Freitag, 7. Februar 2014

Standpunkt 877 - Nachrichten-Ticker, 05.02.


Regelmäßig stellen wir für unsere LeserInnen aktuelle und interessante Beiträge aus dem Internet zusammen, die wir mehr oder weniger kommentieren und ergänzen. Ideal für alle, die sich schnell informieren wollen. Wir bemühen uns darum, ausgewogen zu sein. Gegensätzliche Meinungen bekommen bei uns eine Chance... 

Bei Fragen, Anregungen und Kritik einfach eine E-mail schicken. Wir antworten so schnell wie möglich.  

Für "Neuankömmlinge" und "Auffrischer" haben wir hier und hier wichtige Blog-Beiträge aus der Vergangenheit zusammengestellt. Die "Gastbeiträge" gibt es hier.


Unser Dauer-Thema: "Die staatlichen Werkzeuge der Enteignung - eine Übersicht"
Es ist mittlerweile schon mehr als ein Jahr her, dass wir ein Update zu diesem wichtigen Thema hier für unsere LeserInnen zur Verfügung gestellt haben. Wir haben in den vergangenen Wochen jede freie Minute dafür verwendet, um unser neues Dossier im Januar 2014 zur Verfügung stellen zu können. Wir haben es nicht geschafft. Das Update ist uns aus den Fugen geraten und der aktuelle Vorstoß der Bundesbank zu einer Zwangsabgabe hält uns zusätzlich auf. Wir werden einige Tage länger brauchen. Dafür bitten wir um Verständnis. Andererseits sind wir davon überzeugt, dass sich die Warterei lohnt. 

Schwerpunkte unseres neuen Dossiers bilden, neben den zahllosen Methoden der Enteignung aus der deutschen Geschichte, die Vorschläge von IWF, DIW und Boston Consulting Group zur Lösung der Krise in Europa, die virtuelle Währung Bitcoin, das Zypern-Modell, die Pläne der EU zur Bankenrettung (Stichwort Bankenunion). Außerdem Bargeldverbot, Kapitalverkehrskontrollen, Goldverbot und die Folgen der angeblichen Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus.


Tagesthemen: In eigener Sache – Neuer weltweiter Krisenschub? (6 Beiträge) Europas Krise vor dem Ende? – Bofinger will die EZB - Neues vom Arbeitsmarkt in Spanien – Spekulaten vs. Dänemark – Österreich vor einer Bankenkrise? Schweiz vor Selbstbetrug – Gold China – BaFin vs. Anleger (2 Beiträge) 


In eigener Sache
Nicht erst seit dem neuerlichen Vorstoß des IWF (hier) ist klar, dass Politik, Finanzindustrie und Leitmedien ein falsches Spiel treiben. Seit 2011 weisen wir an dieser Stelle immer wieder daraufhin. Heute hat offensichtlich auch die Bundesbank, in der Heimat fälschlicherweise als Hüter deutscher Sparer-Interessen wahrgenommen, dem IWF-Vorschlag zugestimmt (hier).

Wer jetzt immer noch nicht aufwacht, dem ist nicht zu helfen. Die Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken ist definitiv vorüber. Jetzt gilt es, dem Feind in die Augen zu schauen. Die Betroffenen scheinen das langsam zu begreifen. Jedenfalls deuten die Wortmeldungen auf unseren Beitrag zur Enteignung (hier), zum Derivate-Desaster (hier) und zu unserem jüngsten Kommentar (hier) zu dem Working Paper von Rogoff und Reinhart für den IWF (hier) darauf hin. 

Wir haben bis in den Spätsommer 2013 hinein, über Monate hinweg, eine persönliche Beratung angeboten, um sich durch geeignete Maßnahmen gegen die vielen Formen der Financial Repression und der Enteignung abzusichern. Kurz - seine Ersparnisse/Zukunftsvorsorge krisenfest zu machen.

Dieses Angebot mussten wir Anfang September 2013 leider aussetzen, weil die Nachfragen für unser kleines Team überhand genommen haben.

Rechtzeitig zur nächsten "Entwicklungsstufe" der Diskussion rund um die Lösung der (Bank-)Schuldenkrise mittels der Sparer/Steuerzahler/Bürger haben wir uns verstärkt und bieten deshalb ab sofort wieder eine persönliche Beratung an. Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich: Die Beratung ist kostenpflichtig - wir berechnen eine einmalige, pauschale Aufwandsentschädigung.  Aus diesem Grund erwarten wir nur ernsthafte Anfragen von Interessenten die auch bereit sind, für diese Leistung zu bezahlen.

Eingehendes Briefing vorausgesetzt, erstellen wir in jedem Fall eine individuelle Analyse und detaillierte Vorschläge zur Krisensicherung. Zur optimalen Absicherung verfolgen wir ein eigenes Konzept, das wir bei dieser Gelegenheit ausführlich vorstellen. Für Einzelheiten schicken Sie uns eine E-mail.


An der Schwelle zum neuen Krisenschub
(heise-telepolis) Einstmals als neue Stütze der globalen Konjunktur umjubelt, befinden sich nun etliche Schwellenländer am Rande eines dramatischen Wirtschaftseinbruchs. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Wir erleben den Beginn eines neuen Desasters: Den Kollaps der Schwellenländer. Die Wirkungen sind nicht absehbar, trotzdem liefern einige Autoren sehr brauchbare Analysen und Einschätzungen der kommenden Entwicklung/Auswirkung dieser Ereignisse. Dieser Beitrag von Tomasz Konicz gehört definitiv dazu. Wegen unser jüngsten Erfahrungen aus einer ganzen Reihe von persönlichen Gesprächen geben wir den Appell an unsere LeserInnen weiter, endlich aufzuwachen und sich den unabwendbaren Folgen der Finanzkrise 2007 (USA) und 2008 (Europa) zu stellen. Alles andere ist Humbug und wird bitter bestraft. Das kapitalistische System wird weltweit kollabieren, die Frage ist nur noch: Wann? Gewinner sind neben den Reichen und Mächtigen" nur die, die sich gründlich auf die finale Krise vorbereitet haben. Der Rest wird ein finanzielles Waterloo erleben. Wer auf eine anschließende schnelle Erholung hofft, der wird eine tiefe Enttäuschung erleben. 30 Jahre, eine ganze Generation, könnte es dauern, bis die Folgen wieder einigermaßen ausgeglichen sind.

Zurück zum Beitrag. Unseren LeserInnen empfehlen wir dringend: Folgen Sie den Links! Zum Schluss liefert Konicz ein ausführliches Fazit, von dem wir einen Satz ganz besonders erwähnen möchten: "Man hofft einfach darauf, dass es andere erwischt." Er beschreibt exakt die Haltung des deutschen "BILD"-ungsbürgertums in dieser Krise. Es fehlt die Bereitschaft, aus der eigenen leidvollen Geschichte zu lernen. Die Folge beschreibt der spanische Philosoph und Schriftsteller George Santayana (1863 - 1952) treffend so: "Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." 

In diesem Zusammenhang stehen noch weitere aufklärerische Beiträge: Markus Gärtner überschreibt seinen Beitrag "Manipulierte Drehzahlen nagen am Kolben der stotternden Weltwirtschaft" und liefert ein paar interessante Zahlen und bedenkenswerte Ansichten (hier). Diese hat uns gefallen: "Das aktuelle Szenario sieht daher so aus: Nachlassende Gewinndynamik der Firmen, sinkende Kurse, steigende Risiken im Börsen-Universum, bei rekordhohen fremdfinanzierten Wertpapier-Käufen. Das ist wie ein Schuss Heroin, Plus ein guter Whiskey und eine Pille Viagra. Der darauf folgende Sex ist nicht mehr gut, er ist absolut tödlich."  

ZERO HEDGE fragt nur "What Happens Next?" und schreibt: "What goes up (via free money and practically infinite leverage and rehypothecation) must come down (when the flow slows)... the dominoes are falling... First Emerging Markets, then US High-yield credit, then US Stocks, and now European stocks...


and remember - this "selling" overseas does not mean "buying" domestically as the majority of these hot money flow trades are credit-funded and merely extinguish the debt at the margin..." Nachzulesen hier

Die "Betroffenheit" europäischer Banken durch die Krise der Schwellenländer, von uns im letzten Nachrichten-Ticker bereits thematisiert (hier), hat auch ACTING MAN aufgegriffen und eine leicht verständliche Zusammenfassung geschrieben: "Banking Accidents Waiting to Happen" (hier). Verstärkt durch einige sehenswerte Charts, von denen wir zwei zeigen:

"European banks have lent $3.4 trillion to emerging markets (chart via Deutsche Bank)."


"Euro area banks – EM exposure as a percentage of capital and reserves – down from its 2007 highs, but still plenty."  

In dem Beitrag von ACTING MAN geht es auch noch um die aktuelle Finanzkrise in China. Es lohnt sich auf jeden Fall, bis zum Schluss dabei zu bleiben. 

Wer unbedingt möchte, für den hat Nouriel Roubini diese Krise kleingeschrieben. Österreichs DIE PRESSE titelt "Schwellenländer: Roubini sieht keine zweite Eurokrise aufziehen" (hier) und bei PROJECT SYNDICATE beschreibt er "Die Schwierigkeiten der Schwellenländer". Dort hält Roubini "die Gefahr einer ausgewachsenen Währungs-, Staatsschulden- und Bankenkrise aus mehreren Gründen nach wie vor gering". Mehr hier"Der Ökonom glaubt, dass die aktuelle Krise der Schwellenländer nicht allzu lange anhalten wird" zitiert ihn der PRESSE-Beitrag. 


Jenseits des Krisenmodus 
(fuw.ch)  "Eine gängige Erklärung für die relative Ruhe an den Finanzmärkten ist seither, die EZB halte die Krise nur unter dem Deckel. Ist dem so?" 
Mit der immer offensichtlicheren Erholung der Eurozone wird die Frage salonfähig, ob ihre Krise zu Ende ist. Noch wagt niemand, sie zu bejahen. Mehr...

Kommentar: Ein durch und durch einseitiger Kommentar, der beständig alle absehbaren Probleme innerhalb und außerhalb Europas ignoriert und deshalb die Eurozone auf dem richtigen Weg sieht. Käme der Beitrag nicht aus der Schweiz, so könnte man ihn getrost unter der üblichen Propaganda einordnen. Was will der Autor damit sagen: "Ist die Eurokrise also vorbei? Angesichts der nach wie vor ernsten Probleme, die sie aufgedeckt hat, und ganz besonders der noch immer extrem hohen Arbeitslosigkeit in vielen Euroländern wäre es fast zynisch, die Frage zu bejahen. Was aber ebenso wenig weggeredet werden kann: Die Länder der Eurozone machen kontinuierliche, fundamentale Fortschritte. Und nicht nur die neusten Indikatoren, sondern gerade auch die Resistenz in den jüngsten Marktturbulenzen lässt nicht erwarten, dass sich daran so schnell etwas ändern sollte."

Statt sich von solchen Beiträgen einlullen zu lassen, bitte gleich weiterlesen: "Warten auf Erfolg: Europas Krisenländer und die Politik des Sparens" (hier). Ernüchternd. 


Bofinger fordert große Geschütze
(n-tv.de) Geld ist in Europa so billig wie nie. Die Konjunktur kommt allerdings nur sehr langsam in Schwung. Die Inflation geht immer weiter zurück. Der Wirtschaftsweise Bofinger drängt Europas Währungshüter zum Handeln. Mehr...

Kommentar: Einer der dem Frieden nicht traut ist Peter Bofinger. Weil sich die Politik als nicht handlungsfähig erweist, fordert er Maßnahmen der EZB. Die werden kommen, ob sie nachhaltig Wirkung zeigen wagen wir zu bezweifeln. Die Probleme werden nur weiter in die Zukunft verschoben und dadurch immer größer.  Das ist übrigens, mangels politischem Willen, weltweite Krisenpolitik. 


Kalte Dusche am spanischen Arbeitsmarkt
(heise-telepolis) Erneut wurden im Land 180.000 Arbeitsplätze vernichtet und die leichte Positivtendenz am Jahresende durchbrochen.
Der konservative spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte am Jahresende den Landsleuten eine "wirtschaftliche Erholung" und "Jobs" versprochen. Das Weihnachts- und Tourismusgeschäft zum Jahreswechsel hatte dazu geführt, dass im Dezember erstmals die Beschäftigung wieder zunahm und die Sozialversicherung 64.000 neue Beitragszahler registrierte. Doch die leichte Entspannung ist längst wieder passé, räumte das Arbeitsministerium am Dienstag mit der Veröffentlichung der neuen Arbeitsmarktzahlen ein. Die Zahl der bei Arbeitsämtern registrierten Arbeitslosen ist wieder um 113.000 gestiegen. Die Sozialversicherung hat sogar 184.000 Beitragszahler verloren. Das zeigt, dass nach dem offiziellen Ende des Weihnachtsgeschäft – in Spanien beschenkt man sich erst am 6. Januar – trotz des milden Winters viele Jobs wieder gestrichen wurden. Während im Baugewerbe die Beschäftigung sogar leicht anstieg, fielen allein im Dienstleistungssektor fast 100.000 Stellen weg. Der Winterschlussverkauf wirkte hier dämpfend. Insgesamt gibt das Arbeitsministerium die Zahl der registrierten Arbeitslosen mit gut 4,8 Millionen an. Doch auch offizielle Zahlen gehen in Spanien weit auseinander. Die nationale Statistikbehörde bezifferte kürzlich die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende mit 5,9 Millionen. Nun sind also wieder mehr als sechs Millionen Menschen in Spanien ohne Job und besonders hart trifft es weiter junge Menschen. Zum Jahreswechsel waren trotz der Auswanderungswelle weiter 54,3 Prozent aller unter 25 Jährigen ohne Stelle. Viele Arbeitslose haben es längst aufgegeben, sich angesichts einer Quote von fast 26 Prozent noch in die Schlangen vor den Arbeitsämtern zu stellen, weil sie keinerlei Unterstützung mehr erhalten. Sogar etwa zwei Millionen der registrierten Arbeitslosen sind längst durch alle Maschen gefallen und erhalten weder Arbeitslosen- noch Sozialgeld, das nur sechs Monate gezahlt wird. Deshalb sind die Kosten für Arbeitslose um 13,2 Prozent gefallen, obwohl die Zahl der Arbeitslosen deutlich höher ist als im Vorjahr. Mehr...


Kommentar: Die Lüge vom Aufschwung in Spanien hat nur sehr kurze Beine. Trotzdem wird diese Propaganda-Show in den deutschsprachigen Leitmedien unverdrossen fortgesetzt. Die "vierte Gewalt" versagt - wie schon so oft in der (deutschen) Geschichte.


Milliarden-Hedgefonds wettet gegen Dänemark 
(format.at) Owl Creek Asset Management LP, eine der Hedgefondsfirmen mit der besten Entwicklung in 2013, wettet gegen dänische Staatsanleihen - und zwar in Erwartung einer Schuldenkrise. Das erfuhr Bloomberg von zwei Personen, die Kenntnis davon haben. Die 3,2 Mrd. Dollar schwere Firma aus New York erwarb zudem Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) auf Danske Bank A/S, die größte Bank des Landes. Mehr...

Kommentar/Ergänzung: Die Krise in Dänemark verschlimmert sich. Anders lässt sich dieses Engagement nicht deuten. Unsere Einschätzung scheint sich zu erfüllen. Für uns war Dänemark schon lange ein ausgewiesener Krisenkandidat - trotz eigener Währung (Beispiel hier). Gegen die kapitalistisch motivierte Blasenbildung ist auch dort kein Kraut gewachsen. Zwei Beiträge, die sich bereits zeitig mit der dänischen Krise beschäftigt haben: Im Mai 2010 titelt die SÜDDEUTSCHE "Ein Land taumelt" und schreibt im Vorspann: "Die Finanzkrise hat die dänische Wirtschaft viel härter getroffen als erwartet. Jetzt rutscht der Staat als erstes Land in Europa in die Rezession." Mehr hier. Ein Jahr später, im Juni 2011, heißt es bei HEISE-TEPEPOLIS "Dänemark rutscht in die Krise" und beschreibt im Vorspann die Probleme in einem Satz: "Das nordeuropäische Land wird von Rezession und Bankenpleiten geplagt." Mehr hier.


Österreich spielt mit dem Feuer
(heise-telepolis) Um die Steuerzahler zu schonen, wird zunehmend angedacht, die Skandalbank Hypo Alpe Adria in eine "kontrollierte Pleite" zu schicken. Hauptbetroffen wäre Ex-Eigentümer Bayern LB – sowie ganz Österreich, das eine finanzielle Katastrophe riskieren würde. Mehr...

Kommentar: Nach unserer Einschätzung ist Österreich durch die akuten Probleme der Schwellenländer und die damit verbundenen Risiken für die Erste Bank schlagartig in eine veritable (Banken-)Krise katapultiert worden. Dieser Beitrag beleuchtet nur die Schwierigkeiten rund um die Hypo Alpe Adria und die unabsehbaren Folgen für Österreich. Die können sich durch neue Risiken im heimischen Bankensektor noch multiplizieren. 


Wir bleiben Gipfelstürmer 
(fuw.ch)  "Während andere Länder unter ihrer Schuldenlast ächzen, hilft uns die Schuldenbremse, nicht über unseren Verhältnissen zu leben."
Die Schweiz ist auch in zwanzig Jahren noch erfolgreich. Die Säulen des Wohlstands werden dann dieselben sein wie heute. Mehr...

Kommentar: Wir bitten um Entschuldigung, liebe Nachbarn, aber wir haben herzhaft gelacht. Da will einer seinen Landsleuten ein X für ein U vormachen. Das unkalkulierbare Risiko für die Schweizer sind ihre beiden Großbanken, UBS und Credit Suisse. Nachzulesen hier, in "Die schweizerische Schuldenbombe": "Großbanken haben jeden Schweizer potentiell mit einem Risiko von 4.500.000 CHF exponiert." Und hier, in unserem Beitrag "Desaster Derivatehandel". Nicht zu unterschätzen sind auch die Risiken einer Immobilienblase, vor der die SNB regelmäßig warnt. 


Anstieg auf 9000 Dollar?: Gold wird explodieren – weil keines mehr da ist!
(finanzen100.de) Die Händler spekulieren mit Gold, das gar nicht mehr vorhanden ist. Das sagt der Edelmetall-Experte und Buchautor Jim Rickards. Inzwischen sei das Gold nämlich nach China abgewandert – und es werde von dort auch nicht mehr so schnell zurückkehren. Mehr...

Kommentar: Na und? Niemand wird davon profitieren können, jedenfalls nicht legal. Goldbesitz wird kriminalisiert, es kommt ein Goldverbot. Die Notenbanken werden kaum zugeben wollen, dass ihre angeblichen Goldbestände real gar nicht (mehr) existieren.  


China – ein Hort der Stabilität?
(zeit.de)  Die Aktienkurse fallen und fallen. Auf der ganzen Welt sind in den vergangenen Tagen die Kurse eingebrochen. Schwellenländer wie Indien, Indonesien, Brasilien und die Türkei trifft es besonders hart. Neben einer schlecht laufenden Konjunktur macht ihnen zusätzlich ein starker Kapitalabfluss und damit ein Verfall ihrer Währungen zu schaffen. Allein in den vergangenen Wochen haben Anleger der Bank of America zufolge weltweit 6,4 Milliarden Dollar aus Schwellenländer abgezogen, ihre Währungen haben binnen weniger Tage um mehr als 20 Prozent an Wert verloren. Nur ein Schwellenland scheint sich mal wieder als Hort der Stabilität zu erweisen: China. Der chinesische Yuan bleibt konstant zum Euro und Dollar. Und auch der Kapitalabfluss hält sich in Grenzen. Dabei sehen auch Chinas Wirtschaftsdaten nicht rosig aus. Mehr...

Kommentar: Selten genug, dass in einem der deutschsprachigen Führungsmedien ein längerer Beitrag über China zu finden ist. Da ist es geradezu Pflicht, darauf hinzuweisen. Ansatzweise ist er sogar kritisch - aber mehr nicht. Schade eigentlich. 

Noch immer findet sich im deutschsprachigen Raum kein Beitrag über die massiven Probleme des chinesischen Finanzsystems in einem der Führungsmedien. 


Wie die Bafin fast mal die Anleger schützte
(sueddeutsche.de) Schon 2009 wusste die Bankenaufsicht Bafin von den Problemen der inzwischen insolventen Windkraftfirma Prokon. Seither steckten 60.000 Investoren eine Milliarde Euro in das Unternehmen. Warum wurden sie nicht gewarnt? Mehr...

Kommentar/Ergänzung: ...weil die BaFin, ähnlich wie die Bundesbank, Interessenwahrer der heimischen Finanzindustrie ist. Wir erinnern an die (deutsche) Volksweisheit "der Fisch stinkt vom Kopf her". Es wäre dringend geboten ihn abzuschneiden, um den Rest zu retten. Vor allen Dingen, wenn man dieses Interview mit Gerhart Baum im HANDELSBLATT gelesen hat: "Die Bafin ließ Anleger ins Messer rennen" (hier).

Andererseits wäre es sicherlich interessant der Frage nachzugehen, ob der Staatssäckel nicht davon profitiert hat, dass die BaFin die nicht an die Öffentlichkeit gegangen ist. Ein Gedanke, der uns übrigens auch bei den alljährlichen Steuersparmodellen der Immobilienbranche bewegt.