Mittwoch, 15. Januar 2014

Standpunkt 855 - Nachrichten-Ticker, 14.01.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, dass wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Nachdem nun die Große Koalition unter Dach und Fach ist, werden wir in den kommenden Wochen, die Feiertage eingeschlossen, unser Arbeitspensum erhöhen, um unser neues Dossier im Januar 2014 zur Verfügung stellen zu können.  Sicher ist bereits, dass der Koalitionsvertrag die schlimmsten Vorhaben nicht öffentlich macht. Trotzdem gibt es eine Menge Indizien dafür, wo die politische Reise der neuen Berliner Regierung unter der alten Chefin, der Eisernen Lady Kanzlerin Angela Merkel, rund um die Krise in Deutschland und Europa hingeht. Schwerpunkte unseres neuen Dossiers bilden, neben den zahllosen Methoden der Enteignung aus der deutschen Geschichte, die Vorschläge von IWF, DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, die virtuelle Währung Bitcoin, das Zypern-Modell, die Pläne der EU zur Bankenrettung (Stichwort Bankenunion). Außerdem Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot und die Folgen der angeblichen Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus.


Tagesthemen: In eigener Sache – Vermögensentwicklung in der Krise, Teil 2: Gewinner und Verlierer  Osterweiterung und "Sozialtourismus" – Deflation - Angst vor der japanischen Krankheit (4 Beiträge)  1929  Spanische Banken-Not  – Italien und Spanien: Ausputzer BoJ USA: Konsum, Verschuldung, Armut (4 Beiträge)  Baltic Dry Index und der Welthandel   


In eigener Sache
Nicht erst seit dem neuerlichen Vorstoß des IWF (hier) ist klar, dass Politik, Finanzindustrie und Leitmedien ein falsches Spiel treiben. Seit 2011 weisen wir an dieser Stelle immer wieder daraufhin.

Zu unserem großen Erstaunen stellen wir in diesen Tagen aber fest, dass die Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken, bei den Betroffenen scheinbar zu Ende geht. Jedenfalls deuten die Wortmeldungen auf unseren Beitrag zur Enteignung (hier), zum Derivate-Desaster (hier) und zu unserem jüngsten Kommentar (hier) zu dem Working Paper von Rogoff und Reinhart für den IWF (hier) darauf hin. 

Wir haben bis in den Spätsommer 2013 hinein, über Monate hinweg, eine persönliche Beratung angeboten, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - seine Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen. 

Dieses Angebot mussten wir Anfang September 2013 leider aussetzen, weil die Nachfragen für unser kleines Team überhand genommen haben. 

Rechtzeitig zur nächsten "Entwicklungsstufe" der Diskussion rund um die Lösung der (Bank-)Schuldenkrise mittels der Sparer/Steuerzahler/Bürger haben wir uns verstärkt und bieten deshalb ab sofort wieder eine persönliche Beratung an. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Die Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung.  Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten die auch bereit sind, für diese Leistung zu bezahlen.   

Eingehendes Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Interesse? E-mail genügt.


Vermögensentwicklung in der Krise – Teil 2: Gewinner und Verlierer der Euro-Krise im Klub der reichsten Länder
(querschuesse.de) Das Privatvermögen in der Europäischen Union ist im Zuge der europäischen Schuldenkrise ab 2010 bis einschließlich 2012 um mehrere Billionen Dollar geschrumpft. Das ist eines der wesentlichen Ergebnisse der Auswertung des Global Wealth Databook der Credit Suisse von 2013 in Teil 1 der Aufsatzreihe zur Vermögensentwicklung in der Krise.
Zudem vereinen die fünf wirtschaftsstärksten Mitgliedstaaten – Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien – knapp 80 Prozent des gesamten Privatvermögens in der Europäischen Union auf sich. Damit wird zugleich deutlich, wie ungleich das Privatvermögen innerhalb der Europäischen Union mit ihren 28 Mitgliedstaaten verteilt ist.
Ausgehend von diesen Erkenntnissen macht es Sinn sich einmal anzuschauen, wie sich die – gemessen am Privatvermögen – führenden europäischen Mitgliedstaaten in der von Krisen stark geprägten Periode 2000-2013 im Vergleich zu den anderen vermögensstarken Nationen geschlagen haben.
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Kommentar: Den ersten Teil haben wir hier vorgestellt und kommentiert. In diesem Teil 2 liefert SLE weitere Analysen zur Vermögensentwicklung und -verteilung sowie den Krisengewinnern und -verlierern der vergangenen Jahre. Grafisch bestens aufbereitet und höchst aufschlussreich. SLE gibt zu jeder Darstellung ausführliche Erläuterungen, weshalb wir darauf verzichtet haben, eine Vorauswahl zu treffen.


Selektive Osterweiterung
(heise-telepolis) Die Debatte um "Armutszuwanderung" aus Osteuropa verdunkelt den Umstand, dass Deutschlands Wirtschaft zu den Hauptprofiteuren der Osterweiterung gehört. 

Wenn es um dumpfen Rechtspopulismus geht, kann die CSU durchaus Standhaftigkeit beweisen. Die Parteiführung setzt weiterhin ihre scharfe xenophobe Kampagne gegen rumänische und bulgarische Migranten fort, die in übelster rechter Tradition des Schmarotzertums bezichtigt werden – diesmal spricht man vom "Zuzug in die Sozialsysteme". Einstimmig hat die "christlichsoziale" Bundestagsfraktion folglich zum Jahresauftakt ein umstrittenes Positionspapier verabschiedet, in dem Maßnahmen gefordert werden, um Migranten den Zugang zum deutschen Sozialsystem zu erschweren. Ein entsprechender Staatssekretär-Ausschuss wurde bereits von der Bundesregierung gebildet.
Die konkreten Vorschläge aus den Reihen der CSU - die ihre ausländerfeindliche Kampagne unter dem Motto "Wer betrügt, fliegt raus" fährt - bilden sicherlich einen weiteren Gipfelpunkt christlichsozialer Politik: Eine Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern prüft gerade rechtliche Möglichkeiten, den Migranten aus Bulgarien und Rumänien das Kindergeld zu streichen. Und selbstverständlich verwehrt sich die Parteiführung der CSU auch dagegen, dass ihre rechtspopulistischen Umtriebe auch als solche bezeichnet würden. Man betreibe keine rechtspopulistische Politik, erklärte CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt während der Partei-Klausur im oberbayerischen Wildbad Kreuth: "Ich habe überhaupt keine Veranlassung, mir einen solchen Hut aufzusetzen."
Frau Hasselfeldt hat zumindest in dahingehend Recht, dass dieser Rechtspopulismus inzwischen mehrheitsfähig geworden ist – und rechtspopulistische Ressentiments nach jahrzehntelanger Rechtsentwicklung längst im politischen Mainstream der Bundesrepublik angekommen sind. Die CSU kann bei ihrer Kampagne den Stammtisch mal wieder hinter sich versammeln. Rund 80 Prozent aller Umfrageteilnehmer, die im Auftrag der Bild-Zeitung zu dieser Thematik befragt wurden, sprachen sich dagegen aus, "Zuwanderer bei sozial- und familienpolitischen Leistungen sofort mit Deutschen" gleichzustellen. Rund 71 Prozent waren auch der Meinung, "dass Leistungen wie das Kindergeld an Zuwanderer erst nach einer Wartezeit von mindestens einem halben Jahr gezahlt werden sollten".
Den Stand der Diskussion über die angebliche "Armutszuwanderung" brachte der neue Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) auf den Punkt, der in bewährter Maier den Armenhäusern der EU die Schuld an ihrer Armut zuschob. Bulgarien und Rumänien hätten bei der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Volkswirtschaften versagt, so Müller: "Die EU hilft über ihre Sozial-, Regional- und Strukturfonds diesen Ländern, im eigenen Land Perspektiven und neue Arbeitsplätze zu schaffen, damit es nicht zur Binnenwanderung in Sozialsysteme kommt".

In der Öffentlichkeit entsteht so das immer wieder bemühte Zerrbild von Deutschland als dem selbstlosen "Zahlmeister" der EU, der nun auch höhere Sozialkosten aufgrund der Verfehlungen anderer Staaten zu tragen hätte. Unbeachtet bei dieser hitzigen Debatte beliebt aber, wie sehr die Unternehmen Westeuropas – und hier insbesondere Deutschlands – von der Osterweiterung der EU profitierten. Die Erweiterung der EU um die Länder Mittelosteuropas erwies sich als ein äußerst lukratives Geschäft – vor allem für die Industrie Deutschland AG (Deutsch-Mittelost). Mehr...

Kommentar: Wir halten uns aus der "Sozialtourismus"-Diskussion der Hohlköpfe in den christlichen Parteien und ihrer Anhänger an den Stammtischen in Deutschland (und möglicherweise auch anderswo) heraus. Sie ist dämlich.

Tomasz Konicz hat aber dieses unwürdige Theater zum Anlass genommen, die wirtschaftlichen Vorteile für Deutschland aus der von Kanzler Schröder im Auftrag der deutschen Industrie forcierten Osterweiterung von 2004 und 2007 zu analysieren. Dieser Beitrag liefert (endlich) die Belege für unsere schon seit Jahren in Stein gemeißelte Erkenntnis, dass es nur ein sehr einseitiges Interesse an der Aufnahme der vielen osteuropäischen, teilweise völlig unterentwickelten Länder in die EU gab. Von der politischen Großmannssucht (= übersteigerter Drang nach Ansehen, Geltung, Einfluss) des deutschen Kanzlers einmal abgesehen. Unseren LeserInnen empfehlen wir dringend, auch den Links zu folgen - es lohnt sich in jedem Fall. Die Fülle an Informationen ist äußerst erfreulich. Der Beitrag selbst ist spannend bis zum Schluss.


Angst vor japanischer Krankheit
(jungewelt.de) Ist die Lage im Euro-Währungsgebiet so schlimm wie in Japan? Mit dieser Frage schlug sich EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag auf der Pressekonferenz herum, die wie üblich nach jeder zweiten Sitzung des Zentralbankrates stattfindet. Die japanische Wirtschaft ist das noch lebende Beispiel für die verheerenden Wirkungen einer Spekulationsblase. Die Ökonomen und Politiker der westlichen Welt hatten viele Jahre Zeit, das Phänomen zu studieren. Einige, wie der gerade abgetretene Chef der US-Zentralbank, Ben Bernanke, haben sich ausführlich damit befaßt. Er und andere angeblich kluge Köpfe kamen immer wieder zu dem Schluß, so schlimm wie in Japan könne es nicht werden – wenn aber doch, so werde die Wirtschaftspolitik der USA oder der europäischen Staaten die schrecklichen Wirkungen der japanischen Krankheit zu vermeiden wissen. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Eine realistische Sorge in diesen Zeiten. Anderswo wird sie verniedlicht (DIE WELT: "Das schrecklich-schöne Gespenst der Deflation", hier) oder sogar totgeschwiegen, während sie in Griechenland und Zypern bereits auf dem Vormarsch ist. Zu Griechenland meldet beispielsweise ZERO HEDGE "Greek Deflation Continues For 10th Straight Month; Stocks Up 19% In 9 Days": "The Greek economy initially slipped into a deflationary trend in March 2013 and for the 10th month in a row in December, Bloomberg's Niraj Shah notes that EU-harmonized consumer prices dropped 1.8%. This is the longest deflationary streak since 1968 (largest in record according to Bloomberg data) as the Greek economy remains 21.3% smaller than it was in the third quarter of 2007." Read here. Aus dem Beitrag stammt diese anschauliche Grafik: 



Wer diese Entwicklung ignoriert ist naiv, handelt fahrlässig oder gar vorsätzlich. Österreichs STANDARD "erkennt" in diesem Zusammenhang jedenfalls folgerichtig: "Notenbanken scheitern an ihren Zielen". Einleitend heißt es dazu:  "Sie haben vieles versucht. Die weltweit wichtigsten Notenbanken, allen voran die Europäische Zentralbank und die US-Fed, haben seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise mehr als 500 Mal Zinsen gesenkt, Anleihen mit frisch gedrucktem Geld gekauft und sich auf viele Jahre zu ihrer lockeren Geldpolitik verpflichtet. Doch eine aktuelle Studie von Goldman Sachs zeigt, dass Notenbanken weltweit ihre selbstgesteckten Inflationsziele zum Teil deutlich verfehlen. Die Europäische Zentralbank etwa hat von der Politik das Mandat bekommen, eine Ziel-Inflation von 'nahe, aber unter zwei Prozent' anzustreben. Das sei mit der Hauptaufgabe der EZB, der Preisstabilität, bestens vereinbar und biete gleichzeitig einen 'Abstand' zur ökonomisch gefährlichen Deflation, also fallenden Preisen. Doch die Konsumentenpreise stiegen zuletzt deutlich langsamer in der Eurozone, als es die EZB ermöglicht. Gemessen an den für die Notenbanken wichtigen Kerninflationsraten gerade einmal um 0,7 Prozent." Mehr hier. Offensichtlich ein weltweites Phänomen:


 

Für Europa bringt es Lucas Zeise in seinem Beitrag für die JUNGE WELT so auf den Punkt: "Die Stagnation im Euro-Gebiet dauert fort, die Inflation sinkt, besonders schnell in den von Sparkommissaren geplagten Südländern."


Der Chart des Tages: Die Parallelen zu 1929
(fuw.ch) Kennen Sie den Wile-E.-Coyote-Moment? Das ist die Szene, in der der Cartoon-Koyote über die Klippe rast und eine ganze Weile nicht realisiert, dass er längst keinen Boden mehr unter den Füssen hat. Der New Yorker Hedge-Fund-Manager John P. Hussman vergleicht in seinem aktuellen Wochenreport den amerikanischen Aktienmarkt mit diesem Bild. Der Markt sei überkauft und überbewertet, die Stimmung zu euphorisch. Die Investoren realisierten nicht, dass sie keinen Boden mehr unter den Füssen hätten. Mehr...

Kommentar: Eine Nachricht für die Aktionäre unter unseren LeserInnen. Wir haben auch noch den Chart dazu: 

Quelle: zerohedge.com

Es gibt gute Gründe, sehr, sehr vorsichtig zu sein. Sowieso nur etwas für Leute mit Nerven wie Stahlseile (mindestens armdicke).  


Rettung spanischer Banken wird teurer als erwartet
(faz.net) Die Rettung der spanischen Banken könnte für den Staat teurer werden als bislang angenommen. Wirtschaftsminister de Guindos rechnet mit zusätzlichen 15 Milliarden Euro allein für die Bank CAM. Mehr...

Kommentar: Erinnern sich unsere LeserInnen noch an die Zahl 350 Milliarden Euro? Das ist die Summe, auf die wir den Bedarf der spanischen Banken taxieren, um ihren Müll aus den Bilanzen loszuwerden. Ein schönes Sümmchen. Zugegeben, bisher sind wir noch weit davon entfernt. Aber jetzt sind wir schon bei rund 60 Milliarden Euro. Ohne die Tricksereien, mit denen sich spanische Banken bereits aus der größten Not befreit und fit für den anstehenden Stresstest gemacht haben. Auf solche Beiträge werden wir noch oft hinweisen können. Garantiert. 


Why Italian And Spanish Bonds Are Near Record Low Yields
(zerohedge.com) As global central bankers appear set on a game of inter-continental reach-around, the Japanese - printing press handle in hand - have taken the lead. For those wondering why EURJPY is so high and why, despite an endless stream of disappointingly near-record-bad macro and micro data in Spain and Italy, yields are near record lows... wonder no more. As Reuters' Jamie McGeever reports, the Japanese bought Spanish and Italian government debt at the fastest pace in 5 years. As Abe increases his militaristic presence in Asia, perhaps his 'promise' to buy any and all European peripheral debt is just the handshake he needs to pressure China (through its largest export market). Read more...

Kommentar: Noch ein Beitrag, der uns diebische Freude bereitet. Nicht nur wegen der Information an sich, sondern auch wegen der folgenden Grafik. Die zeigt nämlich sehr schön die Scheinheiligkeit eines Jens Weidmann, der schon seit Monaten gegen den hohen Anteil der Anleihen des eigenen Staates in den Bankbilanzen wettert. In diesem Vergleich kommt Deutschland direkt hinter den beiden ständig kritisierten Krisenstaaten Italien und Spanien: 




Aber auch den Chart über das immense japanische Engagement wollen wir an dieser Stelle bereits zeigen:



Das sieht sehr nach einer "konzentrierten" Aktion gegenseitiger Hilfe zwischen den Notenbanken aus.


December Retail Sales Beat Due To November Revision Lower, Electronics Sales Tumble
(zerohedge.com) How is it possible that December retail sales according to the US government were better than expected, when every retailer has posted abysmal results? Well it seems the Census Bureau merely engaged in some recalendarization, with November numbers all revised substantially lower: headline down from 0.7% to 0.4%, ex autos 0.4% to 0.1%, and ex autos and gas from 0.6% to 0.3%. In other words, a complete wash with today's "beat." Read more...

Kommentar: Wir haben es schon gelesen, in den deutschsprachigen Leitmedien, vom steigenden US-Konsum im Dezember. Dieser Beitrag liefert die Erklärung. 


Tanz auf dem US-Vulkan: Private Haushalte forcieren mangels Einkommen die Pump-Orgie
(blog.markusgaertner.com) An der Inflationsfront bleibt es ruhig in den USA. Janet Yellen wird in wenigen Tagen die Führung der Fed übernehmen, vom zweiten Mann in Folge nach Alan Greenspan, der die Geld-Schleusen öffnete, als wäre er Direktor am chinesischen Drei-Schluchten-Damm und müsste den ganzen Jangtse entleeren.
Sehr beunuruhigend sind dagegen die jüngsten Zahlen aus dem Flow of Funds-Bericht der Fed, wonach im 3. Quartal 2013 die Verschuldung der privaten US-Haushalte um 3% zulegte. Das war die schnellste Zunahme seit Anfang 2008. Weil Väterchen Staat (Uncle Sam) derzeit bei seiner Schulden-Orgie etwas langsamer macht, geht die Gesamtverschuldung – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – weiter auf 344% zurück. Gemessen am Spitzenwert von 376% im zweiten Quartal 2009 ist das jedoch nur eine minimale Abkühlung im Lava-Strom auf diesem mächtigen Vulkan.
Grund zur Entwarnung gibt es nicht, im Gegenteil, weil die privaten Haushalte – ausgezehrt von stagnierenden Löhnen – wieder beschleunigt Kredite aufnehmen.
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Kommentar: Selbst im historischen Vergleich ist dieser Wert auf allerhöchstem Niveau, wie der folgende Chart aus dem Beitrag zeigt:



Dieser Chart von ZERO HEDGE verdeutlicht das manglende Einkommen:
 

In die gleiche Richtung geht der Beitrag "This Won't End Well" bei ZERO HEDGE: "Presented with little comment aside to ask (rhetorically of course) how much longer the crushed consumer can subsist on a diet of increasingly saturated credit and dwindled-savings before retail sales revert to reality..." Read here. Es gibt auch eine anschauliche Grafik dazu: 




Zum Schluss unseres heutigen Tickers noch zwei Ergänzungen zu unseren jüngsten Themen:

Time for a Cease-Fire In the War on Poverty
(acting-man.com) Meanwhile, the 50th anniversary of the feds' "War on Poverty" came and went last week, without much notice. No flags flying. No speeches. Veterans on both sides took their money and kept quiet. But that didn't stop hands from wringing, hearts from bleeding and bellies from aching. So, the "war" goes on. Read more...

Kommentar: Die folgende Grafik aus dem Beitrag sagt mehr als jeder wortreiche Kommentar: 



Wir legen aber mit dieser Karikatur, entdeckt bei ZERO HEDGE, noch einen drauf: 


Da ist jedes weitere Wort zuviel, oder?


Baltic Dry Continues Collapse - Worst Slide Since Financial Crisis
(zerohedge.com) Despite 'blaming' the drop in the cost of dry bulk shipping on Colombian coal restrictions, it seems increasingly clear that the 40% collapse in the Baltic Dry Index since the start of the year is more than just that. While this is the worst start to a year in over 30 years, the scale of this meltdown is only matched by the total devastation that occurred in Q3 2008. Of course, the mainstream media will continue to ignore this dour index until it decides to rise once again, but for now, 9 days in a row of plunging prices is
yet another canary in the global trade coalmine and suggests what inventory stacking that occurred in Q3/4 2013 is anything but sustained. Read more...


Kommentar: Der Frühindikator für den Welthandel macht eine denkbar schlechte Figur, wie dieser Chart aus dem Beitrag zeigt: