Sonntag, 6. Oktober 2013

Standpunkt 779 - Nachrichten-Tiucker, 05.10.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Fragen, Anregungen und Kritik einfach an der-oekonomiker@email.de schicken.

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Tagesthemen: Politische Richtungen in Deutschland – Armes Spanien


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist schon ein knappes Jahr her, daß wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier  für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Wir arbeiten an einem Upgrade. Nach der Bundestagswahl erhöhen wir noch einmal unseren Arbeitseinsatz, damit wir unser neues Dossier kurzfristig zur Verfügung stellen können. Neben den zahllosen Methoden der Enteignung aus der deutschen Geschichte beschäftigen wir uns mit den Vorschlägen von DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, der virtuellen Währung Bitcoin, dem Zypern-Modell, den Plänen der EU zur Bankenrettung, außerdem mit Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot und den Folgen der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus.


Die Neue Mitte ist rechts
(heise/telepolis) Ein Überblick über die langfristigen Wandlungen des politischen Spektrums in Deutschland, die uns die kommenden vier schwarzen
Jahre bescheren. Mehr...


Kommentar: Angesichts der Sondierungsgespräche, wer mit wem zukünftig die Regierungskoalition bildet, ein sehr aufschlussreicher Beitrag von Tomasz Konicz. Unbedingt auch den Links folgen, es lohnt sich.

Sein Fazit ist ernüchternd: "Die Parteien fungieren somit nicht mehr als Vertreter von Interessen unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen, sie sind nicht mehr Träger unterschiedlicher Politikkonzepte, denen unterschiedliche Gesellschaftsvorstellungen zugrunde liegen würden. Es gibt keine Alternativen mehr." 



 


Finanzkrise in Spanien: Bleierne Leere
(sueddeutsche.de) In Spanien stehen ungefähr zwei Millionen Immobilien leer. Gleichzeitig fliegen täglich Familien aus ihren Wohnungen und Häusern. Wie kann das sein? Eine Reise durch Ruin und Ruinen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Während die Troika die spanischen Reformen lobt, nehmen Not und Elend bei den Menschen überhand. Dieser Beitrag berichtet davon, kommt jedoch am Ende zu völlig unsinnigen Schlussfolgerungen, die jeder
Belastbarkeit schuldig bleiben. In den kommenden Monaten werden wir das hautnah erleben. 


Passend zum Thema meldet TELEPOLIS "Hungertod in Südspanien" und fasst das Ereignis in der Einleitung zusammen: "Der polnische Einwanderer Pietr Piskozub verhungerte in Andalusien, nachdem er vom Krankenhaus ins Obdachlosenasyl abgeschoben wurde." Mehr hier. Nur ein Einzelschicksal?

Für diese Entwicklung ist nicht der Euro verantwortlich, wie so gerne vom "BILD"-ungsbürgertum behauptet wird. Schuld daran ist einzig und allein die verfehlte Krisenpolitik seit 2009, die von Berlin zu verantworten ist und nur ein Ziel hat: Die Rettung der Banken durch Vergemeinschaftung ihrer Schulden, versteckt hinter der Fassade einer Staatsschuldenkrise. 



"Euro crisis begging banks"
(Quelle: toonpool.com)