Sonntag, 24. November 2013

Standpunkt 816 - Nachrichten-Ticker, 23.11.


Täglich stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Fragen, Anregungen und Kritik einfach an der-oekonomiker@email.de schicken.

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Tagesthemen: Banker und Kannibalen –  Karl Marx und Kapitalismus  – Deutsche Sparwut  – Spanien  – Griechenland (2 Beiträge) 


Top-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, daß wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Wir arbeiten schon längere Zeit an einem Upgrade. Unmittelbar nach der Bundestagswahl haben wir unseren Arbeitseinsatz erhöht, um unser neues Dossier kurzfristig zur Verfügung stellen zu können. Die lahmen Verhandlungen zur Bildung der Großen Koalition haben uns einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Das Upgrade ist nach unserer Ansicht nur dann vollständig, wenn wir auch die Pläne der neuen schwarz-roten Bundesregierung berücksichtigen. Sicherlich werden die schlimmsten Vorhaben nicht öffentlich gemacht, trotzdem wird es eine Menge Indizien dafür geben, wo die politische Reise in der kommenden Berliner Regierungszeit in Deutschland und Europa hingeht. Außerdem beschäftigen wir uns, neben den zahllosen Methoden der Enteignung aus der deutschen Geschichte, mit den Vorschlägen von IWF, DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, der virtuellen Währung Bitcoin, dem Zypern-Modell, den Plänen der EU zur Bankenrettung, außerdem mit Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot und den Folgen der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus.


Von Bankern und Kannibalen
(spiegel.de) Der Anthropologe und Journalist Joris Luyendijk hat zwei Jahre lang die Banker der Londoner City erforscht. Herausgekommen ist ein ungewöhnliches Porträt der umstrittenen Branche - und die Erkenntnis, dass auch Insider vieles kritisch sehen. Mehr...

Kommentar: Ein Beitrag mit hohem Unterhaltungswert. Macht aus Monstern Menschen: "Doch viele der Befragten äußerten auch Unmut darüber, dass auch fünf Jahre nach dem Crash 2007 immer noch fast alles falsch laufe."


Karl Marx: Die Entzauberung des Kapitalismus
(faz.net)  Karl Marx ist der Vater des Sozialismus. Erforscht hat er aber vor allem den Kapitalismus. Und erklärt, wieso er langfristig untergehen wird. Mehr...

Kommentar: Bestes Gedankenfutter.


Bahn fürchtet Sperrung von 1400 Schrott-Brücken
(welt.de) Die Deutsche Bahn warnt vor einem Kollaps im Schienennetz. Grund sind 1400 Brücken mit dringendem Sanierungsbedarf – schon eine einzige Sperrung könnte den Verkehr bundesweit aus dem Takt bringen. Mehr...

Kommentar: Das Ergebnis der deutschen Schuldenbremse. Und es kommt noch schlimmer. Nach Außen hui, Innen pfui. 


"Haben nichts zu essen": Spanier protestieren gegen Sparpolitik
(diepresse.com) Zehntausende Spanier gingen gegen die Regierung auf die Straße. Es gab friedliche Protestzügen in 55 Städten. Mehr...

Kommentar: Vor zwei Tagen haben wir über einen Beitrag berichtet, der den spanischen Ministerpräsidenten Rajoy völlig zu Unrecht als Heilsbringer feiert (hier). Der heutige Beitrag beschreibt einen kleinen Teil des Elends als Folge der so hoch gelobten Sparpolitik.


Merkel lobt Griechenland: "Licht am Ende des Tunnels"
(diepresse.com) Sein Land brauche kein neues Geld, so der griechische Ministerpräsident Samaras, aber eine Lösung für Lücken im Haushalt 2014. Mehr...

Kommentar: Da hat die deutsche Kanzlerin die Taschenlampe aber sehr, sehr weit geworfen...


"Griechischen Euro-Austritt wird es niemals geben"
(welt.de) Nach Meinung des amtierenden Finanzministers Wolfgang Schäuble geht von den Krisenstaaten in Südeuropa "keine Ansteckungsfahr mehr" für die Euro-Zone aus. Selbst Griechenland sei auf gutem Wege. Mehr...

Kommentar: "Keine Ansteckungsgefahr" - eine glatte Lüge.