Samstag, 4. Mai 2013

Standpunkt 624 - Nachrichten-Ticker, 03.05.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...


Tagesthemen: Deutschland – Ökonomie – Spanien – US-Arbeitsmarkt – Wirtschaftsmacht USA


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist schon eine Weile her, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Der Beitrag ist von uns wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert worden. Die Enteignung in Zypern zeigt, warum das Thema nach wie vor größtes Interesse verdient. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das neue Update kurzfristig unseren LeserInnen zur Verfügung stellen zu können. Ursprünglich wollten wir bis Ende April damit fertig sein. Daraus wird leider nichts. Wir bitten um Verständnis und Geduld, es lohnt sich!


Deutschland ist auf gutem Weg
(fuw.ch) “Vor allem Ältere wollen den ungeliebten Euro möglichst rasch loswerden, selbst wenn dadurch keine bestehenden Probleme wirklich gelöst, dafür aber viele neu geschaffen würden.” Die von der deutschen Opposition vor den Wahlen geforderte Radikalkur ist nicht nötig und kontraproduktiv. Es gibt keinen Grund, von der bisherigen Erfolgsstrategie abzurücken. Ein Kommentar von Thomas Straubhaar. Mehr...

Kommentar: Es ist Wahlkampf und Thomas Straubhaar geht hin. Es wäre für uns keine Überraschung, wenn der Schweizer Ökonom zum Wahlkampfteam der Kanzlerin gehören würde. Jedenfalls müssen wir feststellen, dass der Mann sich wieder zurückzieht auf seine neoliberale Scholle. Das bedauern wir. Schliesslich gehörte Straubhaar 2009 zu den wenigen Ökonomen, die die Ursache der Krise in Europa richtig adressiert hatten und das auch bis vor wenigen Monaten durchgehalten haben. Mittlerweile will er davon nichts mehr wissen. Jedenfalls lohnt es sich diesen Beitrag im Auge zu behalten, bis sich die Thesen des Herrn Straubhaar in der rauhen Luft der Wirklichkeit aufgelöst haben.


Ein ewiges Lied: Die FAZ mit Zahlentricks gegen höhere Steuern
(annatozioni.de) Am vergangenen Wochenende haben die Grünen beschlossen, sich für deutliche Steuererhöhungen einzusetzen; von SPD und Linken liegen ähnliche Beschlüsse vor. Anlass genug für einen Aufschrei des Entsetzens im konservativen und neoliberalen Blätterwald. Nicht immer wird dabei redlich und sauber argumentiert, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) einmal mehr anschaulich und beispielhaft zeigt. – Ein Beitrag über Zahlentricks und Manipulationen. Mehr...

Kommentar: Ein Beitrag zum gleichen Thema, aber mit einem anderen Ansatz. Lesenswert, weil "unterhaltsam". 


Der eigentliche Skandal
(zeit.de) Zwei Wissenschaftler haben Fehler gemacht. Schaden entstand aber nur, weil ihre Studie für politische Zwecke missbraucht wurde. Mehr...

Kommentar: Was Barry Eichengreen in seinem Beitrag als Skandal anprangert ist schon jahrelange, regelmäßige Praxis, nicht die Ausnahme. Wir glauben sogar, dass viele Studien nur zu diesem Zweck überhaupt geschrieben werden. Im Fall der angesprochenen Studie ist leider der Schaden immens, der dadurch entstanden ist, dass die europäischen Krisenmanager damit ihre Austeritätspolitik begründet haben. Obwohl wenig dafür spricht, dass man ohne diese Studie eine andere Krisenpolitik betrieben hätte. Vielmehr wäre einfach eine andere Studie aus dem Hut gezaubert worden. Deshalb war EU-Kommissar Olli Rehn auch nicht fahrlässig. Glaubt Eichengreen wirklich an hehre Absichten der Euro-Retter? 


Spanien spart sich in Rezession fest
(n-tv.de) Seitdem Spaniens Immobilienblase geplatzt ist, kommt die viertgröße Volkswirtschaft der Eurozone nicht mehr auf die Beine. Der Bausektor, der einst für rund ein Fünftel der Wirtschaftskraft des Landes stand, liegt am Boden. Der private Konsum ebenso. Die Regierung schmiedet Sparpläne, aber statt Wirtschaftswachstum klettern nur die Arbeitslosenzahlen. Mehr...

Kommentar: Gerade ist Frankreich der große Krisen-Favorit. Trotzdem sollten die anderen Kandidaten nicht in Vergessenheit geraten. Spanien plagt sich durch die Krise. Besserung ist nicht in Sicht. Die Banken noch nicht ansatzweise gerettet, die Wirtschaft am Boden. Das riecht nach Depression. Währenddessen betreiben Regierung und EU Krisenkosmetik. 


Spaniens unwürdige Kreditnehmer
(zeit.de) Hunderttausende Spanier kauften während des Booms Immobilien auf Pump. Viele waren nie kreditwürdig und verlieren nun ihre Häuser. Die Regierung ignoriert das Problem. Mehr...

Kommentar: Ein bemerkenswerter Beitrag. Er bestätigt unsere Auffassung, dass die Banken ihre Geschäfte in der ganzen Welt immer nach dem gleichen Muster betreiben. In Spanien wurde praktiziert, was zur gleichen Zeit schon in den USA (nicht) funktioniert hat. Und wie in den USA hält sich auch die Regierung Spaniens für nicht zuständig. Obwohl es der Staat versäumt hat, seine Bürger vor diesem Schaden zu schützen. Schlimmer, er hat ihn regelrecht gefördert. Die Politiker der verantwortlichen Parteien wollen davon nichts wissen. Natürlich immer nach dem gleichen Muster.


US-Arbeitsmarkt springt an
(n-tv.de) Lichtblick in den USA: Die offiziellen Daten zur Lage am US-Arbeitsmarkt zeichnen ein überraschend freundliches Bild. Im April entstehen deutlich mehr Arbeitsplätze als erwartet. Die größte Volkswirtschaft der Welt nimmt Fahrt auf. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Freudentaumel in den deutschsprachigen Medien. Die F.A.Z. titelt "165.000 neue Stellen in Amerika" und schreibt:  "Die Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt hat sich im April überraschend deutlich verbessert. Es gibt deutlich mehr neue Stellen als erwartet. Die Arbeitslosenquote fiel auf 7,5 Prozent. Die Börsen feiern." Mehr dazu hier. Unsere Leserinnen sollten statt dessen einen Blick auf die "Alternate Unemployment Charts" von "John Williams' Shadow Government Statistics" (hier). Den aktuellen Chart nehmen wir vorweg: 


 


Differenzierter auch "zerohedge.com". T. D. meldet "April Payrolls +165,000, 7.5% Unemployment Rate, Participation Rate Flat At 1979 Levels". Er hat die dunkle Seite des Jobwunders entdeckt:  "The flipside, as always, is that the labor participation rate remained flat, at 63.3%, once again the lowest since 1979." Read more here. Den Chart dazu haben wir auch: 





USA: Eine Wirtschaftsweltmacht ist zurück
(diepresse.com) Billiges Geld, billige Energie und billige Arbeitskräfte sorgen in den USA für ein Comeback der Industrie. Europa blickt neidisch über den Atlantik. Kopieren kann es das amerikanische Modell aber nicht. Mehr...

Kommentar: Schön wärs. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.