Montag, 11. November 2013

Standpunkt 803 - Nachrichten-Ticker, 10.11.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Fragen, Anregungen und Kritik einfach an der-oekonomiker@email.de schicken.

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Tagesthemen: Europas Demokratiedefizite  – Deflation –  US-Arbeitsmarkt 


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, daß wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Wir arbeiten schon längere Zeit an einem Upgrade. Unmittelbar nach der Bundestagswahl haben wir unseren Arbeitseinsatz erhöht, um unser neues Dossier kurzfristig zur Verfügung stellen zu können. Die lahmen Verhandlungen zur Bildung der Großen Koalition haben uns einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Das Upgrade ist nach unserer Ansicht nur dann vollständig, wenn wir auch die Pläne der neuen schwarz-roten Bundesregierung berücksichtigen. Sicherlich werden die schlimmsten Vorhaben nicht öffentlich gemacht, trotzdem wird es eine Menge Indizien dafür geben, wo die politische Reise in der kommenden Berliner Regierungszeit in Deutschland und Europa hingeht. Außerdem beschäftigen wir uns, neben den zahllosen Methoden der Enteignung aus der deutschen Geschichte, mit den Vorschlägen von DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, der virtuellen Währung Bitcoin, dem Zypern-Modell, den Plänen der EU zur Bankenrettung, außerdem mit Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot und den Folgen der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus.


"Wir brauchen deutsche Stärke"
(zeit.de) EU-Kommissarin Viviane Reding verlässt sich auf Deutschland und Frankreich, betont aber auch die Bedeutung kleiner europäischer Staaten. Ein Gespräch über Zentralismus, Stimmrechte und die Rolle Deutschlands in Europa. Mehr...

Kommentar: Ein ausgesprochen seichtes Interview. Obwohl es gerade die Runde macht. Bemerkenswert ist nur, dass Frau Reding ein hohes Maß an Demokratieverlust in der europäischen Krise zugibt: "Wir haben in der Krise sehr schnell eine Reihe neuer Regeln schaffen müssen, damit die Währungsunion funktioniert. Durch diese Schritte gelang es zwar, Zeit zu gewinnen. Jetzt gilt es aber, sie in unsere EU-Verträge zu integrieren und sie parlamentarischer Kontrolle auf europäischer Ebene zu unterstellen." Der Rest sind die üblichen Parolen, populistisch aufgepeppt. Aber völlig wertlos, um damit der Krise beizukommen.


Das Gespenst der Deflation
(faz.net)  In Europa haben alle Angst vor sinkenden Preisen. Insbesondere EZB-Chef Mario Draghi führt seit neuestem einen Krieg gegen eine drohende Deflation. Doch was soll an sinkenden Preisen eigentlich so schlimm sein? Mehr...

Kommentar: Der Beitrag ist ein guter Einstieg in das Thema Deflation, das demnächst ganz sicher noch an Brisanz gewinnen wird. Es ist eine Tatsache: "Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich" (Mark Twain).


Die USA haben Europas Seuche
(diepresse.com) Seit 1977 war der Anteil der Amerikaner auf dem Arbeitsmarkt nicht so gering wie heute. Immer mehr Menschen geben die Jobsuche auf. Mehr...

Kommentar: Es ist sehr erfreulich, wir müssen unsere gestrige Aussage korrigieren: Wir haben einen kritischen Beitrag über den US-Arbeitsmarkt in Österreich gefunden: "Egal, welche Zahl man aus dem statistischen Fundus des US-Arbeitsministeriums fischt: Der Arbeitsmarkt ist in einem besorgniserregenden Zustand." Danke dafür.