Freitag, 17. Mai 2013

Standpunkt 636 - Nachrichten-Ticker, 15.05.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...


Tagesthemen: Europa-Krise und die Folgen – Krise versus Deutschland – Eurokrise – Europa und Keynes


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist schon eine Weile her, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Der Beitrag ist von uns wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert worden. Die Enteignung in Zypern zeigt, warum das Thema nach wie vor größtes Interesse verdient. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das neue Update kurzfristig unseren LeserInnen zur Verfügung stellen zu können. Ursprünglich wollten wir bis Ende April damit fertig sein. Daraus wird leider nichts. Wir bitten um Verständnis und Geduld, es lohnt sich!


"Deutsche leben mental auf ihrem eigenen Kontinent"
(sueddeutsche.de) Die Wirtschaftskrise spaltet die Europäer - und entfremdet Deutschland von seinen Nachbarn: Die Mehrheit der Bundesbürger beurteilt die Wirtschaftslage als positiv, in anderen EU-Ländern sind die Optimisten der Pew-Studie zufolge nur eine kleine Minderheit. Für Überraschung sorgt, welche Bevölkerungsgruppe sich nach einer nationalen Währung zurücksehnt. Mehr... 

Kommentar/Ergänzung: Hochmut kommt vor dem Fall. Deutschland deutet sich die Krise schön. Dabei hilft eine bestens funktionierende Propagandamaschine von Bundesregierung und "ihren" Leitmedien. Eine Bestätigung dafür liefert die "WELT". Die titelt "Schuldenkrise isoliert Deutschland in Europa" als Ergebnis der Studie, fördert jedoch außerdem noch erstaunliches zu Tage: "Erschreckendes Ergebnis einer europaweiten Umfrage: Die wachsende Kluft zwischen den EU-Ländern lässt Deutschland zunehmend isoliert wirken. Mit der Arbeit der Kanzlerin sind die Europäer zufrieden." 74% der befragten Europäer sollen es sein die der Kanzlerin attestieren, dass "sie in der Krise gute Arbeit leiste." Mehr dazu hier. Diese Feststellung der "WELT" ist schlicht falsch. Sie verschweigt wohlweislich, dass es sich bei diesem Wert nur um das Umfrageergebnis  aus Deutschland handelt. Andere Europäer wurden über die Leistung der Bundeskanzlerin erst gar nicht befragt. Eine Zusammenfassung der Studie "The New Sick Man of Europe: the European Union" von "Pew Research" gibt es hier. Außerdem weiteres Informationsmaterial. Den vollständigen Report gibt es hier. Leider alles nur in Englisch. Eine kleine Auswahl der Grafiken des Reports haben wir für unsere LeserInnen zusammengestellt: 








Krise nähert sich Deutschland
(stern.de) Die Wirtschaft in den Euroländern verharrt im Abschwung. Vor allem Frankreich und Italien bereiten Sorgen. Und die deutsche Ausnahmerolle nimmt ein Ende. In Europa nisten sich neue Ängste ein. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Langsam aber sicher macht sich Ernüchterung in Deutschland breit. Vielfach noch ignoriert, zeigen sich die ersten unübersehbaren Zeichen am Horizont. Dabei ist es noch nicht lange her und es machte glänzende Aussichten für Deutschland die Runde. Im März meldete "manager magazin online"  aus Anlass einer entsprechenden McKinsey-Studie für Deutschland "Die fetten Jahre sind zurück". Unglaubliches war dort in der Einleitung zu lesen: "Trotz eines nur schwachen Wachstums zum Jahresstart: Die langfristigen Aussichten für Deutschland sind glänzend. Ein McKinsey-Team hat die heimische Ökonomie neu vermessen und kommt zu dem Ergebnis: Die Bundesrepublik steht vor einem zweiten Wirtschaftswunder." Mehr dazu hier. Die aktuellen Nachrichten sind da schon weniger zuversichtlich: "Deutsche Wirtschaft wächst nur um 0,1 Prozent" meldet die "WELT". Nur ein Vergleich mit Frankreich rückt die Sache ins rechte Licht: "Nur ein Miniplus für die deutsche Wirtschaft: Das BIP ist im ersten Quartal um 0,1 Prozent gewachsen. Experten hatten zwar mehr erwartet. Im Vergleich zu Frankreich steht Deutschland aber gut da." Mehr dazu hier. Der "SPIEGEL" glaubt fest daran "Deutschland entgeht knapp der Rezession". Mehr dazu hier. Die Finger in die Wunde legt statt dessen "deutsche-wirtschafts-nachrichten.de" und meldet "Wirtschafts-Prognose schon nach drei Monaten falsch". In dem Beitrag heißt es einleitend: "Noch im Februar verkündete Wirtschaftsminister Rösler gute Chancen, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr wieder wächst. Doch schon drei Monate später zeigt sich: Die deutsche Wirtschaft stagniert." Mehr dazu hier. Es ist vielleicht Ansichtssache, aber 0,1% Mini-Wachstum bedeuten nach unserer Auffassung schon Rezession. Der folgende Chart stammt aus dem Beitrag: 




Eurokrise: Die chronische Phase
(fuw.ch) Die Börsen legen zu und der Franken schwächt sich ab. Doch wer daraus schliesst, die Eurokrise sei vorbei, hat sie nicht verstanden. Mehr...

Kommentar: Ein Beitrag, bestens geeignet für unsere politischen Würdenträger und Krisenmanager. Es besteht die klitzekleine Chance, dass sich ihr Verständnis für die Zusammenhänge verbessert. Unseren LeserInnen können wir ihn nur wärmstens empfehlen, genau richtig für das kommende verlängerte Wochenende. Eine hervorragende Analyse unserer Schweizer Nachbarn, finden wir. 


Europa braucht weniger Sparsamkeit
(welt.de) Neoliberale hassen ihn wie den Gottseibeiuns: Der britische Ökonom John Maynard Keynes lehrte, dass der Staat in Krisenzeiten Geld ausgeben müsse. Bush und Obama haben genau das getan. Mit Erfolg. Mehr...

Kommentar: Ein kleiner Beitrag, randvoll mit Fehlern. Der Autor versteht wenig von Keynes. Der hätte nämlich kaum empfohlen, wie Bush und Obama das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster geworfen haben. Um zu belegen, wie gut die Ideen von Keynes funktionieren können, muss man in der Geschichte wesentlich weiter zurückgehen - bis in die 1930er Jahre, in die Zeit des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt. Der und seine Berater haben sich für den New Deal zur Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise zu Hause von den Ideen Keynes' leiten lassen. Dessen Programme unterscheiden sich deutlich von dem was den Regierungen heute einfällt. Die haben nämlich von Keynes keine Ahnung und folgen neoliberalen Interpretationen. Wie so etwas aussieht, zeigt anschaulich der Beitrag "Klotzen wie Keynes", vor ca. einem Jahr in der "SZ" erschienen. Einleitend heißt es dazu: "Sparen, sparen, sparen. Das verschlimmert die Probleme der hochverschuldeten Krisenstaaten, sagen viele Experten. Sie alle berufen sich auf den britischen Ökonomen John Maynard Keynes, der in der Großen Depression der 1930er Jahre empfahl, in Zeiten der Krise gerade nicht zu sparen. Aber wie würde eine Politik à la Keynes in der heutigen Situation konkret funktionieren?" Mehr dazu hier. Nichts von dem was in dem Beitrag dann beschrieben wird hat aber mit Keynes zu tun. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Tips und Tricks dabei helfen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.