Samstag, 20. Juli 2013

Standpunkt 701 - Nachrichten-Ticker, 19.07.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier. 


Tagesthemen: Wahlboykott am 22. September – Wie entsteht eigentlich Geld?  – Aktienmärkte  – Mythos Weltmarkt – Irland


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon eine Weile hier, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Wir arbeiten mit Hochdruck an einem neue Update. Ursprünglich wollten wir längst damit fertig sein. Daraus ist leider nichts geworden, ständig kommen neue Informationen dazu, die wir unbedingt noch verarbeiten wollen. Wir bitten um Verständnis und Geduld, das Warten lohnt sich! Wir beschäftigen uns ausführlich mit den Vorschlägen von DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, mit der virtuellen Währung Bitcoin, mit dem Zypern-Modell, den Plänen der EU zur Bankenrettung, mit Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot, oder den Folgen der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus. Außerdem natürlich mit den in Deutschland schon lange bekannten zahllosen Methoden der Enteignung.


Ich verweigere mein Kreuz
(spiegel.de) Am 22. September ist Bundestagswahl - doch SPIEGEL-ONLINE-Kolumnist Georg Diez hat entschieden, nicht wählen zu gehen. Denn man sollte sein Kreuz nicht widerwillig machen. Und außerdem gehören zu einer sinnvollen Wahl echte Alternativen und glaubwürdige Politiker. Mehr...

Kommentar: Eine nachvollziehbare und richtige Entscheidung. Anderswo ist es Zwang, da gibt man eben eine ungültige Stimme ab. Hierzulande kann man sich sogar das sparen und geht einfach nicht hin. Wählen ist Bürgerpflicht wird es wieder heißen, wenn uns kurz vor dem Wahlsonntag zweit- und drittklassige Prominente an die Wahlurnen drängen wollen. Davon sollte sich niemand mehr beeinflussen lassen. Genauso wenig von Freunden und Bekannten, die zur Wahl gehen, weil sie nicht den Mumm haben zu Hause zu bleiben und sich besser fühlen, wenn auch alle anderen hingehen. Wer kein gutes Gefühl dabei hat, der darf nicht wählen gehen. Das ist Bürgerpflicht und Teil der Demokratie. 


Wie entsteht eigentlich Geld?
(blog.fuw.ch) Es ist Sommer, es ist heiss, wir schwitzen in unseren unklimatisierten Büros. Sprechen wir also zur Abwechslung mal über etwas Leichtes. Sprechen wir über Geld. Genauer: Wie entsteht Geld eigentlich? Mehr...

Kommentar: Eine wesentliche Frage, besonders in den heutigen Krisenzeiten. Der Schweizer Wirtschaftsjournalist Mark Dittli gibt darauf eine leicht verständliche Antwort. Er zeigt außerdem an Hand der folgenden Grafik den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenquote auf: 


Sie zeigt: Steigt das Kreditvolumen, sinkt die Arbeitslosenrate (was ein Indiz für kräftiges Wirtschaftswachstum ist). Sinkt das Kreditvolumen oder sackt es gar wie Ende 2008 zusammen, steigt die Arbeitslosenrate kräftig in die Höhe. Aber Vorsicht, mit dem Kreditvolumen ist nicht die Geldschwemme gemeint, die von der Fed oder der Bank of England in die Finanzmärkte gepumpt wird und von der nichts in der realen Wirtschaft ankommt, um damit  dringend benötigte Arbeitsplätze zu schaffen. 6 Millionen davon fehlen alleine in den USA.  


Fundamentals spielen keine Rolle
(fuw.ch) Der Auftakt zur Berichtsaison in den USA macht klar: Die Unternehmensüberschüsse können mit dem Tempo der Aktienmärkte nicht mithalten. "Seit zwei Jahren werden die Aktienmärkte nicht mehr durch steigende Unternehmensgewinne, sondern allein durch eine Bewertungsexpansion getrieben", findet Gregor Mast von der Schweizer FINANZ UND WIRTSCHAFT. Mehr...

Kommentar: Wer sein Krisenheil in den Aktienmärkten sucht, bzw. noch suchen will, der sollte diesen Beitrag lesen - ganz besonders zwischen den Zeilen. Das Börsenparkett ist ein heißes Pflaster, auf dem man sich nicht nur die Finger verbrennen kann. Das bitten wir unsere LeserInnen unbedingt zu beachten. 


Mythos Weltmarkt
(zeit.de) Europas Wirtschaft müsse wettbewerbsfähiger werden, sagt die Kanzlerin – aber warum eigentlich? Mehr...

Kommentar: Ein hervorragender Beitrag von Mark Schieritz. Uns hat am besten der Hinweis auf den Ursprung deutscher Wirtschaftspolitik gefallen. Der geht zurück auf das Wachstums- und Stabilitätsgesetz aus den 1960er Jahren. Das "Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft" (hier) entstand unter Anleitung des damaligen Bundesfinanzministers Karl Schiller von der SPD und ist in Kraft seit dem 8. Juni 1967 und nach wie vor gültig. "Ziele der staatlichen Wirtschaftspolitik nach dem Stabilitätsgesetz sind: Stabilität des Preisniveaus, hoher Beschäftigungsgrad (Vollbeschäftigung), außenwirtschaftliches Gleichgewicht sowie stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum." So beschreibt es die "Bundeszentrale für politische Bildung" hier. Offensichtlich sind bei den Politikern und ihren Parteien wichtige Passagen dieses Gesetzes in völlige Vergessenheit geraten. Selbst Angela Merkel plagen bei diesem Gesetz offenbar erhebliche Wissenslücken. Was daran liegen könnte, dass sich die Kanzlerin nicht in die Kleinigkeiten einarbeitet, wie sie gerade erst auf der Bundespressekonferenz im Zusammenhang mit der NSA-Affäre erklärt hat. 

In diesem Zusammenhang möchten wir noch auf die aktuelle Studie von "Markit Economic Research" hinweisen: "Markit Global Business Outlook Survey" vom 15. Juli 2013. Das Ergebnis fasst Markit in einem Satz so zusammen: "Worldwide business confidence falls back to post-crisis low". Mehr dazu hier. Von dort stammt auch die folgende Grafik: 



Irland lässt die Krise hinter sich und bleibt auf Erholungskurs
(format.at) Erfreuliche Nachrichten kommen derzeit aus Irland. Das Land befindet sich laut Philip O’Sullivan, Ökonom von Investec in Dublin, "am Wendepunkt" und macht im Gegensatz zu Portugal langsam, aber sicher Fortschritte. Irland hat in dem Rennen um den ersten Platz beim Ausstieg aus dem Rettungsprogramm die Nase vorn. Den Abstand zu den anderen vier Kandidaten, die auf internationale Notkredite zurückgreifen mussten, hat Dublin zuletzt weiter ausgebaut. Mehr...

Kommentar: Die reine Propaganda. Bitte hier die Wirklichkeit nachlesen. 


"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern. 

Die Finanzkrise entwickelt sich kaum unsichtbar, aber unerbittlich, zu einem unbeherrschbaren Finanzkollaps weiter. Die Regierungen, ausnahmslos mitverantwortlich für diese Entwicklung, unternehmen nichts. Im Gegenteil: Die Politiker entpuppen sich als willfährige Helfer der höchst kriminellen Finanzindustrie (hier).  

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Eine Insel der Seligen – und Scheinheiligen (hier). Dieser Traum geht gerade zu Ende. Die Bundesregierung ist darauf vorbereitet. Längst plant sie die Enteignung ihrer Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv). Wie es funktioniert haben Berlin und Brüssel in Zypern vorgemacht. 

Es wird Zeit, Ersparnisse bzw. Vermögen vor diesem staatlichen Zugriff in Sicherheit zu bringen. Wir wissen wie es geht und können Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Diese Beratung kostet lediglich eine angemessene, einmalige Aufwandsentschädigung. Sie sichert unsere Unabhängigkeit. Eine E-Mail an der-oekonomiker@email.de genügt. Den Rest erledigen wir.