Dienstag, 7. Januar 2014

Standpunkt 847 - Nachrichten-Ticker, 06.01.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, dass wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Nachdem nun die Große Koalition unter Dach und Fach ist, werden wir in den kommenden Wochen, die Feiertage eingeschlossen, unser Arbeitspensum erhöhen, um unser neues Dossier im Januar 2014 zur Verfügung stellen zu können.  Sicher ist bereits, dass der Koalitionsvertrag die schlimmsten Vorhaben nicht öffentlich macht. Trotzdem gibt es eine Menge Indizien dafür, wo die politische Reise der neuen Berliner Regierung unter der alten Chefin, der Eisernen Lady Kanzlerin Angela Merkel, rund um die Krise in Deutschland und Europa hingeht. Schwerpunkte unseres neuen Dossiers bilden, neben den zahllosen Methoden der Enteignung aus der deutschen Geschichte, die Vorschläge von IWF, DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, die virtuelle Währung Bitcoin, das Zypern-Modell, die Pläne der EU zur Bankenrettung (Stichwort Bankenunion). Außerdem Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot und die Folgen der angeblichen Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus.


Tagesthemen: In eigener Sache – Europas Krise: Titel, Thesen, Lösungen, Folge 39  US-Geldpolitik gescheitert? – US-TBTF-Banken Weltwährung Dollar in der Krise?  – Griechenlands Armut  


In eigener Sache
Nicht erst seit dem neuerlichen Vorstoß des IWF (hier) ist klar, dass Politik, Finanzindustrie und Leitmedien ein falsches Spiel treiben. Seit 2011 weisen wir an dieser Stelle immer wieder daraufhin.

Zu unserem großen Erstaunen stellen wir in diesen Tagen aber fest, dass die Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken, bei den Betroffenen scheinbar zu Ende geht. Jedenfalls deuten die Wortmeldungen auf unseren Beitrag zur Enteignung (hier), zum Derivate-Desaster (hier) und zu unserem jüngsten Kommentar (hier) zu dem Working Paper von Rogoff und Reinhart für den IWF (hier) darauf hin. 

Wir haben bis in den Spätsommer 2013 hinein, über Monate hinweg, eine persönliche Beratung angeboten, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Depression und der Enteignung abzusichern. Kurz - seine Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen. 

Dieses Angebot haben wir Anfang September 2013 ausgesetzt, weil die Nachfragen für unser kleines Team überhand genommen haben. 

Rechtzeitig zur nächsten "Entwicklungsstufe" der Diskussion rund um die Lösung der (Bank-)Schuldenkrise mittels der Sparer/Steuerzahler/Bürger haben wir uns verstärkt und bieten deshalb ab sofort wieder eine persönliche Beratung an. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Die Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung.  Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten die auch bereit sind, für diese Leistung zu bezahlen.   

Eingehendes Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Interesse? E-mail genügt. 


Europas Krise: Titel, Thesen, Lösungen (Folge 39)
Ein weiterer Beitrag aus unserer wieder aufgelegten Reihe von Archivfunden, die wir an dieser Stelle in loser Folge präsentieren. Der heutige stammt von NACHDENKSEITEN und wurde im November 2008, unter dem Eindruck der Lehman-Pleite, veröffentlicht. "Die Verflechtung der Politik mit dem Casino-Betrieb der Finanzwirtschaft ist enger und älter als wir denken – wir zahlen schon seit 2000 für die Wettschulden" beschäftigt sich mit einer Entwicklung, die sich bis heute noch weiter verstärkt hat und die Schuld daran trägt, dass aus der Bankenkrise eine Staatsschuldenkrise geworden ist. Finanzindustrie und Politik machen gemeinsame Sache und vergemeinschaften die Verluste der Banken weltweit zu Staatsschulden, für die dann stufenweise durch Financial Depression und finaler Enteignung die Ersparnisse von vielen hundert Millionen Menschen herangezogen werden.

In der Einleitung zum Beitrag heißt es: "Professor (jur. Karl-Joachim, Anm. v. uns) Schmelz, engagiert im Aufspüren der Machenschaften um 'innovative Finanzprodukte', schickte gestern einen neuen und, wie ich finde, aufregenden Fund: einen Artikel aus dem Handelsblatt vom 24.2.2003 (siehe Anhang). Dort wird von einem Treffen Schröders, Eichels und Clements mit Spitzenvertretern der Banken- und Versicherungsbranche berichtet. Bei diesem Treffen war der Vorschlag gemacht worden, für notleidende Kredite deutscher Institute eine Auffanggesellschaft zu gründen, für deren Risiken letztlich der Staat, also wir Steuerzahler, einstehen soll. Dieses Dokument zeigt, dass die hohen Risiken der Politik spätestens seit dem Jahr 2000 bekannt sind, dass also Steinbrück die Unwahrheit sagt, wenn er von einem Spring-ins-Feld-Teufel erzählt, einer Überraschung durch die Finanzkrise. Es zeigt zweitens weiter, dass die Bundesregierung in die kriminellen Machenschaften des Verpackens und Weiterverkaufens notleidender Kredite in Wertpapiere schon früh involviert war." Mehr hier. Direkt zum HANDELSBLATT-Artikel geht es hier.

Der Beitrag schärft den Blick auf die Folgen korrupter Politik, mittlerweile versteckt unter der Merkel'schen Floskel von der "marktkonformen Demokratie": "Wir leben ja in einer Demokratie und das ist eine parlamentarische Demokratie und deshalb ist das Budgetrecht ein Kernrecht des Parlaments und insofern werden wir Wege finden, wie die parlamentarische Mitbestimmung so gestaltet wird, dass sie trotzdem auch marktkonform ist." (Quelle: NACHDENKSEITEN, hier) Alles klar, oder?


$500 Billion In 2013 Corporate Buybacks: Half Of QE
(zerohedge.com) Everyone knows that the Fed, through the bank excess reserves/cash deposit pathway, participated in indirectly purchasing some $1 trillion in risk assets in 2013 through POMO - a process that many have confused with economic recovery. It is also known that corporate stock buybacks have managed to keep S&P500 EPS rising by removing the total number of shares outstanding (and thus lowering the S in EPS in a world where absolute E stubbornly refuses to grow): after all, someone has to keep those activist shareholders happy or else they release unpleasant letters about corporate CEOs. However, what may not be known is just how large the total amount of corporate buybacks in the past year was. The answer: the second highest in history, just shy record of 2007 (when there was no additional $1 trillion in stock purchases coming from the Fed/Primary Dealer complex), amounting to $500 billion (even if non-US buybacks have been a tiny fraction of US). Read more...

Kommentar: Die Geldpolitik der US-Notenbank hat für die Amerikaner völlig versagt... wie die beiden folgenden Grafiken von ZERO HEDGE eindrucksvoll zeigen: 


Scheinbar geht es der Fed um etwas ganz anderes, die finale Umverteilung: 




Are Large Cap Banks Ready to "Break Out?"

(zerohedge.com) A gaggle of experts then proceeded to explain why the top four "too big to fail" banks – C, JPM,WFC and BAC -- are set to "break out" in the coming year and that they have "momentum". (...) Now it may be the case that the thundering herd on the Buy Side has, in fact, decided that large cap financials are the place to be. There are generations of people on Wall Street who have made careers investing in the large cap financials and the love affair persists. Unfortunately, most Buy Side managers have no idea how banks make money and even less understanding about the changing role of the “irregulators” in this sector. Let’s go through each of these names and see what the fundamentals suggest. Read more...

Kommentar: Wie dieser Beitrag zeigt, ist es nicht so weit her mit dem in der hiesigen Presse immer wieder gerne behaupteten Erfolg der US-Banken. Eine Menge Hintergrundinformationen, die das marode Bankensystem auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Nach unserer Einschätzung handelt es sich eher um eine Räuberbande. Lesen lohnt sich. 


The Slow (But Inevitable) Demise Of The US Dollar
(zerohedge.com) Central banks around the world are increasingly diversifying their currency reserves away from the US Dollar. Even as overall holdings soar to a record $11.4 trillion, the US Dollar accounted for 61.44% (down from well over 65% at the peak of the crisis in 2008).With China outspokenly concerned at the US Dollar's future status, we suspect this will only become more 'diversified'. Read here...

Kommentar: Eine erstaunliche Entwicklung für alle, die hierzulande dem Euro die internationale Anerkennung absprechen. Der Dollar muss Platz machen.



Anschauliche Geschichte: Die folgende Grafik zeigt, welche "Weltwährungen" es seit dem 15. Jahrhundert schon gegeben hat und wie wenig davon geblieben ist: 



Chart Of The Day: Greek Poverty
(zerohedge.com) And now, the saddest chart of the day: Greek poverty since the crisis, and in 2013, when the so-called "Grecovery" arrived.


Kommentar: Den verkneifen wir uns an dieser Stelle. Not und Elend muss man nicht kommentieren.