Samstag, 18. Januar 2014

Standpunkt 858 - Nachrichten-Ticker, 17.01.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier unsere wichtigsten Blog-Beiträge zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, dass wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Nachdem nun die Große Koalition unter Dach und Fach ist, werden wir in den kommenden Wochen, die Feiertage eingeschlossen, unser Arbeitspensum erhöhen, um unser neues Dossier im Januar 2014 zur Verfügung stellen zu können.  Sicher ist bereits, dass der Koalitionsvertrag die schlimmsten Vorhaben nicht öffentlich macht. Trotzdem gibt es eine Menge Indizien dafür, wo die politische Reise der neuen Berliner Regierung unter der alten Chefin, der Eisernen Lady Kanzlerin Angela Merkel, rund um die Krise in Deutschland und Europa hingeht. Schwerpunkte unseres neuen Dossiers bilden, neben den zahllosen Methoden der Enteignung aus der deutschen Geschichte, die Vorschläge von IWF, DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, die virtuelle Währung Bitcoin, das Zypern-Modell, die Pläne der EU zur Bankenrettung (Stichwort Bankenunion). Außerdem Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot und die Folgen der angeblichen Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus.


Tagesthemen: In eigener Sache – Crashkurs Euro-Krise  Quacksalber Hans-Olaf Henkel – Larry Summers und das deutsche Wirtschaftswunder (3 Beiträge) - Spanien ertrinkt in Schulden  Schottland und die Unabhängigkeit   


In eigener Sache
Nicht erst seit dem neuerlichen Vorstoß des IWF (hier) ist klar, dass Politik, Finanzindustrie und Leitmedien ein falsches Spiel treiben. Seit 2011 weisen wir an dieser Stelle immer wieder daraufhin.

Zu unserem großen Erstaunen stellen wir in diesen Tagen aber fest, dass die Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken, bei den Betroffenen scheinbar zu Ende geht. Jedenfalls deuten die Wortmeldungen auf unseren Beitrag zur Enteignung (hier), zum Derivate-Desaster (hier) und zu unserem jüngsten Kommentar (hier) zu dem Working Paper von Rogoff und Reinhart für den IWF (hier) darauf hin. 

Wir haben bis in den Spätsommer 2013 hinein, über Monate hinweg, eine persönliche Beratung angeboten, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - seine Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen. 

Dieses Angebot mussten wir Anfang September 2013 leider aussetzen, weil die Nachfragen für unser kleines Team überhand genommen haben. 

Rechtzeitig zur nächsten "Entwicklungsstufe" der Diskussion rund um die Lösung der (Bank-)Schuldenkrise mittels der Sparer/Steuerzahler/Bürger haben wir uns verstärkt und bieten deshalb ab sofort wieder eine persönliche Beratung an. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Die Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung.  Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten die auch bereit sind, für diese Leistung zu bezahlen.   

Eingehendes Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Interesse? E-mail genügt. 


Ein Crashkurs für die Euro-Krise
(blogs.faz.net) Die Euro-Krise dürfte das bisher bedeutendste gesamtwirtschaftliche (makroökonomische) Ereignis im noch jungen 21. Jahrhundert darstellen. Mit der jüngsten Rezession in den Vereinigten Staaten verbindet sie die finanziellen Wurzeln, die Tiefe des wirtschaftlichen Einbruchs und die langsame Erholung des Arbeitsmarkts. Mit dem Aufstieg Chinas verbindet die Euro-Krise die wichtige Rolle von Kapitalbewegungen und Ungleichgewichten in der Leistungsbilanz. Die Europäische Union ist der größte Wirtschaftsraum der Welt, aber sie ist auch der Wirtschaftsraum mit dem vermutlich geringsten Wachstum im Jahr 2013.
Eine auf traditionellen makroökonomischen Betrachtungen lautende Schilderung der Euro-Krise hat sich allmählich etabliert. Diese konventionelle Betrachtung geht so: Mit der Einführung des Euro und dem damit verbundenen Wegfall des Wechselkursrisikos erlebten die ärmeren Länder in der Peripherie der Eurozone einen großen Rückgang der Zinsen. Die ärmeren Länder reagierten darauf mit einer erheblichen Kreditaufnahme in den reicheren Ländern der Eurozone, die eine Zunahme von Löhnen, Preisen und des realen Wechselkurses begünstigt. Als sich die Kapitalgeber nach 2008 weigerten, die immer größeren Defizite in den Staatshaushalten und Leistungsbilanzen zu finanzieren, folgte eine unausweichliche Rezession in der Peripherie. Ein Ausgleich der Leistungsbilanzen erfordert höhere Wachstumsraten des Preisniveaus und der Löhne im Kern der Währungsunion als in der Peripherie. Austerität in der Finanzpolitik muss die Staatshaushalte in Ordnung bringen. Politische Unfähigkeit bei der Kürzung der Staatsausgaben und ein nur langsamer Rückgang der Löhne in der Privatwirtschaft haben zu einem Durchwursteln geführt, währenddessen die Peripherieländer in einer Rezession gefangen sind.
Diese Schilderung ist überwiegend korrekt, anders als Fiktionen über faule Südeuropäer und austeritätsbesessene Nordeuropäer. Die zentrale These dieses Beitrags lautet aber, dass die konventionelle Schilderung der Krise nicht vollständig ist. Sie beinhaltet einige zentrale wirtschaftliche Mechanismen nicht und führt daher zu falschen Politikempfehlungen. Der konventionellen Schilderung fehlen vor allem zwei Bestandteile, die für die Erklärung der Euro-Krise wichtig sind: Erstens floss in den Jahren bis zum Krisenausbruch Kapital nicht direkt von Sparern im Kern der Währungsunion zu den Finanzierern von Projekten in der Peripherie, zum Beispiel Bauherren. Das Kapital floss durch eine Kette von Finanzhäusern, die von kurzfristigen Refinanzierungen abhängig waren. Zweitens wurde das Kapital in der Peripherie nicht für die rentabelsten Investitionsprojekte genutzt. Mehr...


Kommentar: Zuerst halten wir fest: Es ist insgesamt eine erstaunlich gute Analyse, gemessen an dem, was die F.A.Z. sonst so zum Thema anbietet. Der Wirtschaftsredakteur Gerald Braunberger hat sich hochkarätige Unterstützer an Bord geholt, da lässt sich nur schwer meckern. Trotzdem, ein paar Dinge stören uns an diesem Beitrag.

1. Die erzwungene europäische Bankenrettung nach der Lehman-Pleite 2008 spielt scheinbar für die Ökonomen keine Rolle als Ursache für die Krise in Europa. Ein unverzeihlicher Fehler. Die dafür in 2009 aufgewendeten Summen waren gewaltig, wie die folgende Übersicht zeigt:


Deutschland versteckt seine Hilfen in einem Schattenhaushalt, anderswo stiegen die Staatsschulden schlagartig an: 


Vor der Finanzkrise waren die Staatsschuldenstände innerhalb der Eurozone NICHT besorgniserregend, auch nicht im Fall der beiden echten Ausreisser, Griechenland und Italien (jeweils knapp über 100%), wie diese Übersicht aus dem Schweizer TAGES-ANZEIGER für die Jahre 2000 bis 2010 zeigt: 


Bemerkenswert die Quoten der übrigen Krisenländer Irland, Portugal, Spanien und Zypern. Auf Pump gelebt geht anders, wie ein kurzer Blick nach Japan zeigt, dem damaligen und heutigen Spitzenreiter mit mittlerweile weit über 200% Staatsschulden.

2. Die Analyse vermittelt den Eindruck, als hätten die Geldgeber-Banken aus dem Norden Milliarden Euro Investitionskapital in die Peripherie geschafft, ohne auf deren Verwendung Einfluss genommen zu haben. Das ist schlicht falsch. Tatsächlich haben diese Banken auch die "passenden" Geschäftsmodelle kreiert/exportiert, um den Gewinn zu maximieren. Die örtlichen Banken waren nur die Erfüllungsgehilfen einer internationalen Finanzmafia. 

Die Frage für die deutschen Banken und Versicherungen war doch, während der Blütezeit der Gemeinschaftswährung ab 2002, wohin mit der vielen Kohle der Sparer, Anleger und Beitragszahler? Die Leistungsbilanzüberschüsse zu finanzieren war zu wenig und die Zunahme der Exporte einfach nicht genug für ordentliche Margen und Boni. Da war es nur logisch, einen gigantischen, völlig überzogenen Immobilienboom zu erzeugen. Bis dahin hatten Immobilien ein hohes Ansehen bei den Menschen, sie galten als wertstabil und zukunftssicher. Den Markt, der immer wieder als Regulativ angeführt wird, hat man einfach außer Kraft gesetzt. Genau so, wie es heute noch an jeder Ecke gang und gebe ist. 

Mittlerweile ist das neue, bevorzugte Ziel für deutsches Geld Asien. Für die Zukunft sind milliardenschwere Verluste schon vorprogrammiert. Das System funktioniert nun einmal so und der Lernfaktor ist bei den Sparern gleich Null.



3. Für sehr bedenklich halten wir auch das Argument in dem Beitrag, "für Banken aus dem Norden der Währungsunion verband sich mit der Kreditvergabe an Banken aus der Peripherie" in den Krisenjahren 2008 bis 2012 "nunmehr auch ein Wechselkursrisiko durch Euro-Austritte". Diese Gefahr hat bis heute zu keiner Zeit bestanden, selbst wenn in Deutschland zeitweise gerne und ausgiebig darüber diskutiert worden ist. Diese Option sehen die Vereinbarungen rund um die Gemeinschaftswährung nicht vor und völlig zu Recht warnen besonnene Leute vor einem Zerbrechen der gesamten EU. Die finanziellen und politischen Folgen sind unkalkulierbar.  Der Finanzindustrie war deshalb klar, "Hunde die bellen, beißen nicht". Das gilt bekanntlich ganz besonders in der Politik. 

4. Kritisch sehen wir auch die Erklärungen im Zusammenhang mit der EZB und den Target-2-Salden. Ein Thema, mit dem sich auch Hans-Werner Sinn über viele Monate hinweg beschäftigt hat. Sinn hat dabei gerne behauptet, für die Verluste der EZB und Target 2 muss der deutsche Steuerzahler aufkommen. Diese Behauptung war und ist falsch. Sinn hat schlicht und ergreifend gelogen. So weit gehen die Autoren dieses Beitrages dankenswerterweise nicht. Unaufmerksame LeserInnen könnten das aber zwischen den Zeilen herauslesen.

In diesem Zusammenhang halten wir es außerdem für wichtig darauf hinzuweisen, dass nicht nur die Banken in der Peripherie mittels Verbriefungen sich Geld bei der EZB geliehen haben. Bitte dazu hier noch einmal nachlesen: "Seid umschlungen, Milliarden!" Ein echter Augenöffner. 

5. Die Autoren drängen auf die üblichen Strukturreformen, erzwungen durch die Fortsetzung der Austeritätspolitik. An dieser Stelle ist der Beitrag extrem schwach besetzt. Den Irrsinn hinter den Spardiktaten in den Krisenländern bestreiten mittlerweile nur noch die Deutschen. Unser Einwand stammt von dem US-Industriellen Jean Paul Getty: "Sparmaßnahmen muss man dann ergreifen, wenn man viel Geld verdient. Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät." Der ist damit äußerst erfolgreich gewesen. Die Peripherie in Europa hatte dazu keine Chance. Und das lag nicht am Euro.


"Der Euro hat verheerende Nebenwirkungen"
(handelsblatt.com) Hans-Olaf Henkel mischt jetzt bei der AfD mit und will mit ihr ins Europaparament. Im Interview gibt er den Ton an – mit harten Attacken auf Euro-Befürworter und Sympathiebekundungen für Euro-Kritiker wie Thilo Sarrazin. Mehr...

Kommentar: HOH, Brückenkopf der Bank of America in Deutschland und ein Baron Münchhausen unter den deutschen Euro-Kritikern, salbadert sich mal wieder durch die angebliche Währungskrise des Euro. Prompt bringt er wieder seinen running gag "Nord-Euro" mit Deutschland, Österreich, Finnland und Niederlande ins Gespräch. Ein Zusammenschluss Fußkranker. 

Oder die Mär vom gelackmeierten Kleinanleger in Deutschland, "der jedes Jahr enteignet wird, weil die geringe Inflation immer noch viel höher ist, als die Zinsen die er bekommt". Für so einen Schwachsinn sollte der Mann sich schämen. Was er da kritisiert, ist ein kapitalistisches Gesetz: Die Zinsen bleiben immer deutlich unter der Inflationsrate. Der Sparer war deshalb auch zu D-Mark-Zeiten der Betrogene. Nie lag der Sparzins oberhalb der Inflationsrate, oder?


Der Vermögensentwicklung hat das aber zu keiner Zeit geschadet: 



Einmal mehr entpuppt sich HOH bei der Lösung der Krise in Europa als unfähiger Quacksalber. Seine reaktionären politischen Ansichten kommentieren wir nicht.


Konjuktur: Entschuldigung fürs Schuldenmachen
(zeit.de) Larry Summers sieht die Gefahr einer langen Flaute. Warum nur? Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Weil Larry Summers sich die Fähigkeit bewahrt hat, 1 und 1 zusammenzuzählen und auch bei ihm nur 2 herauskommt, nicht 2 1/2 oder 3. Deshalb hat sich Summers auch nicht bei der Deregulierung der Finanzmärkte in Amerika geirrt, wie der Autor behauptet. Die Folgen dieser Maßnahmen waren gut geplant und genauso gewollt. 

So, so, "in Amerika wurde bis zur Krise nicht etwa viel, sondern notorisch wenig gespart". Das genau war jahrzehntelang das amerikanische Erfolgsmodell und hat der übrigen Welt sehr gutgetan, dem Exportweltmeister Deutschland ganz besonders. 

Europa "fährt überall gut, wo Reformer der Wirtschaft neue Kraft verleihen. Spanien und Portugal etwa sind heute im internationalen Wettbewerb stärker als vor fünf Jahren. Und wer würde in Deutschland schon von anhaltender Arbeitslosigkeit und Stagnation reden?" schreibt der Autor. Gemach, gemach, die Krise wird auch im Land des Lohnminusweltmeister noch ankommen. Unser Wort darauf. Amerika hat eine Lungenentzündung und Deutschland soll ohne jede Blessur davonkommen? Das ist schon historisch gesehen nicht möglich.

Wieder einer dieser Fach-Journalisten, der seine Hausaufgaben nicht macht. Ein weiteres Beispiel dieser Zunft wird in diesem Beitrag beschrieben: "Die Welt/Exportüberschuss/Anja Ettel: Miss Makro oder Miss Verstanden?" (hier). Wirklich köstlich. 


Schwächelnde Exportgralshüter
(neuewirtschaftswunder.de) Es ist schon ein bisschen zum Fremdschämen, wie furchtbar entrüstet hierzulande auf jedwede Kritik an unseren historisch atemberaubend hohen Überschüssen im Außenhandel reagiert wird. Mit einem bizarren Selbstbewußtsein. Und dass niemandem auffällt, wie schwach die Argumente der Exportgralshüter wirken. Mehr...

Kommentar: Einfach nur lesen. Was Thomas Fricke schreibt, sollte einleuchtern. 


Spanien: Doubtful Loans auf Allzeithoch
(querschuesse.de) Heute veröffentlichte die spanische Zentralbank (Banco de España) die monatlichen Daten der spanischen Kreditinstitute zu den "Data on Doubtful Loans" für den Monat November 2013. Im November 2013 stieg das Volumen der Doubtful Loans (zweifelhafte Kredite) auf 192,504 Mrd. Euro, nach 192,971 Mrd. Euro im Vormonat und damit auf ein neues Allzeithoch. Trotz umfangreicher Bankenrettungen (Rekapitalisierungen) und der geschaffenen Bad Bank (SAREB), welche den spanische Banken bereits 50,5 Mrd. Euro an faulen Krediten abnahm, wächst das Volumen zweifelhafter Kredite munter weiter, erschwerend kommt dazu, das auch die Immobilienpreise weiter zur Schwäche neigen, denn vor allem aus dem Immobiliensektor und den vielen faulen Hypotheken speisen sich die Kreditausfälle im spanischen Bankensystem. Die Zahl der zweifelhaften Kredite und Darlehen, über 75% davon mit mehr als 90 Tagen im Zahlungsrückstand, stieg im November 2013 auf einen Anteil von 13,08% der vergebenen Kredite der spanischen Banken an den Privatsektor, nach 12,99% im Vormonat. Dies sind weiterhin extrem miese Daten, angesichts der Tatsache, dass spanische Banken bereits 50,5 Mrd. Euro in die spanische Bad Bank (SAREB) verschieben konnten, die sich seitdem in diesen Daten nicht mehr widerspiegeln. Mehr...

Kommentar: In dem vorletzten Beitrag ist zu lesen, wie toll sich Spanien entwickelt (hier). Aber ist das wirklich so. Wer unbedingt daran glauben will, der muss nur diesen Beitrag von Steffen Bogs lesen. Wie immer unterlegt mit hervorragenden Charts, von denen wir drei vorab zeigen:
 
"Die Entwicklung der zweifelhaften Kredite und Darlehen seit Januar 1975 im Chart. Im November 2013 stieg das säumige Kreditvolumen auf 192,504 Mrd. Euro und damit auf ein neues Allzeithoch."

"Die Entwicklung der zweifelhaften Kredite und Darlehen in Prozent der vergebenen Kredite und Darlehen seit Januar 1975 im Chart. Im November 2013 stieg das Kreditvolumen im Zahlungsrückstand auf 13,08% aller Kredite und Darlehen an den Privatsektor und damit auf ein neues Allzeithoch." 

"Die Entwicklung des Bruttoschuldenstandes des Staates seit Q4 1990 bis Q3 2013 im Chart. In Q3 2013 stieg der Bruttoschuldenstand des Staates auf 954,863 Mrd. Euro, nach 943,415 Mrd. Euro im Vorquartal und nach 818,003 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. In Q3 2013 lag der Bruttoschuldenstand des Staates bei 93,4% des nominalen BIPs." 

Steffen Bogs' Fazit fällt eindeutig aus: "Die spanische Krise ist eine Krise des Bankensektors in Folge exzessiver Kreditvergabe, einer geplatzten Immobilienblase und anderer fauler Kredite primär aus privaten Fehlallokationen. Der Staat machte sich die Krise durch die Bankenrettungen (bailouts) zur eigenen Krise, was der stetige Anstieg des Bruttostaatsschuldenstandes verdeutlicht und die Daten zu den Doubtful Loans zeigen klar, dass von einem Ende der Krise weiter keine Rede sein kann. Im Gegenteil die Kreditausfälle steigen munter weiter und die Kreditkontraktion des Privatsektors ist weiter enorm heftig." Sauber auf den Punkt gebracht. 


Der Kampf um Schottlands Unabhängigkeit
(handelsblatt.com) Viele Schotten haben eine tiefe Abneigung gegen die Engländer. Deshalb stimmt das Land über seine Souveränität ab. Doch London will von einem Austritt aus dem Königreich nichts wissen. Und warnt vor den Konsequenzen. Mehr...

Kommentar: Trotzdem bleiben wir dabei: Die Schotten werden sich diese historische Chance kaum entgehen lassen. Für das restliche Großbritannien ein Fiasko.