Mittwoch, 17. April 2013

Standpunkt 606 - Nachrichten-Ticker, 15.04.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...


Tagesthemen: Armenhaus Deutschland – Portugal – Gold – EU versus deutsche Sparer – EU-Bankenunion – EZB – Staatsquote – US-Banken krisenfrei? – USA versus Schweiz – US-Foodstamps – US-Häusermarkt


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon eine Weile her, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Der Beitrag ist von uns wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert worden. Die Enteignung in Zypern zeigt, warum das Thema nach wie vor größtes Interesse verdient. Wir haben mit den Arbeiten für das neue Update begonnen und hoffen weiter auf Anregungen, Ergänzungen, (Insider-) Informationen oder auch nützliche Kritik. Wir freuen uns über jede gut gemeinte Unterstützung!


Hinweis: In unserem "Standpunkt 600 - Nachrichten-Ticker" haben wir uns unter der Überschrift "Auf ein Wort!" ausführlich mit den Gefahren des neuen europäischen Rettungsmodells à la Zypern für jeden von uns beschäftigt. Der Beitrag ist nach wie vor brandaktuell. Es besteht Handlungsbedarf! Wer ihn noch nicht gelesen hat, empfehlen wir dringend es hier nachzuholen


Nun ist es offiziell: Deutschland verarmt!
(goldseiten.de) Geht man nach dem Medianvermögen (dem Vermögen, unter dem 50% der Bevölkerung liegen), ist Deutschland mit 51.000 € je Haushalt das ärmste Land im Euroraum. Das geht aus einer aktuellen Statistik der Europäischen Zentralbank hervor. Zweitletzter ist die Slowakei mit 61.000 € je Haushalt. Griechenland hat mit 102.000 € ein exakt doppelt so hohes Vermögen wie Deutschland. Und Luxemburg liegt mit 398.000 € beim Sechsfachen. Nimmt man das Durchschnittsvermögen der Haushalte, steht Deutschland mit 195.000 € besser da als sechs andere Länder. Aber auch hier liegen zum Beispiel Frankreich mit 233.000 € und Italien mit 275.000 € darüber. Spanische Haushalte haben sogar ein Durchschnittsvermögen von 291.000 €. Wo bleiben da die Argumente "linker“ Ökonomen, dass Deutschland zu wenig konsumiere und sich auf Kosten der Südländer bereichere? Und die Argumente fast ALLER Ökonomen, dass Deutschland vom Euro profitiere? Was ich in meiner Streitschrift STOPPT DAS EURO-DESASTER 2011 geschrieben habe, finde ich durch diese Zahlen in jeder Hinsicht bestätigt. Der Euro hat uns unter dem Strich sehr geschadet. Von Prof. Dr. Max Otte. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Kein Wort über die Mängel der Erhebung, die selbst von der EZB in ihrer Studie eingeräumt werden. Was Prof. O. in seinem Beitrag abliefert ist unterstes "BILD"-ungsniveau. Er rechnet ganz offen mit der Dummheit der Leute, die diesen Mist lesen und ungeprüft für bare Münze nehmen. Das stimmt 100%ig, wie Jens Berger kürzlich seinen Beitrag überschrieben hat: "Arme Deutsche? Wie eine Statistik zur Meinungsmache verbogen wird". Wir haben uns damit, und einer Reihe anderer Artikel, hier beschäftigt. Dazu ein Zitat aus unserem Fundus: "Der Akademikergeist neigt immer dazu, an einmal aufgenommenen Meinungen festzuhalten und sich dabei als Hüter der Wahrheit vorzukommen" (Claude Henri Saint-Simon, Graf de Rouvroy, 1760 - 1825). Robert von Heusinger gibt mit seinem Beitrag bei der "Frankfurter Rundschau" - unwissentlich - eine passende Antwort auf Prof. O. Er nennt es "Deutsche Denkfehler" und schreibt einleitend: "Statt die Unterschiede in den einzelnen Ländern zu bestaunen, neugierig zu werden und Fragen zu stellen, verliert sich das Land in eine nationalistische Neiddebatte. Wie armselig ist das denn?" Mehr dazu hier. Heusinger verweist, leider ungenau verlinkt, auf mehrere Beiträge, die sich mit dieser Studie - und ihrem Ableger von der Bundesbank - seriös beschäftigen. Die Links stellen wir unseren LeserInnen zur Verfügung: "Sind wir Deutschen jetzt arm? Oder nicht?" ist ein sehr guter, faktenreicher Beitrag (hier). "Wir armen Deutschen" von Mark Schieritz bei der "ZEIT"(hier), außerdem von ihm "Arme Deutsche retten reiche Spanier" (hier) und "Wie arm sind wir eigentlich?" (hier). Die "Frankfurter Rundschau" war schon mit der im März erschienenen Bundesbank-Studie vorsichtig umgegangen. "Spanier reicher als Deutsche?" war zu lesen: "Die Untersuchung der Bundesbank zeigt, wie schwer internationale Vergleiche von Vermögen sind. Demnach haben die Spanier, Italiener und Franzosen mehr Vermögen als die Deutschen. Wie aussagekräftig ist eine solche unbereinigte Gegenüberstellung nationaler Statistiken?" Mehr dazu hier. Der Beitrag beschreibt leicht verständlich die Schwächen dieser Erhebung. Der "FOCUS", längst zum faktenarmen, ultra-nationalen Vaterlandsverteidiger verkommen, bleibt natürlich dabei: "Krisenstaaten offenbar reicher als gedacht - Achtung, Deutschland: So reich sind die Südeuropäer wirklich" und klärt auf: "Deutschland bürgt bei der Euro-Rettung für viele Milliarden. Dabei sind die Krisenstaaten offenbar deutlich wohlhabender als gedacht. FOCUS Online zeigt, wo in Europa wie viel Geld zu Hause ist – und was das bedeutet." Mehr dazu hier. Unglaublich, selbst wenn der "FOCUS" eine Studie der Credit Suisse zur Hilfe nimmt. Heiner Flassbeck und Friedericke Spiecker versuchen es unter dem Titel "Die vermögenden Armen oder warum sich Immanuel Kant im Grabe umdreht" mit Aufklärung der Zusammenhänge. Ein Auszug: "Es ist schon fast komisch, in Deutschland werden immer die falschen Themen hochgespielt, während man die richtigen weitgehend ignoriert. Das kann man u. a. wunderbar verfolgen anhand der Debatte um eine Studie zum Thema Vermögensverteilung in Europa, die erstaunlicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) bzw. die zu ihr gehörenden Notenbanken durchgeführt haben. Diese Studie hat in den deutschen Medien hohe Wellen geschlagen nach dem Motto: Die Länder im Süden Europas sind ja eigentlich reich, warum müssen wir als relativ armes Land denen auch noch helfen? Die FAZ bemüht gar verschwörungstheoretische Überlegungen, die EZB habe die Daten “zurückgehalten”, bis die Rettung Zyperns beschlossen war. Der SPIEGEL macht das obendrein zur Titelgeschichte in dieser Woche. Nun ist diese EZB-Studie für sich genommen schon sehr problematisch und wenig aussagekräftig. Jens Berger hat dazu vor einigen Tagen einen lesenswerten kritischen Kommentar in den Nachdenkseiten publiziert und Stefan Dudey hat die entsprechende Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank bereits vor zwei Wochen an dieser Stelle kritisch kommentiert. Was wieder einmal überhaupt nicht verstanden wird, ist der Zusammenhang zwischen Strömen und Beständen. Man arbeitet sich immer ungeheuer gern an den Beständen ab, also am Bestand des Vermögens, der Schulden oder der Geldersparnisse. Diese sind für die Bewältigung der Krise, wie wir schon oft gezeigt haben, weitgehend uninteressant. Wichtig ist es, die Ströme in Ordnung zu bringen, also das Einkommen (Wachstum), die Nachfrage und die Investitionen. Das heißt, selbst wenn es so wäre, dass die Länder im Süden Europas oder die privaten Haushalte dort im Schnitt reicher im Sinne des absoluten Vermögens wären als diejenigen in Deutschland, dass ihnen das bei der Bewältigung der Krise nichts nützte." Mehr dazu hier. Vergeudet Prof. Dr. Max Otte möglicherweise sein Intellekt?


Portugal: 42 Demonstrationen in einer Woche
(heise/telepolis.de) Wut über neue Sparpläne, die den alten, die das Verfassungsgericht gekippt hatte, ähneln. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Das Land kommt nicht mehr zur Ruhe. Aus verständlichen Gründen. Die Regierung trickst sich zu den alten Sparplänen durch. Trotzdem die Portugiesen schon sparen bis aufs Blut, wird ein neues Hilfspaket nötig, höher wie das erste über 78 Milliarden Euro. Das Land kann davon keinen Cent zurückzahlen, ist das Allen klar? Logisch, dass die Troika weitere Sparmaßnahmen bei der portugiesischen Regierung in Auftrag geben wird. Zusätzlich kommt das "Zypern-Modell" zur Anwendung. Die "Frankfurter Rundschau" bringt es auf den Punkt: "Zypern ist überall" und fasst zusammen: "Die Einlagengarantie von 100.000 Euro gilt auf Sparguthaben in der EU weiterhin. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer mehr auf dem Konto hat, könnte haften – wie in Zypern." Mehr dazu hier. Die Portugiesen werden vor Begeisterung auf die Straße gehen...


"Operation Goldpreis" läuft seit einigen Wochen
(format.at) Die westlichen Notenbanken – und allen voran die Fed – haben den Goldpreis in einer konzertierten Aktion erfolgreich unter wichtige charttechnische Unterstützungslinien gedrückt und wollen so Kleinanleger aus dieser Anlageklasse herausdrängen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Wer auf uns hört, der bleibt gelassen. Alle anderen haben in diesen unübersichtlichen Zeiten Fracksausen. Jetzt wird wieder händeringend nach einer Erklärung gesucht, die den Kurseinbruch einigermaßen erklären soll. Dabei ist die Sache doch einfach: Wer glaubt, sich mit Gold gegen die Verschlimmerung der Krise schützen zu müssen, der kauft sich ein kleines Säckchen Goldmünzen zu fallenden Kursen. Alle anderen halten die Füsse still und warten mit dem Gold unter der Matratze auf die finale Krise. Dieser Beitrag könnte die Nerven ein bisschen beruhigen: "Endphase (der Bereinigung) einer Goldpreisblase" titelt "Finanz und Wirtschaft" aus der Schweiz: "Verliert Gold als Anlage seinen Reiz? Christoph Buchmann, Goldexperte und Partner der Vermögensberatung Dendro Partners, sagt im Interview mit 'Finanz und Wirtschaft' klar: Nein." Mehr dazu hier. Wer dringende Gründe für den Einbruch braucht, der wird vielleicht bei "zerohedge.com" fündig: "Which Country's Gold Will Be Sold Next?" heißt es dort, und weiter: "The first time the Status Quo/Troika tried to force a (not so) stealthy gold confiscation on an insolvent European country was back in early 2012, when as part of the most recent Greek bailout MOU, it was disclosed that "Greece’s lenders will have the right to seize the gold reserves in the Bank of Greece under the terms of the new deal." However, the public outcry was so loud that the Troika had no choice but to shelve its plans and proceed with a full scale bondholder restructuring instead. Fast forward to last week, when Europe's appetite for physical gold came back with a bang, this time as part of the Cyprus 'Debt Sustainability Analysis', and subsequent comments from Mario Draghi, demanding that tiny Cyprus, whose opposition, already weakened by the confiscation of uninsured deposits would be far less vocal than Greece's, sell off €400MM, or virtually all of its sovereign gold, over 10 of its 13.9 total tons, to cover the excess costs of its ever ballooning sovereign bailout. So who's next? It remains to be seen, although we are certain there will be a very clear correlation between the next country to see its gold "purchased" by the status quo, likely some time in the next 1-3 months, and the amount of total non-performing loans on said country's bank balance sheets. The usual suspects are presented below." Read here. Die folgende Übersicht stammt aus dem Beitrag: 



EU fordert dringend Zugriff auf deutsche Sparkonten
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die EU macht Druck auf Deutschland: Es müsse schnellstens eine europäische Einlagen-Sicherung ins Leben gerufen werden, um den Sparern im Falle eines Banken-Crashs wenigstens die 100.000 Euro zu sichern. Wolfgang Schäuble lehnt das ab – noch. Mehr...

Kommentar: Es ist schon infam. Hinter den Geschäftsmodellen in den Krisenstaaten standen jahrelang deutsche, französische und britische Banken, unterstützt von den beiden Schweizer Großbanken und - natürlich - der Wall Street. Besonders die deutschen Banken haben, angeführt vom Primus Deutsche Bank, schubkarrenweise das Geld in die betroffenen Länder gebracht, um es dort maximal-gewinnbringend arbeiten zu lassen. Schliesslich wollten alle Ackermanns 25%-Vorgabe erreichen. Den Banken vor Ort fiel nur die Rolle des Helferleins zu, die big deals haben andere gemacht: deutsche, französische, britische, schweizerische Banken und die Spekulanten der Wall Street (= die Reihenfolge der Nutznießer, Anm. d. Verf.). Jetzt werden in diesen Ländern, auf Geheiß Deutschlands, die Konten der Sparer und Anleger geräumt, damit zuerst die Helferlein-Banken für die Verluste der big player in diesen Märkten aufkommen. Die Banken in den Krisenstaaten wurden schlicht von Deutsche Bank und Co. in die 25%-Rendite-Falle gelockt. Heute werden sie dafür mißbraucht, deren Pleite so lange wie möglich hinauszuzögern. Natürlich lässt sich das deutsche "BILD"-ungsbürgertum gerne ein X für ein U vormachen und verbreitet selbst gerne die Kunde vom Zugriff der Südeuropäer oder gleich der ganzen EU auf die deutschen Sparkonten (das ist infam). Damit das ganz klar ist: Erst werden die Konten der Sparer in den Krisenländern geplündert, anfangs wahrscheinlich sogar unter Beachtung der 100.000 Euro Freibetrag/Einlagensicherung. Das Geld geht an die EZB, an die "too big to rescue"-Banken aus D/F/GB/CH und die Spekulanten an der Wall Street. Deutsche Sparer können bis dahin immer noch ganz entspannt bleiben. Bevor sie an der Reihe sind, trifft es erst noch die Sparer der anderen Euro-Staaten, Österreich inklusive. Dann, erst dann, sind auch die heimischen Sparguthaben dran. Nicht um ausländische Banken zu retten, sondern nur noch die deutschen und, natürlich, ihre Partner aus Übersee, mit den Spekulanten im Schlepptau. Die Konten der deutschen Sparer werden nicht ausreichen, ihre Banken zu retten. Deshalb gibt es weitere Zwangsabgaben. Auf Immobilien, Mieteinnahmen, usw. Die Leistungen aus den Lebensversicherungen werden kassiert (§ 89 VAG) uam. Reicht das auch noch nicht, wovon wir überzeugt sind, geht es nach der berühmten Salamitaktik weiter. Bis nichts mehr da ist von den Ersparnissen, bzw. Vermögen. Die wirklichen Kriminellen und Bösewichte, ergo die Verantwortlichen für diesen Schlamassel, sitzen im eigenen Land, direkt vor unserer Haustür, in Frankfurt und Berlin, beispielsweise. Diese Tatsache ist schmerzhaft und schwer zu akzeptieren. Sie verschwindet aber nicht durch Leugnen. Viele hoffen auf eine schnelle Währungsreform oder wenigstens auf die "Alternative für Deutschland", die sich am Wochenende große Ziele auf ihre Fahne geschrieben hat und zur Bundestagswahl antreten will. Vielleicht kommt eine Währungsreform, vielleicht sorgt die neue Ökonomen-Partei für den Zerfall der Eurozone. In beiden Fällen zahlen die Sparer die Zeche: Bei der Währungsreform vorher, beim Zerfall des Euro nachher. Banken und Staat fordern ihren Tribut. Darüber reden will keiner. Bis nach der Bundestagswahl. 


Eurokrise: Darf die EU Banken schließen?
(diepresse.com) Die Europäische Union ist für eine zentrale Behörde, um marode Banken vom Markt zu nehmen. Das lehnt Deutschland allerdings ab. Auch über eine gemeinsame Einlagensicherung wird gestritten. Mehr...

Kommentar: Natürlich ist Schäuble dagegen. Damit würde Deutschland das wichtigste Druckmittel gegenüber seinen Nachbarn verlieren, den Einfluss auf die Banken. Plötzlich erscheinen deutsche Banken genauso gefährdet wie italienische, spanische, französische, niederländische, dänische, usw. Das gilt es zu verhindern. Die Rettung der heimischen Banken hebt sich die Bundesregierung bis zum Schluss auf. Die Amerikaner als Vorbild? Wäre es nur so. Dort hat bis heute durch die Schliessung einer Bank keiner der Sparer, unabhängig von der Höhe, seine Einlage verloren! Das "Modell Zypern" gibt es in den USA nicht.  "Kein anderes europäisches Land verfügt über einen so aufgeblasenen Bankensektor wie Luxemburg", schreibt der Autor des Beitrags und sieht darin eine große Gefahr, weil "das Geschäftsvolumen aller Finanzinstitute fast das 22-Fache des luxemburgischen Bruttoinlandsprodukts  erreicht". Na und? Außer der Spuerkess (Sparkasse) sind alle Banken im Eigentum ausländischer Herren. Einen 25%-Anteil hält der Staat noch an der Luxemburger Tochter der BNP Paribas, früher Banque Générale. Die Spuerkess gilt als grundsolide. Sorgen machen müssen sich vor allen Dingen die Nachbarn Frankreich, Holland, Belgien, die in Luxemburg stark engagiert sind, zu Hause aber bereits große Probleme im Bankensektor vor sich her schieben. 


Draghi will Ausputzer-Job nicht mehr machen
(wirtschaftsblatt.at) Die EZB greift derzeit stark in die Märkte ein - und steckt dafür Kritik ein. Jetzt kritisiert der Chef selbst, dass sie zu sehr eingreifen müssten - um die Versäumnisse der Politik auszubessern. Mehr...

Kommentar: Ein weiteres Mosaiksteinchen auf dem Weg in das EU-Enteignungsmodell. Die EZB will sich zurückziehen, dafür müssen andere ran. Die Sparer. 


Eine kurze Geschichte der Staatsquote
(fuw.ch) Wenn man die Thatcher-Nachrufe in den deutschsprachigen Zeitungen las, bekam man bisweilen das Gefühl, dass der Staat in den 80er Jahren spurlos verschwunden ist. Ein Blick auf die Entwicklung der britischen Staatsquote zeigt hingegen, dass sich kaum etwas verändert hat. Man muss es eher umgekehrt formulieren: Nicht einmal Thatcher hat es geschafft, die Staatsquote zu reduzieren. Seit den frühen 70er Jahren hält sich die Quote hartnäckig bei rund 50 Prozent. Die Schwankungen sind rein konjunkturell bedingt. Mehr...

Kommentar: Noch ein Nachruf auf Margret Thatcher. Der vieles Lügen straft, was so über die Eiserne Lady in Umlauf gesetzt wurde. Gleichzeitig aber auch zeigt, wie wenig die Sparmaßnahmen nützen, die von der aktuellen britischen Regierung ausprobiert werden. Die Staatsquote liegt momentan bei 90% des BIP und zeigt keine Tendenz zu fallen. 


Amerikas Banken haken die Krise ab
(faz.net) Beinahe 4 Milliarden Dollar verdiente die Citigroup im ersten Quartal. Und zwar auch dank echtem Neugeschäft. Mehr...

Kommentar: Wer schreibt eigentlich solche Artikel? Die Banken-Lobbyisten? Diese Vermutung liegt nahe, wenn man liest, was in diesem Beitrag behauptet wird. Es geht um Bilanzgewinne. Die sind niemals real. Sondern spätestens seit der Lehman-Pleite 2008 allesamt gefakt. Der Wirtschaftsteil der "F.A.Z." ist offensichtlich nur noch ein schmaler Schatten früherer Tage. 

Die Wirklichkeit steckt da schon eher in dieser Meldung: "Undankbare US-Bankenwelt: Jobs weg trotz Rekordgewinnen" heißt es bei Österreichs "FORMAT" vielsagend. Selbst wenn auch dieser Beitrag behauptet, die Finanzkonzerne schreiben "astronomische Gewinne". Mehr dazu hier. Der Wegfall von 58.000 Jobs bei den drei großen US-Banken JPMorgan, Bank of America (BoA) und Citigroup. Nachdem innerhalb von fünf Jahren bereits 320.000 Jobs im Finanzsektor weggefallen sind. Eine erfolgreiche Branche sieht anders aus, die schafft neue Jobs, statt sie großflächig zu vernichten. Das reale Geschäft erodiert, Angeblich Gewinn werfen lediglich die windigen Geschäfte im weltweiten Finanzcasino ab. Die sind aber nur eine Fata Morgana. 


Schweiz: Amerikaner nehmen die Nationalbank unter Beschuss
(tagesanzeiger.ch) Die Fixierung einer Wechselkursuntergrenze des Frankens zum Euro ist lange stillschweigend geduldet worden. Jetzt wird in den USA Kritik laut. Mehr...

Kommentar: Die Beziehungen zwischen den USA und der Schweiz kommen nicht zur Ruhe. Die Amerikaner machen weiter Druck auf den Schweizer Finanzplatz. Neuerdings gilt die Schweiz als "Vorkämpferin in einem internationalen Währungskrieg". Das passt den Amerikanern nicht in den Kram. Also werden die Daumenschrauben angezogen.


US Households On Foodstamps Hit Record High
(zerohedge.com) Record Dow, record S&P, record debt, record plunge in gold, and now: record US households on foodstamps. What's not to like. While today's gold selloff may be confusing to everyone, one can scratch off some 23,087,886 US households, or the number that according to the USDA were on foodstamps in January and just happen to be a fresh all time high, as the likely sellers, especially when one considers that the average monthly benefit to each household dropped to a record low of $274.04. This number probably ignores, for good reason, the once every four years fringe benefits of Obamaphones and other such made in China trinkets. Read...

Kommentar/Ergänzung: Vor zwei Tagen haben wir uns mit der neuen amerikanischen, industriellen Revolution beschäftigt. Mehr dazu hier und hier (Artikel in der "ZEIT"). Heute werfen wir noch einen Blick auf die Realität, die sich in folgender Grafik wiederspiegelt: 




In Wahrheit sind es noch mehr, die Anspruch auf diese Unterstützung hätten. Millionen Amerikaner haben sich bereits aufgegeben. Vor diesem Hintergrund die USA für ihre "neue" Wirtschaftspolitik zu loben, ist menschenverachtend. Da gehört mehr dazu, als einige Unternehmen zurückzuholen. 

Anderswo wird sogar behauptet, es habe nie eine De-Industrialisierung in Amerika gegeben (vgl. erste Grafik). Der Anteil am BIP spricht eine andere Sprache (vgl. zweite Grafik).


 





USA: Why Real Estate Prices Cannot Go Higher
(acting-man.com) I am trying to present some logical arguments in this rant. In reality, we know real estate prices can, and most likely will go higher, because the Federal Reserve and the White House want them to go higher. If  real estate is not behaving the way the powers desire, Bernanke can always buy even more mortgage backed securities and the Treasury controlled agencies can simply start forgiving principals (same as forgetting principles), which may be happening soon. However, policy makers and politicians need to remember that any idiot can fly a plane while it is in the air, but landing may be a little more problematic. Sooner or later, the plane is going to run out of fuel and gravity will take over. Read...

Kommentar: Vielfach wird in den deutschsprachigen Medien seit Wochen schon von steigenden Hauspreisen berichtet und damit die angebliche wirtschaftliche Erholung bewiesen. Dieser Beitrag liefert die Hintergründe, warum es nichts mit Konjunkturaufschwung oder gar Verbrauchervertrauen zu tun hat. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.