aller Offenheit über ihr neues Rettungsmodell "Zypern". Wir haben gestern bereits die Einzelheiten der zukünftigen Maßnahmen erläutert. Bitte hier nachlesen. Gut möglich, dass wir Unrecht haben und es kommt noch schlimmer, wie von uns beschrieben. Was uns immer mehr erstaunt: Die Deutschen glauben fest daran, dass ihnen dieses Schicksal erspart bleibt. Begreifen einfach nicht, dass am Ende der Kette von Pleitebanken die 29 systemrelevanten Banken stehen, zu denen zwei deutsche Banken gehören. Eine davon, die Deutsche Bank, gehört sogar zu der Hand voll Banken, die die größten Wetten laufen haben, ergo auch die größten Risiken auf sich vereinigen. In diese höchst riskanten Geschäfte hat die Bank der Schweizer Cowboy Josef "Joe" Ackermann geschickt. Verantworten muss er sich dafür (noch) nicht. Hoffentlich wird sich das noch ändern. Für die Deutsche Bank müssen die deutschen Steuerzahler als "Lender of Last Resort" aufkommen. Genauso für die staatseigene Commerzbank. Interessant auch die Frage nach den Landesbanken, für die eigentlich das jeweilige Bundesland und die dortigen Sparkassen garantieren müssen. Oder den Sparkassen selbst, die lt. Verbandspräsident Georg Fahrenschon jede Einlage, unabhängig von der Höhe, garantieren (hier). Die "WELT" schreibt unmissverständlich "Sparerhaftung bei Banken soll zum Normalfall werden". Mehr dazu hier. Schon wird der Plan auch von "führenden Ökonomen", u. a. Peter Bofinger, unterstützt. Sie fordern "Reiche Sparer sollen sich stärker an der Euro-Rettung beteiligen". Der "FOCUS" schreibt dazu: "Die Euro-Krise trifft Millionen Menschen in Europa. Führende Ökonomen fordern jetzt, dass die Krisenstaaten selbst einen höheren Beitrag zur Sanierung ihrer maroden Staatsfinanzen leisten müssen. Schließlich haben die Sparer in diesen Ländern durchschnittlich ein höheres Vermögen als in Deutschland." Mehr dazu hier. Jetzt ist auch Bofinger von allen guten Geistern verlassen. Zur Begründung die EZB-Studie heranzuziehen, ist - gelinde gesagt - eine Frechheit. Wir haben uns schon vor einigen Tagen mit der Studie beschäftigt, bitte hier nachlesen. Dieser Beitrag des "FOCUS" zeigt, wie bereits viele andere vorher, wie wenig es dabei noch um "Fakten, Fakten, Fakten" geht. In die grundsätzlich gleiche Richtung geht der Beitrag "Die Zeche zahlen die deutschen Sparer" in der "WELT", einem Interview mit dem Deutsche Bank-Chefvolkswirt David Folkerts-Landau. Die Schuldzuweisung und die Verantwortung für die Bankenrettung adressiert auch Folkerts-Landau an die Krisenländer Südeuropas. Mehr dazu hier. Es wird klar, die EZB-Studie erfüllt ihren Zweck. 


Europa in der Krise: Der deutsche Irrweg
(tagesspiegel.de) Angela Merkel und Wolfgang Schäuble betreiben einen Wirtschaftsnationalismus wie zu Vorkriegszeiten. Damals endete das in der Großen Depression. Mehr...

Kommentar: Auf diesen Beitrag haben auch schon andere hingewiesen. Er verdient unbedingte Aufmerksamkeit und deshalb empfehlen wir ihn auch ausdrücklich unseren LeserInnen. Der Autor, Harald Schumann, liefert eine fundierte Analyse und gibt dabei durchgängig der Wahrheit die Ehre. Leider macht auch Schumann einen großen Bogen um das ursächliche Problem der Bankenkrise und ihrer Folgen. Zum Schluss versucht er sich in Zweckoptimismus. Auch für ihn gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.   


Dänische Schuldenparty: Billige Kredite laufen aus
(diepresse.com) Verlockend günstige Darlehen machten die Dänen zum am stärksten verschuldeten EU-Volk. Nun müssen die ersten Kredite abbezahlt werden. Experten warnen vor einer Pleitewelle. Mehr...

Kommentar: Dänemark rückt in den Fokus. Nicht ohne Grund, wie in dem Beitrag nachzulesen ist. Das dänische Modell erinnert sehr stark an die Hypothekenkrise in den USA. Mit dem Unterschied, dass es die Dänen sogar noch mehr übertrieben haben. Die Sache wiegt schwer. Schon längst stecken die dänischen Banken in Schwierigkeiten. Das Land gehört nicht zur Eurozone, trotzdem muss es im wesentlichen von ihr gerettet werden. Dänemark alleine ist zu schwach dazu. Schon bei den beiden LTRO-Maßnahmen der EZB haben sich die wichtigsten dänischen Banken mit Milliardenbeträgen bedient. Außerdem ist die dänische Notenbank bereits mit ähnlichen Beträgen beigesprungen. Bis heute dient Dänemark dem Euro-Kritiker Hans-Olaf Henkel als starker Partner Deutschlands in einem Nord-Euro, zuletzt am 08.04., hier. Das schürt erhebliche Zweifel an seinem Sachverstand.






"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.