Mittwoch, 5. Februar 2014

Standpunkt 875 - Nachrichten-Ticker, 03.02.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, dass wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Wir haben in den vergangenen Wochen jede freie Minute dafür verwendet, um unser neues Dossier im Januar 2014 zur Verfügung stellen zu können. Wir haben es nicht geschafft. Das Update ist uns aus den Fugen geraten und der aktuelle Vorstoß der Bundesbank zu einer Zwangsabgabe hält uns zusätzlich auf. Wir werden einige Tage länger brauchen. Dafür bitten wir um Verständnis. Andererseits sind wir davon überzeugt, dass sich die Warterei lohnt. 

Schwerpunkte unseres neuen Dossiers bilden, neben den zahllosen Methoden der Enteignung aus der deutschen Geschichte, die Vorschläge von IWF, DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, die virtuelle Währung Bitcoin, das Zypern-Modell, die Pläne der EU zur Bankenrettung (Stichwort Bankenunion). Außerdem Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot und die Folgen der angeblichen Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus.


Tagesthemen: In eigener Sache – Reichensteuer vs. Schuldenkrise Schutz vor der Zwangsabgabe – Deutsche Banken und der Stresstest - Deutsche Wirtschaft gegen den Rest Mythos Hartz IV Korruption in der EU – Faschisten in Europa auf dem Vormarsch – Raubritter Banken – Spanien – Troika – Amerika im Aufschwung – Konservatives Weltbild – US-Wirtschaft (3 Beiträge) – Jamie Dimon – Fed's "Taper" Abenomics Finanzkrise, 3. Teil


In eigener Sache
Nicht erst seit dem neuerlichen Vorstoß des IWF (hier) ist klar, dass Politik, Finanzindustrie und Leitmedien ein falsches Spiel treiben. Seit 2011 weisen wir an dieser Stelle immer wieder daraufhin. Heute hat offensichtlich auch die Bundesbank, in der Heimat fälschlicherweise als Hüter deutscher Sparer-Interessen wahrgenommen, dem IWF-Vorschlag zugestimmt (hier).

Wer jetzt immer noch nicht aufwacht, dem ist nicht zu helfen. Die Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken ist definitiv vorüber. Jetzt gilt es, dem Feind in die Augen zu schauen. Die Betroffenen scheinen das langsam zu begreifen. Jedenfalls deuten die Wortmeldungen auf unseren Beitrag zur Enteignung (hier), zum Derivate-Desaster (hier) und zu unserem jüngsten Kommentar (hier) zu dem Working Paper von Rogoff und Reinhart für den IWF (hier) darauf hin. 

Wir haben bis in den Spätsommer 2013 hinein, über Monate hinweg, eine persönliche Beratung angeboten, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - seine Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen.

Dieses Angebot mussten wir Anfang September 2013 leider aussetzen, weil die Nachfragen für unser kleines Team überhand genommen haben.

Rechtzeitig zur nächsten "Entwicklungsstufe" der Diskussion rund um die Lösung der (Bank-)Schuldenkrise mittels der Sparer/Steuerzahler/Bürger haben wir uns verstärkt und bieten deshalb ab sofort wieder eine persönliche Beratung an. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Die Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung.  Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten die auch bereit sind, für diese Leistung zu bezahlen.

Eingehendes Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Interesse? Dann genügt eine E-mail!


Schuldenkrise: "Eine Reichensteuer würde helfen"
(wiwo.de) Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff bedauert, dass die Euro-Zone nicht früher die Inflation angeheizt hat. Um die Krise zu lösen, müsste man nun über andere Strategien nachdenken – etwa über Schuldenschnitte oder eine Vermögensabgabe. Mehr...

Kommentar: Kenneth Rogoff ist, neben Carmen Reinhart, Co-Autor der Studie für den IWF, in der eine Zwangsabgabe zur Schuldenreduzierung gefordert wird. Nur verständlich, dass er in diesem Interview die Forderung unterstützt. 

Unabhängig davon kommt eine Zwangsabgabe. Das ist längst beschlossene Sache. Diese Financial Repression Reichensteuer zu nennen ist eine komplette Volksverdummung. Damit wird suggeriert, als träfe diese Abgabe nur einen kleinen Personenkreis, eben die Reichen. Wer daran glaubt, der begeht einen folgenschweren Irrtum. 

Unseren deutschen LeserInnen können wir nur immer wieder empfehlen, sich Art. 14 GG anzusehen, der die Enteignung regelt. Die Formulierung und die Erfahrung mit früheren Maßnahmen lehren, dass ein solches Gesetz nicht nur für einen begrenzten Personenkreis gemacht wird. Alternativ ließe sich eine Einschränkung natürlich durch entsprechende Freibeträge regeln, wie sie z. B. der Vorschlag des DIW vorsieht. Alles nur Propaganda. Es geht nicht nur um eine Reduktion der Staatsschulden. Die Rettung der TBTF-Banken erfordert den Einsatz aller Staatsbürger (in dem Fall heißt es wohl besser "Staatsbürgen"!). 

Die übrigen Europäer sind nicht fein raus. Ihnen droht das gleiche Schicksal. Wir werden die Hintergründe in unserem neuen "Update Enteignungen" vorstellen. 

Rogoff und Reinhart beraten den IWF. Dieses Interview können wir nur empfehlen.

Eine Analyse der IWF-Studie findet sich bei HEISE-TELEPOLIS: "IWF drängt auf Enteignung der Sparer" (hier). 


Was tun gegen die Zwangsabgabe? 
(goldseitenblog.com) Immer mehr Systemmedien schreiben über die Zwangsabgabe, die auf die Bürger zukommen soll, um Griechenland und Zypern, aber vielleicht auch Deutschland vor dem vorzeitigen Staatsbankrott zu retten.
Viele Deutsche denken, daß eine Vermögensabgabe nur die anderen treffen kann. Aber ein Vermögen kommt schnell zusammen. 45 % der Deutschen haben ein Haus oder eine Eigentumswohnung. Das Pro-Kopf-Immobilienvermögen dieser 45 % liegt bei etwa 190.000 €. Also pro Kopf und nicht pro Immobilie. Etwa zwei Drittel der Deutschen haben eine oder mehrere Lebensversicherungen (davon gibt es 93 Millionen Stück mit einem aktuellen Durchschnittsbilanzwert von 9.500 €). Weitere Sparer haben einen Bausparvertrag, riestern oder haben weitere Absicherungsvehikel für das Alter. Und viele Rentner haben hohe 6stellige Beträge leichtsinnigerweise auf Sparbüchern und Girokonten herumliegen. Nicht zu reden von Sparkassen- und sonstigen Kapitalmarktfonds für Rentner.
Eine staatliche Zwangsabgabe muß blitzschnell durchgezogen werden. Sozusagen über Nacht, damit das Vermögen nicht abgezogen werden kann. Per Knopfdruck kommt das Finanzamt an Kontostände, Aktiendepots, Versicherungsprodukte und ans Grundbuch. Banken und Versicherungen sind traditionell Außenstellen des Finanzamts. Alles, was sich nicht leicht und automatisiert ermitteln läßt, ist dagegen sicher vor der Enteignung. Mehr...


Kommentar: Ein interessanter Beitrag, selbst wenn der Verfasser sich mit einigen seiner Vorschläge auf sehr dünnes Eis begibt. "Das Edelmetall ist anonym. Selbst wenn man es bei einem Edelmetallhändler per Rechnung gekauft hat, kann man behaupten, daß es inzwischen verkauft oder gestohlen wurde." Was ist das denn? Die Amerikaner haben 1933, und später auch andere Staaten, mit einer einfachen Methode das Gold aus der Anonymität geholt: durch ein Goldverbot (hier gibt es eine Übersicht), das immerhin 40 Jahre Bestand hatte. Da ist es nahezu unmöglich, sich damit eine Altersvorsorge aufzubauen. Heutzutage gibt es keine Schlupflöcher, die Schweiz beispielsweise wird sich daran beteiligen. Am Ende geht es nämlich auch für die Schweizer darum, ihre Großbanken zu retten, bzw. die Schäden aus deren Pleiten so gering wie möglich zu halten (dazu: "Die schweizerische Schuldenbombe", hier). Das funktioniert nur mit Hilfe von Aussen. Norwegen ist abhängig von der EU und den USA, da ist keine Hilfe zu erwarten. Singapur? Bereits in intensiven Gesprächen mit den USA zur "Regelung des Bankgeheimnisses". Die Arabischen Emirate? Wie da hinkommen, wenn es in Europa Devisen- und Kapitalverkehrskontrollen gibt? Was ist mit einem Bargeldverbot? Wenigstens partiell wird es dazu kommen. "Der Staat ist manchmal großzügig." Da ist wohl die Hoffnung "der Vater des Gedanken". Großzügigkeit kann sich der Staat dieses Mal nicht leisten. Das wird so weit gehen, dass am Ende auch die Einlagensicherung zur Disposition steht. Auf die es sowieso faktisch keinen Rechtsanspruch gibt, wie das Landgericht Berlin in einem Urteil vom 15. Juni 2010 (Aktenzeichen 10 O 360/09) entschieden hat. Die Versprechen von Angela Merkel, zuletzt 2013 nach der Enteignung in Zypern? Eine glatte Lüge. 

Am Schluss seines Beitrages ist der Autor wieder Realist (oder Fatalist?) und behauptet: "Narrensichere Methoden zur Vermeidung der Zwangsabgabe gibt es nicht." Das stimmt nicht ganz, sieht man sich die historischen Vorbilder in den 1920er, 1930er Jahren und in der Zeit der Währungsreform von 1948 sehr genau an. Eine ganze Reihe von klugen Investoren haben in diesen Krisenzeiten erhebliche Zugewinne erzielt, viele sie später wieder verloren, mehr noch aber bis heute davon profitiert. Wir finden es einen Versuch wert, den Erfolgreichen und ihren Methoden nachzueifern.


Deutsche Banken sind gut gerüstet für Stresstest 
(faz.net)  Wie gut geht es den europäischen Banken? Die EZB will das in den kommenden Monaten in einem groß angelegten Stresstest überprüfen. Die Bafin sagt nun: Die deutschen Banken sind gut gerüstet. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Natürlich, niemand kann ernsthaft eine andere Aussage von dieser Behörde erwarten. Schon gar nicht die bittere Wahrheit. Damit würde sich die BaFin selbst ins Jenseits befördern. Als nutzlos in den vergangenen Krisenjahren outen. Unvorstellbar. Tatsächlich ist es aber genau so. Die Behörde hat bis heute versagt. Basta. 

Den Rest von Zweifeln wird ein wertloser EU-Bankenstresstest besorgen. Natürlich werden den einige Institute nicht bestehen. Na und? Eine abgekartete Sache, ohne jede Bedeutung. Reine Propaganda. Warum das so ist versucht die Schweizer FINANZ UND WIRTSCHAFT in einem Kommentar zu beschreiben: "Die Angst vor zu viel Wahrheit". Zusammengefaßt heißt es dort: "Der detaillierte EU-Bankenstresstest ist ein Balanceakt zwischen der Schaffung von Transparenz im Bankensystem und dessen Schonung." Und liefert den Grund gleich mit: "Das Letzte was ein Europa mit einem noch immer leidenden Kreditmarkt brauchen könnte, wäre eine neue Bankenkrise." Mehr hier.  


Deutsche Wirtschaft startet fulminant
(n-tv-de) Das neue Jahr lässt sich gut an: Die Zeichen stehen auf dynamisches Wachstum der deutschen Wirtschaft. Aber auch die Entwicklung der Euroraum-Ökonomie kann sich 2014 bisher sehen lassen. Griechenland überrascht dabei positiv. Mehr...

Kommentar: So ungefähr waren auch die Vorhersagen in 2013. Am Ende ist Stagnation herausgekommen. Ach so, im Euroraum geht es ebenfalls aufwärts. Das ist propagandistischer Mist, sonst nichts, der da verbreitet wird. 


Forscher entlarven Hartz-IV-Wunder als Mythos
(welt.de) Wenn Politiker gefragt werden, warum die deutsche Wirtschaft vor Kraft strotzt, verweisen sie gern auf die Arbeitsmarkt-Reformen der Agenda 2010. Doch renommierte Ökonomen haben eine andere Erklärung. Mehr...

Kommentar: Endlich eine gute Nachricht: Eine politische Lüge geht den Bach runter. Gerhard Schröder's einziges Vorzeigeprojekt hat nicht gehalten, was er und seine Kommilitonen, halt! es waren Politikclowns, sich und der Welt (in Davos 2005!) davon versprochen haben. 

Leider wird aber in dieser Studie der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. Angeblich seien es die niedrigen Lohnstückkosten, verursacht durch eine jahrelange Zurückhaltung bei den Löhnen und Gehältern, die den deutschen Erfolg ausmachen. 



Ein dickes Lob also für den Lohnminusmeister Deutschland, wo heute die realen, durchschnittlichen, monatlichen Löhne und Gehälter auf dem Niveau von 1991 stehen, während zahllose Unternehmen, allen voran die Konzerne, ihre Gewinne von Jahr zu Jahr auf immer neue Rekorde steigern, gleichzeitig ihre Steuerbelastung beständig abnimmt. Das ist pervers. 



Quelle: nachdenkseiten.de
 


EU: Mitglieds-Staaten können Korruption nicht bekämpfen
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Bestechungen schädigen die Wirtschaft in der EU um 120 Milliarden Euro. Das geht aus einem erstmals veröffentlichten Bericht der EU-Kommission zum Thema Korruption hervor. Deutschland müsse bei den Themen Wahlkampf-Finanzierung und Auslandsbestechung ansetzen, so EU-Kommissarin Malmström. Mehr...

Kommentar: Falsch, es muss heißen "Mitgliedsstaaten wollen Korruption nicht bekämpfen".  


Freie Fahrt für die Goldene Morgenröte 
(heise-telepolis)  Griechenland: Faschismus vs Antifaschisten 1:0.
Das vergangene Wochenende stand für die Antifa-Gruppen in Athen ganz im Zeichen von "Drei Tage gegen den Faschismus". Es gab gleich mehrere Aufhänger für die Demonstrationsaufrufe. Der vielleicht wichtigste davon war die am 1. Februar von der Goldenen Morgenröte inszenierte Fackelfeier zum Imia-Tag. Trotz Umzugsverbot marschierten die Rechten durch Athens Zentrum. Ein genehmigtes Treffen der antifaschistischen Gruppen am Syntagmaplatz endete dagegen im Chaos. Die Einsatzpolizei schlug die Versammlung ohne Grund zusammen und jagte die Teilnehmer durch die gesamte Stadt. Es gab Verletzte. Mehr...


Kommentar: Ein Vorgeschmack auf die Veränderung der politischen Mehrheiten in Europa? Die Europa-Wahl im Mai wird einen Hinweis darauf geben. Offensichtlich gedeiht in extremen, wirtschaftlichen Krisen, begleitet von Elend, Armut und Perspektivlosigkeit, der Rechtsextremismus besonders gut. Die Wirtschaft hat sich damit schon immer gut arrangieren können, wie die vielen Beispiele in den vergangenen 100 Jahre besonders in Europa zeigen, vor allem in Nazi-Deutschland. Von der wird die Entwicklung höchstens gefördert, nicht bekämpft. Wirtschaftshörige Politiker in den sogenannten Volksparteien werden sich dieser Entwicklung nicht ernsthaft entgegenstellen, sondern früher oder später auf diesen Zug aufspringen, um sich wenigstens ein paar Pfründe zu sichern. 


Brutaler Raubzug: Banken treiben Firmen in die Pleite 
(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) Die Banken haben eine neue Methode entwickelt, um Unternehmen in die Pleite zu treiben und danach billig zu übernehmen. In Großbritannien wurden Fälle bekannt, die in ihrer Brutalität selbst abgebrühten Beobachter einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Mehr...

Kommentar: Dieser Beitrag beschreibt modernes Raubrittertum. So kann man natürlich auch die Bilanzen aufhübschen: durch die Übernahme gesunder Unternehmen. 


Großbritanniens geborgter Aufschwung
(zeit.de) Die britische Regierung schafft es nicht, die Wirtschaft zu restrukturieren. Lieber setzt sie auf einen überhitzten Immobilienmarkt und billiges Geld. Mehr...

Kommentar: Eine informative Analyse. Während die Banken unbehelligt weiter ihr Unwesen treiben, schafft es die britische Regierung, angeführt von einem schwachen Premier und einem großmäuligen Finanzminister, ihre Hausaufgaben zu erledigen. Die Spurenelemente einer ehemaligen Weltmacht. 


Spanish Suicides Rise To Eight-Year High
(zerohedge.com) Europe has an odd definition of recovery: we already knew that in Greece "recovery" means record high unemployment, an entire generation unable to find work, the return of neo-nazism, no ink with which to print tax forms, and even instances where people infect themselves with HIV to get medical benefits. That, and of course, soaring suicides. Now it is Spain's turn.
While the Iberian nation is furiously scrambling to catch up to Greece in terms of sheer economic collapse, even if the government has changed the definition of GDP so many times, somehow Spain dares to look people in the eye and claim its GDP is growing with 26% total, and 54% youth unemployment, one statistic Spain can't change is that the suicide rate has soared and is now the highest in eight years.
The Local reports, using figures from Spain's National Institute of Statistics that in the most recent data from 2012, released on Friday, 402,950 people died in Spain, some 15,039 (3.9 percent) more than in 2011. Of these deaths, there were 3539 suicides (2,724 men and 815 women), up 11.3 percent from the year before, a rate of 7.6  per 100,000 inhabitants. The figures were the highest since 2005. Read more...


Kommentar: Das wollen wir nicht weiter erörtern. Die folgende Grafik spricht für sich: 


Von einer Sache sind wir nicht abzubringen: Europas Krisenmanager haben den nutzlosen Tod vieler Menschen zu verantworten. Sie haben Blut an ihren Händen. ALLE. 


Europaparlament kritisiert zerstrittene Troika
(spiegel.de) Alles klar, Herr Sparkommissar? Leider nein. Ein Parlamentsbericht zu den Troika-Abgesandten in Europas Krisenländern zeichnet ein kritisches Bild. Am besten kommt dabei noch der Internationale Währungsfonds weg - er stehe wenigstens zu seinen Fehlern. Mehr...

Kommentar: Der folgende Chart zeigt das Versagen der Troika am Beispiel Griechenlands: 

Quelle: zerohedge.com

Eine einzige Stümperei. Dazu kommen noch Verstöße gegen EU-Grundrechte (hier). Beschämend. 


Martin Feldstein: Die Zukunft des amerikanischen Wachstums
(project-syndicate.org) Die kurzfristigen Aussichten für die US-Wirtschaft haben sich verbessert. Als Grund hierfür sind das deutlich gestiegene Vermögen der privaten Haushalte im Jahr 2013 sowie der Abbau der kalten Progression infolge der 2012 erhöhten Steuerbelastung zu nennen. Die Vereinigten Staaten haben jetzt eine Chance, das reale (inflationsbereinigte) Pro-Kopf-BIP schneller als um die dürftigen 1,7% zu erhöhen, die durchschnittlich in den vier Jahren seit die Wirtschaft im Sommer 2009 wieder zu wachsen begann verzeichnet worden sind. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Glaubt man diesem Konservativen, dann ist Wachstum für Amerika kein Problem. Bis 2044 rechnet Feldstein die Erfolge vor. Die aktuellen US-Statistiken hält er für wenig aussagefähig, weil die Wirklichkeit wesentlich positver sei, als sie von ihnen dargestellt wird. Daher auch sein Fazit: "Kurz gesagt bin ich überzeugt, dass sich der reale Lebensstandard durch die Produkte und Dienstleistungen, die wir kaufen schneller erhöht als aus unseren amtlichen Erhebungen hervorgeht. Das ist heute zutreffend und wird wahrscheinlich in Zukunft zutreffend sein. Das ist kein Grund für Selbstzufriedenheit. Die USA können und sollten politische Maßnahmen ergreifen, die dazu führen, dass Realeinkommen sogar noch schneller steigen." Statt eines wortreichen Kommentars liefern wir dazu zwei aussagefähige Grafiken:



Selbst im langfristigen Vergleich sieht es nicht besser aus:



Zuletzt war es vor 40 Jahren so mies wie heute. Wo lebt der Mann? Mehr als 100 Millionen erwerbsfähige Amerikaner sind ohne Job, knappe 50 Millionen beziehen Monat für Monat Lebensmittelmarken, mehrere Millionen warten noch auf die Zwangsversteigerung ihrer Häuser. Ein Ignorant. 


Uns hilft der Beitrag "27 Shocking Numbers That Reveal the True State of the Union" aus der US-Ausgabe des ROLLING STONE die Dinge richtig einzuordnen: "Scary statistics on unemployment, inequality, climate change and more" Mehr hier

Quelle: zerohedge.com


George Lakoff: 'Conservatives don't follow the polls, they want to change them … Liberals do everything wrong'
(theguardian.com) How the progressives have got it wrong and if they don't start to get it right, the conservatives will maintain the upperhand. 
"The progressive mindset is screwing up the world. The progressive mindset is guaranteeing no progress on global warming. The progressive mindset is saying, 'Yes, fracking is fine.' The progressive mindset is saying, 'Yes, genetically modified organisms are OK', when, in fact, they're horrible, and the progressive mindset doesn't know how to describe how horrible they are. There's a difference between progressive morality, which is great, and the progressive mindset, which is half OK and half awful." 
George Lakoff, professor of cognitive science at the University of California, Berkeley, has been working on moral frames for 50 years. In Communicating Our American Values and Vision, he gives this precis: "Framing is not primarily about politics or political messaging or communication. It is far more fundamental than that: frames are the mental structures that allow human beings to understand reality – and sometimes to create what we take to be reality. But frames do have an enormous bearing on politics … they structure our ideas and concepts, they shape the way we reason … For the most part, our use of frames is unconscious and automatic." Read more...

Kommentar: Ein lesenswerter Beitrag. Und außerdem passend zu dem vorangegangenen von Martin Feldstein. Müssen wir nicht weiter kommentieren.


GM Channel Stuffing Second Highest Ever In January
(zerohedge.com) We touched upon the disappointing GM car sales number reported earlier, which were promptly blamed on snow in the winter in some part of the country, which supposedly also meant that California's ravenous car buyers didn't purchase vehicles due to drought or something. Either way, one thing is clear: there was a big drop in auto demand which was to be expected from an overextended consumer whose plight we have been following for years. However, where GM did surprise, is that despite its apparent realization of climatic conditions, the company decided to plough through with abnormal production levels and flooded its dealer network with inventory. So much inventory, in fact, that in January, GM's channel stuffing pipeline rose by another 42K cars (a quarter of total sales in January), increasing the stock of cars parked at dealer lots and collecting dust to 780K from 748K in December, the second highest ever! Read more...

Kommentar: Diese Entwicklung will nicht so recht zu den tollen US-Wirtschaftsdaten passen, die überall kommuniziert werden. Der Langfrist-Chart ist eindeutig:




Wal-Mart: Food Stamp Cuts Hurt Our Profits 
(zerohedge.com)  Wal-Mart announced today that cuts in a federal food stamp
program as well as record cold temperatures hurt its fourth quarter profits. After previously reporting “relatively flat” sales for the quarter, Wal-Mart Stores Inc. now says that sales for its namesake store and its Sam’s Club locations would be “slightly negative” for the November-January quarter, according to Agence France-Presse. Wal-Mart’s Chief Financial Officer, Charles Holley, blamed the revised forecast on deeper-than-expected cuts to the U.S. Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP) and the extreme cold weather occurring in the past month. On Nov. 1, the federal government cut $5 billion from the SNAP program due to a planned stimulus withdrawal, which resulted in an average loss of $36 a month for each of the almost 50 million Americans on the program, including many of Wal-Mart’s own employees. Read more...


Kommentar/Ergänzung: Wal-Mart spürt die Krise. Die Folge beschreibt CNBC so: "Time to close Wal-Mart stores? Analysts think so" (hier). Statt Jubelmeldungen tristes Grau.


Jamie Dimon's Raise Proves U.S. Regulatory Strategy is a Joke
(rollingstone.com) If you make a big show of punishing someone, and when you're done they still don't think they have a behavior problem, you probably picked the wrong punishment. Every parent on earth knows this implicitly – but does the Obama White House finally get it, too, now, after Jamie Dimon's raise?
When the board of JP Morgan Chase gave its blowdried, tirelessly self-regarding CEO a whopping 74 percent raise – after a year in which the Justice Department blasted the bank with $20 billion in sanctions – it was one of those rare instances where Main Street and Wall Street were mostly in agreement.
Everyone from the Financial Times to Forbes.com to the Huffington Post decried the move. The Wall Street pundits mostly thought it was a dumb play by the Chase board from a self-interest perspective, one guaranteed to inspire further investigations by the government. Meanwhile, the non-financial press generally denounced the raise as a moral obscenity, yet another example of the serial coddling of Wall Street's habitually overcompensated executive class.
Both groups were right. But to me the biggest news was how brutal an indictment Jamie's raise was of the Obama/Holder Justice Department, which continues to profoundly misunderstand the mindset of the finance villains they claim to be regulating. Read more...


Kommentar: Endlich bietet sich die seltene Gelegenheit, auf einen Beitrag des US-Journalisten Matt Taibbi hinzuweisen. Da gibt es für uns nichts zu kommentieren, alles wichtige steht drin. Wir freuen uns, dass es solche Leute gibt. 


Why the Fed’s ‘Taper’ Won’t Work 
(acting-man.com) On Wednesday, the Bank of Janet Yellen said it would continue to "taper" QE. Instead of counterfeiting $75 billion every month, it will counterfeit only $65 billion. At this rate, it will be out of the counterfeiting business completely by the end of summer. On Thursday, the United State Department of Commerce said the US economy was growing at a 3.2% annual rate, which is satisfactory. Until you look at it more closely. On Thursday, too, stocks went up – 109 points on the Dow. The Fed had little choice. It has to pretend to go straight at least for a month or two more. Otherwise, it won't have a shred of credibility left. And so far, so good. It looks like stocks will close the month of January down only 3%. Not catastrophic. For what it is worth, our "Crash Alert" flag … the ol' black and blue … flies over our worldwide headquarters. We say "for what it is worth," because it hasn't been worth very much. Not the last three years. We brought it out on several occasions. The wind whipped it. The sun bleached it out. The rain soaked it. The markets didn't crash. Finally, we brought it in because we felt sorry for it. But it's back on the job today – even though we expect the crash will come later. Read more...

Kommentar: Just for info...   
 



Crazy Abenomics Orgy In Japan Is Ending Already – Pounding Hangover Next
(zerohedge.com) Kudos to the Bank of Japan. Its heroic campaign to water down the yen has borne fruit. The Japanese may not have noticed it because it is not indicated in bold red kanji on their bank and brokerage statements, and so they might not give their Bank of Japandemonium full credit for it, but about 20% of their magnificent wealth has gone up in smoke in 2013. And in 2014, more of it will go up in smoke – according to the plan of Abenomics. Read more...

Kommentar: Der Autor vertritt eine eindeutige Meinung und könnte Recht behalten...

Quelle: zerohedge.com


Die dritte Phase der globalen Finanzkrise
(nzz.ch) Die in einigen Schwellenländern ablaufenden Turbulenzen deuten auf den Beginn einer neuen Phase der noch nicht überwundenen globalen Finanzkrise hin. Mehr...

Kommentar: Ein bemerkenswerter Beitrag, der wenigstens ein paar unangenehme Wahrheiten beschreibt. Die wichtigste ist aus unserer Sicht die, "dass ein Ende der globalen Finanzkrise nicht abzusehen ist". Auch nicht schlecht: "Alle ernsten Krisen in der Vergangenheit, wie die Asien-Krise oder die Subprime-Krise, hätten zu Anfang gut beherrschbar ausgesehen, bevor sie ausser Kontrolle gerieten." Chapeau. 

Quelle: welt.de