Montag, 5. August 2013

Standpunkt 717 - Nachrichten-Ticker, 04.08.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Fragen, Anregungen und Kritik einfach an der-oekonomiker@email.de schicken.

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Tagesthemen: Krise in Europa fordert Menschenleben – IWF – Bankenskandal – Amerikas Mittelschicht (2 Beiträge) – US-Economy


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon eine Weile hier, daß wir ein neues Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Wir arbeiten mit Hochdruck an einem neue Update. Ursprünglich wollten wir längst damit fertig sein. Daraus ist leider nichts geworden, ständig kommen neue Informationen dazu, die wir unbedingt noch verarbeiten wollen. Wir bitten um Verständnis und Geduld, das Warten lohnt sich! Wir beschäftigen uns ausführlich mit den Vorschlägen von DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, mit der virtuellen Währung Bitcoin, mit dem Zypern-Modell, den Plänen der EU zur Bankenrettung, mit Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot, oder den Folgen der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus. Außerdem natürlich mit den in Deutschland schon lange bekannten zahllosen Methoden der Enteignung.


Krise fordert Menschenleben: Nebenwirkungen eines mörderischen Plans
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die finanziellen Folgen für viele Bürger in den südeuropäischen Ländern haben dramatische Auswirkungen. So ist in Italien die Zahl der Selbstmorde im ersten Quartal dieses Jahres um 40 Prozent gestiegen. In Griechenland starb eine Lehrerin, nachdem ihr mitgeteilt wurde, dass sie auf der Liste jener steht, die gekündigt werden müssen. Mehr...

Kommentar: Weiter heißt es in dem Beitrag: "Die Euro-Krise bringt viele Europäer in existentielle Probleme." Nein, die Krise ist nicht schuld an dieser Entwicklung. Dafür ist einzig und allein die Krisenpolitik verantwortlich, die von Berlin und Brüssel in Europa betrieben wird. Es ist aber erfreulich, wenn hier und da über die Folgen dieser menschenverachtenden Politik im 21. Jahrhundert berichtet wird. Direkt zu den Beiträgen aus Italien und Griechenland geht es hier und hier


IWF fürchtet Fehler bei geldpolitischer Wende
(boerse-online.de) Der Internationale Währungsfonds (IWF) fürchtet massive weltwirtschaftliche Verwerfungen, wenn die großen Notenbanken beim Ausstieg aus ihrer ultra-lockeren Geldpolitik Fehler begehen. Mehr...

Kommentar: In diesem Fall lassen wir den Part einen anderen übernehmen: Kyle Bass Warns "There Is No Real Way Out" (hier). Aufschlussreich. Kyle Bass ist Hedgefonds-Manager. Zu dem Bericht des IWF geht es hier


Internationaler Finanzszene droht der nächste Skandal
(handelsblatt.com) Ist der Libor-Skandal nur die Spitze des Eisbergs? Banken haben nach Recherchen von US-Behörden auch andere Referenzsätze manipuliert, um hohe Gewinne einzustreichen. Im Visier der Ermittler ist auch eine deutsche Bank. Mehr...

Kommentar: Natürlich. Und es ist immer nur die Spitze des Eisbergs. Alle "Wir wollen uns bessern"-Bekundungen sind völlig wertlos, dienen nur der Ablenkung. Schwupps, schon wird wieder eine neue Sauerei veranstaltet. Die kriminelle Energie dieser Leute ist phänomenal. Wir sind gespannt, welche deutsche(n) Bank(en) betroffen ist(sind). 


Amerikas schwindende Mittelschicht
(diepresse.com) US-Präsident Obama will die bröselnde Mitte der Gesellschaft wirtschaftlich stärken. Seine Politik dafür ist zweifelhaft, der Widerstand der Republikaner dagegen stark. Mehr...

Kommentar: Was kann Obama überhaupt noch zum Besseren wenden? Nichts! Nach dem Ende seiner Amtszeit werden die Amerikaner ihrem 44. Präsidenten sehr wahrscheinlich ein vernichtendes Urteil ausstellen. Allen voran die von ihm im Stich gelassene Mittelschicht. Weil er in allen Belangen versagt hat. Seine Präsidentschaft pflastern gebrochene Versprechen, viel Untätigkeit und haufenweise Fehlentscheidungen. Positives lässt sich nur schwer finden. Die Schuhe waren einfach zu groß, die sich Obama zu Beginn seiner Präsidentschaft angezogen hat...



Quelle: usnews.com


Amerikanischer Klassenkrampf
(diepresse.com) Der Mittelschicht in den USA geht es wirtschaftlich so schlecht wie nie zuvor. Weder der Präsident noch die Republikaner scheinen willens und fähig, ihr zu helfen. Mehr...

Kommentar: Der Versuch einer Analyse der Fehler und Versäumnisse, während der bisherigen Präsidentschaft, von Barack Obama. Eine einzige Enttäuschung für die US-Middle-Class. Obamas zauderhafte Politik könnte die Demokraten die nächste Präsidentschaft kosten. 

Quelle: naplesnews.com


Why Washington’s Happy Talk Will Not Save The U.S. Economy
(zerohedge.com) Wall Street bankers, Washington politicians, economists and the media trumpet a substantial rebound in the U.S. economy, in the second half of 2013 and beyond, as a result of the Federal Reserve’s continued and open ended use of $85 billion dollars a month in quantitative easing. Learn why this is wishful thinking. Rather than do want is necessary to solve the ongoing 2008 credit crisis, those in power stoop to public relations tricks and propaganda. Read more...

Kommentar/Ergänzung: Der Beitrag ist die Zusammenfassung einer vor wenigen Tagen veröffentlichten Studie des Autors Eric L. Prentis, University of St. Thomas, Cameron School of Business, Houston, Texas: "COMPETITIVE MARKET ECONOMIES: Self-Regulating Markets vs. Economic Stability, and the Paradox of Change". Einleitend heißt es dort: "Competitive market economies are a relatively new economic system, and while very productive, they are not self-sustaining, are unstable and require significant state support  and  regulation  to  function  properly. Nevertheless,  self-regulating market  economies  are  superior  to  other political-economic  systems—such as dictatorial fascism or autocratic communism—but they can be mismanaged. From 2009 through 2012, the Federal Reserve’s four quantitative easing programs and deficit spending by the federal government—use over $7 trillion dollars, or 45% of a year’s GDP—trying to solve the ongoing 2008 credit crisis. It is reasoned, the U.S. economy will soon experience negative GDP growth, and a double-dip recession will become evident—which will, at that time, call the Fed’s experimental policy of quantitative easing into question. Instead, the U.S. 2008 credit crisis could have been solved in two years, and cost the U.S. government and the Federal Reserve about 5% of a year’s GDP, by following the tried-and-true credit crisis management rules of Bagehot and Kindleberger." Read more here

Das Ergebnis der Fed-Konjunkturmaßnahmen auf einen Blick: 





"Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse und Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern. 

Die Finanzkrise von 2008 geht weiter. Die Krise in Europa auch. Ein Ende ist nicht in Sicht. Wir erwarten einen Kollaps des weltweiten Finanzsystems, der nicht beherrscht werden kann. 

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Die Fassade bröckelt, zeigt schon tiefe Risse, hält aber bis zur Bundestagswahl. Die Bundesregierung hat sich, mit deutscher Gründlichkeit, auf die Zeit danach bestens vorbereitet. Ihre Planungen für die Enteignung der Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv) sind abgeschlossen. Wer sich vor diesen Maßnahmen erfolgreich in Sicherheit bringen will, muss jetzt handeln.