Montag, 13. Mai 2013

Standpunkt 633 - Nachrichten-Ticker, 12.05.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...


Tagesthemen: Infrastruktur-Desaster in Deutschland – Schweiz – Merkel versus Europa – Deutsche Bank versus EZB – Berliner Handelskrieg – US-Food Stamps


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist schon eine Weile her, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Der Beitrag ist von uns wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert worden. Die Enteignung in Zypern zeigt, warum das Thema nach wie vor größtes Interesse verdient. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das neue Update kurzfristig unseren LeserInnen zur Verfügung stellen zu können. Ursprünglich wollten wir bis Ende April damit fertig sein. Daraus wird leider nichts. Wir bitten um Verständnis und Geduld, es lohnt sich!


Das große deutsche Infrastruktur-Desaster
(welt.de) Die Infrastruktur galt als Rückgrat der Volkswirtschaft und Garant für den Wohlstand. Doch Straßen, Schienen- und Wasserwege, Energie- und Telefonnetze verkommen. Experten sehen eine "Zeitbombe". Mehr...

Kommentar: Diese Analyse ist randvoll mit Beispielen einer unsäglichen Entwicklung. Einerseits werden ständig neue Erfolge bei den Steuereinnahmen gemeldet, andererseits bestehen schon 100 Milliarden Investitionsrückstau bei der Öffentlichen Hand. Wir haben bereits darüber berichtet. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis zur Einführung einer umfassenden Pkw-Maut und der Zunahme der Public-private-partnership (PPP), der vertraglichen Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und privater Unternehmen, hauptsächlich aus der Finanzindustrie. Die Vorteile dieser öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) liegen nach den bisherigen Erfahrungen immer auf Seiten der Partner aus der Privatwirtschaft. Daran wird sich auch in Zukunft kaum etwas ändern, so viel ist sicher. Natürlich fallen dann neue Gebühren an, die von den Bürgern neben den üblichen Steuern zusätzlich aufgebracht werden müssen. Wir nennen so etwas eine "sanfte Enteignung". 


Der Schweiz droht ein Hypothekendesaster
(tagesanzeiger.ch) 40 Prozent der neuen Hypotheken gehen an Kunden, die gemäss einer Nationalbank-Studie einen starken Zinsanstieg nicht verkraften. Für UBS-Chef Sergio Ermotti ist das Risiko für einen solchen Zinsschub hoch. Mehr...

Kommentar: Ein aufschlussreicher Beitrag unserer Schweizer Nachbarn der zeigt, wie leichtfertig die Banken ihr Hypothekengeschäft betreiben. Schwer vorstellbar, dass diese Entwicklung nur eine Schweizer Spezialität ist. Deshalb rechnen wir in Deutschland mit einer vergleichbaren Situation. Trotz regelmäßiger Dementis aus allen möglichen Ecken, inklusive Jens Weidmann von der Bundesbank (hier), dem DIW (hier) und anderen Experten (hier). Wer sich mit den Hintergründen der Schweizer Verhältnisse auseinandersetzen möchte, der findet den zitierten Vortrag von Jean-Pierre Danthine, Vizepräsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), "Credit - Is The Sky The Limit?" hier


Merkel-Regierung fordert mehr Reformeifer in Krisenländern
(spiegel.de) Die EU-Kommission will Staaten wie Frankreich und Spanien mehr Spielraum beim Schuldenabbau geben - das Kanzleramt aber drängt auf mehr Sparbemühungen. Ein Dossier, das dem SPIEGEL vorliegt, kritisiert bisherige Reformen als unzureichend und listet Versäumnisse der Südländer auf. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Die Eiserne Lady Kanzlerin in Höchstform. Niemand stoppt diesen Irrsinn. Schlimmer noch, das deutsche "BILD"-ungsbürgertum klatscht ihr dafür noch frenetisch Beifall. Unterstützt wird Angela Merkel von den heimischen Leitmedien. Dieses kritiklose, hurraschreiende mediale Gefolge erinnert uns mittlerweile sehr stark an die dunkelsten Zeiten deutscher Vergangenheit. Ein Beispiel für die Manipulation der öffentlichen Meinung: "G7-Finanzministertreffen: Deutsche Medien halten G7-Konflikt unter der Decke" meldet "wirtschaftundgesellschaft.de" und schreibt einleitend: "Während die englische Finanicial Times über G7 berichtet: “Deep divisions over economic growth strategy remain” (Große Meinungsunterschiede über wirtschaftliche Wachstumsstrategie bleiben), schweigen die deutschen Medien diesen zentralen Konflikt tot." Mehr dazu hier.

Die billige Liquidität ist nicht gesund
(faz.net)  Deutsche Sparer erleiden real Verluste, weil die Zinsen niedriger sind als die Teuerungsrate. Deutsche Bank-Chef Fitschen nennt das „nicht gesund“ und fordert die EZB auf, das zu ändern. Gegen mehr Konsum und weniger Sparen in Deutschland hat er aber nichts. Mehr...

Kommentar: Frechheit siegt. Fitschen, Co-Chef der größten deutschen Pleite-Bank, kritisiert die jüngste Maßnahme der EZB, deren Nutznießer einzig und allein die Finanzindustrie ist. Ein schlauer Schachzug und der zunächst erfolgversprechende Versuch, die eigenen Hände in Unschuld zu waschen. Tatsächlich gehören er, sein Co Jain und ihr Vorgänger, der Cowboy Josef "Joe" Ackermann, endlich auf die Anklagebank. 


Berlin rudert vor Handelskrieg mit China zurück
(wirtschaftsblatt.at) Strafzölle. Kanzleramt sieht Anti-Dumping-Verfahren gegen Chinas Solarbranche skeptisch, im Wirtschaftsministerium heißt es, noch sei nichts beschlossen. Mehr...

Kommentar: Feiges Pack. 


USA: Food Stamps Bezieher mit -213’962 zum Vormonat
(querschuesse.de) Laut den offiziellen Daten des US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) sank die Zahl der Food Stamps Bezieher im Februar 2013 um -213’962 zum Vormonat, auf 47,558101 Millionen. Mit dieser leichten Verbesserung folgen wohl auch die Food Stamps den etwas besseren Arbeitsmarktdaten in den USA, wobei die absolute Zahl der Bezieher weiter die miese Qualität der bisherigen wirtschaftlichen Erholung in den USA dokumentiert. Zu gering blieben bisher die positiven Auswirkungen auf die Zahl derjenigen, die in Armut leben und auf staatliche Lebensmittelhilfen angewiesen sind. Mehr...

Kommentar: Es ist und bleibt eine gigantische Zahl. Schon früher gab es leichte Abschwächungen, zuletzt 2012, anschließend kam es zu einem neuen Allzeithoch. Deshalb bleiben wir zurückhaltend bei der Bewertung der aktuellen Entwicklung. Erst muss sie sich verstetigen. Zwei Charts aus dem Beitrag zur Einstimmung: 








"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.