Sonntag, 26. Mai 2013

Standpunkt 646 - Nachrichten-Ticker, 25.05.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...


Tagesthemen: K. Rogoff und die Keynesianer – Europa-Krise – C Reinhart und die Pensionen – Balkan-Krise – Dollar-Comeback – Abenomics


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist schon eine Weile her, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Der Beitrag ist von uns wie immer sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich formuliert worden. Die Enteignung in Zypern zeigt, warum das Thema nach wie vor größtes Interesse verdient. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das neue Update kurzfristig unseren LeserInnen zur Verfügung stellen zu können. Ursprünglich wollten wir bis Ende April damit fertig sein. Daraus wird leider nichts. Wir bitten um Verständnis und Geduld, es lohnt sich!


Kenneth Rogoff: Europas Keynesianer auf verlorenem Posten
(project-syndicate.org) Für die Nöte der Eurozone gibt es kein keynesianisches Wundermittel. Doch das völlig abstruse Argument von heute, wonach übermäßiges Sparen Europa vernichtet, kommt nicht überraschend. Kommentatoren erliegen der Politik und nehmen, wild rudernd, jedes verfügbare Ziel ins Visier, während die breite Masse der Spargegner offenbar glaubt, dass es einfach zyklische Lösungen für schwierige strukturelle Probleme gibt.
Ich argumentiere schon lange, dass die Schwierigkeiten der Eurozone von einer finanz- und geldpolitischen Integration herrühren, die der tatsächlichen Politik-, Fiskal- und Bankenunion zu weit voraus ist. Mit einem derartigen Problem war Keynes nicht konfrontiert und eine Lösung dafür suchte er schon gar nicht.  
In erster Linie muss jede realistische Strategie zur Lösung der Krise in der Eurozone massive Abschreibungen (den Erlass) von Schulden der Peripherie-Länder einschließen. Die enormen Bank- und Staatsschulden dieser Länder – deren Grenzen überall in Europa verschwimmen – lassen rasches nachhaltiges Wachstum zu einem unerfüllbaren Traum werden. Mehr...


Kommentar/Ergänzung: Nach ein bisschen rumschwadronieren kommt Rogoff auf den Punkt und stellt seine Lösungen für die Krise in Europa vor: Schuldenschnitt, Inflation, Integration, Transferunion. Der Mann ist schnell fertig. Überraschend spricht er aber die Problematik an, um die alle anderen Ökonomen einen großen Bogen machen, die Bankenkrise. Rogoff schreibt dazu: "Schuldenabschreibungen und Garantien werden die deutschen Staatsschulden zwangsläufig in die Höhe treiben, da die Behörden gezwungen sind, deutsche Banken zu retten (und wahrscheinlich auch manche Banken in Nachbarländern). Doch je früher man die zugrunde liegende Realität transparent macht und diese auch weithin erkennt, desto geringer werden die langfristigen Kosten ausfallen." Rogoff verweist in diesem Beitrag auf frühere Veröffentlichungen. Für einen leichteren Zugriff durch unsere Leserinnen stellen wir diese alten Artikel kurz vor:  

"Die sturen Herren des Euro", vom 06.06.2012. Auszug: "Europa steckt in einer Verfassungskrise. Niemand scheint die Macht zu haben, eine sinnvolle Lösung der Schuldenkrise seiner Peripheriestaaten durchzusetzen. Statt die offensichtlich nicht zu bewältigenden Schuldenlasten Portugals, Irlands und Griechenlands (PIG-Staaten) umzustrukturieren, drängen Politiker und Entscheidungsträger auf immer größere Rettungspakete mit immer unrealistischeren Sparauflagen. Leider schieben sie damit das Problem nicht nur vor sich her, sondern wie einen Schneeball den Berg hinunter." Mehr dazu hier.  

"Inflation ist jetzt das geringere Übel", vom 02.12.2008. Auszug: "Für die wichtigsten Zentralbanken der Welt ist es an der Zeit zu erkennen, dass eine plötzlich auftretende mäßige Inflation bei der Trockenlegung des kolossalen Schuldensumpfs von heute überaus hilfreich wäre." Sein Fazit: "Zur Bewältigung der aktuellen Jahrhundert-Finanzkrise wird jedes vorhandene Instrument gebraucht. Sich angesichts einer möglichen weltweiten Depression um Inflation Sorgen zu machen, ist so, wie sich vor Masern zu fürchten, wenn einem die Pest droht." Mehr dazu hier.  

"Ohne zentrale (Be-)Steuerung kein Euro", vom 04.04.2012. Auszug: "Angesichts einer Jugendarbeitslosigkeit von beinahe 50 Prozent in Euroländern wie Spanien und Griechenland, fragt man sich, ob hier eine Generation zugunsten einer Einheitswährung geopfert wird, deren Mitgliedsländer einfach zu unterschiedlich sind, um eine zukunftsfähige Währungsunion zu bilden. Sollte dies der Fall sein, ergibt sich daraus die Frage, ob eine Erweiterung der Eurozone tatsächlich dem offenkundigen Ziel Europas dient, die wirtschaftliche Integration zu maximieren, ohne dabei notwendigerweise eine vollständige politische Union anzustreben." Mehr dazu hier. 

Außerdem gibt Rogoff einen Hinweis auf einen Beitrag von Carmen Reinhart, erschienen in der WASHINGTON POST am 09.05.2010: "5 Myths about the European debt crisis". Darunter „Mythos Nummer 3: Haushaltspolitische Sparmaßnahmen werden Europas Schuldenprobleme lösen" ("Fiscal austerity will solve Europe's debt difficulties"). Mehr dazu hier.
 

Vieles von dem, was Reinhart und Rogoff zum Besten geben, teilen wir nicht. Trotzdem lohnt sich die Auseinandersetzung mit deren Thesen. Deshalb  empfehlen wir unseren LeserInnen sich mit den vorgestellten Beiträgen näher zu beschäftigen. 


The euro crisis: The sleepwalkers
(economist.com) In the euro zone, desperately in need of a boost, no news is bad news. The euro-zone economy has just endured a sixth successive quarter of shrinking GDP. The malaise is spreading to core countries including Finland and the Netherlands, which both contracted in the first quarter. Retail sales are falling. Unemployment, above 12%, is a record—with more than one in four Spaniards out of work.  In spite of savage spending cuts, government deficits are persistent and high. The sum of government, household and company debt is still excessive. Banks are undercapitalised and international lenders worry about their as-yet-unrecognised losses. Although official interest rates are low, firms in southern Europe are suffering a cruel credit crunch. All this is causing economic hardship today and eating away at the prospects for growth tomorrow. The euro zone may not be about to collapse, but the calm in Brussels is not so much a sign of convalescence as of decay. Mr Draghi was right to buy the euro zone time. He was also right to furnish the ECB with the tools to tamp down speculation. The trouble is that the politicians are squandering the chance for orderly reform. Optimists say that everything will be just fine after Germany’s election, when its leaders will have a mandate for euro-zone reform. But German reluctance either to lead or to pay for the rest of Europe runs deeper than that. Read more...

Kommentar: Wer sich über die Krise in Europa informieren möchte, muss über den deutschen medialen Tellerrand hinaussehen. Die deutschen Medien machen blind. Die sehen ihre Aufgabe nicht darin über die Krise sachlich und kritisch zu informieren, sondern ihre Leser, Seher und Hörer von den wahren Problemen abzulenken, sie mit Geschichten rund um die Krise zu unterhalten. International wird in den Medien immer wieder die Unfähigkeit Europas herausgestellt, die eigene Krise in den Griff zu bekommen und die Eskalation der weltweiten Krise von 2008 zu verhindern. Darin macht auch dieser Beitrag im ECONOMIST keine Ausnahme. Das Fazit ist eindeutig: "For as long as stagnation and recession tear at democracy, the euro zone risks a fatal popular rejection. If the sleepwalkers care about their currency and their people, they need to wake up." Wir sind jedoch der Meinung, dass keine Schlafwandler in Europa am Werk sind, sondern Schlafmützen. 


"Ohne Zweifel, die Pensionen sind im Arsch"
(format.at) Bekannt für ihr tiefes Verständnis dafür, dass die Dinge niemals anders sind, nimmt sich Harvard-Ökonomin Carmen Reinhart in einem ausgezeichneten Interview mit dem "Spiegel" kein Blatt vor den Mund.
"Die Krise ist noch nicht vorbei", warnt Carmen Reinhart, "weder in den USA noch in Europa". Sie spricht über die Geldpolitik der Fed und Bank of Japan und darüber, dass "keine Zentralbank zugeben wird, dass sie die Zinsen niedrig hält, um den Staaten aus der Schuldenkrise zu helfen. Doch Tatsache ist, dass sie sich ein Bein ausreißen, um den Regierungen zu helfen, die Defizite zu finanzieren." Und sie meint: "Das ist nichts Neues in der Geschichte. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg verließen sich sämtliche Länder mit einem großen Schuldenberg auf die finanzielle Repression, um die Schulden abzubauen bzw. einen offensichtlichen Staatsbankrott zu vermeiden. Regierungen führten Obergrenzen auf die Zinsen für Staatsanleihen ein – heutzutage, erklärt Reinhart, "übernimmt die Geldpolitik diesen Job. Und angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der niedrigen Inflation sieht das nicht einmal verdächtig aus. Erst wenn die Inflation anzieht, was letztendlich passieren wird, wird es offensichtlich sein, dass die Zentralbanken sich den Zielen der Regierungen unterwerfen".
Den Schuldenberg erfolgreich lediglich über das Wachstum abzubauen, könne mehr oder weniger ausgeschlossen werden, auch wenn viele glauben, dass das möglich sei: "Man braucht eine Kombination aus Einsparungen, um den Schuldenberg nicht noch zu vergrößern, und höherer Inflation, was nichts anderes ist als eine subtile Form der Besteuerung" mit der Konsequenz, dass die Menschen ihr Erspartes verlieren werden. Zusammenfassend meint Reinhart: "Ohne Zweifel, unsere Pensionen sind im Arsch."
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Kommentar/Ergänzung: Eine drastische Überschrift für dieses Interview mit Carmen Reinhart. Aber sehr ehrlich. Leider nur in der englischen SPIEGEL-Onlineausgabe verfügbar (hier). Erfreulich, dass der FORMAT die wichtigsten Passagen für diesen Beitrag übersetzt hat. Reinhart spricht bittere Wahrheiten aus, die den Deutschen aber vorläufig - wenigstens bis nach der Bundestagswahl im September - verborgen bleiben sollen. Sie spricht von finanzieller Repression und ausgeklügelteren Methoden als die, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Verfügung gestanden haben. Finanzielle Repression ist auch der Grund, warum "die Pensionen im Arsch" sind: "Die Regierungen haben eine Menge Einfluss darauf, in welche Vermögenswerte die Pensionsfonds investieren. In Frankreich beispielsweise haben die öffentlichen Pensionsfonds die Investments weg vom Aktienmarkt hin zu Staatsanleihen verlagert. Nicht, weil die Rendite der Bonds so großartig ist, sondern weil es vorteilhafter für die französische Regierung ist. Pensionsfonds, inländische Banken und Versicherungen sind die am leichtesten zu beeinflussenden Investoren, denn die Regierungen können einfach die Spielregeln verändern." Ein Faktum, auf das übrigens auch Bill Gross von PIMCO schon vor mehr als zwei Jahren hingewiesen hat. Ein lesenswerter Beitrag: "Bill Gross: «Wir leben in einer Welt der finanziellen Repression»", hier. Auch Carmen Reinhart hat sich in der Vergangenheit schon mit diesem Thema beschäftigt. Hier geht es zu einem "lehrreichen" Interview mit ihr aus dem September 2011: «The Coming “Financial Repression"». Abschliessend noch der Hinweis auf einen Beitrag von REUTERS, erschienen im März 2012: "Say hello to 100 years of financial repression" heißt es hier. Alles zusammen sorgt für reichlich Gedankenfutter. Zurück zu dem aktuellen Beitrag von Carmen Reinhart. Natürlich fordert sie Sparmaßnahmen bei den Staatsschulden, gepaart mit einer großzügigen Schuldenrestrukturierung, beispielsweise bei Irland und Spanien. Reinhart will dabei keine Rücksicht nehmen: "Ein Schuldenschnitt ist ein Transfer vom Gläubiger zum Schuldner. Wen würde ein Schuldenschnitt treffen? Französische Banken, deutsche Banken, niederländische Banken – Banken von den Gläubigerländern. Daran erkennt man, warum dieser Schritt politisch abgefackelt wird. Darum wird es nicht getan, es ist eine Neuverteilung. Aber am Ende wird es doch passieren, weil der Schuldenberg zu groß ist." Klar, dass dann auch die deutschen Sparer ran müssen. Aber nicht, wie immer wieder gerne fälschlich behauptet wird, um die Banken in Südeuropa zu retten, sondern einzig und allein, um die deutschen Banken zu retten, die überall in Europa (und anderswo) ihre Finger im Spiel haben. Allen voran die Deutsche Bank. So ist jede Bankenrettung in den PIGS-Staaten auch eine gute Tat für deutsche Banken. Die Meldung "Deutsche Steuerzahler sollen vor dem Sommer Euro-Banken retten" (hier) ist populistischer Nonsens von Tatsachenverweigerern und/oder Faktenverdrehern. 


Die stillen Opfer der Euro-Krise
(zeit.de) In den Jahren des Aufschwungs zog die EU den Westbalkan mit, jetzt verschärft sie seine Misere. Mehr...

Kommentar: Eine gute Analyse von Ursache und Wirkung. Das Unglück dieser Region ist das Ergebnis europäischer Großmannssucht (bis 2004) und der Unfähigkeit, den einmal eingeschlagenen, falschen Weg später wieder zu korrigieren. Wir erleben gerade in der europäischen Krise die Fortsetzung dieser Unfähigkeit auf der ganz großen Bühne. Leider mit einem schlechten Ende. Während die Schwierigkeiten in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens einigermaßen beherrschbar bleiben. Nur nicht für Österreich. Dessen Banken hängen der Region wie ein Betonklotz am Hals und schwerwiegende Folgen sind nur noch eine Frage der Zeit. Aus dieser Nummer kommen Österreichs Banken nur mit erheblichen Verlusten raus, die dann auch die Sparer und Steuerzahler übel treffen werden. Die EU wird sich nicht viel Zeit für die Region nehmen, um die Krise zu beenden. Das geht ruckzuck, wenn die Zeit reif ist. 


Comeback des Greenback – Der Dollar ist wieder wer
(welt.de) Viereinhalb Jahre nach dem Lehman-Debakel ist vom Niedergang der
US-Währung keine Rede mehr. Experten rechnen mit dem Wiederaufstieg des Dollar. Sogar eine Parität zum Euro scheint möglich. Mehr...


Kommentar/Ergänzung: Was für eine Schönschreibung für den US-Dollar. Was den $ stark macht, ist die vermeintliche Schwäche des Euro. Natürlich, mit dem weiteren Fortgang der Krise in Europa ist auch die Parität möglich. Na und? Mit einer vermeintlich neu gewonnenen wirtschaftlichen Stärke Amerikas hat das aber nichts zu tun. Den augenblicklichen Zustand der USA veranschaulicht immer noch sehr gut die folgende Karikatur: 


"Uncle Sam dying", Quelle: drclarkjensen.com
     
Die nahe Zukunft Amerikas sieht beispielsweise ZERO HEDGE sehr düster: "America's Bubble Economy Is Going To Become An Economic Black Hole". Was dort zu lesen ist, gibt wenig Anlass zu Zuversicht und überhaupt keinen Grund für einen raketenartigen Anstieg der US-Währung: "What is going to happen when the greatest economic bubble in the history of the world pops? The mainstream media never talks about that. They are much too busy covering the latest dogfights in Washington and what Justin Bieber has been up to. And most Americans seem to think that if the Dow keeps setting new all-time highs that everything must be okay.  Sadly, that is not the case at all. 
Right now, the U.S. economy is exhibiting all of the classic symptoms of a bubble economy.  You can see this when you step back and take a longer-term view of things. Over the past decade, we have added more than 10 trillion dollars  [24]  to the national debt. But most Americans have shown very little concern as the balance on our national credit card has soared from 6 trillion dollars to nearly 17 trillion dollars.
Meanwhile, Wall Street has been transformed into the biggest casino on the planet, and much of the new money that the Federal Reserve has been recklessly printing up has gone into stocks.  But the Dow does not keep setting new records because the underlying economic fundamentals are good. Rather, the reckless euphoria that we are seeing in the financial markets right now reminds me very much of 1929.  Margin debt is absolutely soaring, and every time that happens a crash rapidly follows.
But this time when a crash happens it could very well be unlike anything that we have ever seen before. The top 25 U.S. banks have more than 212 trillion dollars of exposure to derivatives combined, and when that house of cards comes crashing down there is no way that anyone will be able to prop it back up.  After all, U.S. GDP for an entire year is only a bit more than 15 trillion dollars.
But most Americans are only focused on the short-term because the mainstream media is only focused on the short-term.  Things are good this week and things were good last week, so there is nothing to worry about, right? Unfortunately, economic reality is not going to change even if all of us try to ignore it."
Read more here. Ein aufschlussreicher Beitrag. 



Shinzo Abe’s True Agenda - On the Road to Ruin
(acting-man.com) Reuters has published an extremely interesting article on Shinzo Abe, the father of so-called 'Abenomics'. His economic policy is in essence little more than a warmed-up hoary inflationism, the quack cure that governments have employed throughout history in attempts to 'fix' their economies. It always 'feels good' in the beginning, as asset prices rise and numerous economic activities are set into motion that would never be considered absent the inflationary policy. What happens in the end is best summarized in the conclusion to a speech Fritz Machlup once delivered on the consumption of capital in Austria during the interwar period: "Austria was successful in pushing through policies which are popular all over the world. Austria has most impressive records in five lines: she increased public expenditures, she increased wages, she increased social benefits, she increased bank credits, she increased consumption. After all these achievements, she was on the verge of ruin." The main difference is perhaps that Japan is on the verge of ruin already, at least its government is. On the other hand, Japan also still has a lot of wealth that can be consumed and destroyed by Abe's policies. The de facto insolvency of the government is not an obstacle to additional wealth destruction, quite the contrary in fact. Read more...

Kommentar: Während Teile des deutschsprachigen Mainstreams der neuen japanischen Geldpolitik erste Erfolge bescheinigen, läuten anderswo die Totenglocken. Aus verständlichen Gründen, wie wir finden. Eine weitere Kostprobe der Kritik an "Abenomics" lässt sich bei ZERO HEDGE nachlesen: "BNP Warns On Japanese Repression: Echoes Of The 1940s Fed". Ein Auszug: "In the 1940s, the Fed adopted pegging operations to protect the financial system against rising interest rates and to ensure the smooth financing of the war effort. In effect, the Fed became part of the Treasury’s debt management team; as the budget deficit hit 25% of GDP in WW2, it capped 1Y notes at 87.5bps and 30Y bonds at 2.5%. From the massive bond holdings of its domestic banks to its exploding public debt, Japan today faces a situation very similar to the US in the 1940s. With the market becoming dysfunctional as the BoJ’s massive buying operations drain the pool of available bonds, the BoJ’s overriding presence in the market each day has increasingly made the JGB market seem like a government-made market. But a much bigger problem is Japan’s exploding public debt. With the debt already the largest of the developed nations, it could snowball out of control if an upturn in interest rates causes interest payments to escalate. So, even if 2% inflation is achieved, the BoJ’s zero-rate policy and massive JGB purchases will have to continue until the debt is made more manageable." Read more here. Der Beitrag zitiert umfangreich aus einem Report der französischen Bank BNP Paribas und liefert anschauliche Grafiken dazu. Zuversicht kommt keine auf. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern.

Die in den ersten Monaten nach ihrer Entstehung noch beherrschbare Finanzkrise entwickelt sich unerbittlich zu einem Finanzkollaps. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts, um dieses schamlose Treiben zu beenden. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist oberflächlich betrachtet bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende! Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie heimlich, still und leise, die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Die Diskussion um eine Reichensteuer war garantiert erst der Anfang. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Für die Kontaktaufnahme genügt eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de. 

"Neuankömmlinge" und "Auffrischer" können sich hier und hier in unsere wichtigsten Blog-Beiträge einlesen. Die bisherigen „Gastbeiträge“ gibt es hier.