Montag, 16. September 2013

Standpunkt 759 - Nachrichten-Ticker, 15.09.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance...

Fragen, Anregungen und Kritik einfach an der-oekonomiker@email.de schicken.

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Tagesthemen: Finanzkrise: Banker ohne Schuld? – Finanzkrise reloaded (2 Beiträge)


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht" 
Es ist schon ein knappes Jahr her, daß wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Wir arbeiten an einem Upgrade. Neben den zahllosen Methoden der Enteignung aus der deutschen Geschichte beschäftigen wir uns mit den Vorschlägen von DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, der virtuellen Währung Bitcoin, dem Zypern-Modell, den Plänen der EU zur Bankenrettung, außerdem mit Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot und den Folgen der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus.


Die Banker sind nicht schuld
(wirtschaftsblatt.at) Nicht Banker sind schuld an der Finanz- und Schuldenkrise, sondern die Politik, sagt Alfred Steinherr, Ex-Chefvolkswirt der Europäischen Investitionsbank. Mehr...

Kommentar: Der Mann ist meschugge. Eine völlig abwegige These. Sicher haben die Politiker den Weg bereitet, aber auf Geheiß der Banker, die jahrelang das Feld dafür bereitet haben. Die kriminellen Geschäftsmodelle und Betrügereien, die anschließend die Welt überflutet haben bzw. immer noch überfluten, stammen einzig aus den Labors der Finanzindustrie, erdacht von Bankern und Mathematikern. 


BIS veteran says global credit excess worse than pre-Lehman
(telegraph.co.uk) Extreme forms of credit excess across the world have reached or surpassed levels seen shortly before the Lehman crisis five years ago, the Bank for International Settlements has warned. Read more...

Kommentar/Ergänzung: Just for info. Auf alles andere verzichten wir. Unsere Auffassung sollte den LeserInnen hinlänglich bekannt sein. ZERO HEDGE hat sich mit diesem Beitrag des TELEGRAPH beschäftigt und fasst zusammen: "Five Years After Lehman, BIS Ex-Chief Economist Warns 'It's Worse This Time'" (here). 


Quelle: toonpool.com


Warum die nächste Finanzkrise aus China kommt
(n-tv.de) Vor fünf Jahren löste die Lehman-Pleite die globale Finanz-Katastrophe aus. Die Geschichte droht sich nun in China zu wiederholen. Denn dort machen Staatsbanken die gleichen Fehler wie die Investmentbanken der Wall Street vor dem großen Crash – nur schlimmer. Mehr...

Kommentar: Auf jeden Fall eine bemerkenswerte Analyse. Statt Weltwirtschaftslokomotive der neue Weltkrisenherd. Wer hätte das gedacht? Die deutsche Exportwirtschaft offenbar nicht, die setzt weiter unverdrossen ihre Zukunft auf den Handel mit China. 


Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist) Stimmt. Es kostet sehr viel Überwindung, sich von den eingefahrenen, ererbten Anlagegewohnheiten zu trennen. Aber nur so geht es. Nur so ist es möglich, Ersparnisse oder Vermögen vor den Folgen der weltweit schwelenden Krisen abzusichern. 

Die Finanzkrise von 2008 geht weiter. Die Krise in Europa auch. Ein Ende ist nicht in Sicht. Wir erwarten einen Kollaps des weltweiten Finanzsystems, der nicht beherrscht werden kann. 

Deutschland ist bisher gut weggekommen. Die Fassade bröckelt, zeigt schon tiefe Risse, hält aber bis zur Bundestagswahl. Die Bundesregierung hat sich, mit deutscher Gründlichkeit, auf die Zeit danach bestens vorbereitet. Ihre Planungen für die Enteignung der Bürger (noch einmal hier, inkl. pdf-Datei für das eigene Archiv) sind abgeschlossen. Wer sich vor diesen Maßnahmen erfolgreich in Sicherheit bringen will, muss jetzt handeln.